DE4403262C2 - Vorrichtung zum Mischen insbesondere von Schmutzwasser von Betonwiederaufbereitungsanlagen - Google Patents
Vorrichtung zum Mischen insbesondere von Schmutzwasser von BetonwiederaufbereitungsanlagenInfo
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- B01F27/60—Mixers with rotary stirring devices in fixed receptacles; Kneaders with stirrers rotating about a horizontal or inclined axis
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mischen insbeson
dere von Schmutzwasser von Betonwiederaufbereitungsanlagen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Bei der Wiederaufberei
tung von Restbeton fällt Schmutzwasser an, das noch unausge
härteten Beton enthält. Dieses Wasser muss in Bewegung gehal
ten werden, da die Betonreste in stillstehendem Wasser abbin
den. Das Schmutzwasser wird üblicherweise in Gruben geleitet,
in denen es mit Rührern in Bewegung gehalten wird. Diese Gru
ben sind in verschiedenen Formen ausgeführt und mit Betonwän
den ausgekleidet. Quer über die Grube reichen Stahlträger, die
als Auflager für Getriebemotoren dienen. Diese Getriebemotoren
treiben Wellen an, die in die Grube hineinführen und an ihrem
unteren Ende Rührflügel aufweisen. Ein oder mehrere derartige
Rührer werden derart in der Grube angeordnet, dass der gesamte
Schlamm in Bewegung gehalten wird. Insbesondere an den Rändern
und in den Ecken bilden sich aber Zonen mit geringer Strömung,
in denen der Betonschlamm abbindet und Ablagerungen bildet.
Diese Ablagerungen müssen in einem aufwendigen Verfahren abge
kratzt und ausgebaggert werden.
Eine derartige Grube kann nicht vollständig entleert werden,
da ab einer bestimmten Füllhöhe die Rührflügel oberhalb des
Schmutzwassers liegen und es daher nicht mehr umrühren können.
Dies führt dazu, dass in einer rechteckigen Grube von bei
spielsweise etwa 54 m3 etwa 18 m3 Schmutzwasser dauernd ver
bleiben müssen.
Aus der US-PS 3,194,504 ist eine Mischeinrichtung insbesondere
zum Mischen von Feststoffen mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1 bekannt. Der Antrieb der Mischwendeln erfolgt
über eine durch die Behälterwand hindurchgeführte Antriebswel
le. Bei Verwendung dieser bekannten Vorrichtung zum Mischen
von Flüssigkeiten ist eine Abdichtung der Welle erforderlich,
die einem starken Verschleiß ausgesetzt ist, sodass es zu
Undichtigkeiten des Behälters kommen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu,
finden, mit der Schmutzwasser insbesondere von Betonwiederauf
bereitungsanlagen so in Bewegung gehalten wird, dass keine Ab
lagerungen entstehen können, und bei der keine Dichtigkeits
probleme auftreten können.
Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des Vorrichtungsanspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Un
teransprüche.
Die abgerundete Form des Behälters hat vor allem zwei Vortei
le. Einerseits ermöglicht sie das Einpassen von Spiralen in
diese Form und andererseits ist ein trogartiger Behälter
leicht in vorhandene Gruben einzusetzen. Die Spiralen füllen
die Unterseite des Behälters derart aus, dass ihre äußeren
Ränder sich derart an der Wandung der Behälterunterseite ent
langbewegen, dass das Schmutzwasser überall in Bewegung gehal
ten wird. Zonen mit geringerer Strömungsgeschwindigkeit können
dadurch nur im Bereich der Spiralachse auftreten. Da die
Schmutzreste jedoch durch ihre Schwerkraft sich immer wieder
in Richtung Behälterboden bewegen, können nirgends Ablagerun
gen von abgebundenen Betonresten entstehen.
Vorteilhaft ist es, dass die Spiralen an einem ihrer Enden
einen Ring aufweisen, über den sie exzentrisch angetrieben
werden. Dadurch kann der Antrieb der Spiralen im oberen
Bereich des Behälters angeordnet werden. Die Mischspirale wird
freitragend über Laufringe in Tragrollen geführt und gelagert.
Eine Strömung zur Behältermitte kann entweder dadurch erreicht
werden, daß gleichartige Spiralen sich in entgegengesetzter
Richtung bewegen, oder dadurch, daß gegenläufig gewendelte
Spiralen in gleicher Richtung angetrieben werden.
Um eine gute Umwälzung des Schmutzwassers zu erreichen, kann
die Strömung am Behälterboden zur Behältermitte zeigen oder
nach außen zu den Behälterstirnseiten gehen.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsge
mäßen Vorrichtung zum Mischen von Schmutzwasser von Betonwie
deraufbereitungsanlagen anhand der beiliegenden Zeichnung
näher erläutert.
Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine geschnittene Sei
tenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die Vorrichtung 10, die auch als Spiralmischer bezeichnet
werden kann, besteht aus einem Behälter 11 und einer Misch
einrichtung 12. Der Behälter 11 hat bis etwa zu einer mitt
leren Höhe senkrecht stehende Seitenwände und ist an seiner
Unterseite trogförmig. Somit ist der Behälter 11 im Längs
schnitt rechteckig und im Querschnitt U-förmig. Die Seiten
wände können aber auch höher ausgeführt sein.
Die Mischeinrichtung 12 besteht im wesentlichen aus zwei
Mischspiralen 13.1, 13.2, die an einem Rollenkranz 14 befe
stigt sind, der über ein Antriebsritzel 15 angetrieben wird.
Die zwei Mischspiralen 13.1, 13.2 und der Rollenkranz 14 sind
an zwei sich gegenüberliegenden Führungsrollenpaaren 16.1,
16.2 drehbar gelagert. Die Führungsrollenpaare (in der Figur
ist jeweils nur eine Führungsrolle 16.1 bzw. 16.2 gezeigt)
sind an den Stirnseiten 17, 18 des Behälters 11 im oberen Teil
des Behälters 11 angebracht, und je zwei Führungsrollen an den
beiden Behälterstirnseiten 17, 18 stützen einen Laufring 19,
20, an dem die Mischspiralen 13.1, 13.2 befestigt sind.
Die beiden Mischspiralen 13.1, 13.2 sind in der Figur in ent
gegengesetzten Richtungen zueinander gewendelt, um bei glei
cher Drehrichtung in entgegengesetzten Richtungen fördern zu
können.
Im Betrieb werden die Mischspiralen 13.1, 13.2 der Mischein
richtung 12 über das Antriebsritzel 15 über den Rollenkranz 14
in einer Richtung angetrieben. Die unterschiedliche Wendelung
der Mischspiralen 13.1, 13.2 hat zur Folge, dass das Schmutz
wasser und im Schmutzwasser befindliche Betonreste im unteren
Teil des Behälters zur Mitte zwischen den Stirnseiten 17, 18
des Behälters 11 gefördert werden. Dort treffen die zwei Strö
mungen aufeinander und ergeben eine starke Vermischung der
Flüssigkeit. Durch diese Bewegung wird ein Aushärten von Be
tonteilen vermieden.
Die Vorrichtung ermöglicht außerdem ein totales Entleeren des
Behälters. Ein Mindestwasserstand ist nicht mehr erforderlich.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Mischen insbesondere von Schmutzwasser
von Betonwiederaufbereitungsanlagen mit einem Behälter und
einer Mischeinrichtung, wobei der Behälter (11) an seiner
Unterseite die Form eines Troges hat und die Mischeinrich
tung (12) zwei im Behälter (11) befindliche, in entgegen
gesetzten Förderrichtungen antreibbare Mischspira
len (13.1, 13.2) aufweist, die mit minimalem Abstand zur
Behälterunterseite in die Trogform passen, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Mischspiralen (13.1, 13.2) auf Rol
len (16.1, 16.2) gelagert sind, die im oberen Bereich des
Behälters (11) an dessen Stirnseiten (17, 18) angebracht
sind und an mindestens einem ihrer Enden einen Ring auf
weisen, der im oberen Bereich des Behälters (11) durch
eine exzentrische Antriebsvorrichtung (15) antreibbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mischspiralen (13.1, 13.2) gegenläufig gewendelt und
in der gleichen Richtung antreibbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mischspiralen (13.1, 13.2) gleichläufig gewendelt und
in entgegengesetzter Richtung antreibbar sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass der Antriebsring als ein Rollen
kranz (14), der über ein Antriebsritzel (15) antreibbar
ist, ausgebildet ist.
Priority Applications (3)
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| DE4403262A1 DE4403262A1 (de) | 1995-08-10 |
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