DE368033C - Lamellensicherung sowie Verfahren und Einrichtung zu ihrer Herstellung - Google Patents

Lamellensicherung sowie Verfahren und Einrichtung zu ihrer Herstellung

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DE368033C
DE368033C DEP40370D DEP0040370D DE368033C DE 368033 C DE368033 C DE 368033C DE P40370 D DEP40370 D DE P40370D DE P0040370 D DEP0040370 D DE P0040370D DE 368033 C DE368033 C DE 368033C
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strips
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DEP40370D
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English (en)
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Wilhelm Pudenz
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    • HELECTRICITY
    • H01BASIC ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H69/00Apparatus or processes for the manufacture of emergency protective devices
    • H01H69/02Manufacture of fuses

Description

Bei den bekannten Lamellensicherungen mit zwischen zwei Isolierstreifen liegendem Schmelzdraht und metallenen Endkontakten ist der Draht an den Isolierstreifen entweder durch Annähen befestigt, oder es sind an den Streifenenden Einschnitte vorgesehen und die Drahtenden um die so entstehenden Vorsprünge umgewickelt oder umgebogen.
Die Herstellung dieser Sicherungen ist umständlich und infolgedessen teuer, da sie einerseits Nähgarn erfordert, anderseits das Umlegen der Drahtenden um die Enden des Isolierstreifens mit der Hand geschehen muß, was einen beträchtlichen Zeitaufwand und Mehraufwand des teueren Schmelzdrahtes erfordert.
Um diese Nachteile zu beseitigen und eine maschinelle Herstellung der Lamellensicherungen zu erreichen, ist· gemäß der Erfindung der Schmelzdraht an den Enden des einen Isolierstreifens in querlaufenden Einschnitten dieses Streifens durch den dadurch gebildeten Lappen festgeklemmt.
Solche Lamellensicherungen lassen sich maschinell gemäß der Erfindung in der Weise herstellen, daß an einem fortlaufenden, den einen Streifen bildenden Isolierband, z. B. Pappe, in der Länge der Sicherungen entsprechenden Abständen je zwei querlaufende Einschnitte gestanzt und deren zwischenliegende abgebogene Lappen nach Einführen des Schmelzdrahtes wieder in die Bandebene zurückgeführt werden. Nach Verbindung des Schmelzdrahtes mit dem Isolierstreifen wird diesem der andere Isolierstreifen zugeführt, und hierauf werden die metallenen Endkontakte für zwei benachbarte Sicherungen aus einem quer zur Bandrichtung vorgeschobenen Blechstreifen um beide Streifen geklemmt und diese alsdann etwa in der Mitte der Blechstreifen durchschnitten.
Dieses Verfahren läßt sich mit einer Maschine ausführen, bei der die Fortbewegung der Isolierstreifen mit dem Schmelzdraht sowie die Bewegung des die Stanzwerkzeuge tragenden Supports gemeinsam· von einer Antriebswelle aus erfolgen.
Auf der Zeichnung sind in
Abb. ι und 2 zwei Ausführungsbeispiele der neuen Lamelle ohne Endkontakte dargestellt, die die Form der Schlitze und die Lage des Schmelzdrahtes erkennen lassen.
Die Abb. 3 bis 6 zeigen schematisch das Herstellungsverfahren der neuen Lamelle.
Die neue Lamelle besteht aus zwei übereinanderiiegenden Isolierstreifen 12, 21, zwischen denen der Schmelzdraht, z. B. dünner Silberdraht 13, angeordnet ist. Um diesen Schmelzdraht an dem einen der Isolierstreifen 12 sicher festzuhalten, ist dieser mit querverlaufenden Einschnitten 3 versehen und der Draht durch den dadurch entstehenden Lappen 14 festgehalten.
Die Herstellung dieser Sicherung vollzieht sich in folgender Weise.
Ein endloser, der Breite der herzustellenden
Sicherung entsprechender Streifen 12 aus Isoliermaterial (Pappe) wird unter einen auf und ab gehenden Support gebracht, der die zur Bearbeitung des Streifens erforderlichen Werkzeuge trägt. Entsprechend der Auf- und Abwärtsbewegung des Supports wird der Streifen schrittweise den Werkzeugen zugeführt und zunächst mit einem Aufdruck, ζ. Β 4 A (4 Ampere) versehenen (Arbeitsgang I, Abb. 3). Nachdem der Streifen 12 einen Schritt vorwärts geschaltet ist, wird er mittels eines Stempels mit einem Loch 17 versehen (Arbeitsgang II) und gelangt hierauf unter einen Fassonstempel, der den Ausschnitt oder Lappen 14 erzeugt, der bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 sich bis zum Rande des Streifens erstreckt, während der innere Längsrand mit dem Streifen 12 selbst im festen Zusammenhange bleibt (Arbeitsgang III). Der Lappen 14 kann aber auch, wie Abb. 2 zeigt, so ausgebildet sein, daß er sich nicht bis zum Streifenrand erstreckt, sondern allseitig von dem Material des Streifens umgeben ist. Nach dem Ausstanzen des Lappens 14 wird von einer seitlich am Maschinenrahmen sitzenden Rolle 18 der Schmelzdraht 13 (Silberdraht) durch ein schräg nach der Bewegungsrichtung des Streifens verlaufendes öhr 19 unter den Streifen geführt und, nachdem er in irgendeiner geeigneten Weise an dem Streifen 12 befestigt ist, von diesem mitgenommen (Arbeitsgang IV). Die Einrichtung der Führung für den Schmelzdraht 13 ist so getroffen, daß dieser in Schlußlage etwa in der Mitte des Streifens 12 verläuft. Hierauf wird der nach unten vorstehende Lappen 14 wieder in die Ebene des Streifens 12 zurückgebogen und fest an den Draht 13 angedrückt, der dadurch in seiner Lage festgeklemmt wird (Arbeitsgang V). Nunmehr wird der Streifen 12 mit einem zweiten Isolierstreifen 21 (Abb. 5) von gleicher Breite in Verbindung gebracht, der ebenfalls schrittweise in demselben Zeitmaß wie der die Werkzeuge tragende Support bewegt wird. Hierauf wird an der Stelle, an welcher sich der Lappen 14 befindet, ein quer zur Bewegungsrichtung der Streifen 12, 21 bewegter Blechstreifen 22 (Abb. 4) über den Lappen 14 geschoben, und zwar so weit, daß er etwa um die Hälfte der Streifenbreite den Isolierstreifen übergreift. Der Blechstreifen 22 wird ebenfalls abhängig von der schrittweisen Bewegung des Werkstückstreifens und der Bewegung des Werkzeugträgers vorwärts geschoben. Hierauf wird von dem Streifen 22 das Stück 23 (Abb. 5) abgeschnitten und gleichzeitig die den Streifen 12 überragenden Teile nach unten umgebogen (ArbeitsgangVI). Beim nächsten Hub der Maschine werden dann die nach unten stehenden Ränder des Blechstückes 23 an die untere Seite des Werkstückes angedrückt, so daß sie dasselbe fast völlig umschließen (Arbeitsgang VII). Nach einer weiteren Vorwärtsschaltung des Werkstückstreifens wird dann mittels eines Messers die Blechkappe etwa in der Mitte quer durchschnitten (Arbeitsgang VIII), worauf die fertige Sicherung (Abb. 6) die Maschine verläßt.
Alle Arbeitsvorgänge, d. h. die Fortbewegung der Isolierstreifen, die Zuführung des Metallbandes und die Bewegung der Werkzeuge, erfolgen maschinell von einer gemeinsamen Antriebswelle aus.

Claims (3)

P ATENT-AN SPRÜCHE:
1. Lamellensicherung mit zwischen zwei Isolierstreifen liegendem Schmelzdraht und metallenen Endkontakten, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzdraht an den Enden des einen Isolierstreifens in querlaufenden Einschnitten dieses Streifens durch den dadurch gebildeten Lappen festgeklemmt ist.
2. Verfahren zur maschinellen Herstellung von Lamellensicherungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an einem fortlaufenden, den einen Streifen (12) bildenden Isolierband, z. B. Pappe, in der Länge der Sicherungen entsprechenden Abständen je zwei querlaufende Einschnitte gestanzt und deren zwischenliegende abgebogene Lappen nach Einführen des Schmelzdrahtes (13) wieder in die Bandebene zurückgeführt werden. Nach Verbindung des Schmelzdrahtes (13) mit dem Isolierstreifen (12) wird diesem der andere Isolierstreifen zugeführt, hierauf werden die metallenen Endkontakte für zwei benachbarte Sicherungen aus einem quer zur Bandrichtung vorgeschobenen Blechstreifen (23) um beide Streifen geklemmt und alsdann diese etwa in der Mitte der Blechstreifen durchschnitten.
3. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fortbewegung der Isolierstreifen mit dem Schmelzdraht sowie die Bewegung des die Stanzwerkzeuge tragenden Supports gemeinsam von einer Antriebswelle erfolgen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEP40370D 1920-07-30 1920-07-30 Lamellensicherung sowie Verfahren und Einrichtung zu ihrer Herstellung Expired DE368033C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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