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Verbrennungskraftturbine tnit Hilfsflüssigkeit. Für, diese Anmeldung
ist gemäß dem Unionsvertrage vom a. Juni rgr r die Priorität auf Grund der Anmeldung,
in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 7. Oktober rgr8 beansprucht. Die Erfindung
betrifft Verbrenntingskrafttürbinen, bei welchen der Verbrennungsraum durch einen
Flüssigkeitsring gebildet und das Gasgemisch durch die Hohlwelle des Läufers eingeführt
wird. Gemäß der Erfindung sind zwei Gehäuse mit j e einer Hohlwelle, die Schaufeln
besitzt, vorgesehen, und die Gehäuse sind durch Kanäle miteinander verbunden. Die
Flüssigkeit, welche als Treibmittel der Maschine dient, füllt ein Gehäuse nicht
ganz aus, so daß bei Drehung des Läufers in dem Gehäuse, in dem sich die Flüssigkeit
befindet, ein kleiner" Hohlraum in der Mitte entsteht, in dem, das Gasgemisch sich
befindet.-Die Verbindungskanäle werden durch Ventile abwechselnd geschlossen und
geöffnet. Durch die Explosion des Gasgemisches wird die Flüssigkeit in das nächste
Gehäuse getrieben, in welchem sie in tangentialer Richtung auf die dort umlaufenden
Schaufeln auftrifft und dadurch den Antrieb vermittelt. Zu gleicher Zeit wird in
dieses Gehäuse,- in -das die Flüssigkeit einströmt, Gas eingeleitet, welches durch
die einströmende Flüssigkeit verdichtet und später entzündet wird, um die Flüssigkeit
durch den andren Verbindungskanal in
das erste Gehäuse zurückzupressen
und dort das Schaufelrad anzutreiben. Die Arbeit der Hohlwelle wird mittels Zahnräder
auf die Hauptwelle der Maschine übertragen, wobei eine ununterbrochene Drehung der
und ein gleichmäßiger Antrie'.) der Hauptwelle erzielt wird. Die Verbrennungsgase
entweichen aus jedem Gehäuse, nachdem die Flüssigkeit herausgepreßt worden ist,
wobei die Drebung der Schaufeln für das Herausdrängen der Gase förderlich ist.
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Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt.
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Abb. i zeigt einen Grundriß der gemäß der Erfindung hergestellten
Kraftmaschine.
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Abb. 2 ist ein vergrößerter Schnitt nach 2-2 der Abb. i.
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Abb. 3 ist eine Endansicht, wobei Teile weggebrochen sind, um die
innere Anordnung bloßzulegen.
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Abb. 4. ist eine Schnittansicht der Ventile, wobei der Schnitt nach
der Linie 4-4 der Abb. 3 genommen ist.
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Abb. 5 --ist eine Ansicht der Ventilsteuerscheibe.
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Abb. 6, 7 und 8 sind Längsschnitte durch die Ventilräume zur Darstellung
der Ventile in drei verschiedenen Stellungen.
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Abb. 9 bis 14. sind schematische Schnittansichten zur Erläuterung
der Arbeitsvorgänge, und Abb. 15 ist eine Ausführungsform der Anordnung der Motoren.
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In der Abb. 9 ist das Gehäuse R teilweise mit Flüssigkeit gefüllt,
während die Flüssigkeit durch Drehung der Schaufeln 15 einen mittleren Raum 16 erzeugt,
in den ein entzündbares, unlösliches Gas eingeführt wird. Der bei A gezeigte Schieber
öffnet die Verbindungsleitung zwischen .den Gehäusen R und L und das Gemisch wird
durch einen elektrischen Funken entzündet. Da der Schieber bei B geschlossen ist,
wird die Flüssigkeit durch das sich ausdehnende Gas im Raum 16 aus dein Gehäuse
R durch die Verbindungsleitung am Schieber A vorbei in das Gehäuse L gedrängt. Die
in das Gehäuse L eintretende Flüssigkeit beaufschlagt .die Schaufeln 15 tangential.
Ehe die Flüssigkeit in das Gehäuse I_ eindringt, wird eine Ladung von entzündbarem,
unlöslichen Gas dort eingeführt, so, daß die Flüssigkeit das Gas auf den kleinen
Raum 17 (Abb. 1o) verdichtet. Hierauf verschließt der Schieber A die Leitung in
das Gehäuse L und öffnet den Auslaß für das Gehäuse R nach außen, wie in Abb. io
dargestellt ist, so daß die Verbrennungsgase aus dem Gehäuse L entweichen können,
während die Flüssigkeit im Gehäuse L .die dort befindlichen Schaufeln 15 in Drehung
hält. Die Schaufeln 15 im Gehäuse L drehen sich noch, nachdem die Flüssigkeit vollständig
entleert wurde, wodurch die Verbrennungsgase durch die Schaufeln in Umdrehung versetzt
und die Gase durch die Leitung und zur Atmosphäre am Schieber A vorbei ausgetrieben
werden. Der Schieber A schließt dann beide Gehäuse ab, wie in Abb. i i gezeigt ist,
wo die Schieber A und B die Verbindungsleitungen vollständig abschließen. Hierauf
wird eine Ladung von entzündbarem, imilöslichem Gas in das Gehäuse R eingeführt.
Der Schieber B gelangt dann in die Off enstellung und das verdichtete Gas
im Raum 17 und des Gehäuses L wird durch einen elektrischen Funken zur Entzündung
gebracht, wodurch die Flüssigkeit durch die Verbindungsleitung am Schieber B vorbei
in das Gehäuse R gedrängt -wird, wie in Abb. 12 dargestellt ist. Die Flüssigkeit
dringt in das Gehäuse R tangential ein und beaufschlagt die Schaufeln 15. Es spielt
sich derselbe Vorgang wie zuvor in der Kammer L ab.
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Da Dampf in der Vorrichtung erzeugt und mit den Abgasen entfernt wird,
muß man die Flüssigkeit von Zeit zu Zeit nachfüllen. Dies wird in dem vorliegenden
Falle dadurch ausgeführt, daß der Auspuff' in einen Kondensator zur Verdichtung
des Dampfes geleitet wird, aus welchem der verdichtete Dampf als heiße Flüssigkeit
in die Gehäuse zurückgeleitet wird. Die Verdichtung des Dampfes erzeugt einen teilweisen
Unterdruck, der zur Entfernung der Abgase nötig ist. Die Gehäuse R und L können
seitlich voneinander angeordnet sein, wie in Abb 9 bis 14 dargestellt ist und die
Wellen der Läufer können miteinander verbunden sein. Die Gehäuse können fernerhin
sich in Achsdeckung befinden und die Verbindungsleitungen zwischen ihnen können
gebogen sein, um den Betriebsanforderungen zu .genügen, wie in Abb. iS angedeutet
ist.
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Eine Ausführungsform ist in den Zeichnungen dargestellt, in welcher
die Gehäuse R und L aus den Hälften Rl und R2 -und L' und L2 bestehen, wobei
die Hälften durch mit Bolzen verbundeneFlanschen ausgestattet sind, wie aus Abb.
2 hervorgeht. Eine Hohlwelle 18 ist in den Naben der -Gehäuse drehbar gelagert und
Kugellager i9 an der Welle nehmen die Drücke auf, die durch. die Gase in den Ge-,häusen
verursacht werden. Die Hohlwellen 18 der Gehäuse R und ,L stehen durch Zahnräder
2o und 21 miteinander in Verbindung, so daß die beiden Wellen 18 gleichlaufend angetrieben
werden. Auf jeder Hohlwelle 18 in den Gehäusen R und L ist ein Rahmen angeordnet,
der a!us der Nabe 22 und einer aus .einer Reihe von strahlenförmig angeordneten
parallelen Armpaaren 23 besteht, an deren Enden eine Schaufel angeordnet ist. Die
Nabe 22 und die Hohlwelle 18 -sind mit Öffnungen 2,4 ausgestattet,
um
eine Verbindung nach dem Innenraum des zugehörigen Gehäuses herzustellen, wie in
Abb. 2 gezeigt ist. Ein Einlaßventil 25 ist an einem Ende der Hohlwelle z 8 angeordnet,
und dieses Ende steht in Verbindung mit einer Muffe 26, und diese Muffen stehlen
durch einen Verteiler mit einem Vergaser in Verbindung. In der Hohlwelle 18, gegenüber
dem Einlaßventä 25, ist eine Zündkerze 27 vonniederer Spannung vorgesehen, wie aus
Abb. 2 hervorgeht. Die Zündkerze ist fest in einer Hülse 28 angeordnet, die in der
Längsrichtung verschiebbar -und drehbar in der Hohlwelle vorgesehen ist.
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Die Hülse 28 ist in der Nabe einer Haube 29 befestigt, die auf das
Ende der Hohlwelle 18 aufgeschraubt ist, -tvodttrch bei Drehung der Haube 29 die
Hülse 28 in der Längsrichtung in der Hohlwelle 18 verschoben wird. Die Verschiebung
wird zum Abschließen der Öffnungen 24 durch das zugekehrte Ende. der Hülse 2$ bewirkt,
wenn der Motor sich nicht in Betrieb befindet, um so Feuchtigkeit von der Zündkerze
27 fernzuhalten. Die Haube 29 weist eine isolierende Buchse 30 auf und die
Klemme 31 der Zündkerze durchsetzt die Haube durch diese Buchse; sie steht mit einem
federnden Leiter 32 in Eingriff, der 'an der Klemmgchraube 33 befestigt ist. Die
Zündkerze wird durch die Maschine in der üblichen Weise geerdet. Jedes der .Gehäuse
R und List mit Leitungen 34, 35 ausgestattet (Abb. 3), von denen die ersteren den
-Leitungen B und die letzteren den Leitungen A der Abb. 9 bis 14 entsprechen. Zwischen
den Flanschen dieser Leitungen sirnd Schieber 36 angeordnet und die Schieberräume
sind durch' einen Steg 37 verbunden, der ein Lager 38 für die Welle 39 bildet, auf
welcher das Zahnrad 21 angeordnet ist. Die mit A und B in den Abb.
9 bis 14 bezeichneten Schieber befinden sich in den Schieberräutnen 36 und jeder
Schieber bestehlt aus einem zylindrischen Teil 37, der eine Querbohrung 38
enthält und aus einem Ansatz 3g', wie aus Abb. 6 bis 8 hervorgeht. Die Bohrung 38
kann eine Verbindung zwischen den Leitungen 34, 35 herstellen (Abb.6) -und wie aus
Abb.3 hervorgeht, in welcher der eine Schieberraum im Schnitt dargestellt ist, kann
.der Zylinderteil 37 .die Leitengen 34,35 (Abb. 7) abschließen, während der Teil
39 nur eine der Leitungen 34 beziehungsweise 35 abschließt, um die andere Leitung
mit dein Schieberratim 36 zu verbinden, wie aus Abb. 8 hervorgeht. Die Abgase strömen
aus der offenen Leitung 34 oder 35 (Abb. 8) in den Raum 36 und von. dort in die
Atmosphäre oder in den Kondensator, wenn einer benutzt wird, durch die Öff-11ttng
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.Ein Magnet und Stromwender können unmittelbar dem .einen Ende der
Welle 39 angeordnet sein oäer von ihr angetrieben. werden, um elektrischen Strom
zu erzeugen und diesen, in Übereinstimmung mit den Arbeitsvorgängen, den Zündkerzen
zu liefern7. Diese Teile sind von bekannter Bauart und fallen nicht in den Bereich
der vorliegenden Erfindung. Die Sch,üeb;er in. den Räumen g6 wenden von einer Steuerscheibe
4r betätigt, die, auf der Welle 39 angeordnet, mit Rollen 42 auf den Spindeln 43
(Abb. 4) zusammenwirken. Die Steuerscheibe 41 verstellt die Schieber kn Übereinstimmung
mit den Arbeitsvorgängen (Abb. 9 bis z4). Der Motor wird durch Umdrehung der Welle
39 angelassen, wozu eine fremde Kraftquelle, wie z. B. ein. elektrischer Anlasser,
verwendet wird'. Die Kraft kann durch Riemenscheiben oder Zahnräder von der Welle
39 abgeleitet werden.