DE36828C - Neuerung an dem unter Nr. 36108 geschützten Verfahren zur Erzeugung eines Wasserumlaufs in einem Röhrendampferzeuger - Google Patents
Neuerung an dem unter Nr. 36108 geschützten Verfahren zur Erzeugung eines Wasserumlaufs in einem RöhrendampferzeugerInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22B—METHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
- F22B29/00—Steam boilers of forced-flow type
- F22B29/02—Steam boilers of forced-flow type of forced-circulation type
- F22B29/023—Steam boilers of forced-flow type of forced-circulation type without drums, i.e. without hot water storage in the boiler
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
fs S6828 -
KLASSE 13: Dampfkessel nebst Ausrüstung.
WILHELM SCHMIDT in BRAUNSCHWEIG.
in einem Röhrendampferzeuger.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Februar 1886 ab.
Die nachfolgend beschriebenen und in der Zeichnung in zwei Modificationen dargestellten
Neuerungen beziehen sich auf die Combination eines Röhrenkessels mit einem als Reservoir
dienenden gewöhnlichen Kessel und bezwecken eine constante Speisung und Wasserdurchführung
durch den Röhrenkessel unter vorheriger Abscheidung des Kesselsteins.
Die Combination ist dadurch charakterisirt, dafs dem Reservoirkessel durch Beheizung ein
gröfserer Druck als dem Röhrenkessel gegeben wird, und dafs der Wasserraum des Reservoirkessels
mit dem Röhrenkessel verbunden ist, so dafs durch den höheren Druck des Reservoirs
das Wasser stetig durch den Röhrenkessel gejagt wird.
Diese Heizung des Reservoirkessels kann durch Feuer oder auch durch Dampf erfolgen;
im zweiten Falle wird man passend den vom Röhrenkessel erzeugten Dampf selbst als Heizmittel
für den Reservoirkessel benutzen, wie dies in der Zeichnung in zwei Modificationen
dargestellt ist. Fig. 1 zeigt die vollständig im Wasserraum des Reservoirkessels liegende Dampfheizvorrichtung
; in Fig. 2 ist ein Theil der Dampfheizvorrichtung in den Dampf- bezw.
Luftraum des Reservoirkessels verlegt.
Die Anlage Fig. 1 besteht aus dem Röhrenkessel
R, in welchen das Wasser durch Rohr h aus dem Reservoirkessel K eingetrieben
wird, um beim Herabfliefsen durch die Spiralen in Dampf verwandelt zu werden, der überhitzt durch das Rohr I austritt. Dieser
überhitzte Dampf, zu dessen Erlangung der Spiralkessel in besonderer Weise construirt ist
(s. Patentschrift No. 36108), erfüllt die beiden Rohre /1Z2, und zwar wird er in / l durch das
Wasser des Reservoirkessels K geführt, erhitzt letzteres und condensirt sich nach seiner Wärmeabgabe
im- Topf T, während er durch Z2 in ein vom Reservoirkessel K getrenntes Gefäfs G
eintritt und dort das mit dem Wasser- und Dampfraum des Reservoirs in Communication
stehende Schraubenrohrj? umspült und so das darin befindliche Wasser energisch erhitzt. Der
Dampf tritt aus dem Gefäfs G bei / zu beliebigem weiteren Verbrauche aus.
Das Reservoir K wird gespeist durch das Rohr y vermittelst einer Pumpe, eines Injectors
oder dergleichen. Das eintretende, mehr oder weniger kalte Wasser erwärmt sich bei
seinem Aufsteigen an dem Schraubenrohr s und gelangt, dasselbe umspülend, in das Reservoir
K. Das erhitzte Wasser des Reservoirs K tritt zur Speisung des Röhrenkessels in das
Rohr m ein, durchfliefst, sich abkühlend, das
Rohr s und tritt in das Rohr m1 und von da
in den Röhrenkessel. Bei dieser Erhitzung des Speisewassers soll dasselbe seinen ganzen Kesselstein
im Reservoir K absetzen.
Die vorbeschriebene Combination eines Röhrenkessels mit einem durch den im Röhrenkessel
erzeugten Dampf geheizten Reservoirkessel K hat nun den Zweck, die Durchtreibung
des Speisewassers durch den Röhrenkessel automatisch mit der Dampfentwickelung im Röhrenkessel
zu regeln, so dafs, je mehr der vom Röhrenkessel erzeugte Dampf überhitzt ist, eine
um so stärkere Durchtreibung des Wassers erfolgt. , Es soll auf diese Weise der Röhren-
kessel vor dem Verbrennen geschützt und durch die stärkere Durchtreibung wieder die Höhe
der Ueberhitzung herabgezogen werden.
Nimmt man die Spannung des Dampfes im Röhrenkessel auf 15 at an, entsprechend einer
Temperatur von 2000 C, so wird, wenn der Röhrenkessel nicht überhitzten Dampf liefert
und durch die Rohre/1/2 und durch das Gefä'fs G treibt, eine Erhitzung des Reservoirs K
durch denselben und eine Dampfbildung in K nicht eintreten können, da auch in K ein
Druck von 15 at herrscht. Es wird also keine Wärme an K abgegeben. Die Durchtreibung
des Wassers durch den Röhren.kessel erfolgt bei diesem Stande der Feuerung nur nach
Mafsgabe der bei J eintretenden Dampfentnahme; das Wasser wird also eigentlich
nur aus dem Reservoirkessel K angesaugt. Bei stärkerem Feuer jedoch wird der Dampf im
Röhrenkessel sich überhitzen und z. B. bei einem Druck von 15 at eine Temperatur von
200 -f- 500 C. annehmen. Jetzt ist dieser die
Rohre /1Z2 durchströmende Dampf infolge
seiner höheren Temperatur geeignet, auf das im Reservoir K und dem Schraubenrohr ρ
befindliche Wasser von 2000 C. erhitzend und dampfbildend zu wirken, und es wird infolge
dieser Wärmeabgabe eine Druckerhöhung im Rohr ρ und Reservoir K eintreten, die sofort
das Wasser durch die Rohre m s und w1 in
den Röhrenkessel treiben wird. Infolge der vermehrten Wasserdurchtreibung ergiebt sich
dann weniger überhitzter Dampf, bis wieder der Beharrungszustand eingetreten ist.
Der Dampfdruck im Kesselsystem wird je nach dem Stand des Feuers wechseln; die
Hauptsache aber, die Schonung des Röhrenkessels, ganz unabhängig vom Feuer und vom
Dampfverbrauch, ist erreicht. Dem wechselnden Druck kann man auf andere Weise, z. B. durch
Einschaltung eines Wärmereservoirs in die Rohrleitung Z2 (vgl. Patentschrift No. 35786),
entgegentreten. Dieses Resultat ist erzielt ohne Injector oder Pumpenwirkung, die bisher nothwendig
war und sich stets unzuverlässig gezeigt hat.
Man kann aber auch die vorstehend beschriebene Arbeit des überhitzten Dampfes von
dem nicht überhitzten Dampf des Röhrenkessels verrichten lassen, wenn man die Leitung Z2
durch den Luft- bezw. Dampfraum D des Reservoirkessels K führt, wie dies Fig. 2 zeigt,
und so das Luftquantum D von der Temperatur dieser Dampfleitung Z2 beeinflussen läfst.
Es ist dann nicht nöthig, das Wasser im Reservoir K bis auf die hohe Temperatur von
200° zu bringen, es wird vielmehr nur die sich mit Wasserdampf sättigende, also dem Daltonschen
Gesetz unterworfene Luft in D erhitzt und dadurch der nöthige Ueberdruck im Reservoir
K zur Durchtreibung durch den Röhrenkessel erzielt. Die Anordnung ist im allgemeinen
die gleiche wie in Fig. 1. Man kann durch diese Anordnung der Heizvorrichtung
im Luftraum ohne zu hohe Temperatur einen grofsen Ueberdruck erzielen.
Es ist bei Fig. 2 nur noch eine Aenderung getroffen, welche auch bei Fig. 1 anzuwenden
ist und dort nur der klaren Darstellung halber nicht erwähnt und gezeichnet ist.
Es ist dies die Luftabscheidung aus dem bei Y eintretenden Speisewasser. Diese nöthige
Luftabscheidung erfolgt durch die Erwärmung des im Behälter \ aufsteigenden Speisewassers
ohne Weiteres und die Luft sammelt sich in dem Windkessel b, aus welchem sie von Zeit
zu Zeit abgelassen werden kann. Das zum Kochen erwärmte Wasser geht dagegen durch
das Kniestück η in den Reservoirkessel K über. Wie angegeben, kann in der Rohrleitung m1 h
ein stellbarer Durchgang oder Abschlufs durch Hahn q geschaffen werden.
Claims (4)
1. Das Verfahren, durch Beheizung eines Reservoirs, dessen Wasserraum mit einem
Röhrenkessel in Verbindung steht, einen Ueberdruck in dem Reservoir zu erzeugen,
um dadurch einen constanten Wasserzuflufs im Röhrenkessel zu erzielen.
2. Bei dem unter 1. bezeichneten Verfahren die Beheizung des Reservoirs indirect durch
den im Röhrenkessel erzeugten Dampf, indem derselbe durch oder um das Reservoir oder einen Theil desselben geführt wird,
zum Zweck der Selbstregulirung der Speisung, je nach der Temperatur des im Röhrenkessel erzeugten Dampfes.
3. Bei dem unter 1. bezeichneten Verfahren die Beheizung des Luft- bezw. Dampfraumes
des Reservoirs oder eines mit dem Reservoir verbundenen Luft- bezw. Dampfraumes durch den im Röhrenkessel erzeugten
Dampf, um je nach der Dampfsättigung bezw. Lufterhitzung den Zweck wie unter 2. zu erreichen.
4. Bei dem unter 1. bezeichneten Verfahren die Anordnung eines vom Reservoir nach
dem Röhrenkessel führenden Schraubenrohres s in dem eigentlichen Speisebehälter ^,
zum Zweck der Luft- und Kesselsteinabscheidung des bei y eintretenden Speisewassers.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE36828C true DE36828C (de) |
Family
ID=312619
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT36828D Expired - Lifetime DE36828C (de) | Neuerung an dem unter Nr. 36108 geschützten Verfahren zur Erzeugung eines Wasserumlaufs in einem Röhrendampferzeuger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE36828C (de) |
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0
- DE DENDAT36828D patent/DE36828C/de not_active Expired - Lifetime
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