DE3701037C2 - Elektromagnetische Abschirmung für eine Transformatoreinheit - Google Patents
Elektromagnetische Abschirmung für eine TransformatoreinheitInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektromagnetische Abschirmung für
eine Transformatoreinheit mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Patentanspruchs 1.
Eine derartige elektromagnetische Abschirmung
ist beispielsweise aus der US 4 460 884 bekannt. Die hier offenbarte
um einen Kernquerschnitt gewickelte Abschirmwicklung ist als
Kurzschlußwindung ausgebildet.
Elektromagnetische Abschirmungen sind für Transformatoreinheiten, beispielsweise
einen Transformator, eine Drosselspule oder einen
Stromtransformator vorgesehen, um den Betrieb der Einheit mit
hoher Genauigkeit zu ermöglichen, indem jede Beeinflussung
durch einen externen Magnetfluß verhindert wird.
Fig. 1 ist eine Querschnittsansicht eines Stromtransformators
55 mit einer üblichen elektromagnetischen Abschirmung
53 gemäß dem offengelegten japanischen Gebrauchsmuster
58-124931.
Es wird auf Fig. 1 Bezug genommen, gemäß welcher der
Stromtransformator 55 zwei ringförmige Magnetkerne
48, 49 mit jeweils darauf aufgebrachten Wicklungen
50, 51 aufweist. Die elektromagnetische Abschirmung
53, die aus elektrischen Leitern besteht, umgibt die
Magnetkerne 48, 49 und die Wicklungen 50, 51 und
ist von diesen durch einen Isolator 52 getrennt. Ein weiterer
Isolator 54 ist außen an der elektromagnetischen
Abschirmung 53 angebracht, damit zu verhindern ist, daß die
Abschirmung 53 als ein aus einer Windung bestehender
Kurzschluß wirkt, der mit den Hauptflußwegen in den
Magnetkernen 48, 49 gekoppelt ist. Die elektromagnetische
Abschirmung 53 ist aus einem Harz geformt, das
elektrisch leitendes Kupfer oder Aluminiumpulver enthält
oder besteht aus einer Leiterplatte aus Kupfer oder
Aluminium.
In dem Stromtransformator 55, der wie vorausgehend
beschrieben aufgebaut ist, beeinträchtigt die
elektromagnetische Abschirmung 53 nicht den Hauptfluß
in den Magnetkernen 48, 49. Wenn ein externer
Magnetfluß auf den Stromtransformator 55 einwirkt,
so gestattet die elektromagnetische Abschirmung 53
die Ausbildung von in ihr fließenden Wirbelströmen, die
ein magnetisches Feld erzeugen, das entgegengesetzt
zum externen Magnetfluß gerichtet ist und jegliche
Einwirkung des externen Magnetflusses auf die Wicklungen
50, 51 verhindert.
Infolgedessen können Strommessungen mit ausreichender
Genauigkeit erfolgen, ohne daß sie durch externe Magnetflüsse in
einem derartigen Stromtransformator beeinträchtigt
werden.
Bei einer derartigen üblichen elektromagnetischen Abschirmung
sind gewisse Nachteile vorhanden. Wird für die
elektromagnetische Abschirmung 53 ein Harzformteil verwendet,
das elektrisch leitendes Pulver enthält, so verringert sich die
Wirksamkeit der Abschirmung bei höheren Frequenzbereichen wegen
des spezifischen Widerstandes des Harzes. Besteht die
Abschirmung 53 aus einer Kupferplatte oder einer
Aluminiumplatte, so ist die Herstellung derselben schwierig und
kostspielig, da sie getrennte Gußtypen für jede Art einer
elektromagnetischen Abschirmung unter Verwendung von
Spezialwerkzeugen erfordert.
Aus der DD-WP 143 399 ist eine Spule für elektrische Apparate
bekannt, bei welcher der Leiter mit Isolierstoff umgossen ist,
auf dem eine Umhüllung aus einem Leiter oder Halbleiter
angebracht ist. Darin sind die Windungsenden der Windungen der
Umhüllung paarweise so miteinander verschaltet, daß sich die in
den Windungen induzierten Spannungen gegenseitig aufheben.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
verbesserte elektromagnetische Abschirmung zu schaffen, die
kostengünstig und einfach herzustellen ist und eine
ausreichende Schutzwirkung aufweist.
Die oben genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die
eingangs definierte elektromagnetische Abschirmung mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind den Unteransprüchen zu
entnehmen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt eines
Stromtransformators mit einer
üblichen elektromagnetischen
Abschirmung,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht
eines Stromtransformators mit
einer elektromagnetischen
Abschirmung entsprechend einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung,
Fig. 3 einen radialen Schnitt eines
Teils des Stromtransformators
nach Fig. 2,
Fig. 4 eine Ersatzschaltung zur
Erläuterung des Betriebes der
Abschirmspulen nach Fig. 2,
Fig. 5 einen Grundriß eines Stromtransformators
mit einem rechteckförmig
ausgebildeten Kern gemäß einer
weiteren Ausführungsform der
Erfindung,
Fig. 6 einen Grundriß eines
Einphasen-Transformatorkerns mit
einer elektromagnetischen
Abschirmung gemäß einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 7 eine Ersatzschaltung für den
Transformator nach Fig. 6,
Fig. 8 eine perspektivische Ansicht
eines Gleichstromtransformators
mit einer elektromagnetischen
Abschirmung gemäß einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 9 eine Ersatzschaltung des
Stromtransformators nach Fig. 8,
Fig. 10 eine perspektivische Ansicht
eines Gleichstromtransformators
mit einer elektromagnetischen
Abschirmung, die sich von jener
nach Fig. 9 unterscheidet, und
Fig. 11 eine Ersatzschaltung des
Stromtransformators gemäß
Fig. 10.
Es wird nunmehr auf bevorzugte Ausführungsformen Bezug
genommen.
Fig. 2 stellt einen Stromtransformator 1 mit einer
elektromagnetischen Abschirmung gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung dar, und Fig. 3 ist eine radiale
Querschnittsdarstellung des Stromtransformators nach
Fig. 2. Eine Sekundärwicklung 10 des Stromtransformators
1 ist gleichmäßig auf einem ringförmigen Kern 11
aufgewickelt, in dem der magnetische Hauptfluß (Φ M) des
Stromtransformators 1 fließt. Sechs Abschirmspulen
2-7 sind auf dem Umfang der Sekundärwicklung 10 im
umfangsseitigen Abstand voneinander angeordnet. Die
Enden S1-S6 mit Pluspolarität der Abschirmspulen
2-7 sind miteinander über einen eine Schleife bildenden
Leitungsdraht 9 verbunden und die Enden F1-F6 mit
Minuspolarität der Abschirmspulen sind miteinander über
einen eine zweite Schleife bildenden Leitungsdraht
8 verbunden.
Es werden nunmehr die Vorgänge erläutert, wenn externe
Magnetflüsse über die vorausgehend erläuterte
elektromagnetische Abschirmung auf den Stromtransformator
1 einwirken. Fig. 4 zeigt eine Ersatzschaltung. Der
Hauptfluß Φ M ist mit allen Abschirmspulen 2-7
gekoppelt und induziert die gleichen Spannungen in jeder
der Abschirmspulen 2-7, so daß der Hauptfluß Φ M
keine Ströme in den Abschirmspulen 2-7 erzeugt. Kommen
jedoch beispielsweise externe Magnetflüsse Φ₁, Φ₂ zur
Einwirkung, so sind sie mit den jeweiligen Abschirmspulen
gekoppelt und induzieren in diesen eine Spannung, so daß
ein Strom i in einem geschlossenen Kreis fließt, der
aus den Abschirmspulen 2, 3 besteht, bedingt durch die
Spannungsdifferenz zwischen der Abschirmspule 2 und
der Abschirmspule 3. Dieser Strom (i) erzeugt einen
Fluß, der den externen Flüssen Φ₁, Φ₂ entgegengesetzt
ist. Dabei kann der Stromtransformator 1 ohne
Beeinträchtigung von externen Flüssen betrieben werden,
die bei seinem Betrieb Fehler erzeugen, d.h. die
Abschirmspulen 2-7 liefern einen elektromagnetischen
Abschirmeffekt für den Stromtransformator 1.
Fig. 5 stellt einen Stromtransformator 56 mit einem
rechteckförmig ausgebildeten Kern 12 gemäß einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung dar. Acht
Abschirmspulen 13-20 sind an den Seiten des Kerns 12
aufgewickelt und ihre Anfangsenden sind miteinander
mittels eines eine Schleife bildenden Leitungsdrahtes
21 verbunden, während ihre Schlußenden miteinander
über einen weiteren, eine Schleife bildenden Leitungsdraht
22 verbunden sind.
Fig. 6 stellt einen mit Kern ausgestatteten
Einphasentransformator 57 mit einer elektromagnetischen
Abschirmung entsprechend einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung dar. Transformatorwicklungen 24, 25 sind
jeweils auf parallelen Schenkelabschnitten des Kerns
23 aufgewickelt. In diesem Falle besteht die
elektromagnetische Abschirmung aus Abschirmspulen 26,
27, die am Umfang der Transformatorwicklungen 24, 25
aufgewickelt sind, sowie Abschirmspulen 28, 29, die
auf den Jochabschnitten des Kerns 23 aufgewickelt sind.
Beide Enden der Abschirmspulen S, F sind miteinander
durch jeweilige Schleifen bildende Leitungsdrähte 30,
31, wie bei den vorausgehenden Ausführungsformen,
verbunden.
Fig. 7 stellt eine Ersatzschaltung des Transformators
nach Fig. 6 dar und zeigt die Beziehung zwischen seiner
Primärwicklung 32 mit Anschlüssen U, V, seiner Sekundärwicklung 33 mit Anschlüssen u, v und
den Abschirmspulen 20-29.
Fig. 8 stellt einen Gleichstromtransformator 32 mit einer
elektromagnetischen Abschirmung gemäß einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung dar. Der
Gleichstromtransformator 32 hat zwei Wicklungen 33, 34,
die jeweils auf Ringkernen aufgewickelt sind, durch
welche sich ein Primärleiter 35 mit Enden K, L erstreckt. Die
Wicklungen 33, 34 werden durch Leitungen 37, 38
gespeist. Ein Meßstrom fließt aus den Wicklungsenden
(k, l). Abschirmspulen 36 sind am Umfang jeder
Wicklung in umfangsseitigem Abstand voneinander aufgebracht.
Fig. 9 zeigt eine Ersatzschaltung des Gleichstromtransformators
nach Fig. 8.
Fig. 10 stellt ebenfalls einen Gleichstromtransformator
39 dar, der den gleichen Aufbau wie der Stromtransformator
nach Fig. 8 hat, mit der Maßgabe, daß die
Abschirmspulen 42-47 am Umfang der Seite an Seite
liegenden Wicklungen 40, 41 aufgebracht sind.
Fig. 11 zeigt eine Ersatzschaltung des Gleichstromtransformators
nach Fig. 10.
Claims (5)
1. Elektromagnetische Abschirmung für eine Transformatoreinheit
(32, 39, 55-57) mit einem Magnetkern (11, 12, 23,
48, 49), der einen geschlossenen magnetischen Kreis für
den durch die Transformatoreinheit (32, 39, 55-57)
fließenden magnetischen Fluß (ΦM) bildet, mit wenigstens
einer Abschirmspule, die über den Kernquerschnitt
gewickelt ist;
gekennzeichnet durch:
- a) eine Vielzahl von Abschirmspulen (2-7), deren zugehörige jeweils positiv und negativ bezeichnete Anschlüsse (S1 . . . S6; F1 . . . F6) nicht miteinander verbunden sind, die jeweils im gleichen Wickelsinn und voneinander beabstandet entlang des Umfangs des Magnetkerns (11, 12, 23, 48, 49) aufgewickelt sind;
- b) einen ersten Kurzschlußkreis (9) zum Zusammenschließen aller positiver Anschlüsse (S1 . . . S6); und
- c) einen zweiten Kurzschlußkreis (8) zum Zusammenschließen aller negativen Anschlüsse (F1 . . . F6).
2. Elektromagnetische Abschirmung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmspulen (26, 27,
28, 29) jeweils am Umfang der Wicklungen und der
Jochabschnitte des Magnetkerns aufgewickelt sind.
3. Elektromagnetische Abschirmung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Transformatoreinheit als
Gleichstrom-Meßtransformator (32) ausgebildet ist, der
zwei eine Schleife bildende Magnetkerne aufweist, die
mittels eines primären Leiters (35) induktiv gekoppelt
sind, und daß die zugehörigen Sekundärwicklungen (33, 34)
einzeln auf die Magnetkerne aufgewickelt sind.
4. Elektromagnetische Abschirmung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmspulen zwei
Spulengruppen bilden, wovon eine Gruppe auf dem einen der
Magnetkerne und die andere Gruppe auf dem anderen der
Magnetkerne aufgewickelt ist.
5. Elektromagnetische Abschirmung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kerne seitlich aneinander
anliegen und die Abschirmspulen um beide Kerne zugleich
gewickelt sind.
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