DE37429C - Verfahren zur Ueberführung von natürlichen und anderen Phosphaten in für Pflanzen leicht assimilirbare Produkte und verwerthbare Rückstände - Google Patents

Verfahren zur Ueberführung von natürlichen und anderen Phosphaten in für Pflanzen leicht assimilirbare Produkte und verwerthbare Rückstände

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DE37429C
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Germany
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phosphate
phosphates
products
natural
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DENDAT37429D
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Original Assignee
E. SOLVAY in Brüssel
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B13/00Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials
    • C05B13/02Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials from rock phosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Jedes als Natur- oder Kunstproduct gewonnene Phosphat soll schliefslich, welches auch sein Gehalt an Phosphorsäure und seine Zusammensetzung,, sowie die Behandlungsweisen seien, denen man es zuvor unterworfen hat, in ein für die Zwecke der Landwirthschaft verwendbares, d. h. in ein für-die Assimilation .durch Pflanzen geeignetes Product übergeführt werden. Man hat hierzu in der Industrie bislang nur zwei Verfahrungsweisen in Anwendung gebracht. Nach der einen werden die Phosphate mit Hülfe von Schwefelsäure in Superphosphate umgewandelt; nach der anderen behandelt man sie mit Salzsäure und erhält schliefslich präcipitirtes zweibasisches Kalkphosphat.
Erfinder sucht nun das gleiche Resultat durch andere Reactionen und unter Darstellung anderer Producte zu erreichen. Derselbe benutzt zu dem Zwecke die Eigenschaft der Kieselerde und der Thonerde, sich starken Basen gegenüber wie Säuren zu verhalten und damit beständigere Verbindungen als die Phosphorsäure zu bilden, so dafs sie, im Gemenge mit basischen Phosphaten einer genügend hohen Temperatur ausgesetzt, der Phosphorsäure einen Theil des Kalks entziehen. Man verfahre dabei in folgender Weise: Das zu behandelnde Phosphat wird innig mit Kieselerde oder Thonerde oder geeigneten zersetzbaren, beide Körper enthaltenden Materialien (insbesondere feinkörnigen) in solchem Verhältnifs gemischt, dafs sie darin in der zur Bindung der vorhandenen freien und an Phosphorsäure gebundenen Basen hinreichenden Menge enthalten sind. Das Gemisch wird dann erhitzt. Zur Beschleunigung der Reaction empfiehlt sich der Zusatz eines Flufsmittels.
Es bildet sich metaphosphorsaurer Kalk, welcher in Ammoniumeitrat theilweise löslich und für die Zwecke der Landwirthschaft verwerthbar ist, und zwar selbst in dem Zustande, in welchem er aus der vorhergehenden Reaction hervorgeht.
Die beschriebenen Reactionen können auch mit der Zersetzung von Chlornatrium oder Chlorkalium combinirt werden, so dafs man als Endproducte Kalkphosphat, Aetznatron bezw. Aetzkali und Chlor oder Salzsäure erhält. Zu dem Zwecke giebt man zu dem Gemisch des Phosphats mit Kieselerde oder Thonerde noch Chlornatrium bezw. Chlorkalium und erhitzt das Ganze unter Zutritt von Luft oder Wasserdampf. Es entwickelt sich Chlor bezw. Salzsäure, und im Rückstand befindet sich ein lösliches Natron- bezw. Kaliphosphat. Durch Kaustification mit Kalk fällt man zweibasisches Kalkphosphat aus, während Aetznatron bezw. Aetzkali in Lösung verbleibt.
Die bei der Ausführung vorliegenden Verfahrens benutzten Apparate sind die in der Industrie üblichen und benöthigen demnach keiner Beschreibung. Als sehr zweckmäfsig erweisen sich in erster Linie die Flammöfen, Wannenöfen oder rotirende Sodaöfen, und in zweiter Linie Cupolöfen. Bei letzteren wird das Gemisch zu Briquettes oder anderen zweckmäfsigen Stücken geformt. Zur Erzeu-
gung der benöthigten hohen Temperaturen wird die Zuführung von Luft mittelst Gebläse und selbst Si em en s'sehe oder andere Wärmeregeneratoren zu Hülfe genommen.

Claims (1)

  1. Pa tent-An sp rüche:
    Ein Verfahren zur Darstellung von assimilirbaren Phosphaten, darin bestehend, dafs man das gegebene Phosphat oder phosphathaltige Gemisch mit Kieselerde oder Thonerde oder mit beiden zugleich erhitzt und dabei die Erhitzung nur bis zur Bildung einer gewissen Menge Metaphosphate treibt.
    Die Combination des vorstehenden Verfahrens mit der Gewinnung von Chlor bezw. Salzsäure aus Chloralkalien, darin bestehend, dafs man ein Gemisch von Phosphat und Chloralkali mit Kieselerde oder mit Thonerde oder mit beiden unter Zuleitung von Luft bezw. Wasserdampf erhitzt, wobei lösliches Alkaliphosphat in Rückstand bleibt.
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