DE362740C - Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Kohlenwasserstoffen aus fettigen oder oeligen Rueckstaenden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Kohlenwasserstoffen aus fettigen oder oeligen Rueckstaenden

Info

Publication number
DE362740C
DE362740C DEW48269D DEW0048269D DE362740C DE 362740 C DE362740 C DE 362740C DE W48269 D DEW48269 D DE W48269D DE W0048269 D DEW0048269 D DE W0048269D DE 362740 C DE362740 C DE 362740C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
production
residues
hydrocarbons
fatty
oily residues
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW48269D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ALFRED WOEHLER
Original Assignee
ALFRED WOEHLER
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ALFRED WOEHLER filed Critical ALFRED WOEHLER
Priority to DEW48269D priority Critical patent/DE362740C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE362740C publication Critical patent/DE362740C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G3/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from oxygen-containing organic materials, e.g. fatty oils, fatty acids
    • C10G3/42Catalytic treatment
    • C10G3/44Catalytic treatment characterised by the catalyst used
    • C10G3/45Catalytic treatment characterised by the catalyst used containing iron group metals or compounds thereof
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P30/00Technologies relating to oil refining and petrochemical industry
    • Y02P30/20Technologies relating to oil refining and petrochemical industry using bio-feedstock

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Kohlenwasserstoffen aus fettigen oder öligen Rückständen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung hochwertiger Kohlenwasserstoffe unter Verwendung von Ausgangsmaterialien, nämlich der fettigen und öligen Rückstände, die .bei der Benzin-, der Terpentin-, .der Lack- und Farbenfabrikation, bei der Linoleumherstellung u. dgl. entfallen.
  • Bisher konnten .derartige kohlenstoffhaltige Rückstände nur zu Heizungszwecken Verwendung finden. Die Erfindung ermöglicht es, aus ihnen durch Destillation hochwertige Produkte herzustellen, :und zwar mit nicht zu erwartender guter Ausbeute.
  • Die Erfindung :beruht auf der Erkenntnis, daß aus Rückständen der eingangsbezeichneten Art auf dem Wege der Destillation noch wertvolle -Produkte dann gewonnen werden können, wenn man den Destillationsvorgang so leitet, daß man ,die heißen wasserdampfhaltigen Oldämpfe .durch fein verteiltes glühendes Metall, z. B. Eisendrehspäne, hindurchleitet, wodurch die Dämpfe wie durch Filter hindurchgehend im glühenden Zustand zersetzt werden. Die hierbei sich entwickelnden Gase werden in einen Gasometer abgeleitet und von da aus in einem Kompressor zum Teil verflüssigt, während die flüssigen Kohlenwasserstoffe durch Blasen geleitet werden, wo sie sich in Fraktionen absetzen. Die aus Kohlenstoff bestehenden Rückstände finden ausschließlich für Heizungszwecke Verwendung.
  • Da das Ausgangsmaterial etwas Wasser enthält, so tritt dieses in Form von Wasserdampf in das Verfahren; dem Wasserdampf wird erst durch das Eisen Sauerstoff entzogen. Der naszierende Wasserstoff tritt mit den Destillationsprodukten in Reaktion.
  • Das gemäß,dem Verfahren zu verwendende Metall, am besten Eisendrehspäne, befindet sich am zweckmäßigsten in. Röhren, in die es festhineingedrückt wird. Es kommt .darauf an, eine möglichst große Oberfläche dieses Metalls zu erhalten, wozu sich feine Drehspäne am besten eignen. Es findet durch eine feste Einpackung und Leihe' niöjliclist b @ge -Metalloberfläche die. beste Zersetzung der Kohlenwasserstoffe statt.
  • Die Zeichnung zeigt schematisch, eine Ausführungsform einer Destillationsanlage, die für das Verfahren der Erfindung geeignet ist. In einem Ofen A befinden sich zwei Retorten B und C, die miteinander verbunden sind. In die Retorte B wird eine Pfanne D mit dem Ausgangsmaterial eingeführt, in die Retorte C eine Patrone F, die mit fein verteiltem Metall, z. B. Eisendrehspäne, beschickt ist.
  • Die Destillationsprodukte streichen aus der Retorte B zunächst .durch die Eisendrehspäne im Rohre F und gelangen von hier aus in eine Vorlage G, in der sich zunächst das schwere Öl abscheidet. Die gasförmigen Produkte werden in einem Gasometer aufgefangen. S,ie können vermittels einer Kompri,mieranlage tei=lweise zu einer Flüssi=gkeit von sehr niedrigem spezifischen Gewicht verdichtet werden, während die flüssigen Kohlenwasserstoffe durch Blasen geleitet werden. Die schwereren Produkte aus der Vorlage G und den Blasen werden von neuem in die Retorte B eingeführt und dort wieder dem Destillationsprozeß unterworfen, bis schließlich nur eine koksähnliche Masse übrigbleibt.
  • Beispiels. Ioo kg schwarze schwere ölige Rückstände der Benzinfabrikation von einem spezifischen Gewicht von 0,940 bis 0,980 dienen als Ausgangsmaterial. Das Öl siedet bei etwa q.00°. Die Pfanne D, die in die Retorte A eingeführt wird, wird zweckmäßig, um den Destillationsvorgang zu erleichtern, mit stückigem Material, Koks o.,d@gl., beschickt, auf welches das Öl gegossen wird, worauf die Pfanne D auf Hellrobglut,erhi.tzt wird. In der Vorlag G sammelt sich zunächst ein sehr schweres, meist teeriges Öl. In den anderen Vorlagen sammeln sich leichtere flüssigeKohlenwasserstoffe. In einem Gasometer werden die Destillationsgase aufgefangen, die bei normaler Temperatur einem Druck von I50 Atmosphären unterworfen werden.
  • Es resultieren hier etwa '/8 ,bis '-/41 auf den Kubikmeter sehr leichter Kohlenwasserstoffe von einem geringen bisher nicht bekannten spezifischen Gewicht 0,540 bis o,6oo. Als Rest 1zleibt ein komprimierbares Leuchtgas, das etwa den gleichen Heizwert wie Leuchtgas aus Steinkohle besitzt.
  • Die Rückstände in der Vorlage G und den Blasen können wieder in die Pfanne D gefüllt werden, um nochmals dem Destillationsprozeß unterworfen zu werden, bis eine koksartige Masisie übrigbl,eibt. Anis l#nldpmodjukbe werden je nach Qualität des Rückstandes bis 6o kg mehr oder weniger leichte Kohlenwasserstoffe erhalten.
  • Beispiele. ioo kg Rückstände von der Terpentinö1ge-. winnung, Kolophonsuinschlacke usw., werden dem Destillationsprozeß unterworfen. Es resultieren als En,dprodükt außer j e nach O.ualität der Schlacken bis 5o kg mehr oder weniger leichten terpentinartigen Kohlenwasserstoffen auch: bis 5o @kg koksartige Rückstände, die sich vorzüglich für Heizzwecke eignen, außerdem Leuchtgas, wenn man das Ausgangsmaterial in der Retorte B auf Hellrotglut erhitzt. Man kann aus .dem Ausgangsmaterial auch etwas schwerere Öle unter Umgehung des gasförmi-D*en Produktes erzielen. Diese Öle bilden ein vorzügliches und wertvolles Ausgangsmaterial für die Seifenfabrikation. Zu; diesem Behufe erhitzt man das 0l-Wasser-Dampfgemisch nur auf Dunkelrotglutt. Man verwendet ausschl.neßllich die in der ersten Vorlage sich an@ samLneilnden .schweren öle.
  • In ähnlicher Weise lassen sich kohlenstoffhaltige Rückstände der Lack-und der Farbenfabrikation von öliger Beschaffenheit verarbeiten. Bei Groß=betrieben empfiehlt es sich, das Ausgangsmaterial in den großen Pfannen oder Retorten zu vergasen und die Gase in. zwei rder mehrere Retorten zu leiten, die mit Patronen mit fein verteiltem Metall beschickt sind.
  • Durch die Vermehrung der Anzahl der Patronen mit fein verteiltem Metall wird die Spaltung des Behandlungsgutes energischer ,iurchgeführt, so daß die Menge .der schweren Rückstände von vornherein verringert wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Kohlenwasserstoffen aus fettigen oder öligen Rückständen der Benzin-, Lack-, Farben-, Terpentin-, Linoleumfabrikation u. ,d@gl., dadurch gekennzeichnet, daß man die Ausgangsstoffe mit dem in ihnen enthaltenen Wasser z. B. in auswechselbaren, in Retorten einzusetzenden Pfannen verdampft und das Öl-Wasser-Dampfgemisch durch auf Glühtemperatur, zweckmäßig auf Hellzotglut erhitzte, gegebenenfalls in auswechselbaren Patronen befindliche Metallmassen, z. B. Eisendrehspäne, hindurchleitet.
DEW48269D 1916-08-16 1916-08-16 Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Kohlenwasserstoffen aus fettigen oder oeligen Rueckstaenden Expired DE362740C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW48269D DE362740C (de) 1916-08-16 1916-08-16 Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Kohlenwasserstoffen aus fettigen oder oeligen Rueckstaenden

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW48269D DE362740C (de) 1916-08-16 1916-08-16 Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Kohlenwasserstoffen aus fettigen oder oeligen Rueckstaenden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE362740C true DE362740C (de) 1922-10-31

Family

ID=7604714

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW48269D Expired DE362740C (de) 1916-08-16 1916-08-16 Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Kohlenwasserstoffen aus fettigen oder oeligen Rueckstaenden

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE362740C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2117691B2 (de) Verfahren zur verzögerten Ver kokung von Pyrolysebrennstoffbl
DE3329042A1 (de) Verfahren zur rueckgewinnung von bunt- und edelmetallen aus kohlenstoffhaltigen materialien
DE362740C (de) Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Kohlenwasserstoffen aus fettigen oder oeligen Rueckstaenden
DE2925548C2 (de) Verfahren zur Behandlung von Ölsand
DE2749408A1 (de) Verfahren zur herstellung von formkoks
DD144171A5 (de) Verfahren zur umwandlung von altgummi
DE622930C (de) Verfahren zur Entgasung von Rohbraunkohle
DE618224C (de) Verfahren zum Spalten von Kohlenwasserstoffoelen
DE332155C (de) Verfahren zur Erzeugung von Leucht- und Heizgas aus bituminoesem Schiefer
DE432848C (de) Verfahren zur Ausfuehrung von Reaktionen zwischen Hochdruckgasen und festen Stoffen
DE640472C (de) Verfahren zur Gewinnung eines reinen Gemisches von Kohlenoxyd und Wasserstoff
DE582717C (de) Verfahren zur Gewinnung von OElen
DE3434617A1 (de) Verfahren zur herstellung von fluessigprodukten, insbesondere teer, aus organischen schuettguetern
DE1086000B (de) Verfahren zur Abfilterung feiner Brennstoffanteile aus dem Gasstrom von Gaserzeugern
DE366611C (de) Verfahren zur Herstellung hochwertiger Kohlenwasserstoffe aus fettigen oder oeligen Rueckstaenden
DE341972C (de)
DE671950C (de) Verfahren zur Herstellung von Brenngas durch Entgasen von Braunkohle
DE161236C (de)
DE490397C (de) Verfahren zum Verkoken von Brennstoff in stehenden Retorten
DE712311C (de) Verfahren zur Druckhydrierung kohlenstoffhaltiger Stoffe
DE57729C (de) Zusatz von Kryolith beim Cementiren von Eisen
DE608467C (de) Verfahren zur Darstellung von Kohlenwasserstoffen
DE389657C (de) Verfahren zur Herstellung von aschefreiem Koks fuer metallurgische Zwecke
DE470726C (de) Verfahren zum Schwelen und Hydrieren bituminoeser Stoffe
DE541312C (de) Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung von Brennstoffbriketts