DE360820C - Verfahren und Ofen zur Darstellung von Reinantimon - Google Patents

Verfahren und Ofen zur Darstellung von Reinantimon

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DE360820C
DE360820C DES48639D DES0048639D DE360820C DE 360820 C DE360820 C DE 360820C DE S48639 D DES48639 D DE S48639D DE S0048639 D DES0048639 D DE S0048639D DE 360820 C DE360820 C DE 360820C
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hearth
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B30/00Obtaining antimony, arsenic or bismuth
    • C22B30/02Obtaining antimony

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren und Ofen zur Darstellung von Reinantimon. Die Erfindung hat eine Weiterbildung des Verfahrens zur Darstellung von Reinantimon nach Patent 35974-t- sowie eine Verbesserung des in diesem Patent beschriebenen Doppelherdofens zum Gegenstand. _ Gemäß der Erfindung soll die Darstellung von Reinantimon unmittelbar aus unreinen, arsenhaltigen sulfirlischen Antimonerzen ermöglicht werden, so rlaß auch Antimonerze mit einem Gehalt an Arsen, Blei, Eisen, Kupfer und Zink zu Beinantimon verarbeitet werden können, während nach dem Hauptpatent nur bei Verhüttung ziemlich reinen Grauspießglanzerzes ein gutes Beinantimon erhalten wird.
  • Nach der Erfindung wird dieses Ziel unter Zugrundelegung des Verfahrens und der Vorrichtung des Hauptpatentes dadurch erreicht, daß nach der reduzierenden Vorschmelze der unreinen sulfidischen Antimonerze und nach der Entfernung des Arsens auf dem ersten Herd des Doppelherdofens die eigentliche Raffination im zweiten Herd unter Anwendung von überhitztem Dampf oder anderen Gasen oder Gasgemischen vorgenommen und so die Beseitigung der letzten .-Spuren von Arsen und Schwefel, namentlich aber des Bleis und Zinks bewirkt wird. Zur Durchführung dieses Verfahrens wird der Doppelherdofen des Hauptpatentes dahin abgeändert, daß sein Gewölbe aus zwei Teilen besteht, von denen der den Schmelzherd überdeckende Teil feststehend angeordnet ist, während der über dem Raffinationsherd befindliche Teil derart beweglich ausgebildet ist, daß die beiden Herde nach entsprechender Neigung dieses beweglichen Gewölbeteiles voneinander örtlich getrennt werden können. Man ist auf fliese «'eise in der Lage, das Metallbad im Raffinationsherd mit Dämpfen und Gasen ohne Beeinflussung des im anderen Herd vor sich gehenden Schmelzvorganges behandeln zu können.
  • Die Zeichnung zeigt den Doppelherdofen nach der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel und veranschaulicht dadurch gleichzeitig das neue Verfahren. Die Bauart des Ofens ist bis auf die besondere Ausbildung des Gewölbes die gleiche wie beim Hauptpatent. Unmittelbar hinter der -Feuerung C ist der Schmelzherd A aus Schamottematerial eingebaut, dein sich., durch eine Brücke D getrennt, der kleinere Raffinationsherd B angliedert. Das auf den Längsseiten des Ofens aufruhende Gewölbe E überdeckt die Herde A, B sowie die Feuerung C. Der Ofen ist in der Längsrichtung von der Feuerbrücke F nach dem am Kopfende des RaffinationslierdesB befindlichen Abzuges J geneigt. Die beiden Herde sind örtlich durch die Brücke D getrennt, stehen also durch den Kanal e, der während der gleichzeitigen Benutzung des Schmelz- und des Raffinationsherdes durch einen Lehmpfropfen geschlossen ist, miteinander in Verbindung. Das Gewölbe E besteht aus zwei Teilen, von denen der obere, den Schmelzherd A abschließende Gewölbeteil fest angeordnet ist und über der Trennungsbrücke beider Herde einen besonderen Abzug J hat, der über dem Gewölbe E mit dem vom Raffinationsherd B abgehenden gemeinsamen Abzug G beider Herde in Verbindung steht. Das kleinere Ende des den Raffinationsherd B abdeckenden Gewölbes f ist derart beweglich, daß seine Neigung und Lage je nach Bedarf geändert werden kann. Diese Ausführung des Gewölbes ermöglicht es, den Schmelz- und den Raffinationsherd ohne Unterbrechung des Betriebes örtlich voneinander zu trennen und im Raffinationsherd mit überhitztem Dampf und anderen Gasen ohne Störung des im oberen Bett vor sich gehenden Schmelzprozesses arbeiten zu können. Der Raum unter den Herden wird durch einen großen Wasserbehälter H1;, H2 ausgefüllt, der zur Kühlung dient. Die Oberfläche des Schmelzherdes ist wie bei allen Herdflammöfen sehr groß im Verhältnis zur Tiefe. Die Türen zur Feuerung sowie die Ofentüren an beiden Längsseiten des Ofens und die mit einem Schlackenabfluß versehene Tür an der Kopfwand des Raffinationsherdes sind von der üblichen Größe.
  • Der Ofen gestattet die unmittelbare Verhüttung arsenhaltiger bzw. .arsenreicher sullidischerAntimonerze ohne vorherigesRösten, %1-eshalb er namentlich zur Verarbeitung unreiner sulfidischer Erze bestimmt ist, die neben Arsen Blei, Eisen, Kupfer, Zink enthalten, wobei es gleichgültig ist, ob deren Gangart aus Quarz besteht oder von anderer Art ist. Da zur Abscbeidung von Arsen die Gegenwart von Schwefeleisen Bedingung ist, wird man bei der Möllerbereitung dafür Sorge zu tragen haben, daß ein -dem Arsengehalt im Erz entsprechender Überschuß von Schwefeleisen während des Schmelzprozesses vorhanden ist, der das Arsen zu einer dem Arsenkies ähnlichen Verbindung - FeS2FQAs; - aufnimmt. Ist die Reaktion beendet, so zieht man zunächst die im oberen Schmelzherd A das reduzierte Metall schützende Schlackendecke der Vorschmelze durch die unter einer der Ladetüren angebrachte Schlackenrinne ab und schmilzt ein unter Zusatz einer neuen Schlackendecke, die dazu bestimmt ist, den Übersch,uß des im Antimonmetall enthaltenen Eisens aufzunehmen, Anstatt die zweite Schmelze im oberen Bett A vorzunehmen, kann man auch das arsenfreie Rohantimon samt dem Rest der dieses nach Abzug des größten Teiles bedeckenden Schlacke in den Raffinationsherd B überlaufen lassen und dort die Entfernung des Eisens vornehmen. Nach Abzug auch dieser Schlacke durch die unter der Kopf-Wandtür des Raffinationsherdes B angebrachten Schlackenrinnen folgt das eigentliche Raffinationsverfahren. Ist dabei außer einer reinigenden Schmelze mit Soda die Anwendung von überhitztem Dampf oder irgendeines anderen, indifferenten Gases oder Gasgemisches notwendig, so trennt man den Schmelzherd A von dem Raffinationsherd B durch Herablassen des den Herd B abdeckenden Gewölbes f und durch Öffnen des Abzuges J des Schmelzherdes A. Der Schmelz-und der Raffinationsvorgang können dann ohne irgendwelche gegenseitige Störung oder Beeinflussung in demselben Ofen nebeneinander ausgeführt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von Beinantimon nach Patent 3597d.¢, dadurch. gekennzeichnet, daß bei unreinen, arsenreichen sulfidischen Antimonerzen nach der reduzierenden Vorschmel;ze und der Entfernung des Arsens im Schmelzherd die eigentliche Raffination im zweiten Herd unter Zuhilfenahme von überhitzten Dampf oder anderen Gasen oder Gasgemischen ausgeführt wird.
  2. 2. Doppelherdofen nach Patent 359744 zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewölbe des Ofens aus zwei Teilen besteht, von denen der den Schmelzherd bedeckende Teil fest angeordnet ist, während der den Raffinationsherd bedeckende Teil derart beweglich' ausgebildet ist, daß die beiden Herde nach entsprechender Neigung dieses beweglichen Gewölbeteiles örtlich voneinander getrennt werden können.
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