DE3712617A1 - Automatisches fingerabdruck-aufnahmegeraet - Google Patents
Automatisches fingerabdruck-aufnahmegeraetInfo
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- A61B—DIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
- A61B5/00—Measuring for diagnostic purposes; Identification of persons
- A61B5/117—Identification of persons
- A61B5/1171—Identification of persons based on the shapes or appearances of their bodies or parts thereof
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Description
Leider wird seit den Anfängen der Daktyloskopie um die Jahr
hundertwende immer noch die gleichgebliebene Methode des
manuellen Einschwärzens und Abrollens der Finger vorgenommen.
Dadurch entstehen zwangsläufig viele Ungenauigkeiten und Fehler
quellen wie
- unterschiedlicher Druck, beim Abrollen der Finger, Ver quetschen und Verrutschen der Finger durch Eigenbewegung (Dunkelfelder),
- ungenügendes Abrollen bei steifen Fingern (die Delten fehlen),
- unterschiedliches Einwalzen der Glasplatte mit Drucker schwärze (zu fette oder zu schwache Abdrücke),
- nicht immer winkelgerechtes Auftragen der Abdrücke in die hierfür vorgesehenen Felder (90°). Hierdurch können Fehlklassifizierungen für die EVD entstehen (z. B. bei Bogenmustern),
- die Abnahme von Abdrücken durch ungeschulte Aushilfs kräfte.
Selbst geschulte Kräfte bei den Erkennungsdiensten können diese
- oft zwangsläufig entstehenden - Ungenauigkeiten nicht immer
vermeiden. Viel weniger vermag dies der nicht ausreichend ge
schulte Allroundbeamte in den Landgemeinden. So geht immer ein
Teil des Identifizierungswertes der in die Zentralen zu
schickenden Zehnfingerblätter verloren - zum großen Kummer des
Fingerspuren vergleichenden Spezialbeamten.
In Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich ein Gerät der jetzt
entwickelten Art dadurch aus, daß
- gemäß der Erfindung automatisch
- entweder ein Finger im Wechsel zehnmal nacheinander in einer Gehäusetrommel mit einem sich drehenden Me chanismus (Fig. 4)
- oder zwei gleiche Finger beider Hände im Wechsel fünf mal in zwei Gehäusetrommeln mit zwei sich synchron drehenden Mechanismen (Fig. 6)
- eingeschoben und auf ein transportierbares Band abge drückt werden können;
- diese Konstruktion nicht zu kompliziert und nicht zu teuer wird, da sie überall - auch bei ländlichen Polizei posten - Verwendung finden soll;
- das Einzelgerät klein, leicht und mobil ist und nicht nur fest aufgestellt, sondern auch ohne Unterlage gehandhabt werden kann;
- Fingerabdrücke berechtigter (geschädigter) oder unbe
rechtigter (verdächtiger) Spurenleger abgenommen werden
können;
- - das Ausscheiden falscher Spuren (berechtigte Spuren leger) beim Vergleich in den Zentralen ist oft nicht möglich, weil die nötigen Vergleichsabdrücke fehlen. Die Abnahme solcher Abdrücke am Tatort - in Büros und Wohnungen - mit Metallplatte und Druckerschwärze ist eine langwierige, umständliche und unsaubere Ar beit, die oft wegen des Aufwandes und aus Zeitmangel unterbleibt -
- Fingerabdrücke auch von unbekannten Toten (Selbstmord oder Mord) bei Bedarf im Freien abgenommen werden können, die Lage dieser Toten hierbei aber keine Rolle spielt;
- auch Zehnfingerblätter für die Zentralen in Landgemein den mit diesem verhältnismäßig billigen Universalgerät bedruckt werden können;
- durch schnelleren Ablauf der erkennungsdienstlichen Neubehandlung (Fotografieren, Personenbeschreibung und Fingerabdrücke) Beamte eingespart werden können.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Zeichnungen
dargestellten Figuren zuerst kurz und dann mit den notwendi
gen Bezugszeichen ausführlich erläutert.
Fig. 1 zeigt die Vorderwand des Gehäuses von hinten, und
zwar in drei Teilen: 1A die Grundwand, 1B den
Schieber (22 b) und 1C den Deckel der Vorderwand,
der gleichzeitig das vordere Achslager (25) für die
rotierende Innentrommel (Fig. 4, (15)) ist. Diese
Vorderwand hat die Aufgabe, durch den Hebel (13) den
Schieber (22 b) zu heben bzw. zu senken, um den bei
(10) von vorne eingeschobenen Finger zu arretieren.
Fig. 2 zeigt das Gerät im Schnitt von der linken Seite
sowie den gestrichelten, vor der Federachse (12)
angesetzten Finger vor dem Einschieben; oben bei
(26 a) die Bandrolle und den ausgezogenen
Bandstreifen (18); am Gerät hinten die Handkurbel
mit der Gummiverzahnung (23) und dem kleineren Zahn
rad dazwischen für den Antrieb des zweiten Gerätes.
Die Federachse ist verdreckt durch den Abschneide
mechanismus.
Fig. 3 zeigt das Gerät im Schnitt von oben mit der im Längs
schnitt halbierten, nicht beweglichen Federachse (12),
der Wegwerf-Farbwalze (16) und der Gummitransport
walze (17). Beide rotieren um den unterhalb der Feder
achse (12) eingeschobenen Finger, zuerst die Farbwalze,
dann die Gummiwalze um je 180°.
Fig. 4 zeigt die rotierende Innentrommel (15) mit der Ab
druckrolle (26 a), die mit allen ihren Teilen um die
unbewegliche Federachse (12) mit ihrem Gleitring (24)
und um die Aussparung der Vorderwand gleitet.
Fig. 5 zeigt den Gerätemantel mit Vorder- (22) und Rück
wand (21) für die Innentrommel (15); die herunter
klappbaren (22 e) und herausziehbaren (22 f) Griff
teile; den verschraubbaren Fußteil (32) und dahinter
einen Teil des zuschaltbaren E-Motors.
Fig. 6 zeigt zwei durch einen Treibriemen (23 b) zusammen
gekoppelte Einzelgeräte von der Rückseite, deren
Innentrommeln durch die beiden Zahnräder (gestrichelt)
(23 a) synchron durch den E-Motor (32) in Bewegung
gesetzt werden können. Durch die beiden Verbindungs
stangen (13 a) und (14 a) kann je ein gleicher Finger
arretiert bzw. wieder gelöst werden.
Fig. 7 zeigt in den drei schematischen Zeichnungen A, B und C
die Erfindung im Ablauf der Farbwalze (16) und der
Bandtransportwalze bei 360° mit der Erstellung eines
Fingerabdruckes (siehe Zeichnung C, 0-1).
Entsprechend der Fig. 1A, B und C wird, nachdem der Finger
bei 10 an der Vorderwand eingeschoben ist, durch den Hebel (13)
der Schieber (22 b) über seine Verzahnung (22 d) am Federbolzen
(14 a) vorbei nach oben geschoben, um so den Finger zu arretie
ren. Beim horizontalen Eindrücken des Federbolzens bei (14)
wird der eingeschobene Finger wieder entriegelt, indem die
Zugfeder (14 c) den Schieber (22 b) wieder nach unten zieht.
Die Deckscheibe C dient hauptsächlich durch ihre Ausfräsung (25)
als vordere Achslagerung der drehbaren Innentrommel.
Entsprechend der Fig. 2 wird dargestellt, wie der an der
Nagelstütze (11) angesetzte Finger (gestrichelt) unter Über
windung der Druckfeder in der Federachse (12) eingeschoben
wird, um durch den Hebel (13) am oberen Bildrand arretiert zu
werden. Wird die Handkurbel (23) im Uhrzeigersinn um 180°
weitergedreht, so läuft die Farbwalze (16) - siehe Fig. 3 -
unterhalb der halbierten Federachse um die eingeschobene
Fingerkuppe herum und schwärzt die Papillarleisten ein. Die
in der oberen Hälfte der Federachse in Bandbreite vertiefte
Fläche bewirkt, daß in der oberen Hälfte des Umlaufes sowohl
Farbwalze (16) als auch Transportgummiwalze (17) hier keine
Berührung haben, um weder einzuschwärzen noch zu transpor
tieren.
Fig. 3: Nach dieser Umdrehung der Farbwalze um 180° ist jetzt
an ihre Stelle die Transportwalze (17) getreten. Sie nimmt von
der Fingerkuppe den Abdruck ab und transportiert gleichzeitig
das Band um ein Fingerfeld weiter. Die Leiste (31) am Rand der
vertieften Federachse stellt beim Abrollen den Zwischenraum
zwischen den Andrücken her. Die Federträger 19 c und 19 d
sowie 20 c und 20 d halten mit ihren Zugfedern und Gleit
teilen 19 a, 19 b und 28, 28 a die beiden Walzen im Abrollen
unter Federdruck an der Federachse bzw. unten an der Finger
kuppe. In Fig. 2 ist unter (29) der Abschneidemechanismus
dargestellt. Unter (27) ist in der Fig. 3 die Leerlaufvor
richtung dargestellt, durch die die Transportwalze von der
Federachse abgerückt werden kann. Dies wird notwendig, wenn
eine neue Bandrolle am Anfang unterhalb der Transportwalze
neu eingespannt wird,
oder aber wenn der Bandtransport ausgeschaltet werden soll,
z. B. bei zweimaligem Einschwärzen der Fingerkuppe (schwache
Farbabgabe der Farbwalze).
Fig. 4 zeigt in der Perspektive das um die Federachse (12)
drehbare Innengehäuse (15). Die Bandrolle (26 a), durch den
Riegel (26 b) festgehalten, läuft vor der Transportgummiwalze
(verdeckt) in der Vertiefung der Federachse (12) (siehe gestri
chelter Pfeil) weiter durch die Bandtrommel (30) und endet
bei (31) nach fünfmaliger 360°-Umdrehung mit fünf Abdrücken
einer Hand. Durch die Öffnung des Außengleitringes (24) ist
in der Mitte die halbierte Federachse (12) mit ihrer Feder
bohrung zu sehen, links von der Vertiefung des Bandumlaufes
die Farbwalze (16) z. T. verdeckt. Die vier Federträger mit
ihren Gleitteilen - z. B. 19 und 20 a - sind ebenfalls nur
z. T. sichtbar. Die perspektive Fig. 4 zeigt jedoch den Ab
lauf mit den beiden gestrichelten bogenförmigen Pfeilen.
- 1. Einschwärzen der Fingerkuppe bei 180°.
- 2. Abnahme der Farbe von den Papillarleisten der Fingerkuppe und gleichzeitiger Transport des Bandes bei wiederum einer Drehung um 180°.
Bei (29) unterhalb der Transporwalze (verdeckt) ist die Ab
schneidevorrichtung (29) sichtbar.
Fig. 5 zeigt die Ummantelung bzw. das Gehäuse für die Innen
trommel (15). Durch die Verschiebung des Hebels (13) wird der
eingewinkelte Teil des Schiebers bei der Öffnung (10) nach
oben geschoben, um den Finger zu arretieren. Bei Betätigung
des Drückers (14) wird der Finger zum Wechseln wieder ent
riegelt. Die beiden Griffteile (22 e) und (22 f) können her
unter- bzw. herausgezogen werden, um das Gerät mit der linken
Hand, nachdem der Finger eingeschoben wurde, im Sitzen oder
Stehen festhalten zu können, während die rechte Hand zur Ab
nahme das Kurbelrad dreht. Durch diese Griffteile kann die
Abnahme überall erfolgen: Im Freien, wenn unbekannte Tote
eine Kopfstellung des Gerätes erfordern; auch unter Zwang bei
Terroristen; an jedem Tatort z. B. beim Ausscheiden von Finger
spuren berechtigter Spurenverursacher.
Der herunterklappbare Griff (22 e) hat noch eine zweite Funktion:
Mit seinem Winkelstück (22 h) greift es heruntergeklappt in die Fingerspitzenhalterung (11) ein, um bei einem unbekannten Toten, bei dem schon die Leichenstarre eingetreten ist, zu verhindern, daß der durch die Starre gekrümmte Finger von der Nagelstütze rutscht. Die durch das Winkelstück (22 h) jetzt unbewegliche, nicht verschiebbare Fingerspitzenhalterung (11) ermöglicht mit Hilfe des heruntergeklappten Griffteils (22 e) die zwingend notwendige Streckung des Fingers, um ihn anschließend nach lang samem Heben des Griffteiles hineinschieben zu können.
Mit seinem Winkelstück (22 h) greift es heruntergeklappt in die Fingerspitzenhalterung (11) ein, um bei einem unbekannten Toten, bei dem schon die Leichenstarre eingetreten ist, zu verhindern, daß der durch die Starre gekrümmte Finger von der Nagelstütze rutscht. Die durch das Winkelstück (22 h) jetzt unbewegliche, nicht verschiebbare Fingerspitzenhalterung (11) ermöglicht mit Hilfe des heruntergeklappten Griffteils (22 e) die zwingend notwendige Streckung des Fingers, um ihn anschließend nach lang samem Heben des Griffteiles hineinschieben zu können.
Das Einzelgerät kann in der verschraubbaren Tischhalterung (32)
durch kurzes Herausziehen des unteren Griffteiles (22 f) stand
fest verriegelt werden.
Fig. 6 zeigt zwei Geräte von der Rückseite, die miteinander
gekoppelt sind, um gleichzeitig zwei Abdrücke je eines glei
chen Fingers beider Hände abnehmen zu können. Durch je zwei
ineinandergreifende Gleitschienen kann ein E-Motor (33) ange
setzt und angeschlossen werden. Durch ein im E-Motor vertieft
liegendes Antriebszahnrad (33 a) wird das große mit Gummiver
zahnung versehene Handrad (23) durch den Starthebel (33 b) in
Bewegung gesetzt. Beide gleiche Finger beider Hände werden
gleichzeitig eingeschwärzt auf beide Bänder abgenommen. Nach
360° Umdrehung stoppt der E-Motor automatisch, um für die bei
den nächsten Finger den Starthebel zu bedienen.
Beide Geräte sind durch den Treibriemen (23 b) und die beiden
Zahnräder (23 a) gekoppelt. Auch die Arretierung zweier gleicher
eingeschobenen Finger und ihre Entriegelung kann durch die Ver
bindungsstangen (13 a und 14 a) vorgenommen werden.
Fig. 7 zeigt die Erfindung im schematischen Ablauf des Ein
schwärzens und Abdrückens eines Fingers und wird in der folgen
den Zusammenfassung genauer beschrieben.
Abschließend kann gesagt werden, daß die eingangs erwähnte
manuelle Abnahme von Fingerabdrücken, die leider weltweit noch
vorgenommen wird, abgelöst werden kann durch ein einfaches
technisches Gerät, das die Abnahme mechanisch vornimmt und
daß damit die Abdrücke in der Qualität immer gut sind. Bei
großen Zentralen werden teuere EDV- und zukünftig evtl. auch
Videogeräte eingesetzt. Vor Ort beim einfachen Polizeibeamten
muß das Gerät billig und gut sein.
Claims (14)
1. Gerät zur automatischen Aufnahme von Fingerabdrücken,
bei dem jeweils ein Finger an der Öffnung (10) der Vorder
wand (22) der im Längsschnitt halbierten nicht beweglichen
Federachse (12) durch die Fingerspitzenhalterung mit Nagel
stütze (11) angesetzt, fixiert und unter Überwindung der
in der Röhre der Federachse (12) gelagerten Druckfeder in
die Ausgangsstellung im Gerät geschoben werden kann; der
Finger dann durch den Hebel (13) arretiert und abgedrückt
wird, um nach der Abnahme durch den Drücker (14) diese
Verriegelung des Fingers wieder lösen zu können.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rückseite der Vorderwand (22) eine größere vertiefte Fläche
(22 a) aufweist, die u. a. den Hebel (13), der in dem Bolzen
(13 a) drehbar gelagert ist, aufnimmt und mit dem zweiten
Bolzen (13 b) die in die Vertiefung (22 a) eingepaßte
Fingerverriegelungsfläche (22 b) so aufnimmt, daß sie
durch die Führungsschlitze bei den Bolzen (13 a und 13 b)
und dem Hubbolzen der Verriegelungsfläche (22 b) mit Hilfe
des Hebels (13) nach beiden Richtungen verschoben werden
kann. Daß ferner die Arretierung (13) und die Lösung des
Fingers durch die Verzahnung (22 d) am unteren rechten
Rand der Fingerverriegelungsfläche (22 b), durch den Feder
bolzen (14 a), die Feder (14 b) und durch die Rückholfeder
(14 c) bewerkstelligt werden kann.
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieser
eingeschobene Finger durch Rotation des gesamten Innen
gehäuses (15) mit allen seinen Einzelteilen in einem Be
wegungsablauf von 360° eingeschwärzt, der Abdruck auf
Band abgerollt und gleichzeitig um ein Fingerfeld des
Bandes weitertransportiert wird.
4. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
starre Federachse (12) an der Gehäusevorderwand (Rückseite)
(22) fest montiert ist, während der hintere abgerundete
Teil das an der Rückseite des Innengehäuses (15) ange
setzte Röhrenstück aufnimmt, um durch die Rundöffnung
der Rückwand (21) durchgeschoben, hinten drehbar gelagert
werden zu können.
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
vordere drehbare Lagerung des Innengehäuses (15) dadurch
bewerkstelligt wird, daß in der Vorderwand des Innenge
häuses eine kreisrunde Öffnung (24) ausgespart ist, die
am Öffnungsrand einen schmalen Außengleitring trägt, der
wiederum gleitend in die Aussparung der Rückseite (25) der
Gehäusevorderwand eingepaßt ist.
6. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im
Innengehäuse (15) die Farbwalze (16) mit den Gleitteilen
(19 a und 19 b) und ihren Federträgern (16 c und 19 d)
ebenso drehbar gelagert ist wie die Gummiwalze (17) gegen
über mit den Gleitteilen (20 a und 20 b) und ihren Feder
trägern (20 c und 20 d).
7. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
unbeweglich gelagerte Federachse (12) im Mittelteil
rundum in der Breite des Abdruckbandes (12 a) tiefer
liegt, um einmal beim Umlauf (180°) durch den so ent
standenen Abstand kein Einschwärzen dieses Achsenteils
hervorzurufen und zum anderen zu verhindern, daß in dem
erwähnten Teil die Gummiwalze das Band transportiert.
8. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Federträgerpaare von Farb- und Gummiwalze oben und unten
so miteinander verbunden sind, daß die Walzen je nach
Stärke des eingeschobenen und arretierten Fingers zu
sammen mit den Gleitschienen (15 a bis 15 d) unter
gleichmäßigem Druck während der Rotation zuerst durch
die Farbwalze direkt auf die Papillarleisten der Finger
kuppe und anschließend über die Gummiwalze auf das Band
und die jetzt eingeschwärzte Fingerkuppe gedrückt werden.
9. Gerät nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bandrolle (26 a) mit dem Band durch Drehen des Innen
gehäuses (15) in die Waagerechte in das Bandrollengehäuse
(26) eingeschoben, durch den Schieber (26 b) verriegelt
und nach dem Zurückdrehen des Innengehäuses (15) in die
Senkrechte das Band mit dem rechten Daumen in die Aus
gangsstellung zum Abrollen zwischen starrer Federachse (12)
und Gummiwalze gedreht werden kann.
10. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
- daß die mit der Gummirolle (17) verbundene Leerlauf vorrichtung (27) durch Ziehen an den Griffteilen (27 a und 27 b) horizontal von der Federachse (12) abgerückt und in den Winkeln (28 und 28 a) einge rastet werden kann, um das Band durch Verdrehen der Bandrolle (18) mit dem rechten Daumen in die Ausgangsstellung in die jetzt entstandene Lücke zwischen Federachse (12) und Gummirolle (17) bringen zu können;
- daß durch Zusammendrücken der beiden Griffteile (27a und 27 b) die Leerlaufvorrichtung (27) wieder an die Federachse angedrückt und das Band bei der Drehbewegung transport- und abdruckfähig gemacht werden kann;
- daß dieses Band bei jeder Umdrehung von 360° um ein Fingerabdruckfeld und den dazu gehörigen Raum zwischen den einzelnen Abdrücken durch die Zwischenraumleiste (31) weitergeführt und in der durchsichtigen Band führungstrommel (30) mit den beiden innen befind lichen Bandführungsschienen so umgeleitet wird - siehe gestrichelte Pfeillinie -, daß der Band anfang an dem versenkbaren Drahtbügel vorbei (31) an einer Markierung des Bandrollengehäuses (26) gestoppt werden kann, um am Ende dieses mit fünf Fingerabdrücken versehenen Bandteiles durch das gefederte Zahnmesser (29) abgeschnitten werden zu können.
11. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Vorderteil (22) zwei Griffteile (22 e und 22 f) besitzt,
die heruntergeklappt (22 e) und herausgezogen (22 f)
werden können, um das Gerät mit der linken Hand, nachdem
der Finger eingeschoben wurde, im Sitzen oder Stehen fest
halten zu können, während die rechte Hand zur Abnahme des
Abdruckes das Kurbelrad dreht. Durch diese Griffteile kann
die Abnahme überall erfolgen: Im Freien, wenn unbekannte
Tote eine Kopfstellung des Gerätes erfordern, auch unter
Zwang bei Terroristen, an jedem Tatort z. B. beim Ausschei
den von Fingerspuren berechtigter Spurenverursacher.
12. Gerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei
heruntergeklapptem Griffteil (22 e) das Winkelstück
(22 h) in den abgeteilten Teil der Fingerspitzenhalterung
(11) eingreift, um bei einem unbekannten Toten, bei dem
schon die Leichenstarre eingetreten ist, zu verhindern,
daß der gekrümmte Finger von der Nagelstütze rutscht.
Die durch das Winkelstück (22 h) jetzt unbewegliche
Fingerspitzenhalterung (11) ermöglicht mit Hilfe des
heruntergklappten Griffteiles (22 e) die Streckung des
Fingers, um ihn anschließend nach langsamem Heben des
Griffteiles hineinschieben zu können.
13. Gerät nach Anspruch 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß
- dieses in der verschraubbaren Tischhalterung (32) durch kurzes Herausziehen des unteren Griffteiles (22 f) fest verriegelt werden kann,
- auf der Rückseite des Gerätes durch je zwei inein andergreifende Gleitschienen ein Elektromotor (33) eingeschoben und angeschlossen werden kann,
- durch ein im Elektromotor vertieft liegendes An triebszahnrad (33 a) das große Transportrad des Gerätes (23) - nach der Betätigung des Starthebels (33 b) - in Bewegung gesetzt werden kann, der ein geschobene Finger automatisch eingeschwärzt und auf Band abgedrückt wird, um nach einer Umdrehung von 360° wieder stillzustehen für den nächsten Einschub eines Fingers.
14. Gerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das
durch das Elektromotorgehäuse (33) elektrifizierte Einzel
gerät über das große Zahnrad (23 a) durch den Treibriemen
(23 b) mit einem zweiten Gerät gekoppelt und gleichzeitig
in Bewegung gesetzt werden kann; daß weiterhin durch die
Verbindungsstangen (13 a und 14 a) je zwei Finger zu
sammen und gleichzeitig arretiert und auch entriegelt
werden können.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873712617 DE3712617A1 (de) | 1987-04-14 | 1987-04-14 | Automatisches fingerabdruck-aufnahmegeraet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873712617 DE3712617A1 (de) | 1987-04-14 | 1987-04-14 | Automatisches fingerabdruck-aufnahmegeraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3712617A1 true DE3712617A1 (de) | 1988-01-28 |
Family
ID=6325588
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873712617 Withdrawn DE3712617A1 (de) | 1987-04-14 | 1987-04-14 | Automatisches fingerabdruck-aufnahmegeraet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3712617A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP4744587A1 (de) | 2024-11-04 | 2026-05-20 | Senad Mujic | Vorrichtung zur fotografischen erfassung der papillarleisten einer fingerkuppe |
-
1987
- 1987-04-14 DE DE19873712617 patent/DE3712617A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP4744587A1 (de) | 2024-11-04 | 2026-05-20 | Senad Mujic | Vorrichtung zur fotografischen erfassung der papillarleisten einer fingerkuppe |
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