DE364970C - Tuchfreies Filter zur trocknen und feuchten Reinigung von Gasen - Google Patents
Tuchfreies Filter zur trocknen und feuchten Reinigung von GasenInfo
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Classifications
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D46/00—Filters or filtering processes specially modified for separating dispersed particles from gases or vapours
- B01D46/18—Particle separators, e.g. dust precipitators, using filtering belts
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Filtering Of Dispersed Particles In Gases (AREA)
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Description
- Tuchfreies-Filter zur trocknen und feuchten Reinigung von Gasen. An Stelle der bisher benutzten Füllgüter für sogenannte »tuchfreie« Gasfilter, wie Raschigringe, gelochte Bleche, Metallspäne, Drahtgitter u. dgl., setzt vorliegende Erfindung auf Grund eingehender Versuche das Drahtgliederförderband, wie es bisher ausschließlich für Transportbänder und als Riemenersatz für Kraftübertragungen benutzt wurde. Die charakteristischen Eigenheiten des Gliederbandes, das in Abb. i und 2 in Aufsicht und Seitenansicht dargestellt ist, sindi. Das Band setzt sich aus einzelnen unter sich völlig gleichen Gliedern zusammen, die itirerseits durch Querstäbe scharnierartig verbunden sind. Das einzelne Drahtglied besteht aus einer plattgedrückten Drahtspirale von beliebiger Größe und Drahtstärke.
- 2. Das Band läßt sich beliebig verlängern und verkürzen durch Anfügen oder Wegnahme von weiteren Gliedern mit den Querstäben.
- Die Vorteile des Drahtgliederbandes gegenüber den bisher in der Hauptsache als Füllgut für Gasfilter benutzten Raschigringen, nebeneinanderhängenden Drähten, Drahtgitter- und Kettenwänden, Drahtnetzen u. dgl. sind: i. Das Gliederband vereinigt in einer Lage schon eine zweifache Prallfläche für das durchströmende Gas, einmal auf der Vorderseite des Bandes und dann auf der gegenüberliegenden Innenseite jedes Bandgliedes, die gegeneinander schräg versetzt sind.
- 2. Diese für die Staub- bzw. Fremdkörperausscheidung wichtigen Prallflächen lassen sich beim Gliederband sehr nahe hintereinanderlegen und durch Aufeinanderlegen von mehreren Bändern beliebig oft wiederholen. Schon mit etwa vier Lagen dieses Bandes ist* das Filter undurchsichtig, aber trotz einer bereits achtfachen Wiederholung der Prallflächen bei eitler Schichtstärke von nur etwa 32 mm leicht luftdurchlässig.
für Flüssigkeiten in der Schicht sehr groß, da etwa ein Drittel der in Abb. 2 der Zeichnung dargestellten Hohlräume mit Ablagerung erfüllt sein kann, bevor der Widerstand der Schicht anfängt, ungünstig groß zu werden.j. Trotz der geringen Schichtstärke sind die Staubablage* MiM mpwj «f & #N pm el räume - 4. Das in das Gliederband eintretende Gas wird in gleich lange, aber schmale Streifen zerlegt. jeder dieser Streifen erleidet in dem Hohlraume des einzelnen Bandgliedes eine ruckhafte Drehung, so daß auch der im Innern eines Streifens mitgeführte Fremdkörper gegen die Prallflächen stoßen muß.
- Zu diesem Wechsel in der Richtung des Gasstreifens innerhalb jedes Bandes tritt ein weiteres sehr wichtiges Moment beim Übergang des Gases aus einem Bande in das nächste, dicht darauffolgende. Wenn, wie aus Abb. 3, 4 und 5 der Zeichnung ersichtlich ist, jedes Band gegenüber den vorhergehenden um die halbe Gliedlänge versetzt ist, so liegt der freien Durcbgangsstelle des Gases in dem ersten Bande im folgenden immer die dichte Prallfläche des Querstabes gegenüber. Durch diese Anordnung erfolgt ein besonders wirksames Aufstauen des Gases und eine von Band zu Band sich wiederholende Halbierung und Neubildung der Gasstreifen.
- 5. Die eben beschriebene Anordnung der Querstäbe gewinnt eine besondere Bedeutung für die Ein- bzw. Ableitung von Flüssigkeiten bzw. deren Aufstapelung in der Gliederbandschicht, sei es nun, daß eine Reinigungsflüssigkeit für die Staubbindung periodisch oder dauernd den Querstäben durch Kapillarkraft zugeführt wird oder eine aus dem Gasstrom ausgeschiedene Flüssigkeit abgeleitet werden soll, ohne daß sie der Gasstrom mitreißen kann. Die Verbindungsstellen der einzelnen Glieder bilden eine Röhre mit abwechselnden seitlichen Öffnungen, in der lose der Onerstab sitzt, Die Gliederbänder sind daher imstande, große Mengen Flüssigkeiten auf längere Zeit geschützt gegen den Gasstrom aufzunehmen, und wenn es sich z. B. um ein staubbindendes Öl handelt, dieses sehr sparsam langsam je nach der Menge des aufgetriebenen Staubes wiederum durch kapiRares Aufsaugen an den Staub abzugeben, so daß er fest gebunden bleibt, bis die Reinigung des Bandes erfolgt.
- 6. DasDrahtgliederbandgestattetimgleichen Filterrahmen, z. B. nach Abb. 3 der Zeichnung, den Einbau eines trockenen Grobbandes zur Abscheidung von Hadern und Fasern, dahinter eine oder mehrere feuchte Schichten für den Grobstaub bzw. Feinstaub. Desgleichen läßt sich das Gliederband räumlich beliebig anordnen, siehe die Beispiele der Zeichnung. Insbesondere läßt sich ein Umlaufbandfilter mit fortwährender oder zeitweiliger selbsttätiger Reinigung mittels Bürsten auf trocknem oder nassem Wege sehr leicht bauen und betreiben.
- Die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten sollen die nachfolgenden Beispiele erläutern. Abb. 3 zeigt das Bandfilter als ruhendes Filter in rechteckigem Rahmenbau in einem Einheitselement von beispielsweise o,5 in Breite und i,# in Höhe, also in Bandgrößen, die ein Mann noch bequem auf- und abrollen, tragen und reinigen kann. Selbstverständlich gestattet das Gliederband auch eine Aufhängung im gleichen Rahmen in Zickzackform, so daß für eine gegebene Durchgangsfläche von 0,75 M2 wie im vorliegenden Beispiele die wirksame Filterfläche auf die einfachste Weise durch die Zickzackaufhängung um das Doppelte und Dreifache gesteigert werden kann.
- Abb. 4 zeigt eine höchst einfache Anordnung mit selbsttätiger Abreinigung. Schräg durch den Gaskanal ist ein Drahtgliederbandfilter in mehrfachen Bandlagen gespannt. Pendelnd aufgehängte Abklopfer werden vom Gasstrome selbst mitgenommen und wieder fallen gelassen, so daß sie fortwährend die Filterfläche abklopfen und durch die Erschütterungen die Abreinigung des trocken gefangenen Staubes in die darunterliegende Trichtergrube besorgen.
- Abb, 5 zeigt ein Wickelfilter von runder (oder auch beliebig vieleckiger) Form, das Drahtgliederband wird von dem Gestell, auf dem es aufgewickelt ist, nach der Verschmutzung wieder abgewickelt zum Zwecke der Reinigung. Hierbei kann die Schichtstärke in jedem einzelnen Falle dem Bedürfnis in weitgehendster Weise angepaßt werden, indem man die Zahl der Wickelungen durch Bandverlängerungoder -verkürzung nachträglich erhöht oder erniedrigt. Durch die Wahl der Rahmenhöhe kann man auch hier für eine gegebene Durchgangsfläche die Filterfläche beliebig vergrößern bis zu einem Grenzwerte, der durch den Durchflußwiderstand der Luftmenge durch die freie Filterwandöffnung gegeben ist.
- Abb. 6 zeigt eine Ausführungsform eines Gliederbandfiltersr, das aus mehreren übereinanderliegenden, verschieden langen, endlosen Bändern gleicher oder verschiedener Gewebegrößen besteht. Eine einzige Antriebswalze setzt sämtliche Bänder in beliebig regelbaren Umlauf. Der Staubstrom muß jedes Band zweimal durchdringen, so daß man mit wenigen Gliederbändern schon ein sehr dichtes Gefüge hat, das sehr gut abscheidet. Charakteristisch für die Ausführung ist, daß die Bänder unten beim Austritt aus dem Staubluftraume in den Reinigungsraum sich voneinander trennen, so daß der dazwischen gefangene Staub ausfallen kann oder durbh eingebaute Reinigungsvorrichtungen, z. B. Bürstenwalzen, leicht ausgefegt werden kann.
- Wird das Filter mit Bindeflüssigkeit irgendwelcher Art betrieben, so wird der Reinigungsraum als Flüssigkeitsbehälter ausgebildet, beispielshalber so, daß die leichtere Netzflüssigkeit in dünner Schicht obenauf schwimmt, die schwere Reinigungsflüssigkeit hingegen in genügender Menge sich darunter befindet. Der Schlamm setzt sich von selbst ab und wird zeitweilig entleert. Die Flüssigkeitsspiegel werden selbsttätig erhalten.
Claims (2)
- PATENT-ANspp,üciiE-. i. Tuchfreies Filter zur trocknen und. feuchten Reinigung von Gasen, dadurchgekennzeichnet, daß die reinigende, vom Gasstrom durchzogene Schicht aus einer oder mehreren Lagen von Drahtgliederband besteht.
- 2. Filter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gliederband als eben oder im Zickzack verlaufende Fläche in Einheitsrahmen eingesetzt ist, so daß es wagerecht, lotrecht oder beliebig geneigt in den Gasstrom eingebaut werden kann. 3. Filter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gliederband in einer oder mehreren Lagen um einen zylindrisehen oder beliebig vieleckigen, luftdurchlässigen Ständer umgewickelt ist. 4. ]Filter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere endlose Gliederbänder von verschiedener Länge über eine gemeinsame Walze so gehängt sind, daß bei der Drehung der Walze die verschieden langen Bänder unten im Reinigungsraume und außerhalb des Gasstromes sich voneinander lösen.
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|---|---|---|---|---|
| DK96168C (da) * | 1957-09-05 | 1963-06-10 | Svenska Flaektfabriken Ab | Luftfilter. |
| DE1240613B (de) * | 1957-10-02 | 1967-05-18 | Superior Ab | Anordnung zum Abtrennen der Reinigungsteilchen von den Rauchgasen bei Kugelregenreinigungsanlagen |
| DE1264410B (de) * | 1962-09-26 | 1968-03-28 | Omnical Ges Fuer Kessel Und Ap | Niederschlagselektrode fuer elektrostatische Abscheider |
| DE1276605B (de) * | 1963-07-01 | 1968-09-05 | Omnical Ges Fuer Kessel Und Ap | Niederschlagselektrode fuer elektrostatische Staubabscheider |
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| US4153008A (en) * | 1977-04-07 | 1979-05-08 | Interrad Corporation | Moving filter system for air-powder separation in an electrostatic powder spray system |
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Also Published As
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