DE3712617A1 - Automatisches fingerabdruck-aufnahmegeraet - Google Patents

Automatisches fingerabdruck-aufnahmegeraet

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DE3712617A1
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    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61B—DIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B5/00—Measuring for diagnostic purposes; Identification of persons
    • A61B5/117—Identification of persons
    • A61B5/1171—Identification of persons based on the shapes or appearances of their bodies or parts thereof
    • A61B5/1172—Identification of persons based on the shapes or appearances of their bodies or parts thereof using fingerprinting

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  • Veterinary Medicine (AREA)
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Description

Leider wird seit den Anfängen der Daktyloskopie um die Jahr­ hundertwende immer noch die gleichgebliebene Methode des manuellen Einschwärzens und Abrollens der Finger vorgenommen. Dadurch entstehen zwangsläufig viele Ungenauigkeiten und Fehler­ quellen wie
  • unterschiedlicher Druck, beim Abrollen der Finger, Ver­ quetschen und Verrutschen der Finger durch Eigenbewegung (Dunkelfelder),
  • ungenügendes Abrollen bei steifen Fingern (die Delten fehlen),
  • unterschiedliches Einwalzen der Glasplatte mit Drucker­ schwärze (zu fette oder zu schwache Abdrücke),
  • nicht immer winkelgerechtes Auftragen der Abdrücke in die hierfür vorgesehenen Felder (90°). Hierdurch können Fehlklassifizierungen für die EVD entstehen (z. B. bei Bogenmustern),
  • die Abnahme von Abdrücken durch ungeschulte Aushilfs­ kräfte.
Selbst geschulte Kräfte bei den Erkennungsdiensten können diese - oft zwangsläufig entstehenden - Ungenauigkeiten nicht immer vermeiden. Viel weniger vermag dies der nicht ausreichend ge­ schulte Allroundbeamte in den Landgemeinden. So geht immer ein Teil des Identifizierungswertes der in die Zentralen zu schickenden Zehnfingerblätter verloren - zum großen Kummer des Fingerspuren vergleichenden Spezialbeamten.
In Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich ein Gerät der jetzt entwickelten Art dadurch aus, daß
  • gemäß der Erfindung automatisch
    • entweder ein Finger im Wechsel zehnmal nacheinander in einer Gehäusetrommel mit einem sich drehenden Me­ chanismus (Fig. 4)
    • oder zwei gleiche Finger beider Hände im Wechsel fünf­ mal in zwei Gehäusetrommeln mit zwei sich synchron drehenden Mechanismen (Fig. 6)
  • eingeschoben und auf ein transportierbares Band abge­ drückt werden können;
  • diese Konstruktion nicht zu kompliziert und nicht zu teuer wird, da sie überall - auch bei ländlichen Polizei­ posten - Verwendung finden soll;
  • das Einzelgerät klein, leicht und mobil ist und nicht nur fest aufgestellt, sondern auch ohne Unterlage gehandhabt werden kann;
  • Fingerabdrücke berechtigter (geschädigter) oder unbe­ rechtigter (verdächtiger) Spurenleger abgenommen werden können;
    • - das Ausscheiden falscher Spuren (berechtigte Spuren­ leger) beim Vergleich in den Zentralen ist oft nicht möglich, weil die nötigen Vergleichsabdrücke fehlen. Die Abnahme solcher Abdrücke am Tatort - in Büros und Wohnungen - mit Metallplatte und Druckerschwärze ist eine langwierige, umständliche und unsaubere Ar­ beit, die oft wegen des Aufwandes und aus Zeitmangel unterbleibt -
  • Fingerabdrücke auch von unbekannten Toten (Selbstmord oder Mord) bei Bedarf im Freien abgenommen werden können, die Lage dieser Toten hierbei aber keine Rolle spielt;
  • auch Zehnfingerblätter für die Zentralen in Landgemein­ den mit diesem verhältnismäßig billigen Universalgerät bedruckt werden können;
  • durch schnelleren Ablauf der erkennungsdienstlichen Neubehandlung (Fotografieren, Personenbeschreibung und Fingerabdrücke) Beamte eingespart werden können.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Figuren zuerst kurz und dann mit den notwendi­ gen Bezugszeichen ausführlich erläutert.
Fig. 1 zeigt die Vorderwand des Gehäuses von hinten, und zwar in drei Teilen: 1A die Grundwand, 1B den Schieber (22 b) und 1C den Deckel der Vorderwand, der gleichzeitig das vordere Achslager (25) für die rotierende Innentrommel (Fig. 4, (15)) ist. Diese Vorderwand hat die Aufgabe, durch den Hebel (13) den Schieber (22 b) zu heben bzw. zu senken, um den bei (10) von vorne eingeschobenen Finger zu arretieren.
Fig. 2 zeigt das Gerät im Schnitt von der linken Seite sowie den gestrichelten, vor der Federachse (12) angesetzten Finger vor dem Einschieben; oben bei (26 a) die Bandrolle und den ausgezogenen Bandstreifen (18); am Gerät hinten die Handkurbel mit der Gummiverzahnung (23) und dem kleineren Zahn­ rad dazwischen für den Antrieb des zweiten Gerätes. Die Federachse ist verdreckt durch den Abschneide­ mechanismus.
Fig. 3 zeigt das Gerät im Schnitt von oben mit der im Längs­ schnitt halbierten, nicht beweglichen Federachse (12), der Wegwerf-Farbwalze (16) und der Gummitransport­ walze (17). Beide rotieren um den unterhalb der Feder­ achse (12) eingeschobenen Finger, zuerst die Farbwalze, dann die Gummiwalze um je 180°.
Fig. 4 zeigt die rotierende Innentrommel (15) mit der Ab­ druckrolle (26 a), die mit allen ihren Teilen um die unbewegliche Federachse (12) mit ihrem Gleitring (24) und um die Aussparung der Vorderwand gleitet.
Fig. 5 zeigt den Gerätemantel mit Vorder- (22) und Rück­ wand (21) für die Innentrommel (15); die herunter­ klappbaren (22 e) und herausziehbaren (22 f) Griff­ teile; den verschraubbaren Fußteil (32) und dahinter einen Teil des zuschaltbaren E-Motors.
Fig. 6 zeigt zwei durch einen Treibriemen (23 b) zusammen­ gekoppelte Einzelgeräte von der Rückseite, deren Innentrommeln durch die beiden Zahnräder (gestrichelt) (23 a) synchron durch den E-Motor (32) in Bewegung gesetzt werden können. Durch die beiden Verbindungs­ stangen (13 a) und (14 a) kann je ein gleicher Finger arretiert bzw. wieder gelöst werden.
Fig. 7 zeigt in den drei schematischen Zeichnungen A, B und C die Erfindung im Ablauf der Farbwalze (16) und der Bandtransportwalze bei 360° mit der Erstellung eines Fingerabdruckes (siehe Zeichnung C, 0-1).
Entsprechend der Fig. 1A, B und C wird, nachdem der Finger bei 10 an der Vorderwand eingeschoben ist, durch den Hebel (13) der Schieber (22 b) über seine Verzahnung (22 d) am Federbolzen (14 a) vorbei nach oben geschoben, um so den Finger zu arretie­ ren. Beim horizontalen Eindrücken des Federbolzens bei (14) wird der eingeschobene Finger wieder entriegelt, indem die Zugfeder (14 c) den Schieber (22 b) wieder nach unten zieht. Die Deckscheibe C dient hauptsächlich durch ihre Ausfräsung (25) als vordere Achslagerung der drehbaren Innentrommel.
Entsprechend der Fig. 2 wird dargestellt, wie der an der Nagelstütze (11) angesetzte Finger (gestrichelt) unter Über­ windung der Druckfeder in der Federachse (12) eingeschoben wird, um durch den Hebel (13) am oberen Bildrand arretiert zu werden. Wird die Handkurbel (23) im Uhrzeigersinn um 180° weitergedreht, so läuft die Farbwalze (16) - siehe Fig. 3 - unterhalb der halbierten Federachse um die eingeschobene Fingerkuppe herum und schwärzt die Papillarleisten ein. Die in der oberen Hälfte der Federachse in Bandbreite vertiefte Fläche bewirkt, daß in der oberen Hälfte des Umlaufes sowohl Farbwalze (16) als auch Transportgummiwalze (17) hier keine Berührung haben, um weder einzuschwärzen noch zu transpor­ tieren.
Fig. 3: Nach dieser Umdrehung der Farbwalze um 180° ist jetzt an ihre Stelle die Transportwalze (17) getreten. Sie nimmt von der Fingerkuppe den Abdruck ab und transportiert gleichzeitig das Band um ein Fingerfeld weiter. Die Leiste (31) am Rand der vertieften Federachse stellt beim Abrollen den Zwischenraum zwischen den Andrücken her. Die Federträger 19 c und 19 d sowie 20 c und 20 d halten mit ihren Zugfedern und Gleit­ teilen 19 a, 19 b und 28, 28 a die beiden Walzen im Abrollen unter Federdruck an der Federachse bzw. unten an der Finger­ kuppe. In Fig. 2 ist unter (29) der Abschneidemechanismus dargestellt. Unter (27) ist in der Fig. 3 die Leerlaufvor­ richtung dargestellt, durch die die Transportwalze von der Federachse abgerückt werden kann. Dies wird notwendig, wenn eine neue Bandrolle am Anfang unterhalb der Transportwalze neu eingespannt wird, oder aber wenn der Bandtransport ausgeschaltet werden soll, z. B. bei zweimaligem Einschwärzen der Fingerkuppe (schwache Farbabgabe der Farbwalze).
Fig. 4 zeigt in der Perspektive das um die Federachse (12) drehbare Innengehäuse (15). Die Bandrolle (26 a), durch den Riegel (26 b) festgehalten, läuft vor der Transportgummiwalze (verdeckt) in der Vertiefung der Federachse (12) (siehe gestri­ chelter Pfeil) weiter durch die Bandtrommel (30) und endet bei (31) nach fünfmaliger 360°-Umdrehung mit fünf Abdrücken einer Hand. Durch die Öffnung des Außengleitringes (24) ist in der Mitte die halbierte Federachse (12) mit ihrer Feder­ bohrung zu sehen, links von der Vertiefung des Bandumlaufes die Farbwalze (16) z. T. verdeckt. Die vier Federträger mit ihren Gleitteilen - z. B. 19 und 20 a - sind ebenfalls nur z. T. sichtbar. Die perspektive Fig. 4 zeigt jedoch den Ab­ lauf mit den beiden gestrichelten bogenförmigen Pfeilen.
  • 1. Einschwärzen der Fingerkuppe bei 180°.
  • 2. Abnahme der Farbe von den Papillarleisten der Fingerkuppe und gleichzeitiger Transport des Bandes bei wiederum einer Drehung um 180°.
Bei (29) unterhalb der Transporwalze (verdeckt) ist die Ab­ schneidevorrichtung (29) sichtbar.
Fig. 5 zeigt die Ummantelung bzw. das Gehäuse für die Innen­ trommel (15). Durch die Verschiebung des Hebels (13) wird der eingewinkelte Teil des Schiebers bei der Öffnung (10) nach oben geschoben, um den Finger zu arretieren. Bei Betätigung des Drückers (14) wird der Finger zum Wechseln wieder ent­ riegelt. Die beiden Griffteile (22 e) und (22 f) können her­ unter- bzw. herausgezogen werden, um das Gerät mit der linken Hand, nachdem der Finger eingeschoben wurde, im Sitzen oder Stehen festhalten zu können, während die rechte Hand zur Ab­ nahme das Kurbelrad dreht. Durch diese Griffteile kann die Abnahme überall erfolgen: Im Freien, wenn unbekannte Tote eine Kopfstellung des Gerätes erfordern; auch unter Zwang bei Terroristen; an jedem Tatort z. B. beim Ausscheiden von Finger­ spuren berechtigter Spurenverursacher.
Der herunterklappbare Griff (22 e) hat noch eine zweite Funktion:
Mit seinem Winkelstück (22 h) greift es heruntergeklappt in die Fingerspitzenhalterung (11) ein, um bei einem unbekannten Toten, bei dem schon die Leichenstarre eingetreten ist, zu verhindern, daß der durch die Starre gekrümmte Finger von der Nagelstütze rutscht. Die durch das Winkelstück (22 h) jetzt unbewegliche, nicht verschiebbare Fingerspitzenhalterung (11) ermöglicht mit Hilfe des heruntergeklappten Griffteils (22 e) die zwingend notwendige Streckung des Fingers, um ihn anschließend nach lang­ samem Heben des Griffteiles hineinschieben zu können.
Das Einzelgerät kann in der verschraubbaren Tischhalterung (32) durch kurzes Herausziehen des unteren Griffteiles (22 f) stand­ fest verriegelt werden.
Fig. 6 zeigt zwei Geräte von der Rückseite, die miteinander gekoppelt sind, um gleichzeitig zwei Abdrücke je eines glei­ chen Fingers beider Hände abnehmen zu können. Durch je zwei ineinandergreifende Gleitschienen kann ein E-Motor (33) ange­ setzt und angeschlossen werden. Durch ein im E-Motor vertieft liegendes Antriebszahnrad (33 a) wird das große mit Gummiver­ zahnung versehene Handrad (23) durch den Starthebel (33 b) in Bewegung gesetzt. Beide gleiche Finger beider Hände werden gleichzeitig eingeschwärzt auf beide Bänder abgenommen. Nach 360° Umdrehung stoppt der E-Motor automatisch, um für die bei­ den nächsten Finger den Starthebel zu bedienen.
Beide Geräte sind durch den Treibriemen (23 b) und die beiden Zahnräder (23 a) gekoppelt. Auch die Arretierung zweier gleicher eingeschobenen Finger und ihre Entriegelung kann durch die Ver­ bindungsstangen (13 a und 14 a) vorgenommen werden.
Fig. 7 zeigt die Erfindung im schematischen Ablauf des Ein­ schwärzens und Abdrückens eines Fingers und wird in der folgen­ den Zusammenfassung genauer beschrieben.
Abschließend kann gesagt werden, daß die eingangs erwähnte manuelle Abnahme von Fingerabdrücken, die leider weltweit noch vorgenommen wird, abgelöst werden kann durch ein einfaches technisches Gerät, das die Abnahme mechanisch vornimmt und daß damit die Abdrücke in der Qualität immer gut sind. Bei großen Zentralen werden teuere EDV- und zukünftig evtl. auch Videogeräte eingesetzt. Vor Ort beim einfachen Polizeibeamten muß das Gerät billig und gut sein.

Claims (14)

1. Gerät zur automatischen Aufnahme von Fingerabdrücken, bei dem jeweils ein Finger an der Öffnung (10) der Vorder­ wand (22) der im Längsschnitt halbierten nicht beweglichen Federachse (12) durch die Fingerspitzenhalterung mit Nagel­ stütze (11) angesetzt, fixiert und unter Überwindung der in der Röhre der Federachse (12) gelagerten Druckfeder in die Ausgangsstellung im Gerät geschoben werden kann; der Finger dann durch den Hebel (13) arretiert und abgedrückt wird, um nach der Abnahme durch den Drücker (14) diese Verriegelung des Fingers wieder lösen zu können.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückseite der Vorderwand (22) eine größere vertiefte Fläche (22 a) aufweist, die u. a. den Hebel (13), der in dem Bolzen (13 a) drehbar gelagert ist, aufnimmt und mit dem zweiten Bolzen (13 b) die in die Vertiefung (22 a) eingepaßte Fingerverriegelungsfläche (22 b) so aufnimmt, daß sie durch die Führungsschlitze bei den Bolzen (13 a und 13 b) und dem Hubbolzen der Verriegelungsfläche (22 b) mit Hilfe des Hebels (13) nach beiden Richtungen verschoben werden kann. Daß ferner die Arretierung (13) und die Lösung des Fingers durch die Verzahnung (22 d) am unteren rechten Rand der Fingerverriegelungsfläche (22 b), durch den Feder­ bolzen (14 a), die Feder (14 b) und durch die Rückholfeder (14 c) bewerkstelligt werden kann.
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieser eingeschobene Finger durch Rotation des gesamten Innen­ gehäuses (15) mit allen seinen Einzelteilen in einem Be­ wegungsablauf von 360° eingeschwärzt, der Abdruck auf Band abgerollt und gleichzeitig um ein Fingerfeld des Bandes weitertransportiert wird.
4. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die starre Federachse (12) an der Gehäusevorderwand (Rückseite) (22) fest montiert ist, während der hintere abgerundete Teil das an der Rückseite des Innengehäuses (15) ange­ setzte Röhrenstück aufnimmt, um durch die Rundöffnung der Rückwand (21) durchgeschoben, hinten drehbar gelagert werden zu können.
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die vordere drehbare Lagerung des Innengehäuses (15) dadurch bewerkstelligt wird, daß in der Vorderwand des Innenge­ häuses eine kreisrunde Öffnung (24) ausgespart ist, die am Öffnungsrand einen schmalen Außengleitring trägt, der wiederum gleitend in die Aussparung der Rückseite (25) der Gehäusevorderwand eingepaßt ist.
6. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Innengehäuse (15) die Farbwalze (16) mit den Gleitteilen (19 a und 19 b) und ihren Federträgern (16 c und 19 d) ebenso drehbar gelagert ist wie die Gummiwalze (17) gegen­ über mit den Gleitteilen (20 a und 20 b) und ihren Feder­ trägern (20 c und 20 d).
7. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die unbeweglich gelagerte Federachse (12) im Mittelteil rundum in der Breite des Abdruckbandes (12 a) tiefer liegt, um einmal beim Umlauf (180°) durch den so ent­ standenen Abstand kein Einschwärzen dieses Achsenteils hervorzurufen und zum anderen zu verhindern, daß in dem erwähnten Teil die Gummiwalze das Band transportiert.
8. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Federträgerpaare von Farb- und Gummiwalze oben und unten so miteinander verbunden sind, daß die Walzen je nach Stärke des eingeschobenen und arretierten Fingers zu­ sammen mit den Gleitschienen (15 a bis 15 d) unter gleichmäßigem Druck während der Rotation zuerst durch die Farbwalze direkt auf die Papillarleisten der Finger­ kuppe und anschließend über die Gummiwalze auf das Band und die jetzt eingeschwärzte Fingerkuppe gedrückt werden.
9. Gerät nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandrolle (26 a) mit dem Band durch Drehen des Innen­ gehäuses (15) in die Waagerechte in das Bandrollengehäuse (26) eingeschoben, durch den Schieber (26 b) verriegelt und nach dem Zurückdrehen des Innengehäuses (15) in die Senkrechte das Band mit dem rechten Daumen in die Aus­ gangsstellung zum Abrollen zwischen starrer Federachse (12) und Gummiwalze gedreht werden kann.
10. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
  • daß die mit der Gummirolle (17) verbundene Leerlauf­ vorrichtung (27) durch Ziehen an den Griffteilen (27 a und 27 b) horizontal von der Federachse (12) abgerückt und in den Winkeln (28 und 28 a) einge­ rastet werden kann, um das Band durch Verdrehen der Bandrolle (18) mit dem rechten Daumen in die Ausgangsstellung in die jetzt entstandene Lücke zwischen Federachse (12) und Gummirolle (17) bringen zu können;
  • daß durch Zusammendrücken der beiden Griffteile (27a und 27 b) die Leerlaufvorrichtung (27) wieder an die Federachse angedrückt und das Band bei der Drehbewegung transport- und abdruckfähig gemacht werden kann;
  • daß dieses Band bei jeder Umdrehung von 360° um ein Fingerabdruckfeld und den dazu gehörigen Raum zwischen den einzelnen Abdrücken durch die Zwischenraumleiste (31) weitergeführt und in der durchsichtigen Band­ führungstrommel (30) mit den beiden innen befind­ lichen Bandführungsschienen so umgeleitet wird - siehe gestrichelte Pfeillinie -, daß der Band­ anfang an dem versenkbaren Drahtbügel vorbei (31) an einer Markierung des Bandrollengehäuses (26) gestoppt werden kann, um am Ende dieses mit fünf Fingerabdrücken versehenen Bandteiles durch das gefederte Zahnmesser (29) abgeschnitten werden zu können.
11. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorderteil (22) zwei Griffteile (22 e und 22 f) besitzt, die heruntergeklappt (22 e) und herausgezogen (22 f) werden können, um das Gerät mit der linken Hand, nachdem der Finger eingeschoben wurde, im Sitzen oder Stehen fest­ halten zu können, während die rechte Hand zur Abnahme des Abdruckes das Kurbelrad dreht. Durch diese Griffteile kann die Abnahme überall erfolgen: Im Freien, wenn unbekannte Tote eine Kopfstellung des Gerätes erfordern, auch unter Zwang bei Terroristen, an jedem Tatort z. B. beim Ausschei­ den von Fingerspuren berechtigter Spurenverursacher.
12. Gerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei heruntergeklapptem Griffteil (22 e) das Winkelstück (22 h) in den abgeteilten Teil der Fingerspitzenhalterung (11) eingreift, um bei einem unbekannten Toten, bei dem schon die Leichenstarre eingetreten ist, zu verhindern, daß der gekrümmte Finger von der Nagelstütze rutscht. Die durch das Winkelstück (22 h) jetzt unbewegliche Fingerspitzenhalterung (11) ermöglicht mit Hilfe des heruntergklappten Griffteiles (22 e) die Streckung des Fingers, um ihn anschließend nach langsamem Heben des Griffteiles hineinschieben zu können.
13. Gerät nach Anspruch 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß
  • dieses in der verschraubbaren Tischhalterung (32) durch kurzes Herausziehen des unteren Griffteiles (22 f) fest verriegelt werden kann,
  • auf der Rückseite des Gerätes durch je zwei inein­ andergreifende Gleitschienen ein Elektromotor (33) eingeschoben und angeschlossen werden kann,
  • durch ein im Elektromotor vertieft liegendes An­ triebszahnrad (33 a) das große Transportrad des Gerätes (23) - nach der Betätigung des Starthebels (33 b) - in Bewegung gesetzt werden kann, der ein­ geschobene Finger automatisch eingeschwärzt und auf Band abgedrückt wird, um nach einer Umdrehung von 360° wieder stillzustehen für den nächsten Einschub eines Fingers.
14. Gerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das durch das Elektromotorgehäuse (33) elektrifizierte Einzel­ gerät über das große Zahnrad (23 a) durch den Treibriemen (23 b) mit einem zweiten Gerät gekoppelt und gleichzeitig in Bewegung gesetzt werden kann; daß weiterhin durch die Verbindungsstangen (13 a und 14 a) je zwei Finger zu­ sammen und gleichzeitig arretiert und auch entriegelt werden können.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP4744587A1 (de) 2024-11-04 2026-05-20 Senad Mujic Vorrichtung zur fotografischen erfassung der papillarleisten einer fingerkuppe

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