DE367688C - Verfahren und Vorrichtung zur Steigerung der Foerderleistung im Braunkohlentagebau - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Steigerung der Foerderleistung im Braunkohlentagebau

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C47/00Machines for obtaining or the removal of materials in open-pit mines
    • E21C47/02Machines for obtaining or the removal of materials in open-pit mines for coal, brown coal, or the like

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Description

Die in den Tagebauen durch Baggerbetrieb gewonnene Braunkohle wird zur Zeit «unaufbereitet«, also als Gemisch von Grob- und Femkohle in Fördergefäße gefüllt und in diesem gemischten Zustand nach feststehenden Aufbereitungsanlagen oder nach feststehenden Versandstellen gefördert. Die bestehenden Aufbereitungsanlagen dienen hauptsächlich dazu, die in dem Kohlengemisch enthaltene Grobkohle zu zerkleinern, um sie für die daran anschließende Brikettfabrikation verwendbar zu gestalten. Die bestehenden Versandstellen für Rohbraunkohle sind gewöhnlich örtlich von den Aufbereitungsanlagen getrennt errichtet und meistens ohne besondere Siebanlagen ausgerüstet, so daß die Förderkohle nur »unaufbereitet«, also nur als Gemisch von Grob- und Feinkohfe versandt werden kann.
Diejenigen Versandstellen, welche über eine Siebanlage verfügen, können zwar Grobkohle zum unmittelbaren Versand liefern, sie müssen aber gleichzeitig die Feinkohle, welche kaum verkaufsfähige Ware darstellt, nach den Brikettfabriken abfördern.
»5 Sind solche Versandstellen nicht besonders vorhanden, so muß die Rohbraunkohle in den vorhandenen Aufbereitungsanlagen zum Versand gebracht werden. Dieses war bei der geringen Nachfrage nach Rohbraunkohle naturgemäß nur in beschränktem Maße möglich.
Nachdem die Nachfrage nach grobkörniger Rohbraunkohle ganz bedeutend gestiegen ist und letztere ein äußerst wichtiger Ersatz für Steinkohle geworden ist, reichen die voihandenen Aufbereitungsanlagen und Versandstellen nicht aus, um annähernd einen gesteigerten Versand zu ermöglichen. Dieses wäre nur zu erreichen, wenn die bestehenden Anlagen entsprechend vergrößert würden, was entweder örtlich unmöglich ist oder aber nur mit ganz erheblichem Kostenaufwand und mit dauernd höheren Gestehungskosten ausführbar ist.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Förderleistung ohne bautechnische Änderungen der vorhandenen Aufbereitungsanlagen und Versandstellen derart zu steigern, daß es möglich ist, die angeforderten Mengen Grobkohle in größerem Maße als bisher zum Versand zu bringen, ohne daß dadurch die für die Brikettfabrikation notwendige Kohlenmenge verringert zu werden braucht.
Dieser Zweck wird dadurch erreicht, daß die als Grob- und Feinkohle gemischte Rohbraunkohle an der Gewinnungsstelle in Grob- und Feinkohle geschieden wird. Zu diesem Zwecke wird die Rohbraunkohle einem fahrbaren und dem Fortschreiten der Gewinnungsmaschinen {Kohlenbaggern) folgenden Trichterwagen zugeführt, welcher mittels einer Siebvorrichtung eine Trennung der Grob- und Feinkohle bewirkt. Das Sieb kann je nach der örtlichen Struktur der Rohbraunkohle als festes oder bewegtes Sieb ausgebildet sein. Die somit an der Gewinnungsstelle in Grob- und Feinkohle getrennte Rohbraunkohle kann nur getrennt aus den Tagebauen nach den Verbrauchsstellen gefördert werden. Es ist infolgedessen möglich, die Versandstellen lediglich mit Grobkohle zu beschicken und die Brikettfabrikation unter Ausschaltung der dort vorhandenen Sieb- und Zer- kleinerungsmaschinen mit brikettierfähiger Feinkohle zu versehen. Während auf diese Weise die Brikettfabriken ihre Höchstmengen an " Feinkohle ohne weiteres erhalten, so ist es außerdem unter Anwendung des neuen Verfahrens möglich, die Förderung an der Gewin-
nungsstelle dem Mehrbedarf an Grobkohle beliebig anzupassen, ohne daß also irgendwelche baulichen Veränderungen notwendig werden, ohne daß dadurch Mehraufwendung für Arbeitslöhne nötig ist.
Die Zeichnung zeigt ein schematisches Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung im Aufriß.
ίο Dem Aufgabetrichter D wird von der Kohlengewinnungsmaschine (Kohlenbagger) die Kohle in der üblichen Weise von oben zugeführt. Unter .dem Füllrumpf D befindet sich der übliche Trichterwagen A mit den beiden Füllrümpfen A1, A2, der auf einem Geleise mittels der Räder A3, A1 entsprechend dem Vorrücken des Baggers beweglich ist. Vor und hinter dem Trichterwagen befindet sich je ein Zusatzwagen B und C, die je dem halben Trichterwagen A entsprechen und mit einem Füllrumpf B1, C1 und mit Rädern B2, ΒΆ, C2, C3 versehen sind. Diese Zusatzwagen B, C werden mit dem Trichterwagen durch eine Kupplung, z. B. durch Laschen, verbunden, die am Trichterwagen und am Zusatzwagen angeschraubt sind. Man kann auch die Fahrzeuge A1B, C zu einem gemeinsamen Fahrzeug zusammenfassen.
Die Siebung erfolgt nun je nach der örtlichen Struktur der Rohbraunkohle. In der Zeichnung ist z. B. durch die dachartigen strichpunktierten Linien ein festes Steilsieb E angedeutet, dessen untere Enden über die Mündung der Füllrümpfe C1 bzw. B1 hinüberragen. Die Siebung kann auch durch einen aus festen und dazwischen laufenden beweglichen Stangen gebildeten Rost erfolgen, wie es in vollen Linien angedeutet ist. Bei letzterem erfolgt der Antrieb durch eine Kurbelwelle R, an deren Kurbelzapfen Q Lenker P, P1 angreifen, deren andere Enden an die Gelenkpunkte O, O1 der Lenker H, H1 angreifen. Letztere sind bei M, M1 am Gestell des Wagens A und bei N, N1 an den beweglichen Rosten S, F angelenkt. Diese Roste sind ferner an den Gelenkpunkten L, L1 durch Lenker I, I1 in den Gelenkpunkten K, K1 am Gestell des Wagens A angelenkt. Jeder der beiden beweglichen Roste bewegt sich mit seinen Stangen zwischen den Stangen eines festen Rostes F1, S1. In der Zeichnung ist nur der Rost F1 ersichtlieh, weil der bewegliche Rost F über ihn hinausgeschoben ist, während der bewegliche Rost S sich gerade in der Höhe seines festen Rostes S1 befindet. Durch Antrieb der Kurbelwelle R mittels irgendeiner Kraft werden die Roste F, S bewegt und vollführen eine schwingende" Bewegung, teils in der, teils über die Höhe der festen Roste hinaus. Die äußeren Enden dieser Roste S, F ragen ebenfalls in die Füllrümpfe C1, B1 der Zusatzwagen C, B hinein. Entsprechend der Struktur der Rohbraunkohle kann jede beliebige Rost- oder Siebart Verwendung finden. Wenn der Bagger aus seiner Schaufel die rohe Braunkohle in den Aufgabetrichter D hineinfallen läßt, wird die Kohle ausgesiebt. Die Feinkohle selber fällt in die FüUrürnpfe A1, A2 und die Grobkohle in die Füllrümpfe C1, B1, so daß die verschiedenen Kohlen in verschiedene Wagen gefüllt werden. Durch Anordnung einer Weiche im Geleise ist es dann ohne Schwierigkeit möglich, die Wagen mit Feinkohle und mit Grobkohle zu getrennten Zügen zusammenzustellen.
Wenn aus irgendeinem Grunde eine Siebung nicht mehr wünschenswert wird, so kann man durch Abnahme des Siebes und durch Wegnähme der beiden Zusatzwagen sofort wieder in der alten Weise fördern. Die Zusatzwagen sind auch aus diesem Grunde so augeführt, daß sie ungefähr einem halben Trichterwagen gleichen, so daß durch Zusammenstellung zweier solcher Zusatzwagen ein neuer Trichterwagen gewonnen wird. Wenn dieser Gesichtspunkt nicht wesentlich ist, so kann natürlich der Trichterwagen mit den beiden Zusatzwagen B, C zu einer geschlossenen Konstruktion ausgebildet werden. Die Hinzufügung der Zusatzwagen zu dem üblichen Trichterwagen ermöglicht es aber, die bestehenden Anlagen mit sehr geringen Änderungen zu benutzen.

Claims (4)

90 Patent- Ansprüche:
1. Verfahren zur Steigerung der Förderleistung im Braunkohlentagebau, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohle von einer mit der Fördervorrichtung mitgehenden Sortiervorrichtung (E, F, S) in Grob- und Feinkohle geschieden wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung de« Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sortiervorrichtung (E, F, S) _ zwischen die Fördervorrichtung und den Aufgabetrichter des bekannten Trichterwagens (A) eingeschaltet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aussortierten Grobkohlen von der Sortiervorrichtung in an den Trichterwagen angesetzte ZusatzfüUrümpfe (B, C) geführt werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzfüllrumpfwagen (B, C) so ausgebildet sind, daß sie zu einem Trichterwagen zusammengestellt werden können.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DEK77536D Verfahren und Vorrichtung zur Steigerung der Foerderleistung im Braunkohlentagebau Expired DE367688C (de)

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