DE3710285C2 - Vorrichtung zum Abtragen von kontaminiertem Erdreich - Google Patents
Vorrichtung zum Abtragen von kontaminiertem ErdreichInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abtragen von
kontaminiertem Erdreich nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Üblicherweise wird kontaminiertes Erdreich mit Baggern u. dgl.
ausgehoben und anschließend die verbleibende Baugrube mit
gereinigtem Erdreich wieder aufgefüllt. Zwischen dem Aushub
und dem Auffüllen der Baugrube vergeht relativ lange Zeit,
wodurch u.U. erhebliche Emissionen von Schadstoffen aus
der Baugrube austreten können. Dies führt zu einer uner
wünschten Umweltbelastung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der gattungsbildenden Art so auszubilden, daß mit bekannten
Abbauwerkzeugen und Trägerfahrzeugen ohne große Umbauten der
gesamte Aushubbereich einwandfrei abgedichtet werden kann,
um so eine Umweltbelastung zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der gattungsbildenden
Art erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen im
Anspruch 1 gelöst.
Infolge der erfindungsgemäßen Ausbildung wird zunächst das
kontaminierte Erdreich an einer Stelle abgetragen und dann
in der dort gebildeten Baugrube eine bekannte, für die
jeweilige Bodenart günstigste Abtragvorrichtung vorgesehen,
wobei die Baugrube mit der Abtragvorrichtung von der
Schutzvorrichtung nach außen gegen die Atmosphäre abgedeckt
und abgedichtet ist. Dadurch ist vermieden, daß das die
Baugrube begrenzende, kontaminierte Erdreich nach außen
Schadstoffe emittieren kann, die zu einer Umweltbelastung
und- gefährdung führen könnten. Das kontaminierte Erdreich
wird dann dadurch weiter abgetragen, daß mit dem Trägerfahr
zeug die Abtragvorrichtung gegen die Baugrubenwände
vorgetrieben wird, wobei sich auch die Schutzvorrichtung
mitbewegt. Gleichzeitig wird an der Rückseite der Schutz
vorrichtung gereinigtes Erdreich nachgefüllt, so daß die
Schutzvorrichtung stets mit beiden Enden an das kontaminierte
bzw. gereinigte Erdreich unmittelbar anschließt. Somit ist
auch bei stirnseitig offener Ausbildung der Schutzvorrichtung
eine sichere Abdichtung erreicht.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den
weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand zweier in den Zeich
nungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 in Seitenansicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung
in schematischer Darstellung,
Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 in Draufsicht und
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung in einer Darstellung entsprechend
Fig. 1.
Die Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2 dient zum Abtragen von
kontaminiertem Erdreich und Ersetzen durch gereinigtes Erdreich,
wobei Emissionen vermieden werden sollen, die zu einer
Umweltbelastung führen könnten.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer (nicht
dargestellten) Abtragvorrichtung und einer Fördervorrichtung 1,
einem (ebenfalls nicht dargestellten) Trägerfahrzeug und einer
Schutzvorrichtung 2. Sie deckt und dichtet eine Baugrube 3
nach außen ab, in der zum weiteren Abtrag von Erdreich die
Abtragvorrichtung und das Trägerfahrzeug unterhalb der Schutz
vorrichtung vorgesehen sind.
Die Abtragvorrichtung und das Trägerfahrzeug sind lediglich in
Fig. 3 dargestellt und werden anhand des dort dargestellten
weiteren Ausführungsbeispieles näher beschrieben.
Die Schutzvorrichtung 2 besteht aus zwei teleskopartig
angeordneten und gegeneinander verschiebbaren Vorrichtungs
teilen 4 und 5. Sie haben jeweils U-förmigen Querschnitt
mit einer oberen Wand 6 , 7 und Seitenwänden 8, 9 bzw.
10, 11. Die Schutzvorrichtung 2 ist in Vorschubrichtung
P bzw. in Fortbewegungsrichtung der Abtragvorrichtung und des
Trägerfahrzeugs sowohl an ihrem vorderen als auch rückwärtigen
Ende 12, 13 offen ausgebildet. Das Ende 12 ist dabei durch das
Vorrichtungsteil 4 und das Ende 13 durch das Vorrichtungs
teil 5 gebildet. Vorzugsweise verläuft das vordere Ende 12
bzw. der das Ende bildende freie Rand des Vorrichtungsteiles
4 schräg zum Boden 14 der Baugrube 3.
Das rückwärtige Ende 44 der linken und rechten Seitenwand
10, 11 des Vorrichtungsteils 5 ist im spitzen Winkel zum
Boden 14 der Baugrube 3 abgeschrägt. Die obere Wand 7 des
Vorrichtungsteils 5 läßt am rückwärtigen Ende 13 der
Schutzvorrichtung eine Öffnung frei. Durch diese wird
gereinigtes Erdreich 42 ständig nachgefüllt.
Die Vorrichtungsteile 4, 5 sind über Stellvorrichtungen 15, 16,
18 relativ zueinander verschiebbar, die durch Hubzylinder
gebildet sind. Sie sind mit ihren Zylindern an einem Stütz
träger 19 und mit ihren Kolbenstangen an einem Stützträger 20
befestigt. Die Stützträger 19, 20 liegen mit Abstand
hintereinander; der Stützträger 19 ist mit dem Vorrichtungs
teil 4 und der Stützträger 20 mit dem
anderen Vorrichtungsteil 5 verbunden. Es weist minde
stens einen weiteren Stützträger 21 auf, der in dessen
Endbereich angeordnet ist. Die Stützträger 20, 21 haben
jeweils etwa gleichen Abstand von den Enden 22 bzw. 13
des Vorrichtungsteiles 5. Der Stützträger 19 liegt etwa
in halber Länge des Vorrichtungsteiles 4.
Die Stützträger 19 bis 21 sind vorzugsweise gleich ausge
bildet. Sie bestehen - wie anhand des Stützkörpers 19
erläutert werden soll - aus drei gleichen U-förmig
angeordneten Stützen 23 bis 25. Sie liegen an der oberen
Wand 6 und den Seitenwänden 8, 7 des Vorrichtungsteiles
4 an. Über die Stützträger 19 bis 21 wird eine Versteifung
der Vorrichtungsteile 4, 5 erreicht, so daß auf die Seiten
wände wirkende Querkräfte zuverlässig aufgenommen werden
können.
Das Vorrichtungsteil 5 weist einen mit
einer Leiter 26 versehenen Zugang 27 sowie eine (nicht
näher dargestellte) Durchtrittsöffnung 30 auf, durch die die
Fördervorrichtung 1 in die Schutzvorrichtung 2 nach innen ragt.
Die Fördervorrichtung 1 besteht aus zwei aneinandergrenzenden
Förderbändern 28, 29. Das Förderband 29 ragt durch die obere
Wand 6 des Vorrichtungsteils 5 nach außen. Das Förderband 28
verläuft dicht oberhalb des Baugrubenbodens 14 etwa von dem
vorderen Stützträger 19 aus und anschließend schräg nach oben
bis oberhalb des rückwärtigen Stützträgers 21. Das Förderband
29 fördert das kontaminierte Erdreich quer zur Schutz
vorrichtung in ein Transportfahrzeug 31, das vorzugsweise
wiederum nach außen geschlossen ausgebildet ist, um
Emissionen des abgetragenen, kontaminierten Erdreiches in
die Atmosphäre zu verhindern.
Am vorderen Vorrichtungsteil 4 ist ein als Messerschild 32
ausgebildetes Schneidwerkzeug angeordnet, das relativ zum
Vorrichtungsteil 4 bewegbar ist. Das Messerschild 32 besteht
vorzugsweise aus einer Vielzahl von Lamellen 32a und 32b,
die unmittelbar aneinander anschließen, so daß sie im
wesentlichen geschlossene Wände des Messerschildes 32
bilden. Das Messerschild erstreckt sich über die Wänd 6
bis 8 des Vorrichtungsteils 4 und hat im wesentlichen
gleichen U-förmigen Querschnitt wie der Vorrichtungsteil 4.
Das Messerschild kann auch so ausgebildet sein, daß nur
eine oder zwei seiner Wände durch die Lamellen gebildet
sind. Das Messerschild kann aber auch einteilig mit
geschlossenen Wänden ausgebildet sein und auch beispiels
weise zylindrischen, quadratischen oder ähnlichen
geschlossenen Querschnitt haben.
Die Messerschildlamellen 32a verlaufen parallel zu den
Seitenwänden 8, 9 des Vorrichtungsteiles 4. Von den Lamellen
32a sind nur die zur Seitenwand 8 parallelen Lamellen
dargestellt. Sie haben jeweils gleiche Trapezform, und ihre
Schmalseiten 33, 34 liegen unter einem spitzen Winkel zum
Boden 14 der Baugrube 3. Die Lamellen 32a ragen mit ihren
in Vorschubrichtung P rückwärtigen Rändern 34 in das
Vorrichtungsteil 4. Die Lamellen 32b liegen auf der oberen
Wand 6 des Vorrichtungsteiles 4. Sie können aber auch
teilweise unterhalb der oberen Wand 6 liegen. Sie sind etwa
doppelt so lang wie die Lamellen 32a und haben rechteckige
Form mit einem abgeschrägten vorderen Rand 35. Sie liegen
vorzugsweise auf gleicher Höhe wie die Ränder 33 der oberen
Lamellen 32a. Die Ränder 33, 35 bilden eine gemeinsame
Schnittkante des Messerschildes 32. Die Lamellen 32b ragen
etwa mit ihrer vorderen Hälfte etwa gleich weit wie die
Lamellen 32a über das Vorrichtungsteil 4 vor.
Jede Lamelle ist für sich in und entgegen Vorschubrichtung P
verschiebbar angeordnet. Die Lamellen sind hierzu über jeweils
ein Stellglied, vorzugsweise ein Hubglied 36, 37, an der
Armseite des Vorrichtungsteils 4 befestigt. Die Stellglieder
36, 37 greifen mit ihren Kolbenstangen 36a bzw. 37a an den
rückwärtigen Rändern 34 der Lamellen 32 bzw. an Laschen 38
an, die an der Unterseite der Lamellen 32b befestigt sind.
Mit ihren Zylindern 39, 40 sind die Stellglieder am vorderen
Stützträger 19 bzw. der zugehörigen Stütze 24, 25 bzw.
23 befestigt. Über das Messerschild 32 bzw. dessen Lamellen
32a, 32b läßt sich auf einfache Weise eine sehr gute
Anpassung der Schutzvorrichtung 2 an den Abbruch- bzw.
Ausbruchquerschnitt des abgetragenen Erdreiches erreichen.
Anstelle des Messerschildes kann als Schneidvorrichtung auch
nur der Rand bzw. das vordere Ende 12 des Schutzvorrichtung 2
schneidenartig ausgebildet sein. In diesem Fall ist die
Schneidvorrichtung einstückig mit der Schutzvorrichtung 2
bzw. dem Vorrichtungsteil 4 ausgebildet.
Beim Vorschub der Abbauvorrichtung wird die Schutzvorrichtung
2 in gleichem Maße mit in Richtung P vorgetrieben. Hierbei
wird zunächst das Messerschild 32 mit den Lamellen 32a,
32b über die Stellglieder 36, 37 vorgetrieben, bis sie in
das kontaminierte, abzutragende Erdreich 42 ragen, so daß
nach außen kein Spalt offen ist, über den Emissionen nach
außen gelangen können. Dann wird nach einem gewissen Abbau
die Schutzvorrichtung 2 vorwärts bewegt, indem durch Ausfahren
der Kolbenstangen der Stellvorrichtungen 15, 16, 18 das
Vorrichtungsteil 4 vorgeschoben wird. Durch Einfahren der
Kolbenstangen kann das rückwärtige Vorrichtungsteil 5 so
weit nachgezogen werden, daß stets ein rückwärtiges Ende 13
vom gereinigten Erdreich 42 abgedeckt ist und dadurch keine
Emissionen in die Atmosphäre gelangen können. Hierbei wird
gleichzeitig gereinigtes Erdreich 42 von hinten in die
Baugrube 3 nachgefüllt, das unter einem Schüttwinkel
nach unten rutscht, wobei das gereinigte Erdreich in
Verbindung mit der Schutzvorrichtung eine Abdeckung nach
außen gewährleistet.
Wie insbesondere die Fig. 1 und 2 zeigen, ist die mobile,
tunnelartige Schutzvorrichtung 2 so in der Baugrube 3
angeordnet, daß ihre oberen Wände 6, 7 etwa in einer Ebene
mit der Oberseite 43 des abzutragenden Erdreiches 41 liegen.
Dadurch ist der gesamte Bereich der Baugrube einwandfrei
nach außen abgedeckt. Der gereinigte Boden 42 wird so
angefügt, daß die Seitenbereiche 44 der
Schutzvorrichtung 2 dicht aufgefüllt sind.
Die Schutzvorrichtung 2 kann dann wieder weiter nach vorne
bewegt werden.
Mit der Schutzvorrichtung 2 sind die frei liegenden Wände
der Baugrube 3 einwandfrei abgedichtet und abgestützt. Die
Schutzvorrichtung hat außerdem den Vorteil, daß in ihr
normale, übliche Abbauvorrichtungen, wie Bagger, Radlader
u. dgl. verwendet werden können, die beim Abbau gegen den
Erdvorstand vorgefahren werden. Dadurch sind keine Umbauten
an dieser Vorrichtung notwendig, um eine Abkapselung und
Abdichtung zu gewährleisten. Die Schutzvorrichtung 2 ist
zudem infolge ihrer einfachen Bauweise als zusammengesetzter
Tunnelbaukasten einfach herzustellen.
Die Schutzvorrichtung 2 weist ferner (nicht dargestellte)
abgedichtete Durchtrittsöffnungen für (ebenfalls nicht
dargestellte) nach außen verlegte Vor- und Entsorgungs
leitungen, wie Zuleitungen für Strom, Abgasleitungen bei
spielsweise für dieselbetriebene Trägerfahrzeuge, Stromleitungen
für die verwendete Hydraulik, auf.
Schließlich können die Wände der Baugrube 3 auch noch über
die Schutzvorrichtung 2 abgestützt werden, da sie mit ihren
Seitenwänden unmittelbar an den Grubenwänden anliegt und
durch die Stützträger 19 bis 21 versteift ist. Durch diese
Abstützung können die Seitenwände der Baugrube 3 senkrecht
ausgehoben werden, so daß im Vergleich zu den sonst üblichen
schrägen Wänden eine wesentlich kleinere Fläche vorhanden
ist, über die weniger Schadstoffe abgegeben werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 besteht die Schutzvor
richtung 2 nur aus einem tunnelartigen Teil, das weitgehend
den Vorrichtungsteilen 4 und 5 nach Fig. 1 und 2 entspricht.
Zur Abdichtung der Vorderseite der Schutzvorrichtung 2′
ist wiederum ein Messerschild 32′ vorgesehen, das aus
Lamellen 32a′ , 32b′ besteht. Sie sind gleich ausgebildet wie
die Lamellen 32a und 32b nach den Fig. 1 und 2.
Zum Verstellen der Lamellen sind Stellzylinder 36′, 37′ vor
gesehen, die gleich ausgebildet sind wie die Hubzylinder
36, 37 des zuvor beschriebenen Ausführungsbeispieles.
In Fig. 3 ist die Abbauvorrichtung 45 dargestellt. Sie
weist am vorderen Ende einen Fräskopf 46 auf und ist an das
Trägerfahrzeug 47 angeschlossen. Der Fräskopf 46 ist am freien
Ende eines Tragarmes 48 drehbar gelagert, der um eine
vertikale und eine horizontale Achse 49, 50 schwenkbar auf
dem Trägerfahrzeug 47 angeordnet ist. Das Trägerfahrzeug und die
Abtrag- und Fördervorrichtungen liegen abgedeckt und
abgekapselt innerhalb der Schutzvorrichtung 2′. Auch bei
dieser Ausführungsform wird eine einwandfreie Abdichtung
des belasteten Erdreiches gewährleistet. Die Schutzvor
richtung 2′ ist an der Rückseite von gereinigtem Erdreich
abgedeckt und an den Seiten geschlossen ausgebildet und
ragt mit ihrem Messerschild 32′ dichtend in das Erdreich.
Sie fährt, wie beim Ausführungsbeispiels nach den Fig. 1
und 2, so in der Baugrube, daß die obere Wand 6′ auf
gleicher Höhe wie die Oberseite des Erdreiches liegt.
Über die Fördervorrichtung 1′ wird das abgetragene Erdreich
nach außen transportiert und dort beispielsweise mit einem
Transportfahrzeug einer Mülldeponie o.dgl. zugeführt. Beim
Vorschub der Schutzvorrichtung 2′ schneidet der Messer
schild 32′ in das Erdreich ein. Dann werden die Stellvor
richtungen 36′, 37′ wieder eingefahren, wobei infolge der
Verankerung des Messerschildes 32′ im Erdreich die Schutz
vorrichtung 2′ nachgezogen wird. Gleichzeitig wird, wie
zuvor beschrieben, gereinigtes Erdreich in die Baugrube
nachgefüllt, um eine Emission von Schadstoffen über frei
liegende Baugrubenwände zu vermeiden.
Claims (28)
1. Vorrichtung zum Abtragen von kontaminiertem Erdreich
mit einem Trägerfahrzeug und einer Abtragvorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abtragvorrichtung
(45) und/oder das Trägerfahrzeug (47)
in einer Schutzvorrichtung (2; 2′) untergebracht ist,
die eine Baugrube (3) nach außen abdichtet und daß an
dem in Fortbewegungsrichtung (P) vorderen Ende (12)
der Schutzvorrichtung (2; 2′) mindestens eine Schneid
vorrichtung (32; 32′) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schutzvorrichtung (2; 2′) kastenartig ausgebildet
ist und mit ihrem in Fortbewegungsrichtung (P) der
Zugmaschine (47) vorderen oder rückwärtigen Ende (12; 13)
in einander gegenüberliegende Wände der Baugrube (3)
dichtend ragt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneidvorrichtung (32; 32′) ein am vorderen Ende
(12) der Schutzvorrichtung (2; 2′) angeordnetes,
gesondertes Vorrichtungsteil ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abtragvorrichtung (45) mindestens ein
Schneid- und/oder Fräswerkzeug (46) ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneidvorrichtung (32; 32′) durch mindestens
ein Messerschild gebildet ist, das an dem in Fortbewegungs
richtung (P) des Trägerfahrzeugs (47) vorderen Ende (12)
der Schutzvorrichtung (2; 2′) axial verfahrbar angeordnet
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneidvorrichtung (32; 32′) aus mehreren Lamellen
(32a, 32b; 32a′ 32b′) besteht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Lamellen (32a, 32b; 32a′, 32b′) über die ganze
Höhe der Seiten- und/oder über die ganze Breite der
oberen Wand (6; 6′) der Schutzvorrichtung (2; 2′)
erstrecken.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die an gleichen Vorrichtungsseiten
(6, 8, 9) vorgesehenen Messerschildlamellen (32a, 32b;
32a′, 32b′) parallel und vorzugsweise dichtend nebeneinander
liegen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Messerschildlamellen (32a, 32b;
32a′, 32b′) mit mindestens einer, vorzugsweise mehreren
Stelleinrichtungen (36, 37; 36′, 37′), von denen jeweils
eine einer Lamelle zugeordnet ist, verstellbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stelleinrichtungen (36, 37; 36′, 37′) an der
Schutzvorrichtung (2; 2′) und/oder Stützträgern
(19) angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stelleinrichtungen (36, 37; 36′, 37′)
Hubzylinder sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abtragvorrichtung (45)
ein Fräswerkzeug (46) aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerfahrzeug (47) inner
halb der Schutzvorrichtung (2; 2′) verfahrbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung (2; 2′)
bodenseitig offen ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung (2; 2′)
vertikale Seitenwände (8, 9; 10, 11) hat.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung (2, 2′)
eine, vorzugsweise abgedichtete Durchtrittsöffnung (30) für
eine Fördervorrichtung (1; 1′) für das abgetragene Erd
reich (41) aufweist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß das rückwärtige Ende (13) der
Schutzvorrichtung (2) in gereinigtes und in die Baugrube
(3) nachgefülltes Erdreich (42) ragt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung (2)
aus mindestens zwei teleskopartig miteinander verbundenen
Vorrichtungsteilen (4, 5) besteht.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnung
für die Fördervorrichtung (1) im rückwärtigen Vorrich
tungsteil (5) vorgesehen ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (1;
1′) ein Förderband (28, 29) und/oder -kette
und/oder eine Förderleitung ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (1)
im Bereich außerhalb der Baugrube (3) in ein
Transportfahrzeug (31), vorzugsweise mit gekapselter
Ladefläche, mündet.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, daß der rückwärtige Vorrichtungsteil
(5) einen Zugang (27) aufweist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, daß der vordere und rückwärtige
Vorrichtungsteil (4, 5) relativ zueinander verfahrbar
sind.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Verstellung der Vorrichtungsteile (4, 5)
gegeneinander mindestens eine, vorzugsweise mehrere
in Umfangsrichtung mit Abstand hintereinander angeordnete
Verstellvorrichtungen (15, 16, 18), vorzugsweise
Hubzylinder, vorgesehen sind.
25. Vorrichtung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verstellvorrichtungen (15, 16, 18)
an mindestens zwei mit Abstand hintereinander angeordneten
Stützträgern (19, 20) befestigt sind.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet,
daß der eine Stützträger (19) im vorderen und der
andere Stützträger (20) im rückwärtigen Vorrichtungsteil
(4 bzw. 5) angeordnet ist.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 26, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützträger (19 bis 21) etwa
U-form haben und aus Stützen (23 bis 25) bestehen, die
an den Seitenwänden (8, 9, 10, 11) und der oberen Wand
(6, 7) des jeweiligen Vorrichtungsteiles (4, 5)
anliegen.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Schutzvorrichtung (2; 2′)
im wesentlichen über die ganze Höhe der Baugrube (3)
erstreckt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873710285 DE3710285C2 (de) | 1987-03-28 | 1987-03-28 | Vorrichtung zum Abtragen von kontaminiertem Erdreich |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873710285 DE3710285C2 (de) | 1987-03-28 | 1987-03-28 | Vorrichtung zum Abtragen von kontaminiertem Erdreich |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3710285A1 DE3710285A1 (de) | 1988-10-06 |
| DE3710285C2 true DE3710285C2 (de) | 1994-03-03 |
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ID=6324228
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873710285 Expired - Fee Related DE3710285C2 (de) | 1987-03-28 | 1987-03-28 | Vorrichtung zum Abtragen von kontaminiertem Erdreich |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3710285C2 (de) |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2437012C3 (de) * | 1974-08-01 | 1979-08-09 | Gewerkschaft Eisenhuette Westfalia, 4670 Luenen | Vorrichtung zum Verlegen eines Rohrstranges in einem Graben, insbesondere in wasserführenden Böden |
-
1987
- 1987-03-28 DE DE19873710285 patent/DE3710285C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3710285A1 (de) | 1988-10-06 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8320 | Willingness to grant licenses declared (paragraph 23) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |