DE363545C - Verfahren zur Entbitterung von Lupinen - Google Patents

Verfahren zur Entbitterung von Lupinen

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DE363545C
DE363545C DEB95262D DEB0095262D DE363545C DE 363545 C DE363545 C DE 363545C DE B95262 D DEB95262 D DE B95262D DE B0095262 D DEB0095262 D DE B0095262D DE 363545 C DE363545 C DE 363545C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L11/00Pulses, i.e. fruits of leguminous plants, for production of food; Products from legumes; Preparation or treatment thereof
    • A23L11/30Removing undesirable substances, e.g. bitter substances
    • A23L11/37Removing undesirable substances, e.g. bitter substances using microorganisms

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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entbitterung von Lupinen. Es wurde die Beobachtung gemacht, daß Lupinen, die mehrere Monate unter gewöhnlichem Leitungswasser aufbewahrt wurden, den Bitterstoff völlig verloren. In dem Wasser hatte sich eine reiche Bakterienflora entwickelt. Es wurde daher angenommen, daß der Bitterstof in den gequollenen Lupinen durch von den Bakterien abgesonderte Fermente abgebaut worden war. Eine Züchtung der Bakterien, die sich in einem dichten Rasen entwickelt hatten, ergab die Anwesenheit von Bakterium coli, Staphylokokken, Vihrionen, Diplokokken und sporenhaltigen Fäulnisbakterien, welch letztere jedoch zu keinem störenden Fäulnisgeruch führten.
  • Es ist nun bereits bekannt, Lupinen in zerkleinertem bzw. gequollenem Zustand der Einwirkung von Bakterien auszusetzen, um die Lupinen zu entbittern. Diese Versuche führten aber nur zu höchst unvollständigen Ergebnissen. Entweder war dabei noch vielstündiges Kochen und Waschen außer der Bakterienwirkung notwendig, so daß dieses Verfahren zu große Nährstoffverluste erforderte und für praktische Zwecke viel zu umständlich war, oder es wurde dadurch eine nur unzureichende Milderung des bitteren Geschmacks der Lupinen erreicht. Die sogenannten Einsätierungsverfahren, bei denen auch bakterielle Vorgänge eine Rolle spielen, dauern etwa drei Monate, beseitigen nur einen Teil der Bitterstoffe und stellen in erster Linie Konservierungsverfahren dar, welche einen Stoffverlust von etwa 2o Prozent aufweisen. Demgegenüber wurde bei den neuen Versuchen gefunden, daß die Bakterien, die auf den aufgeschwemmten Lupinen als Nährboden gewachsen und in bekannter Weise behandelt waren, aufgequollene und vor allem geschrotete Lupinen z. B. bei 40° C. in wenigen Stunden bitterstofffrei machen, worauf die Masse unmittelbar oder getrocknet zu Futterzwecken Verwendung finden kann.
  • Das neue Merkmal dieses Verfahrens besteht also darin, daß durch Züchten von Bakterien auf Lupinen, also auf einem lupinenhaltigen Nährboden, ,die bitter:stoffzerstörende Kraft der Bakterien besonders entwickelt wird. Beispiele: 1. Es werden eine Reihe von Lupinenproben, und zwar je ioo g, bei Zimmertemperatur in Aufschwemmung von gewöhnlichem Leitungswasser (Berliner Wasserleitung) mit geringer Keimzahl aufbewahrt: Auf fast allen Proben entwickelt sieh ein Rasen von Bakterien. Von diesem wird, unter Ausscheidung einzelner Proben, die einen leichten Fäulnisgeruch aufweisen, ein Teil abgeimpft, wieder auf aufgeschwemmte Lupinen überimpft und letztere bei 37 bis 40° C aufbewahrt, wobei sich die Bakterien in wenigen Tagen ohne Fäulniserscheinung entwickeln. Zweckmäßig werden die als Nährboden zum Umzüchten benutzten Lupinen zuvor sterilisiert und auch leicht angeschrotet. Die nach diesen bekannten Verfahren gewonnenen Lupinenbakterien werden nunmehr in je ioo kg Lupinen, welche mit der ill.fachen Menge Wasser aufgequollen und auf 35 bis 40° C erwärmt worden sind, innig verrührt und To bis r2 Stunden unter öfterem Umrühren und bei gleichbleibender Temperatur stehengelassen.
  • ZI. Too kg geschrotete Lupinen werden wie unter I. behandelt, mit dem Unterschiede, daß die Einwirkungsdauer der Bakterien auf 4 bis 6 Stunden verkürzt wird.

Claims (1)

  1. PATENT-AN SPRUC13: Verfahren zur Entbitterung von Lupinen, dadurch gekennzeichnet, daß gequollene oder am besten geschrotete Lupinen mit Bakterien behandelt werden, die auf lupinenhaltigem Nährboden gezüchtet sind.
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