DE360830C - Stimmvorrichtung fuer Tasteninstrumente (Klaviere u. dgl.) - Google Patents

Stimmvorrichtung fuer Tasteninstrumente (Klaviere u. dgl.)

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DE360830C
DE360830C DEK78607D DEK0078607D DE360830C DE 360830 C DE360830 C DE 360830C DE K78607 D DEK78607 D DE K78607D DE K0078607 D DEK0078607 D DE K0078607D DE 360830 C DE360830 C DE 360830C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/10Tuning pins; Tensioning devices
    • G10C3/103Tuning pins; Tensioning devices the axis of the pins being parallel to the strings

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Description

  • Stimmvorrichtung-für Tasteninstrumente (Klaviere u. dgl.). Die Erfindung betrifft eine Stimmvorrichtung für Tasteninstrumente. Bei den bekannten Stimmvorrichtungenist die Saite an einer Schraube befestigt, die entweder selbst gedreht wird oder durch einen aufschraubbaren Teil angezogen wird. Der aufschraubbare Teil ist vielfach eine Mutter, die durch einen aufsteckbaren Spannschlüssel bewegt wird. Bei allen diesen Stimmvorrichtungen lastet auf dem Gewinde der Schraube dauernd der Zug der Saite, so daß, namentlich bei Verwendung von Stim@rnstöcken aus Holz, die sichere Führung der Schraube rnit der Zeit nachläßt und die Stimmhaltung unsicher wird.
  • -Die Erfindung beseitigt diesen Nachteil dadurch, daß die Spannvorrichtung von der Haltevorrichtung völlig getrennt wird. Erfindungsgemäß hat die Haltevorrichtung (Klotz, Schraube o.dgl.) eine Durchbohrung, durch die die Saite hindurchgeführt ist, und eine Klemmvorrichtung, durch die die Saite nach dem Spannen durch die Spannvorrichtung festklemmbar ist, so daß dann die Spannschraube völlig von dem Zug der Saite entlastet ist.
  • Auf der Zeichnung ist die neue Stimmvorrichtung an Hand eines Ausführungsbeispiels dargestellt, es zeigt: Abb. r die Gesamtanordnung der Stimmvorrichtung, Abb. 2 einen Längsschnitt durch die Spannschlüssel und die Haltevorrichtung, Abb.3 einen weiteren, um 9o° zu Abb.2 ausgeführten Längsschnitt durch den Spannschlüssel, Abb. ¢ einen Schnitt nach Linie A-B der Abb.-2 und Abb. 5 den Aufriß eines Teiles der Haltevorrichtung.
  • Der zum Spannen der Saite dienende Spannschlüssel S besitzt eine rohrartig ausgebildete Mutter a, in der sich eine mit scheibenartigem Griff b versehene Spannschraube c bewegt, deren Gewindeträger d mit sehr feinem Gewinde ausgerüstet ist, um die feinsten Tonunterschiede bequem erzielen zu können. Auf der Unterseite des Gewindeträgers d ist ein Zapfen e vorgesehen, mit dem ein Gleitschuh f mittels Stifte gleicht drehbar verbunden ist. Der Gleitschuh wird mit Hilfe einer Nase h, die in einem Längsschlitz i der Mutter a spielt, gegen achsiale Drehung geschützt und besitzt auf seiner Unterseite einen Anschlußzapfen k, der zur Aufnahme eines Zughakens l dient. Dieser ist zur vorübergehenden Verbindung mit -der Saite m mit Stiften n versehen. Diese Verbindung der Saite m mit dem Zughaken l hat so zu geschehen, d@aß die Längsachse der Saite mit der des Spannschlüssels zusammenfällt, und daß die Saite sich während ihrer Anspannung nicht um ihre Längsachse dreht, was mit Hilfe des Gleitschuhes und dessen Verbindung mit dem Zughaken erreicht wird.
  • Die Arbeitsweise der Stimmvorrichtung ist folgende: Nachdem die als Doppelstiftschraube ausgebildeten Haltevorrichtungen o mit Hilfe ihrer quadratisch ausgeführten Saitenwider-I.ager p in den Stimmstock des Saiteninstruments eingeschraubt und derart ausgerichtet sind, daß die tangential von den Stirnflächen der Widerlager berührten Querbohrungen p1 zur Aufnahme der Saite na in einer Flucht liegen, wird zunächst das untere Saitenende durch Anziehen der Mutter q des unteren Stimmklotzes mit diesem unnachgiebig verbunden, indem ein rohrartiges Klemmstück r die Saite fest gegen das Widerlager p preßt. Hat man das andere Saitenende durch die Querbohrung p1 des oberen Stimmklotzes o gesteckt. so wird es um die Stiften des Zughakens l gelegt, der alsdann über den Querzapfen k des Gleitschuhes geschoben wird. Die Mutter a des Spannschlüssels S wird jetzt mit ihrem unteren abgeflachten Fuß t auf das Saitenwiderlager p und mit ihrem unten au,sgekehdten Fuß ic auf das Klemmstück r ge- setzt und schließlich die Saite m durch Anziehen der Spannschraube c bis zum Erreichen der gewünschten Stimmspannung gespannt. Ist dies erreicht, so wird die Mutter q der Haltevorrichtung o angezogen, die das Klemmstück r vor sich herschiebt und, ohne eine Stellungsänderung des die gespannte Saite m haltenden Spannschlüssels S zu verursachen, die Saite zwischen Widerlager p und Klemmstück r festklemmt und dadurch unnachgiebig mit der Haltevorrichtung o verbindet. Der Spannschlüssel kann jetzt ohne jegliche Entspannungsgefahr für die Saite entfernt werden. Der Ton kann infolge der unnachgiebigen Verbindung mit der Haltevorrichtung nicht sinken.
  • Anstatt die Haltevorrichtung beim Anspannen der Saite als Widerlager für den Spannschlüssel zu benutzen, kann für ihn auch ein besonderes Widerlager vorgesehen werden (nicht dargestellt), Bedingung ist nur, daß der Spannschlüssel durch die von ihm in der Saite hervorgerufene Zugspannung nicht aus seiner Arbeitsstellung gezerrt wird.
  • Die neue Spannvorrichtung kann auch bei vorhandenen Tasteninstrumenten nachträglich angebracht werden.

Claims (4)

  1. PATENT-ANspRÜcHE: i. Stimmvorrichtung für Tasteninstrumente (Klavier u. dgl.), gekennzeichnet durch eine von der Spannvorrichtung (S) getrennte Haltevorrichtung (Klotz, Schraube o. dgl. o), durch deren Querbohrung (pl) die Saite (en,) hindurchgeführt isst, und daß die Haltevorrichtung (o) mit einer Klemmvorrichtung (p, q, r) versehen ist, durch die die Saite (m) nach erreichter Stimmspannung festlegbar ist, um die Spannvorrichtung völlig zu entlasten.
  2. 2. Stimmvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung (o) als Doppelstiftschraube ausgebildet ist, zwischen deren Gewindezapfen ein Saitenwiderl'ager (p) angeordnet ist, dessen Stirnfläche tangential zur Mantelfläche der Querbohrung (p') verläuft, und gegen die die Saite (in) mit Hilfe einer Mutter (q) pr eßbar ist,
  3. 3. Stimmvorrichtung nach Anspruch r und 2 mit abnehmbarem Spannschlüssel. dadurch gekennzeichnet, d'aß die Haltevorrichtung (o) gleichzeitig als Widerl'ager für den Spannschlüssel (S) dient, und daß zwischen dem Saitemviderlager (p) und der Mutter (q) ein rohrartiges Klemmstück (r) angeordnet ist, das als Teilwiderlager des SzhIiissels (S) dient. .
  4. 4. Stimmvorrichtung mit Spannschlüssel nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine rohrartig ausgebildete Mutter (a) des Spannschlüssels (S), in der ein mit der Spannschraube (c) drehbar verbundener Gleitschuh (f) mit Anschlußzapfen (k) längsverschieblich geführt ist, an den ein vorübergehend mit der Saite (m) verbundener Zughaken (l) anhängbar ist.
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