DE3716136C2 - Profil für Flanschverbindungen von Lüftungskanälen - Google Patents
Profil für Flanschverbindungen von LüftungskanälenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Profil für Flanschverbindungen
von Lüftungskanälen, in der Ausführung als etwa
L-förmiges Hohlprofil oder als Einfachprofil mit etwa un
gleichschenkliger U-Form, jeweils mit einem in der Ge
brauchslage des Profils von der Kanalwand nach außen ab
stehenden Profilschenkel insbesondere zum Einstecken eines
Eckwinkels bei der Herstellung der Flanschverbindung ins
besondere mittels Schrauben an den vier Ecken und mit einem
inneren Profilschenkel zur Aufnahme der Kanalwand, ferner
mit einem bogenförmigen Verlauf des Profils in einer
zur Mittelebene des inneren Profilschenkels parallelen
Ebene.
Beim Verbinden aneinander anschließender Kanalschüsse
eines Lüftungskanals werden zunächst zwei Flanschrahmen
gebildet, deren Rechteckprofil der entsprechenden Öffnung
der Kanalschüsse entspricht. Jeder Flanschrahmen besteht
aus vier Profilen und vier an den Ecken in diese einge
steckten Eckwinkeln, die mit den angrenzenden Profilen
verbunden, z. B. punktverschweißt, sind.
Der vorgefertigte Flanschrahmen wird auf die Kanalöffnung
aufgesteckt und soweit verschoben, bis die Stirnseiten
der Kanalwände die zugeordneten Anschlagflächen inner
halb des inneren Profilschenkels bzw. im Falle von Einfach
profilen ihre Lage im Bereich der Dichtebene erreicht haben.
Wenn die Eckwinkel bei Hohlprofilen die gesamte Höhe der
abstehenden Profilschenkel einnehmen, bestehen die Anschlag
flächen für eine Kanalwand aus den beiden im Abstand jeweils
im Eckbereich liegenden Seitenflächen der Eckwinkel. Bei
Hohlprofilen, in denen die Eckwinkel mit Abstand von der
Unterseite des abstehenden Profils in diesem angeordnet
werden, ergibt sich für die Stirnseite der zugeordneten
Kanalwand eine durchgehende Anschlagfläche an der Innenseite
der äußeren Wand des abstehenden Profilschenkels.
Wenn die vier Kanalwände ihre zugeordnete Lage in den vier
Profilen erreicht haben, wird jeweils der an bzw. in
jedem inneren Profilschenkel aufgenommene vordere Rand
streifen der betreffenden Kanalwand mit dem inneren Profil
schenkel durch Punktschweißen, Nieten, Druckfügen oder
Verrasten fest verbunden.
Zwei derart mit Flanschrahmen versehene aneinandergrenzende
Kanalschüsse werden an ihren in montierter Lage aneinander
anliegenden Dichtflächen mit Dichtungen in Form von ela
stischen Dichtstreifen oder mittels entsprechender Dicht
paste versehen und an den vier Ecken fest miteinander ver
schraubt. Wenn der Kanal an schwer zugänglichen Stellen
montiert wird und/oder sehr breite Kanäle zu montieren
sind, können zusätzliche Verbindungsmittel, die die beiden
abstehenden Schenkel gegeneinander drücken, verwendet
werden wie Schiebeleisten, Schraubklemmen etc.
Schiebeleisten drücken die Dichtflächen der abstehenden
Profilschenkel auf ganzer Länge abdichtend aufeinander.
Bei Verwendung einer Schraubverbindung an den vier Ecken
des Flanschrahmens besteht insbesondere bei großen Kanal
breiten die Gefahr, daß die Dichtflächen an den abstehenden
Profilschenkeln in den mittleren Bereichen auseinander
klaffen. Die elastischen Dichtstreifen zwischen den Dicht
flächen der Profile können entstehende Spalte in einem
bestimmten Breitenbereich der Kanäle ausfüllen und ab
dichten. Bei größeren Kanalbreiten sind Undichtigkeiten
kaum vermeidbar.
Deshalb wird seit langem dem Auseinanderklaffen der Profile
durch Aufbringen einer Vorspannung auf die Profile der
Flanschrahmen entgegengewirkt. Hierfür werden die Profile
fortlaufend bogenförmig hergestellt, wobei der Bogen in
einer Ebene parallel zur Ebene des inneren Profilschenkels
verläuft. Die Bogenabweichung beträgt z. B. 10 mm auf einer
Profillänge von 1000 mm. Die konvexe Außenseite des Bogens
entspricht der Außenwand des abstehenden Profils, also
der Dichtfläche.
In den vorgefertigten Flanschprofilrahmen werden die
bogenförmigen Profile so montiert, daß die konvexen
Dichtflächen einander zugewandt sind und sich folglich
die mittleren Bereiche der dichtend miteinander zu ver
bindender Profile als erste berühren, wenn zwei benach
barte Flanschrahmen miteinander verbunden werden. Beim
Festziehen der Schrauben an den vier Ecken sollen die
bogenförmigen Profile beider Flanschrahmen elastisch
federnd wieder in die Gerade zurückgebogen werden, so
daß benachbarte Profile mit Vorspannung aneinander an
liegen und nur noch in Ausnahmefällen auseinanderklaffen.
Bei der Anordnung und Befestigung der Flanschrahmen auf
den Kanalschußenden und beim Verbinden solcher benachbarter
Flanschrahmen ergeben sich jedoch erhebliche Schwierig
keiten, die nachfolgend am Beispiel der Hohlprofilausfüh
rung beschrieben werden. Beim Aufstecken der Flansch
rahmen auf den Kanal stoßen die Ecken der stirnseitig ge
radlinig verlaufenden Kanalwände gegen die inneren An
schlagflächen, während insbesondere die mittleren Bereiche
der Stirnseiten der Kanalwände infolge des Bogenverlaufs
der Profile keinen Kontakt mit inneren Anschlagflächen
des Profils erhalten. Im Gegenteil bildet sich ein zur
Mitte hin zunehmender Abstand zwischen der Stirnseite der
Kanalwand und der gegenüberliegenden Innenseite der äußeren
Wand des abstehenden Profilschenkels.
Nach dem Aufschieben des Flanschrahmens auf den zuge
hörigen Kanalschuß muß daher jedes Profil vor der Be
festigung an der zugeordneten Kanalwand dieser Wand gegen
über ausgerichtet werden. Hierzu wird das bogenförmig ver
laufende Profil von den Monteuren vor allem im mittleren
Bereich durch Hammerschläge und Druckausübung unter ent
sprechender Rückbiegung weiter auf die Kanalwand aufge
schoben, je nach Profilart gegebenenfalls soweit, bis die
Stirnseite der betreffenden Kanalwand auch in der Mitte
an der inneren Anschlagfläche des Profils anliegt. Erst
wenn ein weitgehend gerader Verlauf des Profils erreicht
ist, kann das Profil an der zugeordneten Kanalwand befestigt
werden.
Die Ausrichtarbeit wird dadurch erschwert, daß beim Zu
rückbiegen des bogenförmigen Profils eine Spannung er
zeugt wird, die das Profil wieder in die Bogenform zurück
zuführen versucht, so daß bei der endgültigen Befestigung
des Profils an der Kanalwand ungewiß bleibt, ob sich das
Profil an jeder Stelle noch in der Ausrichtlage befindet.
Die Schwierigkeiten beim Ausrichten können noch zunehmen,
wenn ein Profil verwendet wird, bei dem als Anschlagfläche
für die Stirnseite der Kanalwand nur die Schenkel der
Eckwinkel zur Verfügung stehen und folglich nicht wie bei
anderen Profilen die Anschlagfläche über die volle Länge
des Profils verläuft. Denn ohne die Möglichkeit, beim Zu
rückbiegen des Profils insbesondere in der Mitte als Be
zugskante die anschlagende Stirnseite des Kanals benutzen
zu können, ergeben sich erhebliche Probleme für die Mon
teure, wenn sich diese um den erforderlichen geraden Ver
lauf des Profils insbesondere auch in dessen unterem Be
reich bemühen.
Die Rückbildung des Bogens im Profil erfolgt mit Bezug auf
den inneren etwa in Kanalwandebene liegenden Profilschenkel
in der Achsrichtung des größten Widerstandsmomentes dieses
Profilschenkels, weshalb sich das Profil insbesondere im
Bereich desjenigen Profilschenkels der Rückbiegung wider
setzt, in dem die Ausrichtung für eine lagegenaue Verbin
dung von Profil und Kanalwand besonders wichtig ist. Dagegen
läßt sich die Spannung, die beim Verschrauben der Profile
und somit bei der Rückbildung des Bogens im von der Kanal
wand abstehenden Profilschenkel entsteht, ohne weiteres
durch Festziehen der Schrauben überwinden. Im Ergebnis
schließen sich die von den Ecken keilförmig bis zur Mitte
verlaufenden Spalte der abstehenden Profilschenkel, während
im unteren Bereich der Dichtflächen häufig noch entsprechende
Spalte verbleiben.
Auch das Verlaufen eines Kanalstrangs mit der unerwünschten
Folge, daß sich die Kanalwände verwerfen oder zumindest
unter erheblicher Spannung stehen, ist häufig darauf zu
rückzuführen, daß entweder der Profilverlauf gegenüber den
geraden Stirnseiten der Kanäle nicht einwandfrei ausgerichtet
und/oder die Schrauben der Schraubverbindung an den vier
Ecken nicht gleichmäßig angezogen werden, nämlich nicht
unter gleichmäßiger Rückbildung der Spalte an gerade und/
oder diagonal gegenüberliegenden Ecken.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die aufge
zeigten Probleme in der Fertigung beim Ausrichten und Be
festigen gebogener Profile an den Kanalwänden und in der
Kanalmontage beim Verschrauben benachbarter Flanschrahmen
in einfacher Weise zu lösen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
der bogenförmige Verlauf des Profils über die Höhe des
abstehenden Profilschenkels derart ungleich ist, daß insbesondere
der obere Teil des abstehenden Profilschenkels
Bogenform aufweist, während der innere Profilschenkel
einschließlich des Eckbereichs, von dem die beiden
Profilschenkel ausgehen, im wesentlichen gerade verläuft.
Mit dieser erfindungsgemäßen Lösung wird eine zuverlässige
Abdichtung auch im Mittenbereich sehr breiter Lüftungs
kanäle erreicht, ohne daß eine genaue Montage durch
schwieriges Ausrichten und Zurückbiegen des bogenförmigen
Profils gegenüber der gerade verlaufenden Stirnseite der
Kanalwand sehr erschwert oder sogar unmöglich gemacht wird.
Erfindungsgemäß behält das Profil im Bereich des inneren
Profilschenkels einschließlich des Eckbereichs, von dem
die beiden Profilschenkel ausgehen, seinen geraden Ver
lauf, während dem oberen Teil des abstehenden Profilschen
kels ein bogenförmiger Verlauf erteilt wird. Dabei ergibt
sich zweckmäßig zwischen dem bogenförmigen oberen Teil
des abstehenden Profilschenkels und dem einschließlich
des Eckbereichs gerade verlaufenden inneren Profilschenkel
ein Übergangsbereich mit allmählich abnehmender Bogen
form. Der Übergangsbereich soll in dem abstehenden Profil
schenkel unmittelbar oberhalb des Bereichs einsetzen, in
dem sich die Anschlagfläche für die Stirnseite der Kanal
wand befindet, oder anders ausgedrückt unmittelbar ober
halb des inneren Profilschenkels. Denn die über die Höhe
des abstehenden Profilschenkels sich ändernde Bogenform
bedingt eine entsprechende Materialstreckung, die zweck
mäßig über die Höhe des Profilschenkels verteilt wird.
Für die Ausführung der Erfindung ist sehr wesentlich, daß
der untere Teil des abstehenden Profilschenkels bzw. der
Eckbereich zwischen den beiden Profilschenkeln von der
Bogenform nicht, bzw. je nach Biegeverfahren, kaum er
faßt wird und demzufolge gerade bzw. weitgehend
gerade verläuft. Denn erfindungsgemäß ist zu erreichen,
daß beim Aufschieben des Flanschrahmens auf den betreffen
den Kanalschuß die Stirnseiten der Kanalwände jeweils an
den zugeordneten Anschlagflächen zur Anlage kommen und
dabei parallel zur Eckkante des Profils bzw. parallel
zu der der jeweiligen Stirnseite der Kanalwand benach
barten Profilwand verlaufen. Dabei ist es für eine ein
wandfreie parallele Lage gleichgültig, ob die betreffende
Stirnseite in Abhängigkeit von der Profilart auf ihrer
ganzen Länge an der zugeordneten Anschlagfläche anliegt
oder aber nur an den zugeordneten Seitenflächen der ein
geschobenen Eckwinkel. In jedem Fall kann der Monteur
sicher sein, eine parallel ausgerichtete Lage zwischen
Profil und Kanalwand erreicht zu haben, wenn die Stirn
seite der Kanalwand an beiden Enden anschlägt. Danach
kann unmittelbar die übliche Verbindung zwischen den Pro
filen des Flanschrahmens und den entsprechenden Kanalwänden
erfolgen. Es entfallen also die bisher unvermeidbaren und,
je nach Profilart, gegebenenfalls sehr schwierigen und mit
Sorgfalt sowie Augenmaß durchzuführenden Arbeiten zum
Ausrichten des Profils gegenüber der Kanalwand.
Auch die sonst möglichen Verspannungen der Kanalwände
sowie die Gefahr des Verlaufens des Kanalstrangs entfallen,
wenn die Verschraubungen sachgerecht durchgeführt werden.
Die Erfindung gestattet eine optimale Abdichtung der
Profile in der Dichtungsebene. Im oberen bogenförmigen
Teil des abstehenden Profilschenkels, der in Querrichtung
dieses Profilschenkels ein relativ niedriges Widerstands
moment aufweist, ergibt sich beim Verschrauben benach
barter Flanschrahmen nach anfänglicher Mittenberührung
und Rückbiegung der Bogenform ein gerader Verlauf, so
daß die Profilwände der Dichtebene ohne Spalt dichtend
aufeinander gepreßt werden.
Auch im unteren Bereich bzw. in Höhe des inneren Profil
schenkels ergibt sich ein gerader Kanten- bzw. Wandverlauf
des Profils in der Dichtebene, weil der dem Profil in
diesem Bereich erteilte gerade Verlauf infolge des hohen
Widerstandsmomentes des inneren Profils, unterstützt durch
den Widerstand der mit dem inneren Profilschenkel ver
bundenen Kanalwände, trotz Druckbelastung beibehalten wird.
In der endgültig montierten Lage verlaufen die äußeren
Wände des abstehenden Profilschenkel folglich gleichmäßig
parallel in der Dichtebene.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend
mit Bezug auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Profil in der Ausführung als
Hohlprofil zur Herstellung von Flanschrahmen für Flansch
verbindungen von Lüftungskanälen,
Fig. 2
ein Stück eines entsprechenden Profils in der Aus
führung als Einfachprofil mit ungleichschenkliger U-Form.
Das in der Seitenansicht als etwa L-förmiges Hohlprofil
aus Blech hergestellte Profil von Fig. 1 weist einen Eck
bereich 1 auf, von dem ein innerer Profilschenkel 2 und
ein abstehender Profilschenkel 3 ausgehen.
Der innere Profilschenkel 2 wird durch eine untere Wandung
4 und eine hiervon im Abstand angeordnete obere Wandung 5
mit einer vorderen Schräge 6 gebildet.
Der abstehende Profilschenkel 3 weist eine äußere Wandung
7 und eine parallel im Abstand hiervon angeordnete innere
Wandung 8 auf, die mit einem oberen Teil 9a einen Hohl
raum 9 zum Einstecken üblicher nicht dargestellter Eck
winkel zur Herstellung des genannten Flanschrahmens
bilden.
Am oberen Rand des Profils verläuft ein von der inneren
Wandung 8 abstehender Wulst 10 zur Aufnahme einer nicht
dargestellten Schiebeleiste.
Die Besonderheit des dargestellten Profils besteht darin,
daß insbesondere der obere Teil 9a, ausgehend von einem
Übergangsbereich 13, bogenförmig verläuft, und zwar
bogenförmig in einer zur Mittelebene 11 des inneren Profil
schenkels 2 parallelen Ebene. Der innere Profilschenkel
2 einschließlich des Eckbereichs 1 weist demgegenüber
einen zur Mittellängsachse des inneren Profilschenkels 2
ebenen sowie geraden Verlauf auf.
Zum Herstellen einer Flanschverbindung zwischen zwei
Kanalschüssen wird in üblicher Weise aus vier Profilen
und vier Eckwinkeln ein Flanschrahmen gebildet, wobei
allerdings für die Profile eine erfindungsgemäße Ausfüh
rungsform gewählt wird. Beim Aufschieben des Flanschrahmens
auf die Kanalöffnung gleitet eine einem bestimmten Pro
fil zugeordnete Kanalwand in Richtung des Pfeils 12
zwischen der unteren und der oberen Wandung 4 bzw. 5
des inneren Profilschenkels 2, bis die Stirnseite der
Kanalwand an den unteren Rändern der in den Hohlraum 9
eingesteckten Eckwinkel anschlägt. Da der innere Profil
schenkel 2 einschließlich des Eckbereichs 1 gerade verläuft,
hat die Stirnseite der Kanalwand nun eine parallele Lage
gegenüber dem abstehenden Profilschenkel 3 im untersten Teil der
äußeren Wandung 7 erreicht. Der innere Profilschenkel 2
wird mit dem eingeführten Randstreifen der Kanalwand in
üblicher Weise in dieser Lage fest verbunden.
Wenn beide Kanalschüsse an ihren miteinander zu verbinden
den Enden in dieser Weise jeweils mit einem Flanschrahmen
versehen sind, erfolgt die Verbindung der beiden Flansch
rahmen. Dabei berühren sich zunächst die konvex bogen
förmigen oberen Teile 9a in der Mitte, während sie zu den
seitlichen Enden hin keilförmige Spalte bilden. Die Spalte
schließen sich, in Verbindung mit einer entsprechenden
Rückbildung der Bogenform der abstehenden Profilschenkel
3, insbesondere in deren oberen Teilen 9a mit zunehmendem
Festziehen der vier an den Ecken angeordneten Schrauben.
Es versteht sich von selbst, daß an der Oberfläche der
äußeren Wandung 7 des abstehenden Profilschenkels 3 wie
üblich eine entsprechende Dichtung vor dem Zusammenfügen
der Flanschrahmen angebracht wird.
Wenn durch Festziehen der vier Schrauben die beiden
Flanschrahmen gegeneinander gezogen werden, verläuft die
äußere Wandung 7 auch im Eckbereich 1 nach wie vor ge
rade, da einer Öffnung oder einem Klaffen der Profilschen
kel 3 in diesem Bereich das hohe Widerstandsmoment des
inneren Profilschenkels 2 in Verbindung mit der Unter
stützung der steifen Kanalwand entgegensteht. Demgegen
über ist das entsprechende Widerstandsmoment in dem ab
stehenden Profilschenkel 3 relativ niedrig, so daß es
zu der gewünschten, federnden Rückverformung des zunächst
bogenförmigen abstehenden Profilschenkels 3 insbesondere
im Bereich des oberen Teils 9a kommt.
Auf diese Weise wird eine perfekte Abdichtung erreicht,
ohne daß sich Ausrichtschwierigkeiten bei der Montage und
Befestigung der Flanschrahmen auf dem Kanal ergeben.
Ob eine Schiebeleiste über die benachbarten Wulste 10
der beiden Flanschrahmen geschoben wird, hängt von den
jeweiligen Gegebenheiten ab, insbesondere davon, ob alle
vier Schrauben gut zugänglich sind.
Bei einer anderen Profilart ist bei
spielsweise der Hohlraum 9 durch einen nur mit zwei
Strichen angedeuteten Steg 14 unterteilt, der sich durch
Falzen des Profilblechs sowohl von der äußeren Wandung 7
her als auch wahlweise von der inneren Wandung 8 her in
dem abstehenden Profilschenkel 3 erstreckt. In diesem
Fall wird der Eckwinkel in die obere Kammer des Hohlraums
9 eingesteckt. Die dem Profil zugeordnete Kanalwand wird
in Pfeilrichtung 12 weiter durchgeschoben, bis die Stirn
fläche der Kanalwand an der Anschlagfläche 15 anliegt.
Wenn diese Anlage durchgehend über die Länge des Profils
erreicht ist, kann die Befestigung des Profils an der Kanal
wand erfolgen. Es liegt auf der Hand, daß mit dieser Profil
art sehr leicht eine genaue Montage durchführbar ist.
Die Erfindung ist auch mit anderen als mit den vorstehend
beschriebenen Profilarten durchführbar, solange der untere
Profilbereich, der sich im wesentlichen in der Ebene der
zugehörigen Kanalwand erstreckt, gerade verläuft, während
der abstehende Profilschenkel insbesondere im oberen Be
reich bogenförmig herstellbar ist. Dabei kommt es nicht
darauf an, ob im Falle von Hohlprofilen der Hohlraum 9
aus zwei zueinander parallelen Wandungen wie im Fall des
in Fig. 1 dargestellten Profils gebildet ist. Entscheidend
ist lediglich, daß dem in der Gebrauchslage von der Kanalwand
abstehenden Profilschenkel ein bogenförmiger Verlauf vor
allem im oberen Teil erteilt werden kann, der eine elastisch
federnde Rückverformung beim Herstellen der Schraubverbindung
der Flanschrahmen erlaubt.
Fig. 2 verdeutlicht die Anwendbarkeit der Erfindung auch
auf 1-stegige Profile bzw. Einfachprofile in einfachster
Darstellung unter Verwendung entsprechender Bezugsziffern
wie in Fig. 1. Mit 16 und 17 sind Falze oder Stege ange
deutet, die in Verbindung mit der Wandung des abstehenden
Profilschenkels 3 zur Aufnahme der nicht dargestellten
Eckwinkel dienen können.
Für die Herstellung erfindungsgemäß gestalteter Profile
können verschiedene Verfahren zur Anwendung kommen. Es
ist möglich, den ausgewählten Bereich des Profils, der
Bogenform annehmen soll, bei der Herstellung zu erwärmen.
Ebenso kann die notwendige Streckung des Materials im
späteren Bogenbereich durch Kaltwalzen erreicht werden.
Auch durch Profilierung einer entsprechenden Walzenan
ordnung mit dem Ergebnis einer Randstreckung kann dem
Profil die Bogenform im abstehenden Profilschenkel und
der gerade Verlauf im inneren Profilschenkel erteilt werden.
Claims (3)
1. Profil für Flanschverbindungen von Lüftungskanälen,
in der Ausführung als etwa L-förmiges Hohlprofil oder als Einfachprofil mit etwa ungleichschenkliger U-Form,
jeweils mit einem in der Gebrauchslage des Profils von der Kanalwand nach außen abstehenden Profilschenkel insbesondere zum Einstecken eines Eckwinkels bei der Herstellung der Flanschverbindung insbesondere mittels Schrauben an den vier Ecken
und mit einem inneren Profilschenkel zur Aufnahme der Kanalwand,
ferner mit einem bogenförmigen Verlauf des Profils in einer zur Mittelebene des inneren Profilschenkels parallelen Ebene, dadurch gekennzeichnet, daß
der bogenförmige Verlauf des Profils über die Höhe des abstehenden Profilschenkels (3) derart ungleich ist,
daß insbesondere der obere Teil (9a) des abstehenden Profilschenkels (3) Bogenform aufweist,
während der innere Profilschenkel (2) einschließ lich des Eckbereichs (1), von dem die beiden Profil schenkel (2, 3) ausgehen, im wesentlichen gerade ver läuft.
in der Ausführung als etwa L-förmiges Hohlprofil oder als Einfachprofil mit etwa ungleichschenkliger U-Form,
jeweils mit einem in der Gebrauchslage des Profils von der Kanalwand nach außen abstehenden Profilschenkel insbesondere zum Einstecken eines Eckwinkels bei der Herstellung der Flanschverbindung insbesondere mittels Schrauben an den vier Ecken
und mit einem inneren Profilschenkel zur Aufnahme der Kanalwand,
ferner mit einem bogenförmigen Verlauf des Profils in einer zur Mittelebene des inneren Profilschenkels parallelen Ebene, dadurch gekennzeichnet, daß
der bogenförmige Verlauf des Profils über die Höhe des abstehenden Profilschenkels (3) derart ungleich ist,
daß insbesondere der obere Teil (9a) des abstehenden Profilschenkels (3) Bogenform aufweist,
während der innere Profilschenkel (2) einschließ lich des Eckbereichs (1), von dem die beiden Profil schenkel (2, 3) ausgehen, im wesentlichen gerade ver läuft.
2. Profil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß zwischen dem bogenförmigen oberen Teil
(9a) des abstehenden Profilschenkels (3) und dem
gerade verlaufenden inneren Profilschenkel (2) ein
Übergangsbereich (13) mit allmählich abnehmender
Bogenform liegt.
3. Profil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Übergangsbereich (13) unmittelbar
oberhalb des inneren Profilschenkels (2) an dem ab
stehenden Profilschenkel (3) beginnt.
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| DE3716136A1 (de) | 1988-11-24 |
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