AT139243B - Radiumzelle. - Google Patents

Radiumzelle.

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AT139243B
AT139243B AT139243DA AT139243B AT 139243 B AT139243 B AT 139243B AT 139243D A AT139243D A AT 139243DA AT 139243 B AT139243 B AT 139243B
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Austria
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radium
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emanation
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glass
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Adalbert Curt Hubmann
Marcell Ing Weiss
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Adalbert Curt Hubmann
Marcell Ing Weiss
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Radiumzelle. 



   Bekanntlich bestehen die in Verwendung stehenden   Radiumzzllen, welehe   zur Abgabe von Radiumemanation an Luft und Wasser dienen, gewöhnlich aus Ton oder ähnlicher Masse als Trägersubstanz. In diese wird durch Fällung das radioaktive Salz niedergeschlagen, oder bestehen solche Zellen aus Körpern, auf welche Radiumsalz durch Wachs, Harz, Paraffin usw. fixiert wird. Es ist auch bekannt, dass durch Einbrennen in Ton   Radiumzellen   hergestellt werden können. Bei Zellen, welche Wachs oder harzige Körper usw. enthalten, besteht die Gefahr des Zersetzens und   Abbröckelns   der Harz-und Wachsmasse sowie die Vernichtung dieser organischen Substanzen durch die Radiumstrahlen.

   Erfahrungsgemäss haben solche Zellen eine kurze Lebensdauer und besteht noch die Gefahr bei Verwendung derselben in Trinkapparaten, dass das freigelegte Radium mitgetrunken wird. Ausserdem okludieren organische Substanzen begierig Radiumemanation. Die durch Einbrennen hergestellten Radiumzellen geben infolge ihrer geringen Oberfläche Radiumemanation nur in allergeringstem Masse ab und sind daher vollständig ungeeignet. 



   Zweck der Erfindung ist die Herstellung einer Radiumzelle, welche diese Übelstände nicht besitzt. 



  Es wird dies dadurch erreicht, dass keinerlei organische Substanzen zur Verwendung gelangen, ferner die Zelle aus einem Material hergestellt wird, welches vom Radium relativ am wenigsten angegriffen wird und auch die gebildete Emanation fast nicht okludiert. Am geeignetsten hat sich hiezu ein Glaskörper erwiesen, welcher aus feinkörnigem gesintertem Glas besteht. Die daraus hergestellte Radiumzelle ist kugelförmig und besitzt die Kugel in ihrem Mittelpunkte einen kleinen Hohlraum, welcher durch einen feinen Kanal mit der Oberfläche in Verbindung steht. Dieser Kanal dient zur Füllung der Kugel mit radioaktiver Masse. Zur Herstellung dieser Zelle wird Glaspulver von solcher Dichte genommen, dass dieselbe für Gase und Flüssigkeiten unter gewöhnlichem Druck nur schwer durchlässig ist.

   In dem Hohlraum dieser Kugel, wie aus Fig. 1 der Zeichnung zu ersehen ist, wird das durch den Füllkanal emanationabgebende Radiumsalz lose eingefüllt und der Füllkanal entweder mit einem dünnen Stäbchen aus derselben Glasmasse endgültig durch Einkitten verschlossen oder, wie in Fig. 2 der Zeichnung, in dem Kanal ein Metallrohr eingesetzt, durch welches ein Druckmedium wie Luft oder Flüssigkeit zum Ausblasen der Emanation eingeführt wird. Die durch Sinterung gewonnene poröse Glasmasse ist für Gas und Wasser schon unter geringem Druck ohne weiteres durchlässig. Die gebildete Emanation diffundiert leicht durch die Masse der Kugel und kann der Abtransport der Emanation auch noch dadurch beschleunigt werden, dass durch das eingesetzte Rohr ein Luft-oder Flüssigkeitsstrom geleitet wird.

   Für die im Zentrum der Kugel befindliche emanierende Masse wirkt die sie umgebende Glasmasse als Filter von grosser Dichte. 



  Diese Radiumzelle eignet sich besonders zur Beschickung von Emanationsapparaten, wo die Emanation entweder durch Diffusion in das sie umgebende Medium wie Wasser oder Luft usw. gelangt oder kann auch dieser Vorgang nach Fig. 2 der Zeichnung durch Durchleiten eines Gas-oder Flüssigkeitsstromes mit Hilfe des eingesetzten Rohres beschleunigt werden. Während bei den Zellen nach Fig. 1 und 2 der Glaskörper bereits vorhanden ist, kann auch die Zelle so hergestellt werden, dass das hochemanierende Radiumpräparat mit Glaspulver derart umgeben wird, dass sich das Radiumpräparat im Zentrum des Glaspulvers befindet und die Sinterung der Glasmassen durch Erhitzen derselben bis zur Sinterung erfolgt. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Radiumzelle, bei welcher sich das die Radiumemanation abgebende Radiumsalz in einem porösen Körper befindet, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Körper aus gesinterter Glasmasse besteht und einen <Desc/Clms Page number 2> Füllkanal besitzt, der nach der'Füllung verschlossen wird oder in dem ein Metallrohr eingesetzt werden kann, durch welches ein Druckmedium wie Luft oder Flüssigkeit zum Ausblasen der Emanation eingeführt wird.
    2. Verfahren zur Herstellung einer Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die radioaktive Substanz mit Glaspulver umgepresst wird, so dass sich die radioaktive Masse im Zentrum befindet und die Sinterung der Glasmasse erst nachträglich erfolgt. EMI2.1
AT139243D 1933-02-28 1933-02-28 Radiumzelle. AT139243B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2917041A (en) * 1956-08-10 1959-12-15 Buchler & Co Radiation applicator

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2917041A (en) * 1956-08-10 1959-12-15 Buchler & Co Radiation applicator

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