DE3609043C2 - Elektrische Sicherheitsschaltvorrichtung - Google Patents

Elektrische Sicherheitsschaltvorrichtung

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    • H01H27/002Switches operated by a removable member, e.g. key, plug or plate; Switches operated by setting members according to a single predetermined combination out of several possible settings wherein one single insertion movement of a key comprises an unlocking stroke and a switch actuating stroke, e.g. security switch for safety guards

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Description

Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsschaltvorrichtung mit einem in ihrem Gehäuse angeordneten Schalter, der durch einen in Längsrichtung beweglichen Stößel betätigt werden kann, wenn ein in ein Querfenster des Gehäuses eintretendes Ende des Stößels durch verdrehbare Übertragungseinrichtungen bewegt wird, die mit einem in Querrichtung in das Fenster eingeführten Schlüssel so zusammenwirken, daß der Stößel bei Fehlen des Schlüssels nicht bewegt werden kann.
Eine derartige Schaltvorrichtung, die beispielsweise in Sicherheitsschaltungen benutzt wird, in denen der Zustand des Schalters nur durch die Stellung einer Tür geändert können werden darf, an der dieser Schlüssel angebracht ist, ist insbesondere aus dem französischen Patent 2 498 004 bekannt.
Bei dieser bekannten Vorrichtung besteht die Gefahr, daß der Schlüssel, der aus einem Metalldrahtring besteht, verformt wird, was sein späteres Funktionieren beeinträchtigen kann. Ferner gestattet die Verwendung eines verdrehbaren Organs, das eine symmetrische Form besitzt, um eine Beeinträchtigung in einer von mehreren Richtungen zu ermöglichen, nicht, dem Stößel einen großen Hub zu verleihen, außer wenn auf diesem Organ sehr stark geneigte Kurvenflächen vorgesehen werden, die jedoch ungewünschte Reibungen und sogar Blockierungen verursachen können. Außerdem wird mit der Form des Schlüs­ sels nicht garantiert, daß eine unbefugte Person den Schal­ ter mit einem Schlüsselersatz nicht doch betätigen kann.
Ziel der Erfindung ist es, für einen Schalter der oben be­ schriebenen Ausbildung Übertragungseinrichtungen zu schaf­ fen, die einerseits auf einem großen Winkelweg harmonisch abgestufte Kurvenflächen besitzen und die andererseits mit Verriegelungseinrichtungen zusammenwirken, die jeden unbefug­ ten Eingriff und jeden Zugang zum Stößel sehr erschweren.
Es ist darauf hinzuweisen, daß der Einsatz einer Verriege­ lungseinrichtung allein keinen wesentlichen Nutzen bringt, wenn gleichzeitig der Stößel oder seine Verlängerung direkt zugänglich ist. Wenn nämlich dies der Fall ist und wenn die Nutzbetätigung des Stößels durch die Ausübung eines Schubs bewirkt würde, könnten die Schutzeinrichtungen umgangen wer­ den, indem ein Gegenstand auf diesen Stößel zugeschoben wird. Wenn dagegen die Nutzbetätigung des Stößels durch Frei­ gabe oder durch Zug bewirkt wird, würden dieselben unbefug­ ten Eingriffsversuche zu einer Beschädigung des Schalters führen.
Erfindungsgemäß wird dieses Ziel dadurch erreicht, daß die Übertragungseinrichtungen aus einem verdrehbaren Kurvensek­ tor bestehen, dessen zur Längsachse des Stößels parallele Drehachse zu diesem so versetzt ist, daß er eine gewindear­ tige Kurvenfläche besitzt, deren Gewindegänge von der Dreh­ achse entfernt sind und mit dem Ende des Stößels zusammenwir­ ken, und daß Verriegelungseinrichtungen einerseits eine Quer­ wand des Kurvensektors, die sich durchgehend über die ganze Winkelausdehnung des Kurvensektors erstreckt, so daß das Ende des Stößels nicht zugänglich ist, und die auf der der Kurvenfläche entgegengesetzten Seite eine radiale Antriebs­ nut besitzt, die mit einem an dem Schlüssel vorgesehenen Stift zusammenwirken kann, und andererseits einen winkel­ mäßig wegrückbaren Verriegelungsbolzen besitzt, der keine direkte Verbindung mit dem Stößel aufweist, der von dieser Wand getragen wird und der weggerückt wird und nicht mehr an dem Gehäuse anstoßen kann, wenn der Schlüssel in das Querfen­ ster eingesetzt ist.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben, wobei auf die beiliegende Zeichnung Bezug genommen wird. Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise auseinandergezogene, perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch einen Teil einer Schaltvorrichtung, die eine bezüglich Fig. 1 abgewandelte Verriegelungseinrichtung besitzt, und
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie QQ′ von Fig. 2.
Das Gehäuse 1 des in Fig. 1 gezeigten erfindungsgemäßen Sicherheitsschalters besitzt ein Fenster 2, das auf einer seiner Seiten 1 a im oberen Teil vorgesehen ist. Die­ ses Fenster besitzt solche Abmessungen und einen solchen Umriß, daß ein massiver Spezialschlüssel 3 in Richtung F in das Fenster 2 eintreten kann. Dieser Schlüssel besitzt einen auf einer Seite 3 a vorgesehenen zylindrischen Stift 5 und eine Schrägfläche 6, die an dieser Seite 3 a und an dem Ende 3 b des Schlüssels ausmündet.
In dem Fenster 2 ist eine zur Richtung F parallele Wand 4 vorgesehen, die sich nur über einen Teil der Breite d des Fensters und über einen Raum 2 a erstreckt, in dem ein Teil 7 angeordnet ist, das um eine zu F senkrechte Längsachse XX′ drehbar montiert ist. Dieses Teil, das die Form eines Zylin­ dersektors hat, der sich beispielsweise über einen Winkel von etwa 90° erstreckt, besitzt in seinem der Wand 4 entgegen­ gesetzten unteren Bereich eine gewindeartige Fläche 8, die gegebenenfalls mit Rasten oder Vorsprüngen versehen ist und die mit einem Ende 9 a eines Stößels 9 zusammenwirkt, der zu einem elektrischen Schalter 10 gehört oder diesen ver­ längert, wobei die Bewegungsachse YY′ dieses Stößels im wesentlichen parallel zur Achse XX′ ist.
In einer Kammer 1 b des Gehäuses, in der der Körper des Schalters angeordnet ist, sind nicht dargestellte Einrichtungen zur Befestigung dieses Körpers vorgesehen, und Dichtungsein­ richtungen gestatten, daß der Stößel 9 beispielsweise in Höhe einer zweiten Querwand 40 (vgl. Fig. 3) zwischen dieser Kammer und dem Raum 2 a dicht gleiten kann.
Das verdrehbare Teil 7 besitzt eine massive Wand 11, die sich senkrecht zur Achse XX′ und winkelmäßig über die gesamte Ausdehnung α erstreckt, so daß das Ende 9 a bei den verschiedenen Winkelstellungen, die dieses Teil 7 in dem Raum 2 a zwischen der Ruhestellung R und der Ar­ beitsstellung T (in Fig. 3 in durchgehenden bzw. unter­ brochenen Linien gezeichnet) einnehmen kann, ständig durch diese Wand 11 abgedeckt ist.
Die Oberseite 7 a des verdrehbaren Teils 7 besitzt einer­ seits eine im wesentlichen radiale Nut 12, die seitlich an der zylindrischen Fläche 7 b ausmündet, und andererseits eine zylindrische Aussparung 21, in der längs einer zu XX′ parallelen Achse ZZ′ ein Riegel 22 geführt wird, der aus einem Rotationskörper besteht, der ein Ende 13, einen Flansch 15 und eine Stange 23 besitzt, die zu seiner Führung dient. Eine zwischen dem Boden der Aussparung und dem Flansch an­ geordnete, komprimierte Feder 14 übt auf diesen Riegel ei­ nen Schub nach oben (in der Fig. 1) aus.
Wenn das verdrehbare Teil 7 in dem Raum 2 a des Gehäuses beispielsweise mit Hilfe einer Drehachse 24 montiert ist, die eine Lagerbohrung 20 der Wand 4 und die Bohrung 25 die­ ses Teils durchquert, befindet sich die Achse ZZ′ des Rie­ gels 22 vor einer gekrümmten Nut 16, die die Wand konzen­ trisch zu der Bohrung 20 durchquert.
In der in Fig. 1 gezeigten Ruhestellung R bringt das ver­ drehbare Teil 7 den Flansch 15 vor eine zylindrische Aus­ nehmung 17, die sich unter der Wand befindet, und der Flansch 15 tritt unter der Wirkung der Feder 14 in diese ein, indem er das Teil 7 winkelmäßig blockiert.
In dieser Stellung ragt das Ende 13, das die Nut 16 durch­ quert, über der Wand 4 hervor und tritt um eine bestimmte Länge in das Fenster 2 ein (vgl. Fig. 2).
Wenn der Schlüssel 3 in Richtung F in das Fenster 2 einge­ führt wird, drückt die Schrägfläche 6, die über der Wand 4 gleitet, in Richtung G auf das Ende 13 und bringt somit den Flansch 15 in eine aus der Aussparung 17 ausgerückte Stel­ lung. Der Stift 5 des Schlüssels, der sich zu diesem Zeit­ punkt vor dem Eingang der Nut 12 befindet, tritt anschließend tiefer in diese ein und übt tangential auf die radiale Fläche der Nut einen Schub in Richtung K aus, der die Ausübung eines Drehmoments und eine Drehung H des verdrehbaren Teils bewirkt, während die Fläche 3 a des Schlüssels den Riegel ausgerückt hält, wobei dieser das Ende 13 in der Nut 16 bewegt.
Diese Drehbewegung gestattet durch die Relativbewegung der Kurvenfläche 8 bezüglich des Stößels 9 dessen Aufwärts­ bewegung beispielsweise unter der Wirkung einer Feder 10 a, was eine Zustandsänderung des Schalters in Richtung J bewirkt.
Wenn man den Schlüssel aus dem Fenster herauszieht, bewirken umgekehrte Bewegungen aufeinanderfolgende Zustände in umge­ kehrter Reihenfolge.
Fig. 2 zeigt eine Ausführung mit demselben allgemeinen Auf­ bau wie im vorhergehenden Fall, bei der der Riegel 22′ die Form einer Hülse hat, die im Inneren eine Druckfeder 14′ aufnimmt und die durch den Mantel 26 geführt wird. Der Schlüssel 3′ besitzt in diesem Fall einen speziell an die Form des Fensters 2 angepaßten Querschnitt, so daß der Stift 5′ kürzer als im vorhergehenden Fall sein kann.
Fig. 2 zeigt ferner, daß die Drehachse XX′ des Teils 7 sich in Nähe der Seite 28 des Gehäuses befindet, so daß die gewindeartigen Kurvenflächen 8 einen relativ großen Radius r erhalten können, ohne daß dadurch die Abmessung des Gehäu­ ses 1 vergrößert wird.
Dadurch wird erreicht, daß die Neigung dieser Kurvenflächen ge­ ring wird und daß das Teil 7, das die Funktion einer Über­ tragungseinrichtung M zwischen dem Schlüssel und dem Stößel hat, diese Funktion mit einem sehr guten Wirkungsgrad er­ füllen kann.
Dadurch daß die Aussparung 17 der Verriegelungsvorrichtung V im vorderen, auf der Seite des Eingangs 2 d des Fensters 2 gelegenen Teil 31 des Teils 7 (Fig. 3) angeordnet ist, kann der Schlüssel 3 die Entriegelung schon zu Beginn seines Ein­ tretens vornehmen. Infolgedessen kann der Schlüssel eine geringere Länge besitzen, was einerseits die Schwierigkei­ ten des Ausfluchtens dieses Schlüssels (der beispielsweise an einer Tür befestigt ist) mit dem Fenster verringert und andererseits seine Festigkeit erhöht.
Um eine zusätzliche Sicherheit zu erreichen und den Versuch eines unbefugten Eingriffs noch zu erschweren, übt ein elastisches Organ 30, das sich beispielsweise an dem Ge­ häuse abstützt und aus einer Torsions- oder Druckfeder be­ steht, auf das verdrehbare Teil 7 ein Rückholmoment in die Ruhestellung aus, das also in der H entgegengesetzten Rich­ tung gerichtet ist. Dieses Moment ist somit bestrebt, jeden Gegenstand, der verbotenerweise in das Fenster eingeführt wird, um auf dieses Teil ein Moment in Richtung H auszu­ üben, aus dem Fenster herauszudrücken.
Um den Querschnitt des Schlüssels optimal an die Nutzfläche des Fensters anzupassen, erstreckt sich die Wand 4 nur in einem Bereich 33, der partiell das Teil 7 überdeckt und der sich von dem Bereich 34 unterscheidet, dem während der Drehung von der Antriebsnut 12 bestrichen wird.

Claims (3)

1. Sicherheitsschaltvorrichtung mit einem in ihrem Gehäuse angeordneten Schalter, der durch einen in Längsrichtung beweglichen Stößel betätigt werden kann, wenn ein in ein Querfenster des Gehäuses eintretendes Ende des Stößels durch verdrehbare Übertragungseinrichtungen bewegt wird, die mit einem in Querrichtung in das Fenster eingeführ­ ten Schlüssel so zusammenwirken, daß der Stößel bei Feh­ len des Schlüssels nicht bewegt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungseinrichtungen (H) aus einem verdreh­ baren Kurvensektor (7) bestehen, dessen zur Längsachse (YY′) des Stößels (9) parallele Drehachse (XX′) zu diesem so versetzt ist, daß er eine gewindeartige Kurven­ fläche (8) besitzt, deren Gewindegänge von der Drehachse entfernt sind und mit dem Ende (9 a) des Stößels (9) zu­ sammenwirken, und daß Verriegelungseinrichtungen (V) ei­ nerseits eine Querwand (11) des Kurvensektors (7), die sich durchgehend über die ganze Winkelausdehnung (α) des Kurvensektors (7) erstreckt, so daß das Ende des Stößels (9) nicht zugänglich ist, und die auf der der Kurvenflä­ che (8) entgegengesetzten Seite eine radiale Antriebsnut (12) besitzt, die mit einem an dem Schlüssel (3) vorge­ sehenen Stift (5) zusammenwirken kann, und andererseits einen winkelmäßig wegrückbaren Verriegelungsbolzen (22) besitzt, der keine direkte Verbindung mit dem Stößel (9) aufweist, der von dieser Wand (11) getragen wird und der weggerückt wird und nicht mehr an dem Gehäuse (1, 17) anstoßen kann, wenn der Schlüssel (3) in das Querfenster (2) eingesetzt ist.
2. Elektrische Sicherheitsschaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Riegel (22) in einer zur Drehachse (XX′) parallelen Richtung entweder unter der Wirkung einer elastischen Einrichtung (14), die in dem verdrehbaren Kurvensektor (7, 11) angeordnet ist und die ihn partiell in eine Aussparung (17) des Gehäuses (1, 4) einrückt, wenn der Kurvensektor (7) in der Ruhestellung (R) ist, oder ihn in entgegengesetzter Richtung unter der Wirkung einer Abschrägung (6) des Schlüssels (3) bewegt, die ihn aus der Aussparung ausrückt, wenn der Schlüssel (3) in das Querfenster (2) in Richtung auf die Arbeitsstellung (M) eingeführt wird.
3. Elektrische Sicherheitsschaltvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung (17) im vorderen Teil (31) einer gekrümmten Nut (16) und einer ebenen Wand (4) vorgesehen ist, die mit dem Gehäuse (1) fest verbunden ist und die partiell die Wand (11) in einem Bereich (33) dieser Wand überdeckt, der sich von dem von der Antriebsnut (12) bestrichenen Bereich (34) unterscheidet.
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