DE36666C - Verfahren und Apparat zur Herstellung von Rohren mit Glaskern und einer Hülle aus Papierschichten und Holzcement - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Herstellung von Rohren mit Glaskern und einer Hülle aus Papierschichten und Holzcement

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DE36666C
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Germany
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glass core
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wood cement
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DENDAT36666D
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C. F. W. DOEHRING, Regierungs - Baumeister und Brand-Direktor in Leipzig, Fleischerplatz Nr. 7
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B21/00Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
    • B28B21/42Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by shaping on or against mandrels or like moulding surfaces
    • B28B21/48Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by shaping on or against mandrels or like moulding surfaces by wrapping, e.g. winding
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31CMAKING WOUND ARTICLES, e.g. WOUND TUBES, OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31C1/00Making tubes or pipes by feeding at right angles to the winding mandrel centre line
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L9/00Rigid pipes
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 32: Glas.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 15. December 1885 ab.
Bei Rohrleitungen stellt sich als empfindlicher Nachtheil die zu grofse Reibung an den Wänden der Rohre ein, wodurch ein nicht unbedeutender Druckverlust entsteht, der durch schwierig herbeizuführende höhere Gefälle ausgeglichen werden mufs. Es ist daher schon verschiedentlich das Bestreben aufgetreten, die Reibungsverluste thunlichst herabzudrücken, jedoch geschah dies bisher nur mit mangelhaftem Erfolge. Was aber hauptsächlich alle bisher zur Anwendung gelangten Rohre unvollkommen macht, ist der Umstand, dafs sie sich nicht indifferent gegen die durchströmenden Flüssigkeiten, ja selbst nicht gegen Wasser und besonders gegen Säuren verhalten.
Alle Wässer bilden Niederschläge in den Röhren, und zwar so, dafs nicht jedes Material sich auf gleiche Weise gegen ein bestimmtes Wasser verhält, indem sich 2. B. thönerne Leitungen dort halten, wo eiserne sich unbrauchbar zeigen.
Die Niederschläge sind entweder erdiger Natur, es ist eine Art Kalksinter, der sich an die Röhrenwä'nde anlegt und die Kaliber der Röhren so verengt, dafs diese schliefslich beseitigt werden müssen, oder es sind Vegetabilien, die sich bei den bisherigen Röhren absetzen und die doppelte Unannehmlichkeit mit sich führen, dafs der Durchmesser der Röhren sich verringert und das Wasser infolge aufgenommener Pflanzenteile einen üblen Geschmack annimmt und sich beim Stehenlassen überhaupt gar nicht hält.
Aber nicht nur Niederschläge bilden die Wässer je nach den verschiedenen Substanzen, aus denen die Rohrleitungen hergestellt sind, sondern die Röhren leiden auch Gefahr der Corrosion durch das Wasser.
Wichtiger und gesundheitsgefährlicher aber als die Zerstörung der Röhren selbst ist die viel schlimmere Rückwirkung einer solchen Action auf die Beschaffenheit des Wassers, z. B. bei den Bleiröhren. Bei langsamem Rinnen des Wassers, sowie bei unvollkommener Füllung der Röhren findet am leichtesten Incrustation statt, letzterer Umstand deswegen, weil dadurch dem Wasser zu viel Anlafs zum Verdunsten von Kohlensäure gegeben und die Fällung des kohlensauren Kalkes ermöglicht ist.
Schliefslich sei noch hervorgehoben, dafs sich in den bisherigen Röhrenleitungen dort immer der Kern für Anlegung chemischer Ausscheidungen bildet, wo das Innere der Leitung durch ihre Rauhheit immer Gelegenheit zu leichtem Ansatz bietet.
Auf beiliegender Zeichnung, Fig. 1 bis 5, ist eine Rohrleitung dargestellt, welche auf eigenartige Weise hergestellt wird und deren innerer Kern aus Glas, welches fast gar keine Reibung verursacht, besteht. Die Glasrohre lassen sich ihrer Sprödigkeit wegen jedoch nicht ohne Weiteres verwenden, sondern bedürfen einer besonderen Bearbeitung, welche im wesentlichen darin besteht, dafs sie mit einer Hülle umgeben werden, welche nicht nur genügende Festigkeit besitzt, sondern auch
Stöfse etc. von dem Glaskern abzuhalten im Stande ist.
Zur Herstellung dieser Hülle dient einestheils Papier oder anderes ähnliches Material, welches, über einander gewickelt, mittelst einer Schicht aus Holzcement, dem event, gelöster Kautschuk beigefügt werden kann, zu einem festen Ganzen gestaltet wird. Um diese Umhüllung herzustellen, dient eine Wickelvorrichtung A, Fig. 4 und 5, in welche das Glasrohr eingepafst wird, ferner ein Gefäfs B, welches Holzcement enthält, der durch geeignete Heizung derart flüssig gehalten wird, dafs- er in dünner Schicht auf das Papier läuft und mit letzterem um den Glaskern gewickelt wird. Wenn das auf solche Art hergestellte Rohr, Fig. 1 bis 3, erkaltet ist, besitzt es nicht nur einen hohen Grad von Festigkeit, sondern lä'fst sich ebenso bequem wie jedes andere Rohr dicht und sicher verlegen, ohne dafs eine Bruchgefahr zu befürchten wäre.
Das zu umwickelnde Papier kann entweder einen einzigen breiten oder eine Anzahl schmaler Streifen bilden. Letzteres dürfte sich dann empfehlen, wenn Muffenrohre, Fig. 1, in Anwendung kommen sollen, deren Muffenansatz nicht mit einem einzigen breiten Streifen überwickelt werden kann.
Die Rohre lassen sich zu Säureleitungen, Gasleitungen, Ent- und Bewässerungsleitungen, hauptsächlich aber für Wasserleitungszwecke mit sehr gutem Erfolge verwenden und haben nicht nur den Vortheil, weniger Reibung zu verursachen, sondern sie sind leichter im Gewicht und werden weder vom Wasser noch von Säuren jemals angegriffen, auch setzt sich an der Innenwand derselben nichts an.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Herstellung von Rohren mit innerem Glaskern, darin bestehend, dafs der Glaskern mit Papierschichten oder mit anderem wickelbaren Material umwickelt wird, wobei zwischen die einzelnen Papierlagen je eine Schicht Holzcement oder anderes ähnlich wirkendes Klebematerial eingebracht wird.
  2. 2. Zur Ausübung des unter 1. beschriebenen Verfahrens die Anwendung der Wickel-■ vorrichtung A und des heizbaren HoIzcementbehälters B.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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