DE366441C - Verfahren zur Herstellung von Moertelbildnern oder Moerteln, die gegen Feuchtigkeit und Salzdurchtrittvollkommen dicht sind - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Moertelbildnern oder Moerteln, die gegen Feuchtigkeit und Salzdurchtrittvollkommen dicht sind

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DE366441C
DE366441C DED38631D DED0038631D DE366441C DE 366441 C DE366441 C DE 366441C DE D38631 D DED38631 D DE D38631D DE D0038631 D DED0038631 D DE D0038631D DE 366441 C DE366441 C DE 366441C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Mörtelbildnern oder Mörteln, die gegen Feuchtigkeit und Salzdurchtritt vollkommen dicht sind. Von dien bisher angewandten Mitteln, mit denen man ider Feuchtigkeit sind id'em - insbesondere idem sagenannten Salpeterausschlag - an Mauerwerk und seinen unangenehmen Folgen, wie Mauerfraß:, Abfallen :des Putzes, entgegeneaitreten suchte, hat zwar idie Aufbringung des Putzes nach vorhergehendker Isolierung des Mauerwerks mit Falzpappe u. dgl. einen gewissen Erfolg zu verzeichnen gehabt. Dieser Erfolg ist aber praktisch äußerst gering zu werten: Abgesehen von der .Schwierigkeit der Ausführung versagt der Schutz in dem Augenblick, in welchem die Feuchtigkeit höher steigt, als die Isolierschicht reicht. Ferner ist .die Verwendiung von Pappe äußerst kostspielig. Die Unkosten werden noch dadurch erhöht; !daß u:nterhalb und oberhalb der $aufalzpappe Luft-bzw. Zirkulationskanäle geschaffen werden müssen; denn .die Pappe würde sonst .das weiterhin feuchte, Salz ausscheidende Mauerwerk luftdicht abschließen.
  • Gegenstand der Erfindung bildet nun ein neuartiges Verfahren zur Herstellung von Mörtelbildnern oder Mörteln, die beliebig lange .gegen jedwede Feuchtigkeit und Salzdurchtritt dadurch geschützt sind, daß :ihnen ein in seiner Zusammensetzung und Wirkung bisher völlig unbekanntes Dichtungsmittel beigemengt wird.
  • Zu diesem Zweck wird (den aus Kalkmörtel, Zementmörtel ;oder Kunststeinmasse bestehenden Baustoffen ein Gemisch von Talkum, Kalilauge, Fluorwasserstoffsäure und Wasserglas -zugefügt.
  • Die Bestandteile (des genannten Gemisches können unmittelbar den:Baustoffen beigemengt wenden.
  • Eine beispielsweise Ausführungsform besteht ,darin, TaAkum, Kalilaube, Fluorwasserstoffsäure rund Wasserglas mit heißem Wasser von _ 6o° zu einem Brei von schmierseifenähnlicher Beschaffenheit zu verrühren und in dem genannten Wärmezustand unter Anwendung eines beliebigen Druckes durch ein Trommelsieb zu pressen.
  • Vonbesonderer Wichtigkeit ist es, idaß die angegebene Temperatur genau eingehalten wird, idä. :das fertige Erzeugnis bei einer geringeren Temperatur flockig wird, bei einer höheren Temperatur dagegen zu Knollenbildungen .neigt.
  • In dem neuartigen Dichtungsmittel :wird ein kolloidaler Körper aus einem feinen, an sich unlöslichen Faserstoff -,dem Talkum -hergestellt. Talkum wird deshalb genommen, weil es zum Quellen fähig ist. Diese Quellfähigkeit wird verliehen bzw. sie wird geföridert,durch die Anätzung mit Alkali und Flußsäure bzw. Fluorsalz. Das Alkali kommt also für idie Einwirkung auf Talkum in Frage, spielt aber .gegenüber dem Wasserglas keine Rolle. Es arbeitet nur dessen Einfluß auf das Talkum vor.
  • Am wichtigsten ist in -der neuen Kombination Idas Talkum in der durch Alkali und Flußsäure umgewandelten Form. Es verhindert den unmittelbaren ungünstigen Einfluß, den Wasserglas auf Kalkmassen hat. Bekanntlich erhärtet dieses sehr schnell mit Kalk oder Zement unter Bildung .krustenartiger, unvorteilhafter Körper. Diese Nachteile wer-,den im vorliegenden Falle durch die Mitwirkung von Talkuan und Alkali sowie Fluorsalz behoben.
  • Weitere Vorteile ides neuen Verfahrensbestehen, abgesehen von dem bisher auf keine andere Weise erreichten vollständigen und dauerhaften Schutz gegen Feuchtigkeit und Salzdurchtritt, in der Einfachheit des Verfahrens, womit beträchtliche Ersparnis an Masse, Zeit und Kosten verbunden ist, sowie in idem durchaus einwandfreien Ausstehen ides derart behandelten Mauerwerks.
  • Es sind in ,der Literatur einige Stellen bekannt, welche mit ,dem vorliegenden Verfahren im Zusammenhang genannt werden könnten; jedoch handelt es sich in allen diesen Fällen erwiesenermaßen um andere Stoffe und um andere Aufgaben und Zwecke, als sie bei der hier beschriebenen Erfindung vorliegen.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE: i. Verfahren zur Herstellung von Mörtelbildnern oder Mörteln, die gegen Feuchtigkeit und Salzdurchtritt vollkommen dicht sind, idadurch gekennzeichnet, daß Kalkmörtel, Zementmörtel oder Kunststeinmasse ein Gemisch von Talkum, Kalilauge, Fluorwasserstoffsäure und Wasserglas zugefiggt wird.
  2. 2. Ausführungsform :des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, idaß Talkum, Kalilauge, Fluorwasserstoffsäure .und Wasserglas zunächst mit Wasser von 6o° zu einem Brei von schmierseifenähnlicher Beschaffenheit verrührt und weiterhin durch lein engmaschiges Trommelsieb hindurchgedrückt werden.
DED38631D 1920-11-23 1920-11-23 Verfahren zur Herstellung von Moertelbildnern oder Moerteln, die gegen Feuchtigkeit und Salzdurchtrittvollkommen dicht sind Expired DE366441C (de)

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