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Druckluftbremse. Die Erfindung betrifft ein Steuerventil für Druckluftbremsen,
das. zur Ausführung einer Dienstbremsung Luft zum Bremszylinder lediglich durch
eine Verminderung des Drucks der Hauptleitung zul.äßt und mit einer Hilfs^ luftbehälterkammer
versehen ist. Die neue Erfindung besteht darin, daß zur Ausführung einer Notbremsung
bei einer plötzlichen Druckverminderung durch ein Ventil eine Kammer des Steuerventils
ins Freie entlüftet wird. In diesem Falle geht eine Druckwelle mit großer Geschwindigkeit
durch die Hauptleitung und veranlaßt dabei die Betätigung aller Steuerventile und
die Anziehung aller Bremsen fast gleichzeitig ohne Rücksicht auf die Länge des Zuges.
Gleichzeitig wird in einenn mit dem Steuerventil -verbundenen Rückhaltventil ein
Ventil geschlossen, um die Verbindung mit der Hauptleitung abzuschalten und durch
ein Rohr eine Verbindung mit einer besonderen Druckquelle herzustellen, deren Luft
in eine Notbremszylinderkammer des Steuerventils geleitet wird, wo durch Heben einer
Membran Ventile geöffnet werden, die die Verbindung zwischen dem Hilfsliuftbehälter
und dem. Bremszylinder herstellen.
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In den Zeichnungen zeigt Abb. z einen senkrechten Schnitt durch das
Steuerventil, Abb.. z einen vergrößerten senkrechten Schnitt durch denjenigen Teil
des Ventils, welcher die Notbrernise betätigt, Abb.3 einen senkrechten Schnitt nach
Linie III-III von Abb. a.
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Abib. ¢ zeigt einen Teil zum, Füllen des Hilfsluftbehälters, Abb.
5 eine Einzelheit, Abb.6 eine schematische Ansicht der Bremsanlage und Abb,. 7 einen
Schnitt durch das Rückhal:tventil.
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In Abb. 6 bezeichnet A den für die Dienstbrem@sung,. B den für die
Notbrem,sung bestimmten Teil des Steuerventils, C den Hilfsluft'behälter, D den
Bremszylinder, E dias Rückhaltventil und F den Ergänzungsbehälter.
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DerTeilA des Steuerventils enthält dieTeile zur Sicherung der Dienstbremsungen
und
zur Lösung der Bremsen und ebenso für die Auffüllsung der Leitungen
und Behälter. Der Teil B enthält die Teile zum Steuern der Notbremse. Die Teile
A und B können auch in einem Gehäuse vereinigt werden.
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Die Hauptleitung i mündet in die Hauptleitungskammer 2 im Teil A.
Über der Kammer 2 liegt, getrennt durch eine Membran 3, die Hilfsluftkammrer 4,
die mit dehn Hilfsluftbehälter C durch Leitung 5 verbunden ist. Um die nachbeschriebenen
Ventile zu betätigen, arbeitet die Membran 3 mit einem Rohr 6 zusammen, dessen oberes
Ende abgesetzt ist und ein Ventil i i (Abb. q.) bildet. Die Membran 3 trägt eine
Nabe 8, in der das Rohr 6 mit Spielraum geführt ist und die einen Ventilsitz 9 für
das Ventil i i bildet. Die Bohrung in der Stange endet etwas unter dein Ventil i
i (Abb. i und 4). In die Bohrung wind durch Kanäle 15 in der Wand der Nabe 8, den
Ringraum 14 und die Einlässe 12 Luft eingelassen. Über dem Ventil i i ist das Rohr
6 rillt einem abgesetzten Teil 17 versehen, der in der Nabe 8 .mit Spielraum geführt
ist und eine mittlere Bohrung 1711 besitzt, die in einen Querkanal 17E mündet, so
daß die Bohrung 17" mit der Kammer 4 verbunden werden kann. In das obere
Ende (ler Bohrurig 17a ist eine Stellschraube 17E eingeschraubt, die im unteren
Teil bis zu einer Querbohrung 17d ebenfalls durchbohrt ist. Die Bohrung 17d mündet
in die Bohrung 17L und letztere in eine ringförmige Nut, an welche der Kanal 17L
führt. Durch diese Kanäle und den Spielraum um den Teil 17 wird die Luft zur Kammer
4 geführt, wenn das Ventil ii geöffnet ist. Am Teil 17 des Rohres 6 befindet sich
über der Nlembran 3 ein Kegelventil 7, das auf einem Sitz 7a der Nabe 8 der Membran
3 ruht. Das Ventil 7 ist an der Stange 17 so angebracht, daß es, wenn das Ventil
i i aufsitzt, Ventil 7 von seinem Sitz 7a abgehoben ist. Das Ventil i i wird durch
eine Schraubenfeder 7E, die ihr Widerlager an einer nachstellbaren Scheibe 7'
findet,
auf seinen Sitz gedrückt.
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Bei einer Verminderung des Hauptleitungsdrucks in der Kammer :2 zurr
Zweck einer Dienstbremsung wird die Membran 3 infolge des höheren Drucks in Kammer
4 gesenkt, Ventil i i geschlossen und die Verbindung zwischen Kammern :2 und 4 gesperrt.
Bei einer Vergrößerung des Drucks in der Hauptleitungskammer 2 zum Zweck des Lösens
der Bremsen drückt der Überdruck in Kammer 2 die Membran 3 entgegen der Kraft der
Feder 7E aufwärts, so daß das Ventil 7 geschlossen wird. Während der Herstellung
des Oberdrucks in Kammer 2 geht die Luft langsam über Ventil i i, Bohrung 17a, I
7b nach Kammer 4. Wenn der Druck in Kammer 2 wieder normal ist, bewegt die Feder
7 e zusammen mit dem Druck in Kammer 4. die Membran 3 nach unten, um den Sitz 9
auf (las Ventil i i zu setzen. Solange die Nabe 8 zwischen den Ventilen 7 Und II
steht, kann Luft aus der Kammer .4 über die Ventile zur Kammer 2 strömen.
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Erfolgt beim ersten Füllen die Erhöhung des Drucks in der Hauptleitung
plötzlich, so geht die Luft, weil das Ventil 7 geschlossen ist, von Kammer a um
das Ventil i i langsam durch Bohrung 17a und 17" zu Kammer 4 und detnHilfsluftbehälter.
Geht dieErhöhung des ' Drucks in der Hauptleitung und in Kammer 2 langsam vor sich,
so strömt die Luft schnell und in beträchtlichen Mengen um das Ventil i i, (furch
den Spielraum zwischen Nabe 8 und Teil 17 über das noch geöffnete Ventil 7 in die
Kammer 4, und zur selben Zeit geht Luft durch Bohrung 17a und. 17L, wodurch eine
sehr schnelle Auffüllung der Kammer a und des Hilfslu@ftbehälters C erfolgt.
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Nur wenn ein beträchtlicher Überdruck in Kammer 2 vorhanden ist, wird
Ventil 7 geschlossen, so diaß eine langsame Auffüllung nur durch die Kanäle im Teil
17 und Schraube 17E stattfindet.
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Unterhalb der Kammer :2 und von ihr durch eine Wand i9 getrennt liegt
eine Kammer 2i, die von der darunterliegenden Ausgleichskammer 25 durch eine Membran
24. getrennt ist. Die Kammeer 2i ist mit der Notbremszylinderkamnner.41 im Teil
B durch ein Rohr 22 verbunden, so daß der Druck in die- ! sen Kammern gleich ist.
Dias Rohr 6 ist in dem oberen Nabenteil26 des Flansches 27
der Membran 24
eingeschraubt. Der untere Nabenteil des Flansches 27 trägt ein Ventilgehäuse 28,
an dem sich der Gegenflansch 2q der Membran 24. befindet. Das Ventilgehäuse bildet
eine kleine Kammer 30 mit einem Auslaß, der durch ein Ventil 32 gesteuert
wird. Die Stange 33 dieses Ventils trägt ein Aus-. lußventil 35, das das Entlüftungsloch
3611' öffnet und schließt. Die Stange 33 ist mit dem Ventil 35 durch einen Stift
34 Pose verbunden, so daß es auf den Sitz 135 sicher niedergesetzt werden kann.
Das Ventilgehäuse hat unter dem Ventil 32 Öffnungen 28a. Die Kamnler 25 wird durch
ein Gehäuse 138 gebildet, das mit dem Bremszylinder durch Leitung 25° und 86 in
unmittelbarer Verbindung steht. Das Ventil 32 wird auf seinen Sitz durch
eine Feder 32L gehalten und verhindert, daß Luft rückwärts zur Hauptleitungskamnrer
2 während einer Notbremsung übertreten kann, wenn der Bremszylinderdruck den Hauptleitungsdruck
überschreitet.
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Die Bauart und Wirkungsweise der Teile 12 im Teil B des Steuerventils
ist folgende: Die Hauptleitungskammer 2 ist durch ein Rohr ia
mit
der Nothauptleitungskalmmer 39u- verbunden, die in unmittelbarer Verbindung mit
einer Ergänzungshaupuleitungsl<ammer 40, deren. Boden durch eine Membran 39 abgeschlossen
ist, steht. Die obere Wand der Kammer 396 ist durch eine Membram 63 gebildet. Zwischen
den Kammern 396 und 40 liegt die Wand 4011, die eine durch ein Ventil 43 schließbare
Öffnung 42 aufweist. Außerdem ist eine Öffnung 44 zur Führung der Ventilstange 45
des Auslaßventils 46 vorhanden. Das Ventil 43 ist mit der Membran 39 fest verbunden
und schließt die Öffnung 42, wenn in der Kammer 4o ein höherer Druck vorhanden ist,
und öffnet die Öffnung, wenn der höhere Druck in der Kammer, 41 ist.
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Die Membran 63 trägt eine Stange 64, die auf das Ende-des einen Armes
des zweiarmigen Hebels 65 treffen kann, dessen anderes Hebelarmende mit derVentilstange
45 zwangläufig verbunden ist. Die Membran 63 trägt ferner eine Stange 66, die fose
in einer Büchse 67 gleitet, die in das Gehäuse des. Teils B eingeschraubt ist. Zwischen
Stange 66 und Büchse 67 ist ein kleiner Spielraum, so daß Luft zwischen diesen Teilen
durchschlüpfen kann, wenn die Membran 63 abwärts gedrückt wird. Die Stangen 64.und
66 sind mit einer mittleren Bohrung 68 versehen. Das obere Ende ist durch eine Schraube
69 geschlossen, die mit einer eingedrehten Nut 70 und einer O,uer- und Mittelbohrung
versehen ist. Mit der Nut steht ein Querkanal 71 in der Stange 66 in Verbindung.
Die Bohrung in der Schraube ist beträchtlich enger als die Bohrung 68. In der Büchse
67 ist ein Kanal 72 vorgesehen, welcher, wenn die Meinbran 63 angehoben .ist, sich
mit der Bohrung 71 deckt, so daß eine mehr oder weniger freie Verbindung zwischen
Kammer 396 und Kammer 81 über der Membran 63 besteht. Kanal 7:2 mündet in eine Kammer;
die durch eine Kappe 73 gebildet wird .und einen Teil der Kammer 81 darstellt, indem
sie mit dieser durch die Öffnungen 74 in unmittelbarer Verbindung steht. Die Kammer
81 ist mit dem Zusatzbehälter 82 (Abb. 1, 6) durch Rohr 83 verbunden. Dieser Zusatzbehälter
vergrößert den Raum der Kammer 81 und verhindert, daß die Drücke in den Kammern
8 i und 396 sich zu schnell ausgleichen. Wenn die Membran 63 durch einen höheren
Druck in Kammer 81 niedergedrückt wird, sind Kanäle 72 und 71 außer Verbindung und
Luft kann dann von Kammer 81 zu 396 tim. die Stange 66 zum Kanal 71 strömen, der
dann unterhalb des Kanals 72 und innerhalb der Büchse 67 liegt. Eine Scheibe 75
mit Feder 76 halten die Kanäle 71 und 72 in Deckung und wirken denn Druck der Luft
in Kammer 81- entgegen. Die Feder-77 hält das Ventil 46 auf seinem Sitz, bis es
durch den Hebel 65 angehoben wird. Das Ventil 43 ist zwischen dem oberen zylindrischen
Ende 436 und seiner Verbindung mit der Notbrems= men vbran 39 mit Flügeln nussgestattet,
so daß, wenn der zylindrische Teil des Ventils über die Öffnung 42 gehoben wird,
eine freie Verbindung zwischen den Kammern 396 und 4o durch die Öffnung hindurch
besteht. Mit der Membran 39 .ist ferner ein Hängebügel 55 verbunden. In die Kammer
41 ragt ein Arm 59 (Abb. 3), der mit einer Bohrung 6 1 verbunden ist, die
durch Kanal 616 und Mundstück Erb mit der freien Luft in Verbindung steht. In die
Kammer 61c mündet das innere Ende des Kanals 61, die durch das Ventil 51, das voan
IIäng®büge155 getragen wird, geschlossen werden kann. Die Stange 56 dieses Ventils
ist durch den .unteren Querarm des Hängebügels hindurchgeführt und am unteren Ende
mit einten Kopf 57 versehen. An der Stange 56 ist eine Stange 54 (Abb. 5) in einem
Schlitz 546 gellagert. In Einschnitten an den Enden der Querstange hängen mittels
Köpfen 6o und 626 Stangen 58, 586 von nach oben sich öffnenden Ventilen 6o und 6o6.
Das Ventil 6o steuert die Verbindung zwischen der N otbremszyliinderkamrner 41 und
einer Kaimeter 5o, die durch das Rohr 41c mit der Hilf sluftkammer 4 in Verbindung
steht. Das Ventil 6o6 steuert dite Verbindiung zwischen Kämmer 41 und einer Kammer
5o6, die durch ein Rohr 4z b mit der Ausgleichskammer 25 verbunden ist. Die Querstange
54 wird so vom Kopf 57 der Stange 56 und von der Querstange 55 gehalten, daß eine
geringe senkrechte Bewegung desjenigen Endes möglich ist, welches mit dem Ventil
6o verbunden ist. Nach dieser Aufwärtsbewegung jedoch wird die Querstange zwischen
Kopf 57 und der Querstange des Aufhängebügels gebunden, worauf eine weitere Aufwärtsbewegung
der Stange 55 durch die Aufwärtsbewegung der Membran 39 veranlaßt wird. In der gewöhnlichen
Stellung der Teile, in welcher das Ventil 51 offen ist, ist die Kammer 41 durch
Kammer 61c und Kanal, 61 ins Freie geöffnet. Wenn jedoch ein höherer Druck in der
Kammer 41 vorhanden ist, wird die Membran. 39 angehoben und Idas Ventil 51 geschlossen,
so daß keine Luft durch Kanal 61 entweichen kann.
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Der für eine Dienstbremsung- vorgesehene Ergänzungsbehälter F (Abb.
6) ist mit der Hauptleitung und dem Funktionsventil durch ein Rückhaltventil E für
alle Dienstanwendungen der Bremse verbunden. Für Notbremsungen besteht zwischen
dem Behälter und der Notbremszyliniderkammer 41 folgende Verbindung: Das Rüdkhaltventil
besteht aus
einem Gehäuse 84 (Abb. 7), das eine große Hauptleitungskammer
85 enthält, die mit der Hauptleitung i durch Rohr 87 verbunden ist. Die Kammer 85
ist nach oben durch eine Membran 88 abgeschlossen, die mit der oberen Wand des Gehäuses
89 eine Kammer cio bildet. Der Ergänzungsbehälter F ist mit dem unteren Ende des
Rückbaltventils durch das Rohr gi verbunden, das in eine Kammer 92 mündet. Im Boden
der Kammer 84 ist ein Rohr 94 eingeschraubt, das an seinem oberen Ende ein Ventil
95 bildet. An diesem Rohr wird die Membran 88 durch eine Hülse 96 geführt, die sich
bei der Auf- und Abwärtsbewegung infolge der Druclcveränderungen in den Kammern
85 und go auf das Ventil 95 aufsetzen kann. In der Hülse 96 sind eine Kammer 97
und 99 vorgesehen, von denen erstere mit der Kammer go durch Öffnungen 97u und letztere
mit der Hauptleitungskaimner 85 durch Öffnungen ioo in Verbindung steht, so daß,
wenn der Ventilsitz 98 sich vom Ventil 95 abgehoben hat, die Kaminer 85 in
freier Verbindung mit dem Ergänzungsbehälter F und der Kammer go ist. In der Kammer
85 liegt eine Schraubenfeder ioi, die sich unten gegen den Boden der Kammer 84 und
oben gegen die Membran 88 stützt und das Bestreben hat, den Sitz 98 vom Ventil 95
abzuheben und die Kammer 85 -in Verbindung mit dem Ergänzungsbehälter F zu bringen.
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In der Wand der Kammer go ist eine üffnung i02 vorgesehen, welche
durch ein Ventil 103 geschlossen wird, das auf der Membran 88 sitzt. Die Öffnung
i02 mündet in eine Kam;-ner i04, an deren Wand i05 ein Rohr i06 angeschlossen ist,
das zur Notl>remszvlinderkammer 41 des Teils B des Steuerventils führt.
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In der Kammer i04 liegt noch über denn Ventil i03 ein zweites Ventil
103a das durch eine Feder gehalten wird, die sich gegen einen Bügel stützt. Dieses
Ventil verhindert den Cbertritt von Luft aus der Kammer 104 durch Bohrung i02 zur
Kammer go, aber es ist so leicht auf seinem Sitz gehalten, d.aß Luft es leicht anzuheben
vermag, wenn der Druck in der Kammer go den Druck in der Kaminer i04 und den Druck
der Feder auf das Ventil 103a überwindet.
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Bei einer kleinen Verminderung des Drucks in der Hauptleitung zur
Sicherung der Dienstbreinsung wirken die Teile im Teil A des Steuerventils in bekannter
Weise. Auch die Betätigung zur Auffüllung wird als bekannt vorausgesetzt.
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Bei einer Notbremsung wird eine plötzliche Verminderung des Drucks
in der Hauptleitung hervorgerufen, wodurch der Druck in Kammer 39" vermindert
wird. Infolge des 1 höheren Drucks in der Kammer 81 wird dem gemäß die Membran schnell
abwärts gedrücki wodurch die Stange 64 auf den Hebel 6 stößt und das Ausliaßventil46
öffnet. Da durch wird die Ergänzungshauptleitungskam mer 4o durch den großen Querschnitt
de Ventilöffnung ins Freie entlüftet und de Druck darin auf o vermindert. Währen
Ventil 46 geöffnet wird, befindet sich das V en til43 in der Schl:ußstellung, so
daß die Ver Bindung zwischen den Kammern 39' und 4( nur durch den Ringrauen
um die Ventil. stange 44 herum stattfindet und der Druck it der Kammer 40 praktisch
sofort auf o ver. mindert wird. Bei einer plötzlichen und län. fieren Verminderung
des Drucks in dei Hauptleitung, der genügend ist, um die Not. anwendung der Bremsen
zu; sichern, wird der Druck in der Kammer 85 des Ventils E sc weit vermindert, daß
die Luft in der Kammer go die Membranen abwärts drücken und den Ventilsitz 98 auf
das Ventil 95 aufsetzen kann, wodurch die Verbindung zwischen dem Hilfsbehälter
und Kammer 85 geschlossen wird. Der Druck in der Kammer 85 wird bei einer Notbremsung
rascher vermindert, als Luft aus Kammer go nach Kammer 85 fließen kann. Die Ursache
davon ist der verengte Durchgang um das Ventil 95 herum und der weitere Umstand,
daß der Ergänzungsbehälter in Verbindung mit Kammer go durch die große Öffnung 97
ist, so daß'der höhere Druck in Kammer go die Membran 88 abwärts drückt. Sobald
die Membran abwärts gedrückt ist, wird das Ventil 103 von seinem Sitz bewegt, wodurch
Kammer 9o durch Rohr i06 mit der Notbremszylind:erkammer 4i des Steuerventils in.Verbindung
gebracht wird. Das Ventil 103" wird dabei leicht von seinem Sitz durch den
höheren Druck in Kammer 9o abgehoben. Infolgedessen kann Luft vom Ergänzungsbehälter
F durch die Kammer go zur Notbremszylinderkammer in genügender Menge und mit genügendem
Druck fließen, um die Membran 39 zu heben, wodurch die Ventile 6o und Goa geöffnet
und Ventil 51 geschlossen wird, so daß Luft aus dem Ergänzungsbehälter durch die
Kammer 4i, Rohr 4id (Abb. i) zur Kammer 25 und von da zum Bremszylinder fließen
kann. Luft strömt ferner von der Kammer 41 durch Rohr 22 zur Kammer 21. Es ist daraus
ersichtlich, daß das Ergänzungsbehältervolumen zum Hilfsluftbehältervolumen während
der Notbremsung hinzugefügt wird, und daß die Luft im Ergänzungsbehälter bei Eintritt
in die Notbremszylinderkammer 4i als Mittel dient, um die Verbindung zwischen dem
Hilfsluftbehälter und dem Bremszylinder zu steuern. Es ist ebenso ersichtlich, daß
mittels des Rückhaltventils in Abb. 6 und 7
der Ergänzungsbehälter
von der Hauptleitung abgeschaltet wird, so daß bei einer Notbremsung die Luft aus
diesem Behälter nicht in die Hauptleitung fließen kann. Bei einer Dienstbremsung
jedoch ist der Druck in der Kammer 85 verhältnismäßig niedrig; wodurch ein Ausgleich
der Drücke .in den Kammern 9o und 85 ermöglicht und das Aufsetzen des Sitzes 98
auf das des Ventils 95 verhindert wird. Die Feder 1o1 hält die Membran 88 in ihrer
oberen Stellung, bis ein wesentlich höherer Druck in Kammer 9o vorhanden ist. Dieser.
Überdruck in Kammer 9o muß die Kraft der Fender 9z überwinden. Er tritt ein, wenn
der Druck in der Kammer 85 plötzlich so weit vermindert wird, da:ß er die Notbremsung
sichert. Der Zweck des Ventils 103a (Abb. 7) besteht darin, zu verhindern, daß Luft
aus dem Ergänzungsbehälter F durch Ventil E zum Hilfsbehälter F nach einem Ausgleich
der Drücke im: Bremszylinder und Hilfsluftbehälter fließen kann. Der höhere Druck
der Kammer 104 hält das Ventil 103a auf seinem; Sitz, so daß keine Verbindung zwischen
dem Ergänzungsbehälter F und der Kammer 104 vorhanden ist. Nach wiedierholten Dienstbremsungen
ist es möglich, daß der Druck nm Hilfsbehälter F bis unter den Druck im Bremszylinder
bei einer folgenden Notbremsung vermindert wird, und da der Druck in Kammer 41 bei
einer Notbremsung gleich denn Bremszylinderidruck ist, ist es wesentIlich, das Ventil
103a vorzusehen, um zu verhindern, daß der höhere Druck in Kammer 41 durch Ventil
E zum Hilfsbehälter F fließt. Sollte der Bremszylinderdruck nach einer Nothremsunig
bis zu einem: Punkte unter dem Druck im Hilfsbehälter F sinken, so wird das Ventil
103a durch den höheren Druck inKammer 9o abgehoben, und: das Volumen im Ergänzungsbehälter
F wird dann dem Bremszylindervolumen hinzugefügt. Bei- einer plötzlichen Verminderung
des Drucks in der Hauptleitung zur Sicherung einer Notbremsung wird die Membran
39 völlig vom Druck entlastet, so diaß der HYlfsluftbehälterdruck unter Ventil 6o
und der Bremszylinderdruck unter Ventilboa, sobald der Bremszylinderdruck erhöht
wird, versucht, diese Ventile zu öffnen, um Luft aus dem Hilds.lüftbehälter in die
Notbremszylinderkannmer zuzulassen, so daß die Ventile 6o und Goa durch die Drücke
von zwei besonderen Druckquellen geöffnet werden, von denen die eine der Hilfsluftbehälter
und die andere der Ergänzungsbehälter ist. Jeder Behälter bildet also eine Ergänzung
für die Luft, die vollständig von der Luft in der Hauptleitung während der Notbremsung
unabhängig ist.
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Vermittels des Ergänzungsbehälters 82
wird ein genügendes Luftvolumen
vorgesehen, um einen plötzlichen Ausgleich zwischen den Karmnern 81 und 39d nach
einer Notbremsung zu verhindern. Diese Anordnung ermöglicht, daß die MernUran 63
das Ventil 46 lange genug offen hält, um die Kammer 40 zu entlüften und! die Luft
des Hilfsbehälters durch die Betätigung des Ventils 6o, Membran: 39 und Ventil
Goa freizugeben. Gegenüber älteren Bauiarten ist die Konstruktion des Notbremsteils
B des Steuerventilis vereinfacht und seine Herstellungskosten und das Gewicht vermindert.
Die Lösung der Bremsen durch Erhöhung des Drucks der Hauptleitung geschieht in bekannter
Weise. Durch Anwendung der Schrauben 69 und 17c mit geeignet gewählten Öffnungen
,kann das Verhältnis der Luftzuführung durch die Kanäle 17a und 68 in geeigneter
Weise geregelt werden. Nachdem diese Schrauben einmal in Stellung gebracht sind,
ist k eine weitere Einstellung notwendig.