DE3615992C2 - - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01F—MIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
- B01F27/00—Mixers with rotary stirring devices in fixed receptacles; Kneaders
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vermischen von kernigen
Stoffen mit einer Flüssigkeit, insbesondere von Baustoffen mit Wasser,
mit einem Mischbehälter, mit mindestens einem in dem Mischbehälter ro
tierenden Mischorgan, das an einer Mischerwelle befestigt ist, mit einer
Lagerung der Mischerwelle an ihrem antriebsabgewandten Ende und mit
einer Zuführungsleitung für die Flüssigkeit.
Bei den Baustoffen han
delt es sich bevorzugt um natürliche und künstliche Baustoffe, wie sie
in Untertagebetrieben Verwendung finden, bei der Flüssigkeit bevorzugt
um Wasser zum Anmachen dieser Baustoffe; beispielsweise werden Mörtel
und Beton aus Bindemitteln, Zuschlagstoffen und Wasser hergestellt.
Es ist eine Vorrichtung zum Mischen pulverförmiger und breiiger Güter
in einem stillstehenden Mischbehälter mit senkrechter Achse und einer
um die Behälterachse rotierenden sowie das Gut an der Behälterwand
hochfördernden Bandschnecke bekannt, bei welcher ein nach außen för
dernder Spiralräumer am Behälterboden und ein nach innen fördernder
Spiralräumer in Höhe des Füllgutspiegels vorgesehen sind. Die Band
schnecke und die Spiralräumer sind an einer Antriebswelle befestigt,
welche einen Düsenarm mit Sprühdüsen trägt. Die Antriebswelle weist
eine zentrale, zu dem Düsenarm führende Flüssigkeitsleitung auf. Die
umlaufenden Sprühdüsen besprühen die von dem oberen Spiralräumer be
strichene Gutfläche mit Flüssigkeit. Das antriebsabgewandte Ende der
Antriebswelle befindet sich außerhalb des Mischbehälters in einem durch
Luftspülung von Staub freigehaltenen Lager (vgl. DE-OS 19 32 094).
Durch diese bekannten Maßnahmen sind die Probleme um ein homogenes
Vermischen von Baustoffen mit den in Frage kommenden Flüssigkeiten
nicht maßgebend beeinflußt worden.
Bei anderen Vorrichtungen zum Vermischen von Baustoffen mit Flüssig
keiten erfolgt die Flüssigkeitszuführung regelmäßig dezentral in den
Mischbehälter. Dadurch wird das Anmachen der Baustoffe erschwert und
häufig eine ungleichmäßige Benetzung der Baustoffe mit den Flüssigkei
ten in Kauf genommen. Folglich ist die Bindung bisweilen unbefriedi
gend. Hinzu kommt, daß die Lagerung der Mischerwelle in dem Misch
behälter, sofern deren antriebsabgewandtes Wellenende gelagert ist,
hohem Verschleiß unterworfen ist, weil die Lagerung durch die zu mi
schenden Baustoffe angegriffen wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Ver
mischen von kernigen Stoffen mit einer Flüssigkeit, insbesondere von
Baustoffen mit Wasser, der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, wel
che einerseits ein homogenes Vermischen der kernigen Stoffe mit den in
Frage kommenden Flüssigkeiten gewährleistet, andererseits zugleich eine
verschleißarme Lagerung der Mischerwelle an ihrem antriebsangewandten
Wellenende sicherstellt.
Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung
dadurch, daß die Lagerung der Mischerwelle an ihrem antriebsabge
wandten Ende an einem koaxial angeordneten Rohr erfolgt, daß das
Rohr die Wandung des Mischbehälters durchdringt und an die Zufüh
rungsleitung für die Flüssigkeit anschließbar ist, daß das Rohr inner
halb des Mischbehälters Austrittsöffnungen für die Flüssigkeit aufweist,
daß ein Teil der in das Rohr eintretenden Flüssigkeit noch vor ihrem
Austritt aus den Austrittsöffnungen das an dem Rohr angeordnete Lager
schmiert, und daß das Rohr mit vorgegebenem Abstand von mindestens
einem Teil des Mischorganes umgeben ist.
Diese Maßnahmen der Erfin
dung haben zur Folge, daß eine zentrale Flüssigkeitszufuhr in den
Mischbehälter und folglich in bezug auf das bzw. die Mischorgane ge
währleistet ist. Aus der zentralen Flüssigkeitszufuhr durch das orts
feste Rohr resultiert ein homogenes Mischen der Baustoffe mit der jewei
ligen Flüssigkeit, zu beispielsweise Mörtel, Beton oder dergleichen.
Folglich wird eine einwandfreie und gleichmäßige Benetzung der Bau
stoffe mit der jeweiligen Flüssigkeit, beispielsweise ein optimales Anma
chen von Bindemitteln und Zuschlagstoffen, erreicht. Hinzu kommt, daß
durch die zentrale Flüssigkeitszuführung zugleich eine verschleißarme
Lagerung des antriebsabgewandten Wellenendes der Mischerwelle er
reicht wird, weil die zentral geführte Flüssigkeit gleichsam für eine
Schmierung des antriebsabgewandten Wellenendes der Mischerwelle sorgt.
Denn dieses Wellenende wird stets von der zugeführten Flüssigkeit um
spült und reinigt folglich den Lagerbereich von Baustoffpartikeln feiner
Körnung, die sich dort abzusetzen versuchen. Die Lehre der Erfin
dung läßt sich sowohl bei Vertikalmischern als auch bei Horizontalmi
schern verwirklichen. Die Anordnung der Druckförderpumpen für das
Mischgut ist beliebig.
Weitere vorteilhafte Merkmale werden im folgenden aufgeführt. So sieht
die Erfindung vor, daß die Mischerwelle einen Lagerzapfen und das
Rohr eine Lagerbuchse aufweist, und daß der Lagerzapfen mit vorgege
benem Bewegungsspiel in der Lagerbuchse gelagert ist. Aufgrund des
Bewegungsspieles wird die Umspülung des Wellenlagers durch die über
das Rohr geführte Flüssigkeit optimiert. Vorzugsweise weist die Lager
buchse einen das freie Ende des Rohres übergreifenden Flansch auf,
auf dem die Mischerwelle abgestützt ist. Auch in diesem Bereich der
Lagerbuchse erfolgt dennoch ein Freispülen des Lagerflansches von
feinkörnigen Baustoffpartikeln, und zwar aufgrund des hinreichenden
Flüssigkeitsdruckes. Die Lagerbuchse besteht zweckmäßigerweise aus
Kunststoff. Die Austrittsöffnungen in dem Rohr sind erfindungsgemäß als
über den Rohrumfang verteilte, z. B. sich diametral gegenüberliegende
Einspritzdüsen ausgebildet, um ein gleichmäßiges Austreten der Flüssig
keit aus dem Rohr in die zu mischenden Baustoffe zu erreichen. Inso
weit wird das gleichmäßige Benetzen der Baustoffe unterstützt. Die Ein
spritzdüsen sorgen für ein hinreichend tiefes Eindringen der Flüssigkeit
in die Baustoffe.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin
zu sehen, daß eine Vorrichtung zum Vermischen von kernigen Stoffen
mit einer Flüssigkeit, insbesondere von Baustoffen mit Wasser, verwirk
licht wird, die infolge zentraler Flüssigkeitszuführung einerseits ein
homogenes Mischen der Stoffe unter Berücksichtigung einer gleichmäßi
gen und durchdringenden Benetzung gewährleistet, andererseits für eine
einwandfreie Schmierung des antriebsabgewandten Wellenlagers der Mi
scherwelle und dadurch für eine beachtliche Verschleißreduzierung bzw.
erhöhte Lebensdauer Sorge trägt. Das gelingt mit verhältnismäßig ein
fachen und funktionssicheren Mitteln.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausfüh
rungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Mischvorrichtung als Vertikalmischer in
schematischer Darstellung und
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Mischvorrichtung als Horizontalmischer
in schematischer Darstellung.
In den Figuren ist eine Vorrichtung zum Vermischen von kernigen Stof
fen mit einer Flüssigkeit, insbesondere von Baustoffen mit Wasser, dar
gestellt. Diese Vorrichtung weist einen Mischbehälter 1, zumindest ein
in dem Mischbehälter 1 rotierendes Mischorgan 2, eine zentrale Mischer
welle 3 für das Mischorgan 2 und eine Zuführungsleitung für das Was
ser bzw. die jeweilige Flüssigkeit auf. Die Mischerwelle 3 ist mit ihrem
antriebsabgewandten Wellenende in einem koaxial ortsfesten Rohr 4 ge
lagert. Das Rohr 4 durchdringt die Wandung des Mischbehälters 1 und
ist an die Zuführungsleitung für die Flüssigkeit anschließbar. Ferner
weist das Rohr 4 innerhalb des Mischbehälters 1 Austrittsöffnungen 5
für die Flüssigkeit auf. Die Mischerwelle 3 besitzt einen Lagerzapfen 6,
während das Rohr 4 eine Lagerbuchse 7 für den Lagerzapfen 6 aufweist.
Der Lagerzapfen 6 ist mit vorgegebenem Bewegungsspiel in der Lager
buchse 7 gelagert. Die Lagerbuchse 7 besitzt einen das freie Ende des
Rohres 4 übergreifenden Flansch 8. Die Mischerwelle 3 ist auf dem
Flansch 8 abgestützt. Die Lagerbuchse 7 besteht aus Kunststoff. Die
Austrittsöffnungen 5 in dem Rohr 4 sind als über den Rohrumfang ver
teilte, z. B. sich diametral gegenüberliegende Einspritzdüsen ausgebil
det. Das Rohr 4 ist mit vorgegebenem Abstand von dem bzw. den Misch
organen 2 umgeben, denen sich eine Förderschnecke 9 anschließen kann,
wie das bei dem Vertikalmischer angedeutet ist.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Vermischen von kernigen Stoffen mit einer Flüssig
keit, insbesondere von Baustoffen mit Wasser, mit einem Mischbehälter,
mit mindestens einem in dem Mischbehälter rotierenden Mischorgan, das
an einer Mischerwelle befestigt ist, mit einer Lagerung der Mischerwelle
an ihrem antriebsabgewandten Ende und mit einer Zuführungsleitung für
die Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lagerung der Mischerwelle (3) an ihrem antriebsabgewandten Ende
an einem koaxial angeordneten Rohr (4) erfolgt, daß das Rohr (4) die
Wandung des Mischbehälters (1) durchdringt und an die Zuführungslei
tung für die Flüssigkeit anschließbar ist, daß das Rohr (4) innerhalb
des Mischbehälters (1) Austrittsöffnungen (5) für die Flüssigkeit auf
weist, daß ein Teil der in das Rohr (4) eintretenden Flüssigkeit noch
vor ihrem Austritt aus den Austrittsöffnungen (5) das an dem Rohr (4)
angeordnete Lager schmiert, und daß das Rohr (4) mit vorgegebenem
Abstand von mindestens einem Teil des Mischorganes (2) umgeben ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mi
scherwelle (3) einen Lagerzapfen (6) und das Rohr (4) eine Lagerbuch
se (7) aufweist, und daß der Lagerzapfen (6) mit vorgegebenem Bewe
gungsspiel in der Lagerbuchse (7) gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lagerbuchse (7) einen das freie Ende des Rohres (4) übergreifenden
Flansch (8) aufweist und die Mischerwelle (3) auf dem Flansch (8) ab
gestützt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Lagerbuchse (7) aus Kunststoff besteht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Austrittsöffnungen (5) in dem Rohr (4) als über den Rohr
umfang verteilte, z. B. sich diametral gegenüberliegende Einspritzdüsen
ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863615992 DE3615992A1 (de) | 1986-05-13 | 1986-05-13 | Vorrichtung zum mischen von trockenen und fluessigen stoffen, insbesondere von baustoffen und fluessigkeiten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863615992 DE3615992A1 (de) | 1986-05-13 | 1986-05-13 | Vorrichtung zum mischen von trockenen und fluessigen stoffen, insbesondere von baustoffen und fluessigkeiten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3615992A1 DE3615992A1 (de) | 1987-11-19 |
| DE3615992C2 true DE3615992C2 (de) | 1988-03-31 |
Family
ID=6300670
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863615992 Granted DE3615992A1 (de) | 1986-05-13 | 1986-05-13 | Vorrichtung zum mischen von trockenen und fluessigen stoffen, insbesondere von baustoffen und fluessigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3615992A1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19755059C2 (de) * | 1997-12-11 | 1999-11-25 | Martin Theodor Melchior | Mischquirl für eine Mischeinrichtung |
Family Cites Families (1)
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| DE1932094C3 (de) * | 1969-06-25 | 1973-11-08 | Karl Kranz Gmbh, 8902 Goeggingen | Vorrichtung zum Mischen pulver förmiger und breiartiger Guter |
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1986
- 1986-05-13 DE DE19863615992 patent/DE3615992A1/de active Granted
Also Published As
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| DE3615992A1 (de) | 1987-11-19 |
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