DE37189C - Apparat zum selbsttätigen Schliefsen des Dampfzulasses und gleichzeitigen Anzeigen der Entleerung bei Montejus - Google Patents
Apparat zum selbsttätigen Schliefsen des Dampfzulasses und gleichzeitigen Anzeigen der Entleerung bei MontejusInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D1/00—Evaporating
- B01D1/0082—Regulation; Control
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Other Liquid Machine Or Engine Such As Wave Power Use (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Entleerung bei Montejus.
Bei den bis jetzt gebräuchlichen Constructionen des Montejus ist es nicht möglich, den
Dampf zur richtigen Zeit abzusperren, da man keine sicheren Anzeichen für den Stand der
Entleerung hat. Die Temperatur des Steigrohres, welche bei dem eintretenden Dampf
nach der Entleerung eine höhere wird, gilt als Signal für den Zeitpunkt, bei welchem das
Dampfventil geschlossen werden mufs. Ein rationelles Arbeiten ist unter diesen Umständen
unmöglich, da bei der sorgsamsten Beobachtung doch noch immer so viel Zeit bis zum
Schliefsen des Dampfventils verstreicht, dafs Dampf durch das Steigrohr in den nächsten
Bebälter eintritt.
Dieser Uebelstand machte sich am meisten bei der Anwendung des Montejus zur Filtration
über Schlammpressen geltend. Die Filterkammern der Pressen werden leer gedrückt,
die Pressen laufen trübe und die Filtertücher werden stark angegriffen. Ferner müssen die
entleerten Filterkammern bei einem neu angestellten Montejus erst wieder .vollgedrückt
werden, ehe ein gleichmäfsiges Filtriren stattfindet,
so dafs dabei ein Zeit- und Dampfverlust unvermeidlich ist. Man wendet zwar zur Umgehung dieses Uebelstandes Pumpen
an; dies macht jedoch den Betrieb complicirter und vermehrt die Anlage- und Betriebskosten
einer solchen Anlage.
Diese Uebelstände werden durch unseren Apparat ganz aufgehoben. Bei der Beförderung
von Säften oder Flüssigkeiten in höhere Etagen verwendet man auch Montejus, indem
man dieselben mit doppelt stärkerer Dampfspannung beschickt und die Flüssigkeiten durch
Steigrohre in die betreffenden Reservoire drückt. Die Restflüssigkeit wird dann mit so starkem
Druck in die Reservoire gepeitscht, dafs oft ein Ueberspritzen unvermeidlich ist. Bei
unserem Apparat kann man durch Verkürzen der Kette die Dampfabsperrung so einrichten,
dafs die Restflüssigkeit von dem Dampfüberdruck, der sich zur Zeit der Absperrung im
Montejus befand, von selbst emporgehoben wird.
Man gebraucht wohl auch Signalapparate; diese erfüllen jedoch nicht ihren Zweck und
erfordern immer eine ermüdende Aufsicht, wenn sie functioniren sollen.
Die Signalapparate sind mit einem Schwimmer construirt, doch ist derselbe an einer
Stange befestigt, und Schwimmer sowohl wie Stange sind, wenn das Montejus gefüllt ist,
unter der Flüssigkeit. Bei den Kalkschlamm-Montejus lagert der kohlensaure Kalk am
Schwimmer an, so dafs derselbe zum Functioniren zu schwer wird.
Unser Signalapparat ist von diesen Zufälligkeiten ganz unabhängig, da der Schwimmer
oben schwimmt und der Signalapparat mit keiner Flüssigkeit in Berührung kommt.
Wie die beiliegende Zeichnung darstellt, besteht der Montejus - Automat aus einem Gehäuse
A, in welchem ein Metallkegel B mit oberer konischer Abdichtung α und unterer
flacher .Abdichtung b und Ventilsitz sich befindet. Der Kegel B ist am oberen Theil an
einer Spindel C befestigt. Der untere Theil des Kegels ist durch eine Kette D mit einem
Schwimmer E verbunden. Auf dem Deckel des Gehäuses A befindet sich ein cylindrischer
Aufsatz F, durch den die Spindel C des Kegels geht. Im Cylinder F bildet r eine
Führung für die Spindel C und eine Federauflage für die Feder d. Die Platte e wird
über der Feder an der Spindel C befestigt. Die Feder ist so stark, dafs die Spindel C, der
Kegel B und die Kette D emporgehoben werden. Der Cylinder F hat bei f eine Oeffnung
mit oberem scharfen Rand und dient als Signalapparat.
Die Function des Apparates ist folgende:
Das Montejus G ist mit einer Flüssigkeit gefüllt; es soll dieselbe in höher gelegene Räume, die durch Rohrleitungen (Steigrohre) verbunden sind, gedrückt werden, oder die Flüssigkeit soll durch Schlammpressen filtrirt werden. Diese Arbeit wird durch gespannte Dämpfe oder comprimirte Luft, die in das Montejus geleitet werden, ausgeführt. . Der Schwimmer E befindet sich, wenn das Montejus gefüllt ist, vermöge seines speciflschen Gewichtes an der Oberfläche des Gefäfses. Der Kegel B ist durch den Federdruck emporgehoben. Das Dampfventil H wird geöffnet, der Dampf bezw. die comprimirte Luft tritt durch das Ventil in den Apparat, findet bei b unter dem Kegel B Eingang nach dem Montejus und drückt die Flüssigkeit durch das Steigrohr in den höher gelegenen Raum. Mit dem Sinken der Flüssigkeit fällt auch der Schwimmer E\ die Kette D ist nun so lang, dafs der Schwimmer E in einer geringen Entfernung vom Boden nicht mehr sinken kann, sondern durch die Kette D gehalten wird. Ist das Niveau der Flüssigkeit unter diesen Punkt gekommen, dann wirkt das Gewicht des Schwimmers durch die Kette auf die Feder d. Diese vermag durch das Uebergewicht die Spindel nicht mehr emporzuheben und Spindel sowie Kette werden nach unten gezogen, dichten bei b ab und der Druck des Dampfes prefst den Kegel fest an den Sitz. Der Dampf findet nun Ausgang in den Cylinder F, da die Dichtung α offen ist. Der Dampf strömt bei f aus und giebt das Signal für die Absperrung bezw. Entleerung, und zwar so lange, ohne Schaden anzurichten, bis das Dampfventil geschlossen ist. Wird das Montejus wieder gefüllt, so beginnt der Schwimmer E wieder zu schwimmen und die Feder hebt den Kegel und die Spindel, wodurch der Apparat wieder selbstthätig betriebsfähig wird.
Das Montejus G ist mit einer Flüssigkeit gefüllt; es soll dieselbe in höher gelegene Räume, die durch Rohrleitungen (Steigrohre) verbunden sind, gedrückt werden, oder die Flüssigkeit soll durch Schlammpressen filtrirt werden. Diese Arbeit wird durch gespannte Dämpfe oder comprimirte Luft, die in das Montejus geleitet werden, ausgeführt. . Der Schwimmer E befindet sich, wenn das Montejus gefüllt ist, vermöge seines speciflschen Gewichtes an der Oberfläche des Gefäfses. Der Kegel B ist durch den Federdruck emporgehoben. Das Dampfventil H wird geöffnet, der Dampf bezw. die comprimirte Luft tritt durch das Ventil in den Apparat, findet bei b unter dem Kegel B Eingang nach dem Montejus und drückt die Flüssigkeit durch das Steigrohr in den höher gelegenen Raum. Mit dem Sinken der Flüssigkeit fällt auch der Schwimmer E\ die Kette D ist nun so lang, dafs der Schwimmer E in einer geringen Entfernung vom Boden nicht mehr sinken kann, sondern durch die Kette D gehalten wird. Ist das Niveau der Flüssigkeit unter diesen Punkt gekommen, dann wirkt das Gewicht des Schwimmers durch die Kette auf die Feder d. Diese vermag durch das Uebergewicht die Spindel nicht mehr emporzuheben und Spindel sowie Kette werden nach unten gezogen, dichten bei b ab und der Druck des Dampfes prefst den Kegel fest an den Sitz. Der Dampf findet nun Ausgang in den Cylinder F, da die Dichtung α offen ist. Der Dampf strömt bei f aus und giebt das Signal für die Absperrung bezw. Entleerung, und zwar so lange, ohne Schaden anzurichten, bis das Dampfventil geschlossen ist. Wird das Montejus wieder gefüllt, so beginnt der Schwimmer E wieder zu schwimmen und die Feder hebt den Kegel und die Spindel, wodurch der Apparat wieder selbstthätig betriebsfähig wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Apparat zum selbstthätigen Schliefsen des Dampfzulasses und gleichzeitigen Anzeigen der Entleerung bei Montejus, bestehend aus einem in die Dampfzuleitung des Montejus eingeschalteten, aufserhalb des Apparates angebrachten Ventil mit zwei Abdichtungsflächen α und b, an dessen Veiitilkörper ein Schwimmer E mittelst verkürzbarer und verlängerbarer Kette D aufgehängt ist und dessen , Abdichtung nach dem Montejus durch eine Feder d so lange offen gehalten wird, bis der an dem Ventilkörper hängende Schwimmer aus der Flüssigkeit tritt, das Ventil b nach dem Montejus schliefst und das Abblaseventil α öffnet.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE37189T | 1886-02-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE37189C true DE37189C (de) | 1886-10-21 |
Family
ID=34484221
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188637189D Expired DE37189C (de) | 1886-02-26 | 1886-02-26 | Apparat zum selbsttätigen Schliefsen des Dampfzulasses und gleichzeitigen Anzeigen der Entleerung bei Montejus |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE37189C (de) |
-
1886
- 1886-02-26 DE DE188637189D patent/DE37189C/de not_active Expired
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