DE3710285C2 - Vorrichtung zum Abtragen von kontaminiertem Erdreich - Google Patents

Vorrichtung zum Abtragen von kontaminiertem Erdreich

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abtragen von kontaminiertem Erdreich nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Üblicherweise wird kontaminiertes Erdreich mit Baggern u. dgl. ausgehoben und anschließend die verbleibende Baugrube mit gereinigtem Erdreich wieder aufgefüllt. Zwischen dem Aushub und dem Auffüllen der Baugrube vergeht relativ lange Zeit, wodurch u.U. erhebliche Emissionen von Schadstoffen aus der Baugrube austreten können. Dies führt zu einer uner­ wünschten Umweltbelastung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der gattungsbildenden Art so auszubilden, daß mit bekannten Abbauwerkzeugen und Trägerfahrzeugen ohne große Umbauten der gesamte Aushubbereich einwandfrei abgedichtet werden kann, um so eine Umweltbelastung zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der gattungsbildenden Art erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen im Anspruch 1 gelöst.
Infolge der erfindungsgemäßen Ausbildung wird zunächst das kontaminierte Erdreich an einer Stelle abgetragen und dann in der dort gebildeten Baugrube eine bekannte, für die jeweilige Bodenart günstigste Abtragvorrichtung vorgesehen, wobei die Baugrube mit der Abtragvorrichtung von der Schutzvorrichtung nach außen gegen die Atmosphäre abgedeckt und abgedichtet ist. Dadurch ist vermieden, daß das die Baugrube begrenzende, kontaminierte Erdreich nach außen Schadstoffe emittieren kann, die zu einer Umweltbelastung und- gefährdung führen könnten. Das kontaminierte Erdreich wird dann dadurch weiter abgetragen, daß mit dem Trägerfahr­ zeug die Abtragvorrichtung gegen die Baugrubenwände vorgetrieben wird, wobei sich auch die Schutzvorrichtung mitbewegt. Gleichzeitig wird an der Rückseite der Schutz­ vorrichtung gereinigtes Erdreich nachgefüllt, so daß die Schutzvorrichtung stets mit beiden Enden an das kontaminierte bzw. gereinigte Erdreich unmittelbar anschließt. Somit ist auch bei stirnseitig offener Ausbildung der Schutzvorrichtung eine sichere Abdichtung erreicht.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand zweier in den Zeich­ nungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 in Seitenansicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung in schematischer Darstellung,
Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 in Draufsicht und
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Darstellung entsprechend Fig. 1.
Die Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2 dient zum Abtragen von kontaminiertem Erdreich und Ersetzen durch gereinigtes Erdreich, wobei Emissionen vermieden werden sollen, die zu einer Umweltbelastung führen könnten.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer (nicht dargestellten) Abtragvorrichtung und einer Fördervorrichtung 1, einem (ebenfalls nicht dargestellten) Trägerfahrzeug und einer Schutzvorrichtung 2. Sie deckt und dichtet eine Baugrube 3 nach außen ab, in der zum weiteren Abtrag von Erdreich die Abtragvorrichtung und das Trägerfahrzeug unterhalb der Schutz­ vorrichtung vorgesehen sind.
Die Abtragvorrichtung und das Trägerfahrzeug sind lediglich in Fig. 3 dargestellt und werden anhand des dort dargestellten weiteren Ausführungsbeispieles näher beschrieben.
Die Schutzvorrichtung 2 besteht aus zwei teleskopartig angeordneten und gegeneinander verschiebbaren Vorrichtungs­ teilen 4 und 5. Sie haben jeweils U-förmigen Querschnitt mit einer oberen Wand 6 , 7 und Seitenwänden 8, 9 bzw. 10, 11. Die Schutzvorrichtung 2 ist in Vorschubrichtung P bzw. in Fortbewegungsrichtung der Abtragvorrichtung und des Trägerfahrzeugs sowohl an ihrem vorderen als auch rückwärtigen Ende 12, 13 offen ausgebildet. Das Ende 12 ist dabei durch das Vorrichtungsteil 4 und das Ende 13 durch das Vorrichtungs­ teil 5 gebildet. Vorzugsweise verläuft das vordere Ende 12 bzw. der das Ende bildende freie Rand des Vorrichtungsteiles 4 schräg zum Boden 14 der Baugrube 3.
Das rückwärtige Ende 44 der linken und rechten Seitenwand 10, 11 des Vorrichtungsteils 5 ist im spitzen Winkel zum Boden 14 der Baugrube 3 abgeschrägt. Die obere Wand 7 des Vorrichtungsteils 5 läßt am rückwärtigen Ende 13 der Schutzvorrichtung eine Öffnung frei. Durch diese wird gereinigtes Erdreich 42 ständig nachgefüllt.
Die Vorrichtungsteile 4, 5 sind über Stellvorrichtungen 15, 16, 18 relativ zueinander verschiebbar, die durch Hubzylinder gebildet sind. Sie sind mit ihren Zylindern an einem Stütz­ träger 19 und mit ihren Kolbenstangen an einem Stützträger 20 befestigt. Die Stützträger 19, 20 liegen mit Abstand hintereinander; der Stützträger 19 ist mit dem Vorrichtungs­ teil 4 und der Stützträger 20 mit dem anderen Vorrichtungsteil 5 verbunden. Es weist minde­ stens einen weiteren Stützträger 21 auf, der in dessen Endbereich angeordnet ist. Die Stützträger 20, 21 haben jeweils etwa gleichen Abstand von den Enden 22 bzw. 13 des Vorrichtungsteiles 5. Der Stützträger 19 liegt etwa in halber Länge des Vorrichtungsteiles 4.
Die Stützträger 19 bis 21 sind vorzugsweise gleich ausge­ bildet. Sie bestehen - wie anhand des Stützkörpers 19 erläutert werden soll - aus drei gleichen U-förmig angeordneten Stützen 23 bis 25. Sie liegen an der oberen Wand 6 und den Seitenwänden 8, 7 des Vorrichtungsteiles 4 an. Über die Stützträger 19 bis 21 wird eine Versteifung der Vorrichtungsteile 4, 5 erreicht, so daß auf die Seiten­ wände wirkende Querkräfte zuverlässig aufgenommen werden können.
Das Vorrichtungsteil 5 weist einen mit einer Leiter 26 versehenen Zugang 27 sowie eine (nicht näher dargestellte) Durchtrittsöffnung 30 auf, durch die die Fördervorrichtung 1 in die Schutzvorrichtung 2 nach innen ragt. Die Fördervorrichtung 1 besteht aus zwei aneinandergrenzenden Förderbändern 28, 29. Das Förderband 29 ragt durch die obere Wand 6 des Vorrichtungsteils 5 nach außen. Das Förderband 28 verläuft dicht oberhalb des Baugrubenbodens 14 etwa von dem vorderen Stützträger 19 aus und anschließend schräg nach oben bis oberhalb des rückwärtigen Stützträgers 21. Das Förderband 29 fördert das kontaminierte Erdreich quer zur Schutz­ vorrichtung in ein Transportfahrzeug 31, das vorzugsweise wiederum nach außen geschlossen ausgebildet ist, um Emissionen des abgetragenen, kontaminierten Erdreiches in die Atmosphäre zu verhindern.
Am vorderen Vorrichtungsteil 4 ist ein als Messerschild 32 ausgebildetes Schneidwerkzeug angeordnet, das relativ zum Vorrichtungsteil 4 bewegbar ist. Das Messerschild 32 besteht vorzugsweise aus einer Vielzahl von Lamellen 32a und 32b, die unmittelbar aneinander anschließen, so daß sie im wesentlichen geschlossene Wände des Messerschildes 32 bilden. Das Messerschild erstreckt sich über die Wänd 6 bis 8 des Vorrichtungsteils 4 und hat im wesentlichen gleichen U-förmigen Querschnitt wie der Vorrichtungsteil 4. Das Messerschild kann auch so ausgebildet sein, daß nur eine oder zwei seiner Wände durch die Lamellen gebildet sind. Das Messerschild kann aber auch einteilig mit geschlossenen Wänden ausgebildet sein und auch beispiels­ weise zylindrischen, quadratischen oder ähnlichen geschlossenen Querschnitt haben.
Die Messerschildlamellen 32a verlaufen parallel zu den Seitenwänden 8, 9 des Vorrichtungsteiles 4. Von den Lamellen 32a sind nur die zur Seitenwand 8 parallelen Lamellen dargestellt. Sie haben jeweils gleiche Trapezform, und ihre Schmalseiten 33, 34 liegen unter einem spitzen Winkel zum Boden 14 der Baugrube 3. Die Lamellen 32a ragen mit ihren in Vorschubrichtung P rückwärtigen Rändern 34 in das Vorrichtungsteil 4. Die Lamellen 32b liegen auf der oberen Wand 6 des Vorrichtungsteiles 4. Sie können aber auch teilweise unterhalb der oberen Wand 6 liegen. Sie sind etwa doppelt so lang wie die Lamellen 32a und haben rechteckige Form mit einem abgeschrägten vorderen Rand 35. Sie liegen vorzugsweise auf gleicher Höhe wie die Ränder 33 der oberen Lamellen 32a. Die Ränder 33, 35 bilden eine gemeinsame Schnittkante des Messerschildes 32. Die Lamellen 32b ragen etwa mit ihrer vorderen Hälfte etwa gleich weit wie die Lamellen 32a über das Vorrichtungsteil 4 vor.
Jede Lamelle ist für sich in und entgegen Vorschubrichtung P verschiebbar angeordnet. Die Lamellen sind hierzu über jeweils ein Stellglied, vorzugsweise ein Hubglied 36, 37, an der Armseite des Vorrichtungsteils 4 befestigt. Die Stellglieder 36, 37 greifen mit ihren Kolbenstangen 36a bzw. 37a an den rückwärtigen Rändern 34 der Lamellen 32 bzw. an Laschen 38 an, die an der Unterseite der Lamellen 32b befestigt sind. Mit ihren Zylindern 39, 40 sind die Stellglieder am vorderen Stützträger 19 bzw. der zugehörigen Stütze 24, 25 bzw. 23 befestigt. Über das Messerschild 32 bzw. dessen Lamellen 32a, 32b läßt sich auf einfache Weise eine sehr gute Anpassung der Schutzvorrichtung 2 an den Abbruch- bzw. Ausbruchquerschnitt des abgetragenen Erdreiches erreichen. Anstelle des Messerschildes kann als Schneidvorrichtung auch nur der Rand bzw. das vordere Ende 12 des Schutzvorrichtung 2 schneidenartig ausgebildet sein. In diesem Fall ist die Schneidvorrichtung einstückig mit der Schutzvorrichtung 2 bzw. dem Vorrichtungsteil 4 ausgebildet.
Beim Vorschub der Abbauvorrichtung wird die Schutzvorrichtung 2 in gleichem Maße mit in Richtung P vorgetrieben. Hierbei wird zunächst das Messerschild 32 mit den Lamellen 32a, 32b über die Stellglieder 36, 37 vorgetrieben, bis sie in das kontaminierte, abzutragende Erdreich 42 ragen, so daß nach außen kein Spalt offen ist, über den Emissionen nach außen gelangen können. Dann wird nach einem gewissen Abbau die Schutzvorrichtung 2 vorwärts bewegt, indem durch Ausfahren der Kolbenstangen der Stellvorrichtungen 15, 16, 18 das Vorrichtungsteil 4 vorgeschoben wird. Durch Einfahren der Kolbenstangen kann das rückwärtige Vorrichtungsteil 5 so weit nachgezogen werden, daß stets ein rückwärtiges Ende 13 vom gereinigten Erdreich 42 abgedeckt ist und dadurch keine Emissionen in die Atmosphäre gelangen können. Hierbei wird gleichzeitig gereinigtes Erdreich 42 von hinten in die Baugrube 3 nachgefüllt, das unter einem Schüttwinkel nach unten rutscht, wobei das gereinigte Erdreich in Verbindung mit der Schutzvorrichtung eine Abdeckung nach außen gewährleistet.
Wie insbesondere die Fig. 1 und 2 zeigen, ist die mobile, tunnelartige Schutzvorrichtung 2 so in der Baugrube 3 angeordnet, daß ihre oberen Wände 6, 7 etwa in einer Ebene mit der Oberseite 43 des abzutragenden Erdreiches 41 liegen. Dadurch ist der gesamte Bereich der Baugrube einwandfrei nach außen abgedeckt. Der gereinigte Boden 42 wird so angefügt, daß die Seitenbereiche 44 der Schutzvorrichtung 2 dicht aufgefüllt sind.
Die Schutzvorrichtung 2 kann dann wieder weiter nach vorne bewegt werden.
Mit der Schutzvorrichtung 2 sind die frei liegenden Wände der Baugrube 3 einwandfrei abgedichtet und abgestützt. Die Schutzvorrichtung hat außerdem den Vorteil, daß in ihr normale, übliche Abbauvorrichtungen, wie Bagger, Radlader u. dgl. verwendet werden können, die beim Abbau gegen den Erdvorstand vorgefahren werden. Dadurch sind keine Umbauten an dieser Vorrichtung notwendig, um eine Abkapselung und Abdichtung zu gewährleisten. Die Schutzvorrichtung 2 ist zudem infolge ihrer einfachen Bauweise als zusammengesetzter Tunnelbaukasten einfach herzustellen.
Die Schutzvorrichtung 2 weist ferner (nicht dargestellte) abgedichtete Durchtrittsöffnungen für (ebenfalls nicht dargestellte) nach außen verlegte Vor- und Entsorgungs­ leitungen, wie Zuleitungen für Strom, Abgasleitungen bei­ spielsweise für dieselbetriebene Trägerfahrzeuge, Stromleitungen für die verwendete Hydraulik, auf.
Schließlich können die Wände der Baugrube 3 auch noch über die Schutzvorrichtung 2 abgestützt werden, da sie mit ihren Seitenwänden unmittelbar an den Grubenwänden anliegt und durch die Stützträger 19 bis 21 versteift ist. Durch diese Abstützung können die Seitenwände der Baugrube 3 senkrecht ausgehoben werden, so daß im Vergleich zu den sonst üblichen schrägen Wänden eine wesentlich kleinere Fläche vorhanden ist, über die weniger Schadstoffe abgegeben werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 besteht die Schutzvor­ richtung 2 nur aus einem tunnelartigen Teil, das weitgehend den Vorrichtungsteilen 4 und 5 nach Fig. 1 und 2 entspricht.
Zur Abdichtung der Vorderseite der Schutzvorrichtung 2′ ist wiederum ein Messerschild 32′ vorgesehen, das aus Lamellen 32a′ , 32b′ besteht. Sie sind gleich ausgebildet wie die Lamellen 32a und 32b nach den Fig. 1 und 2.
Zum Verstellen der Lamellen sind Stellzylinder 36′, 37′ vor­ gesehen, die gleich ausgebildet sind wie die Hubzylinder 36, 37 des zuvor beschriebenen Ausführungsbeispieles.
In Fig. 3 ist die Abbauvorrichtung 45 dargestellt. Sie weist am vorderen Ende einen Fräskopf 46 auf und ist an das Trägerfahrzeug 47 angeschlossen. Der Fräskopf 46 ist am freien Ende eines Tragarmes 48 drehbar gelagert, der um eine vertikale und eine horizontale Achse 49, 50 schwenkbar auf dem Trägerfahrzeug 47 angeordnet ist. Das Trägerfahrzeug und die Abtrag- und Fördervorrichtungen liegen abgedeckt und abgekapselt innerhalb der Schutzvorrichtung 2′. Auch bei dieser Ausführungsform wird eine einwandfreie Abdichtung des belasteten Erdreiches gewährleistet. Die Schutzvor­ richtung 2′ ist an der Rückseite von gereinigtem Erdreich abgedeckt und an den Seiten geschlossen ausgebildet und ragt mit ihrem Messerschild 32′ dichtend in das Erdreich. Sie fährt, wie beim Ausführungsbeispiels nach den Fig. 1 und 2, so in der Baugrube, daß die obere Wand 6′ auf gleicher Höhe wie die Oberseite des Erdreiches liegt. Über die Fördervorrichtung 1′ wird das abgetragene Erdreich nach außen transportiert und dort beispielsweise mit einem Transportfahrzeug einer Mülldeponie o.dgl. zugeführt. Beim Vorschub der Schutzvorrichtung 2′ schneidet der Messer­ schild 32′ in das Erdreich ein. Dann werden die Stellvor­ richtungen 36′, 37′ wieder eingefahren, wobei infolge der Verankerung des Messerschildes 32′ im Erdreich die Schutz­ vorrichtung 2′ nachgezogen wird. Gleichzeitig wird, wie zuvor beschrieben, gereinigtes Erdreich in die Baugrube nachgefüllt, um eine Emission von Schadstoffen über frei liegende Baugrubenwände zu vermeiden.

Claims (28)

1. Vorrichtung zum Abtragen von kontaminiertem Erdreich mit einem Trägerfahrzeug und einer Abtragvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtragvorrichtung (45) und/oder das Trägerfahrzeug (47) in einer Schutzvorrichtung (2; 2′) untergebracht ist, die eine Baugrube (3) nach außen abdichtet und daß an dem in Fortbewegungsrichtung (P) vorderen Ende (12) der Schutzvorrichtung (2; 2′) mindestens eine Schneid­ vorrichtung (32; 32′) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung (2; 2′) kastenartig ausgebildet ist und mit ihrem in Fortbewegungsrichtung (P) der Zugmaschine (47) vorderen oder rückwärtigen Ende (12; 13) in einander gegenüberliegende Wände der Baugrube (3) dichtend ragt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung (32; 32′) ein am vorderen Ende (12) der Schutzvorrichtung (2; 2′) angeordnetes, gesondertes Vorrichtungsteil ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtragvorrichtung (45) mindestens ein Schneid- und/oder Fräswerkzeug (46) ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung (32; 32′) durch mindestens ein Messerschild gebildet ist, das an dem in Fortbewegungs­ richtung (P) des Trägerfahrzeugs (47) vorderen Ende (12) der Schutzvorrichtung (2; 2′) axial verfahrbar angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung (32; 32′) aus mehreren Lamellen (32a, 32b; 32a′ 32b′) besteht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Lamellen (32a, 32b; 32a′, 32b′) über die ganze Höhe der Seiten- und/oder über die ganze Breite der oberen Wand (6; 6′) der Schutzvorrichtung (2; 2′) erstrecken.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die an gleichen Vorrichtungsseiten (6, 8, 9) vorgesehenen Messerschildlamellen (32a, 32b; 32a′, 32b′) parallel und vorzugsweise dichtend nebeneinander liegen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerschildlamellen (32a, 32b; 32a′, 32b′) mit mindestens einer, vorzugsweise mehreren Stelleinrichtungen (36, 37; 36′, 37′), von denen jeweils eine einer Lamelle zugeordnet ist, verstellbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Stelleinrichtungen (36, 37; 36′, 37′) an der Schutzvorrichtung (2; 2′) und/oder Stützträgern (19) angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stelleinrichtungen (36, 37; 36′, 37′) Hubzylinder sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtragvorrichtung (45) ein Fräswerkzeug (46) aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerfahrzeug (47) inner­ halb der Schutzvorrichtung (2; 2′) verfahrbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung (2; 2′) bodenseitig offen ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung (2; 2′) vertikale Seitenwände (8, 9; 10, 11) hat.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung (2, 2′) eine, vorzugsweise abgedichtete Durchtrittsöffnung (30) für eine Fördervorrichtung (1; 1′) für das abgetragene Erd­ reich (41) aufweist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das rückwärtige Ende (13) der Schutzvorrichtung (2) in gereinigtes und in die Baugrube (3) nachgefülltes Erdreich (42) ragt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung (2) aus mindestens zwei teleskopartig miteinander verbundenen Vorrichtungsteilen (4, 5) besteht.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnung für die Fördervorrichtung (1) im rückwärtigen Vorrich­ tungsteil (5) vorgesehen ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (1; 1′) ein Förderband (28, 29) und/oder -kette und/oder eine Förderleitung ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (1) im Bereich außerhalb der Baugrube (3) in ein Transportfahrzeug (31), vorzugsweise mit gekapselter Ladefläche, mündet.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der rückwärtige Vorrichtungsteil (5) einen Zugang (27) aufweist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere und rückwärtige Vorrichtungsteil (4, 5) relativ zueinander verfahrbar sind.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstellung der Vorrichtungsteile (4, 5) gegeneinander mindestens eine, vorzugsweise mehrere in Umfangsrichtung mit Abstand hintereinander angeordnete Verstellvorrichtungen (15, 16, 18), vorzugsweise Hubzylinder, vorgesehen sind.
25. Vorrichtung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellvorrichtungen (15, 16, 18) an mindestens zwei mit Abstand hintereinander angeordneten Stützträgern (19, 20) befestigt sind.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Stützträger (19) im vorderen und der andere Stützträger (20) im rückwärtigen Vorrichtungsteil (4 bzw. 5) angeordnet ist.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützträger (19 bis 21) etwa U-form haben und aus Stützen (23 bis 25) bestehen, die an den Seitenwänden (8, 9, 10, 11) und der oberen Wand (6, 7) des jeweiligen Vorrichtungsteiles (4, 5) anliegen.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Schutzvorrichtung (2; 2′) im wesentlichen über die ganze Höhe der Baugrube (3) erstreckt.
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