DE37476C - Kontrol- und Alarmthermometer mit Registrirvorrichtung - Google Patents

Kontrol- und Alarmthermometer mit Registrirvorrichtung

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DE37476C
DE37476C DENDAT37476D DE37476DA DE37476C DE 37476 C DE37476 C DE 37476C DE NDAT37476 D DENDAT37476 D DE NDAT37476D DE 37476D A DE37476D A DE 37476DA DE 37476 C DE37476 C DE 37476C
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temperature
bell
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thermometer
battery
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DENDAT37476D
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C. F. W. DOEHRING, Regierungsbaumeister und Branddirektor in Leipzig
Publication of DE37476C publication Critical patent/DE37476C/de
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B25/00Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems

Landscapes

  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Alarm Systems (AREA)

Description

t- *
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE. 42: Instrumente.
In verschiedenen Zweigen der Industrie ist es erforderlich, Räume mit einer bestimmten Temperatur zu versehen, welche nur innerhalb weniger Grade schwanken darf. Für gröfsere Etablissements ist es wünschenswerth, die Temperatur in den benutzten Räumen stets auf bestimmte Grade beschränken zu können, ohne dafs man nöthig hat, in diesen Räumen selbst am Thermometer sich zu überzeugen, ob diese Grade eingehalten werden. Man benutzt schon seit einer Reihe von Jahren verschiedene Arten von Alarmthermometern, welche vermittelst des elektrischen Stromes in einem entfernten Räume ein Läutewerk in Thätigkeit setzen, sobald die Temperatur zu hoch oder zu niedrig geworden ist.
Diese bis jetzt in Anwendung gekommenen Alarmthermometer melden aber meistens entweder nur die überschrittene oder nur die unterschrittene Temperatur; will man aber beide gemeldet haben, so mufs man in jedem der zu controlirenden Räume ' zwei solche Thermometer aufhängen. ' Alle diese Thermometer hinterlassen keine sichtbaren Zeichen davon, ob die Temperatur im Laufe des Tages die vorgeschriebenen Grenzen überschritten hat, das Läutewerk hört, wenn nicht schon vorher abgestellt, auf, zu ertönen, sobald die Temperatur wieder normal ist. Ist also, der inspicirende Beamte abwesend, so weifs er nicht, ob in seiner' Abwesenheit alles in Ordnung war oder nicht.
. Die vorliegende Erfindung hat nun den Zweck, diese Unvollkommenheiten zu beseitigen. Zum Anzeigen der überschrittenen Maximaltemperatur und der nicht erreichten Minimaltemperatur dient nur ein Thermometer, gleichgültig, ob dies ein Quecksilberthermometer oder ein Thermometer von Metallen mit verschiedenen Ausdehnungscoefficienten ist.
Auf beiliegenden Zeichnungen sind Quecksilberthermometer mit eingeschmolzenen Platindrähten angenommen.
Fig. ι zeigt die Gesammtanordnung. Es ist hierbei ein Stromunterbrecher und eine selbstthätige Schreibvorrichtung in der Weise angeordnet, dafs, wenn die Minimaltemperatur nicht erreicht oder die Maximaltemperatur überschritten wird, mit Hülfe des elektrischen Stromes ein Farbstift auf einem über eine Trommel gelegten Papierstreifen ein Zeichen macht, aus dessen Länge die Dauer der Unregelmäfsigkeit ersehen werden kann. Gleichzeitig mit dieser Aufzeichnung ertönt eine Alarmglocke.
Diese Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Hat die Temperatur den Minimumgrad des Thermometers A noch nicht erreicht, so geht der galvanische Strom vom Pluspol der Batterie -B nach Stütze α des Selbstunterbrechers C über den Ruhecontact des Ankers b, durch denselben zur Stütze a\ tritt bei c aus dem Unterbrecher aus und geht zur Schreibvorrichtung D, durch die Umwindungen des Elektromagneten derselben zur Minimumglocke E, durch die Umwindungen der Elektromagneten derselben zurück zum Minuspol der Batterie B. Der Anker der Schreibvorrichtung D wird angezogen, und da derselbe einen Winkelarm mit Farbstift (z. B. roth) trägt, so wird auf dem sich mit der Trommel in z. B. 24 Stunden
einmal herumbewegenden Papierstreifen ein (rother) Strich erzeugt. Gleichzeitig ertönt die Minimumglocke.
Wird am Thermometer A der Minimumgrad erreicht, so wird ein kurzer Stromkreis geschlossen. Der Strom geht jetzt vom Pluspol der Batterie durch die Elektromagnetumwindungen des Stromunterbrechers C nach dem Quecksilbergefäfs des Thermometers A, durch das Quecksilber zum Platindraht, der beim Minimumgrad eingeschmolzen ist. Von hier geht der Strom zurück zur Batterie B. Die Kerne des Elektromagneten des Selbstunterbrechers C werden, da jetzt der Strom durch diese Elektromagnete geht, magnetisch und ziehen den Anker b an, der erste Stromkreis wird hierdurch unterbrochen, der Anker der Schreibvorrichtung D geht in seine Ruhelage zurück und die Minimumglocke hört auf, zu ertönen.
Wird die Maxirnaltemperatur überschritten, so wird, da an dieser Stelle wieder ein Platindraht eingeschmolzen ist, ein zweiter Stromkreis geschlossen. Während ein Theil des Stromes vom Minimumdraht des Thermometers zurück zur Batterie geht, wird ein anderer Theil desselben durch die Quecksilbersäule zum Maximumdraht gehen und von hier durch die Elektromagnetumwickelungen der Schreibvorrichtung F zur Maximumglocke G und zurück zur Batterie B seinen Weg nehmen. Der Anker der Schreibvorrichtung F wird angezogen und dessen Farbstift (z. B. blau) einen (blauen) Strich auf dem Papierstreifen erzeugen. Gleichzeitig ertönt die Maximumglocke, bis nach Erreichung der Normaltemperatur dieser eine Stromzweig unterbrochen wird und der ganze galvanische Strom gezwungen ist, seinen Weg unmittelbar zur Batterie vom Minimumdraht zu nehmen. Es ist vortheilhaft, in diesem Rückweg entsprechende Widerstände einzuschalten, um bei Uebertragung der Maximaltemperatur einen genügend starken Strom durch die Schreibvorrichtung F und Glocke G gelangen zu lassen.
Will man die Maximal- und Minimaltemperatur ■ eines Raumes beliebig verändern, so ist erforderlich, in dem Thermometer bei den in Betracht kommenden Graden weitere Platindrähte einzuschmelzen und sämmtliche Dra'hte mit dem Brett des Stromunterbrechers bezw. mit einer darauf befestigten Stöpselniachine zu verbinden (s. punktirt Fig. i). Die gewünschten Grade werden hier mit der Weiterleitung durch Umstöpselung verbunden.
Der Stromunterbrecher, die Schreibvorrichtung und die Glocken befinden sich im Zimmer des die Aufsicht führenden Beamten.
Fig. 2, 3 und 4 stellen den Stromunterbrecher C dar, mit Vorrichtung zum Umstöpseln der gewünschten Grade. Fig. 5, 6 und 7 zeigen eine Schreibvorrichtung, welche die nicht erreichte oder überschrittene Normaltemperatur von fünf verschiedenen Räumen aufzeichnet. Die Trommel wird von einem beliebigen Lauf- bezw. Uhrwerk in einer bestimmten Zeit (hier in 24 Stunden) einmal herumgedreht und ist mit einem entsprechend eingetheilten Papierstreifen, Fig. 8, umkleidet. Dieser Streifen ist in der Weise eingerichtet, dafs man die genaue Zeit und die Dauer der Unregelmäfsigkeit ohne Weiteres ablesen kann.
Blatt II zeigt die Einrichtung, um die Temperaturen mehrerer Räume zu controliren.
Es ist hier statt der Schreibvorrichtung ein Tableaukasten angeordnet; dies eignet sich namentlich für eine solche Einrichtung, bei welcher die Glocken beim Heizer angeordnet sind. Derselbe ersieht dann sofort, wenn eine der Glocken ertönt, in welchem Räume die Temperatur nicht normal ist. Aufser der Batterie -B' ist hier noch eine zweite Batterie B" angeordnet, die zur Verstärkung des Stromes dient, wenn die Maximaltemperatur überschritten ist. Dieser Stromkreis ist dann wie folgt·. Von der Batterie B" geht der Strom durch die Quecksilbersäule des in den Stromkreis eingeschalteten Thermometers zu dem Maximumdraht desselben. Von hier gelangt er durch den Tableaukasten, geht zur Maximumglocke und zurück zur Batterie B".
Im übrigen ist die Einrichtung, wie oben beschrieben. Für jeden zu controlirenden Raum bezw. für jeden Thermometer mufs ein Stromunterbrecher vorhanden sein.
Diese letzere Einrichtung kann, mit der erstbeschriebenen in der Weise combinirt werden, dafs im Zimmer des Aufsichtsbeamten, Inspectors, Directors etc. die Schreibvorrichtung und beim Heizer der Tableaukasten aufgestellt wird, so dafs die nicht erreichte oder überschrittene Temperatur sowohl dem Inspector etc., als auch dem Heizer, hörbar und sichtbar, gemeldet wird.
An Stelle des in Fig. 5 bis 8, Blatt I, dargestellten Schreibapparates kann auch, wie Fig. 10, Blatt III zeigt, ein gewöhnlicher Morseapparat M mit Auslösevorrichtung angeordnet werden, um sowohl die überschrittene Maximalals auch die unterschrittene Minimaltemperatur aufzuzeichnen. Hierbei ist jedoch ein besonderer Apparat N nöthig, welcher bei Stromdurchgang ein Laufwerk auslöst. Dieser Apparat ist wie folgt construirt, Fig. 11 bis 13, Blatt III:
Ein durch einen Elektromagneten η beeinflufster Anker m trägt einen Arm 0, Fig. 13, welcher sich in der Ruhelage des Ankers vor einen Zahn des Rades ρ legt und dieses an seiner Bewegung hindert. Rad ρ erhält durch ein Laufwerk P das Bestreben, sich in Richtung des Pfeiles, Fig. 13, zu bewegen. Auf
der Achse des Rades ρ sitzt ferner ein mit Morsezeichen versehenes Typenrad q, auf welches die Contactfeder r schleift, die sich beim Passiren eines Ausschnittes von q auf den Isolirsteg s legt und die metallische Leitung unterbricht.
Die Arretirung des Uhrwerkes kann auch, anstatt unmittelbar auf Radp, auf den Windfang wirken, wodurch der Druck auf den Anker m verändert wird.
Ist die Minimaltemperatur nicht erreicht, so geht der Strom vom Pluspol der Batterie B \ Fig. ip, durch die Ankerstützen des Stromunterbrechers C nach Apparat 2V1, tritt hier bei t in die Elektromagnetumwindung von n, geht durch die metallischen Theile des Apparates nach der Schleiffeder r, tritt bei u aus, geht durch die Minimumglocke E nach dem Elektromagneten des Morseapparates und zurück zum Minuspol der Batterie J51. Der Elektromagnet η des Apparates JY1 zieht seinen Anker m an, löst dadurch den Arm ο aus dem Radp aus und dieses bewegt sich, durch ein Uhrwerk getrieben, mit dem Typenrad, welches, entsprechend seinen Zeichen, den Strom verschiedene Male unterbricht, und auf dem Morseapparat entstehen unter Läuten der Glocke E Morsebuchstaben, welche die unterschrittene Temperatur anzeigen. Wird die Normaltemperatur erreicht, so schliefst sich ein kurzer Stromkreis der Batterie B1, wie oben. Beim Ueberschreiten der Maximumtemperatur wirkt die Batterie B2 in derselben Weise auf Apparate N2 und M und Glocke G, wie vorher die Batterie B1 auf N1, M und E.
Diese Anlage, Fig. io, kann auch zum Feuermelden nach dem Feuerwehrdepot oder einer sonstigen Centralstelle eingerichtet werden. Bringt man die Umschalter R S in die punktirte Stellung und schaltet man die Batterie B' aus, so wird bei Erreichung einer zu hohen Temperatur ein Strom geschlossen, der vom Pluspol der Batterie B 2 durch das Thermometer A nach der Maximumklemme desselben geht, von hier durch den Apparat IV2, die Telephonleitung und die (angeschlossene) Leitung nach dem Feuerwehrdepot etc. gelangt. Hier geht der Strom durch die Feuerglocke, den Elektromagneten des Morseapparates M1, die Körperschiene des Tasters zum Minuspol der Batterie B3, zur Erdplatte E1 durch die Erde nach Platte E% und zum Minuspol der Batterie B 2. Das Laufwerk des Apparates 2V2 wird ausgelöst, und auf dem Morseapparat Ai1 im Feuerwehrdepot etc. entstehen unter Läuten der Feuerglocke Zeichen, welche den Ort des Brandes angeben.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Zum Zweck der Hör- und Sichtbarmachung von in entfernten Räumen vorkommenden Ueberschreitungen der Normaltemperaturen ein Control- und Alarmthermometer, bestehend aus einem Thermometer A in Combination mit dem Stromunterbrecher C, um beim Steigen der Temperatur über oder beim Sinken derselben unter die Normalgrenze eine Glocke E bezw. G in Thätigkeit zu setzen, Fig. i.
  2. 2. Bei dem unter i. beanspruchten Control- und Alarmthermometer die zur Aufzeichnung der nicht erreichten oder überschrittenen Temperatur eingeschaltete Schreibvorrichtung F und D, bestehend aus einem Elektromagnetenpaar, welches einen Anker beeinfluist, der, mit Farbstift versehen, auf einem von einem Laufwerk betriebenen Papierstreifen entsprechende Zeichen macht, Fig. 5 bis 8.
  3. 3. An Stelle der unter 2. beanspruchten Schreibvorrichtung zur Sichtbarmachung der nicht erreichten oder überschrittenen Temperatur die Einschaltung eines Tableaukastens in der Weise, dafs von den Stromunterbrechern und Thermometern Drähte nach den entsprechenden Tableauklappen führen, welche von hier gruppenweise verbunden nach der Minimal- und Maximalglocke führen, in Combination mit den beiden Batterien B' B", Fig. 9, Blatt II.
  4. 4. Der Apparativ, Fig. 10 bis 13, bestehend aus einem Laufwerk, welches ein Rad ρ und ein Typenrad q behufs Unterbrechung des Stromes bewegt, welches Laufwerk durch Arm ο des Ankers m bis zum Stromdurchgang durch Elektromagnet η festgehalten wird, zum Zweck, die unterschrittene oder überschritteneNormaltemperatur mittelst eines Morseapparates aufzuschreiben.
  5. 5. Die Anwendung des unter 4. beanspruchten Apparates N zum automatischen Feuermelden und gleichzeitigen Anzeigen der Brandstelle in Verbindung mit dem Morseapparat M1 und der Batterie B 2 B 3, Fig. 10, Blatt III.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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