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Verfahren zum Verbinden von Holzreifen, insbesondere von Faßreifen,
mittels Klammern. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni igti
die Priorität auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 1q.. August igig beansprucht.
Zum Verbinden der Enden von Holzreifen, insbesondere Faßreifen, hat man bereits
die Enden ixbereinandergeleg t und durch Klammern miteinander verbunden, die um
die Enden h'ertungalegt und mittels Nägel befestigt wurden. Auch hat man zur Befestigung
der Klammern an diesen Vorsprünge vorgesehen, welche in die Reifenenden eindringen.
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Nach der Erfindung können die Klammern
unter Wahrung
der guten Befestigung aus einem einfachen Metallstreifen ohne jeden Vorsprung und
ohne jede Bohrung bestehen, so daß die Verbindung leicht und schnell hergestellt
werden kann. Dies ist dadurch erreicht, daß nach dem Auflegen der Klammern auf die
sich überlappenden Reifeneiden und dem Umbiegen der Klammerschenkel auf die Innenseite
des Reifens in diese quer zur Klammer eine sich auf die umgebogenen Klammerschenkel
legende Kramme eingetrieben wird. Durch die Kramure ist eine Lösung der Klammer
sicher verhütet, da ein Abheben der Schenkelenden ausgeschlossen ist.
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Das Verfahren läßt sich einfach und schnell mittels einer Maschine
durchführ en, die einen Arbeitstisch hat, auf den die Reifeneiden mit der darüber
geschobenen Klammer mittels eines Drückers festgehalten werden, während durch einen
im Tisch längsverschiebbaren Schlitten .mit Anschlägen die Klammerschenkel auf die
Innenseite des Reifens umgebogen werden und die Kratrme durch einen quer zu dessen
Schubrichtung bewegbaren Stempel eingetrieben wird.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und, zwar
zeigen: Abb. i die Klammer, Abb.2 die zu ihrer Befestigung dienende Kramure, Abb'.
3 eine Seitenansicht der zur Verbindung der Reifeneiden dienenden Maschine. Abb.
q. und 5 eine Seitenansicht und den Grundriß des zum Umschlagen der Klammerschenkel
dienenden Schlittens in größerem Maßstabe, Abb. 6 bis 8 schematisch, die Art der
Anbringung der Klammer und Abb. 9 einen Querschnitt durch den Schlitten und; zugleich
schematisch die Befestigungsweise der Kramure.
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Die vorzugsweise zur Verwendung kommende Metallklammer hat die aus
Abb. i ersichtliche Gestalt und besteht aus einem Metall'straifen ca beliebiger
Breite, der an seinem mittleren Teile mit einer Verstärkung a1 versehen ist. Dieser
mittlere Teil legt sich auf die äußere Umfläche des Reifens, während die Schenkel
a2, a3 nach dem Reifeninnern zu umgeschlagen werden, so daß die beiden Reifeneiden
von der Klammer umfaßt werden. Die Kramure b hat zwei spitze Zinken b1, b2, die
in die Reifeneiden eindringen, und legt sich auf die umgeschlagenen Klammerschenkel,
um deren Abheben und damit das Auseinandergehen der Reifeneiden zu verhüten.
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Da die Anbringung der Klammern und Kramuren von Hand einen großen
Arbeits-und Zeitaufwand erfordern würde, so wird vorteilhaft die in den Abb. 3 bis
9 dargestellte Maschine benutzt. Auf einer Grundplatte c ist an Doppel-`r-Trägern
d einerseits ein Tische zur Auflage der Faßreifen angebracht, in dem
ein Schlitten f und der Eintreibestempel n für die Kramme gelagert sind,
andererseits der im Querschnitt -sichelförmige Drücker h. Der Tisch e besteht aus
zwei parallelen, an den Trägern befestigten Wangen f1 und f2, die durch Bolzen,
Rohrsteifen o. dgl. in einem gewissen Abstand; voneinander gehalten und durch Streben
i unterstützt sind". Die Innenflächen. der Wangen sind mit Gleitführungen versehen,
auf denen der Schlitten f längsverschiebbar gelagert ist. Beim dargestellten Schlitten
sind die Wangen f1, f2 (Abb. q. und 5) außen mit Nuten oder Rillen versehen, in
die entsprechende Führungsleisten des Tisches e eingreifen. Die Wangen sind durch
das an einer derselben vorgesehene Zwischenstück i und Bolzen im Abstand voneinander
gehalten. In dem Schlitten ist einerseits eine bewegliche Rolle h gelagert, deren
Zapfen in schräge Schlitze l eingreift, die in den Wangen f1, f2 vorgesehen
sind. Für gewöhnlich liegt die Rolle am unteren Ende der Schlitze. Andererseits
ist ein an seiner vorderen Fläche abgerundeter Anschlag m vorgesehen. Das Zwischenstück
j ist miit einer Aussparung zur Aufnahme des Stempels n versehen, dessen abgeplatteter
Kopf W in dem Raume zwischen dem Zwischenstück j und der Rückseite des Anschlages
.m hin und her gehen kann. Auf den Kopf W kann die Kramure b gelegt werden (Abb.
q. und 9). Das untere Ende des Stempels n ist durch eine Gelenkstange o mit dem
Handhebel p verbunden.
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Die Längsverschiebung des Schlittens in dem Tisch e erfolgt mittels
eines um dLn Bolzen q" drehbar in den Trägern d gelagerten Handhebels q. Auf dessen
Drehachse sitzt eine Gelenkstange q4, deren mit einem Langloch versehenes Auge q5
den Bolzen f3 umfaßt, der für die Wangen f1, f2 des Schlittens einen Abstandshalter
bildet.
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Der Drücker h ist muldenförmig ausgebildet, damit @er sich dem Profil
der Klammer und des Reifens, auf den er gedrückt werden soll, anpassen kann. Er
wird von einer Stange r getragen., die in einer Führung s eines auf den Trägern
der Maschine befestigten Bügels s" verschiebbar ist. Die Stange r ist gelenkig mit
einem Hebel r1 verbunden, der an einen am Maschinengestell angebrachten Arm dl angelenkt
ist. Der Drücker h wird mittels des Fußhebels t gesenkt, der durch eine Zugstange
t1 mit dem Hebel r1 verbunden und mit einem Gegengewicht t2 versehen ist, durch
das für gewöhnlich der Drücker in seiner Höchstlage gehalten wird.
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Die Verbindung der Reifeneiden erfolgt mittels dieser Maschine in
folgender Weise:
Zunächst legt man eine Kramme b so in den Schlitz
j1 zwischen dem Zwischenstück j und dem Anschlag m, daß sie mit nach oben gerichteten
Zinken auf dem abgeplatteten Kopf n1 des Stempels zz liegt. Die Höhe und Lage dieses
Schlitzes ist natürlich so gewählt, daß die Spitzen der Zinken in gleicher Fläche
mit 'der Oberfläche des Schlittens liegen, so daß sie in keiner Beziehung das Auflegen
der Reifen behindern. Der Reifen wird dann über den Tisch e geschoben, auf dessen
Platte die zu verbindenden Enden des Reifens überlappt liegen. Über die Enden schiebt
man dann eine Klammer a, deren Schenkel zwischen den Wangen des Schlittens herabhängen,
wie dies. die Abb. 6 zeigt. Darauf senkt man den Drücker h durch einen auf den Fußhebel
t ausgeübten Druck und hält ihn auf ,der Klammer während des ganzen Verfahrens fest
aufgedrückt, so daß sich der Reifen und die auf ihm sitzende Klammer nicht auf dem
Tisch verschieben können. Der Schlitten f nimmt in diesem Augenblick seine Mittellage
ein, d. h. er befindet sich, wie die Abb. 3 zeigt, in der Mitte seines Hubes, wobei
der Hebel q senkrecht steht. Wird der Hebel in die Stellung q1 nach rechts gedreht,
so verschiebt sich der Schlitten f im Tisch e bis an das. Ende seines Hubes. Bei
dieser Bewegung trifft die Rolle k auf einen der Schenkel der Klammer a (beim dargestellten
Beispiel auf den Schenkel a2, Abb-. 6). Da die Klammer durch den Drücker h festgelegt
ist, fängt die Rolle beim Auftreffen an, den Schenkel a2 umzubiegen, wobei sie unter
der Wirkung des Widerstandes, den sie ihrem Vorschub entgegensetzt, bis in den oberen
Teil des schrägen Schlitzes i gelangt. Die Rolle wirkt dann allmählich auf den Schenkel
a2, bis sie in dem Augenblick, in welchem sich der Schlitten am Ende seines Vorwärtshubes
befindet, das äußerste Ende des Schenkels d2 erreicht hat. Der Schenkel ist dann
vollständig umgelegt und schließt sich eng an die Innenseite des Reifens an.
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Durch Zurückdrehen des Hebels q wird der Schlitten im entgegengesetzten
Sinne verschoben, und der Anschlag in trifft auf den Schenkel a3 der Klammer. Unter
der Wirkung der Abrundung des Anschlags wird der Sehenkel a3 allmählich über den
Schenkel a2 geschlagen, bis bei der Lage q2 des Hebels q, bei welcher der Schlitten
am Ende seines Rückhubes ist, der Schenkel infolge des Vorschubs des Anschlags in
eng auf den anderen Schenkel gelegt ist. Dann befindet sich der Reifen genau über
dem Schlitz j1, in dem die Kramme b liegt. Man braucht dann nur den Handhebel p
anzuheben, um die Zinken der Kram,me in den Reifen einzutreiben. Der Steg der Kramme
legt sich dann auf die umgeschlagenen Klammerschenkel. Die verschiedenen Verfahrensvorgänge,
die sehr schnell vor sich gehen, ermöglichen es, in sehr kurzer Zeit so viel Klammern
anzubringen, als zur Sicherung einer einwandfreien Verbindung der beiden Reifenenden
erforderlich ist.