DE36094C - Verfahren zur Darstellung eines Blutdüngers - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Blutdüngers

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DE36094C
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DE
Germany
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blood
fertilizer
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preparation
dextrin
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DENDAT36094D
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Freih. VON STEIN in Gr. Kochberg bei Rudolstadt a. S
Publication date
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Publication of DE36094C publication Critical patent/DE36094C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B7/00Fertilisers based essentially on alkali or ammonium orthophosphates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F1/00Fertilisers made from animal corpses, or parts thereof
    • C05F1/005Fertilisers made from animal corpses, or parts thereof from meat-wastes or from other wastes of animal origin, e.g. skins, hair, hoofs, feathers, blood
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    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 16: Düngerbereitung.
Der Blutdünger ist zunächst bestimmt, als Samendünger zu dienen, indem mit demselben Samenkörner bestreut werden, welche vorher mit einer Lösung von Dextrin überzogen worden sind, so dafs der Blutdünger an denselben haftet. Dieser kann jedoch ebensowohl als selbstständiger Dünger wie jeder andere pulverförmige durch Ausstreuen auf Ackerland oder Wiesen verwendet werden.
Die Herstellung des Blutdüngers erfolgt am besten in viereckigen, kühlschiffähnlichen, hölzernen, freistehenden Kästen, welche ein Bearbeiten der Masse mit Krücken möglichst von allen vier, wenigstens aber von zwei Seiten gestatten.
In diese wird zunächst frisches, gequirltes Schlachtblut eingelassen. Auf je 150 Pfund Blut (diese Gewichtsmenge ist als Basis der Berechnung gewählt, weil die daraus entstehende Düngermasse in ihren Nährstoffen gerade 1000 Pfund Malzkeimen in lufttrockenem Zustande entspricht) werden 30 Pfund fein gepulvertes . saures Kaliumphosphat zugesetzt. Bei kleinen Betrieben können diese mit Schaufeln möglichst gleichmäfsig eingetragen oder von einem auf einer verschiebbaren Brücke über dem Kasten stehenden Arbeiter aufgesiebt werden. Für gröfsere Betriebe empfiehlt sich eine auf einem Schienengeleise über dem Mischgefäfs laufende Streumaschine, welche in einem Gang das der Blutmenge entsprechende Gewicht der Zusätze in der ganzen Breite des Gefäfses einstreut.
Nachdem das Phosphorsälz mit der Blutmasse so durchgekrückt ist, dafs nirgends mehr Theile desselben auf der Oberfläche sichtbar sind, überläfst man die Masse ungefähr 10 Minuten lang sich selbst, bis die Lösung des Salzes im Blutserum erfolgt ist, wobei sich Albuminverbindungen sowohl mit der Säure, wie mit der Basis des Salzes bilden.
Hierauf wird so viel Melassenschlempe-Asche, ebenfalls fein gepulvert, eingetragen, als einem Kaligehalt von 6,40 Pfund entspricht. Nach den Durchschnittsanalysen von Professor Dr. E. Wolff-H.oh en heim sind 20 Pfund hiervon dazu nöthig. (In Ermangelung von Melassenasche kann so viel Potasche, als dem angegebenen Kaligehalt entspricht, verwendet werden.)
, Durch das darin enthaltene Kaliumcarbonat wird der gröfste Theil des sauren Kaliumphosphats in neutrales Salz verwandelt. Die entweichende Kohlensäure verursacht in der ganzen Masse eine Bewegung, die eine innige Mischung wesentlich befördert und welche durch fortgesetztes Durchkrücken unterstützt wird.
Wenn die Kohlensäure - Entwickelung der Hauptsache nach beendet ist, hat die Blutflüssigkeit eine breiartige Consistenz angenommen.
Jetzt werden 28 Pfund fein gepulverter Chilisalpeter eingestreut und wieder durchgekrückt, bis von demselben in der Masse nichts mehr fühlbar ist.
Schliefslich werden in die Masse allmälig 250 Pfund Blutmehl eingearbeitet. (Bei der Herstellung des Blutmehls darf kein Zusatz von ätzendem Kalkpulver, möglichst auch nicht von Schwefelsäure stattgefunden haben.) Nachdem dies geschehen, hat dieselbe das Ansehen von frischem Kaffeesatz und ungefähr den Feuchtigkeitsgrad desselben. Sie wird nun in einen
luftigen Trockenraum gebracht und einige Zoll hoch ausgebreitet. Durch den Mischungsprocefs mit dem Blutmehl haben sich kleinere und gröfsere_ Theilstücke von unregelmäfsiger Form gebildet, welche an der Oberfläche rasch abtrocknen, während der von dem frischen Blut herrührende Kern noch weich und elastisch bleibt, so dafs sie wurmartige Bewegungen machen, wenn man leise darin rührt.
Wenn dieser Moment der Abtrocknung eingetreten ist, findet der letzte Zusatz zu dem Dünger statt, welcher demselben den noch fehlenden Rest von Kali, Magnesia und kaltwasserlöslicher Kieselsäure einverleibt.
Da sich häufig im Blutmehl bereits gebildetes kohlensaures Ammoniak befindet, so wird dieses durch das zugesetzte, stark alkalische Natriumsilicat (das Verhältnifs in demselben ist: Kieselsäure : Natron = ι ο : 11) leicht ausgetrieben, d. h. das Ammoniak wird 'von der anwesenden Kalimagnesia nur theilweise gebunden. Dieser Fall tritt ein, wenn die Düngermasse noch zu feucht ist, wovon man sich durch den Geruch bei einem probeweisen Zusatz leicht überzeugen kann.
Läfst man aber die Trocknung des Blutdüngers zu weit fortschreiten, so haften die ■zum Theil staubfeinen Theile des letzten Zusatzes nicht an den Theilstücken desselben und rieseln beim Umrühren mit denselben, die viel gröfser sind, zwischen diesen durch, so däfs eine gleichmäfsige Mischung nicht erzielt wird.
Es ist hiernach sehr wichtig für den letzten Zusatz, den richtigen Moment der Trocknung des Blutdüngers abzupassen.
Dieser letzte Zusatz wird in folgender Weise präparirt und mufs natürlich gleichzeitig mit dem Blutdünger hergestellt werden oder schon in Vorrath vorhanden sein, um im rechten Moment verwendet werden zu können. Die Herstellung desselben findet auf einem Koller-, gang mit Rührmessern statt.
Zunächst werden io Pfund fein gepulvertes calcinirtes Kaliummagnesiumsulfat mit 15 Pfund Dextrin, und getrennt davon 17 Pfund fein gepulvertes Natriumsilicat von der erwähnten Zusammensetzung mit 35 Pfund Dextrin verrieben, dann beide Mischungen innig vereinigt und dem Blutdünger zugesetzt, mit welchem sie durch Umschaufeln und Harken (Rechen) oder in einer Mischtrommel möglichst ' gleichmäfsig gemischt werden.
Der so fertig zusammengesetzte Dünger wird bei gutem Wetter durch Sonne und Wind, bei schlechtem in flachen Blechkästen mit doppelten Böden, durch die erwärmte Luft streicht,' getrocknet, bis er vollkommen hart und spröde ist, dann staubfein gemahlen.
Als leitende Gesichtspunkte für die Zusammensetzung und Herstellung dieses Blutdüngers sind hier noch erläuternd anzuführen:
ι. Die Zusammensetzung des Blutdüngers ist zunächst für Körnerfrüchte, speciell für Gerste berechnet; ich behalte mir aber vor, innerhalb des genannten Verfahrens solche Veränderungen bezüglich der Nährstoffmengen eintreten zu lassen, welche anderen Culturzwecken entsprechen.
2. Die zur Verwendung kommenden Nährstoffe sind so gewählt, dafs ein Theil sofort aufnahmefähig ist, ein anderer dies erst allmälig wird, so'dafs der Wurzelstock der Pflanze in seinem Bereich bis zur erfolgten Aufzehrung die nöthige Nährflüssigkeit findet.
3. Die Art der Herstellung ist so eingerichtet, dafs die Bildung unlöslicher Verbindungen durch gegenseitige Fällungen bei der Fabrikationmöglichst ausgeschlossen bleibt, ebenso die Ausscheidung von gallertartiger Kieselsäure, die bei vollständiger Austrocknung unlöslich werden würde.
4. Es ist darauf Rücksicht genommen, dafs sich in der Düngermischung möglichst wenig Ballast an Kalk, Natron u. s. w. befindet, auch die schwefelsauren Salze, wie Chlorverbindungen, so beschränkt sind, dafs ein schädlicher Einflufs derselben auf den Keim und die jungen Wurzeln kaum zu· fürchten ist.
5. Die Stoffe sind so gewählt, dafs sie sich nur zum kleinsten Theil in der Dextrinlösung, auf welcher sie kleben sollen, selbst lösen und schmierig werden oder gar ein schädliches Aneinanderkleben der präparirten Saatkörner verursachen, dagegen selbst gut auf dem mit Dextrinlösung präparirten Samen haften, was durch den Dextrinzusatz zu dem Dünger selbst befördert wird.
6. Schliefslich ist zu erwähnen, dafs dieser Blutdünger nicht hygroskopisch ist und deshalb in lose gewebten Säcken verschickt werden kann, ohne feucht zu werden und sein Gewicht wesentlich zu ändern.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Darstellung eines Blutdüngers, darin bestehend, dafs eine durch Mischen von frischem Schlachtblut mit saurem Kaliumphosphat, Kaliumcarbonat, Chilisalpeter und Blutmehl erhaltene Masse mit Mischungen, bestehend aus Dextrin und calcinirtem Kaliummagnesiumsulfat einerseits und kaltwasserlöslichem Natriumsilicat andererseits, innig vermengt, getrocknet und gemahlen wird.
DENDAT36094D Verfahren zur Darstellung eines Blutdüngers Expired DE36094C (de)

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DE36094C true DE36094C (de) 1900-01-01

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DE (1) DE36094C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1116244B (de) * 1959-06-22 1961-11-02 Ludwig Engelhart Verfahren zur Herstellung von nicht staubenden Handelsduengemitteln aus organischen und mineralischen Duengemitteln
DE4202942A1 (de) * 1992-01-14 1993-07-15 Fritsch Georg Dipl Chem Dr Verfahren zum verfestigen von schlachtabgaengen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1116244B (de) * 1959-06-22 1961-11-02 Ludwig Engelhart Verfahren zur Herstellung von nicht staubenden Handelsduengemitteln aus organischen und mineralischen Duengemitteln
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