DE360192C - Vorrichtung zur Sicherung von Tueren gegen Einbruch - Google Patents
Vorrichtung zur Sicherung von Tueren gegen EinbruchInfo
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- DE360192C DE360192C DEZ10911D DEZ0010911D DE360192C DE 360192 C DE360192 C DE 360192C DE Z10911 D DEZ10911 D DE Z10911D DE Z0010911 D DEZ0010911 D DE Z0010911D DE 360192 C DE360192 C DE 360192C
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- door
- bolt
- against burglary
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- outside
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B35/00—Locks for use with special keys or a plurality of keys ; keys therefor
Landscapes
- Power-Operated Mechanisms For Wings (AREA)
Description
Die große Unsicherheit der jetzigen Zeiten und Häufigkeit der Einbrüche in Privatwohnungen,
selbst am hellen Tage, legen das Bestreben nahe, Abwehrmaßnahmen hierzu zu
ergreifen. Es ist bekannt, daß jeder geschickte Schlosser die an Wohnungstüren üblichen
Chubbschlösser sehr leicht und schnell öffnen kann. Auch die sogenannten Sicherheitsschlösser
bieten bei der sich mehr und ίο mehr steigernden Kühnheit der Einbrecher
keinerlei Schutz, da derartige Schlösser einfach von dem Einbrecher herausgesägt werden.
Voratissetzung hierbei ist nur, daß der Einbrecher die Sicherheit hat, daß die Bewohner
nicht anwesend sind und er so eine Störung seiner geräuschvollen Arbeiten nicht,
zu fürchten hat. Es hat sich darum erwiesen, daß jedes Anzeichen, daß die Bewohner in der
Wohnung anwesend sind, die Einbrecher zo selbst in dem Fall vor dem Eindringen in die
Wohnung zurückschreckt, wo es ihnen bereits gelungen ist, das Türschloß zu öffnen.
So genügt häufig an sich schon die vorgelegte Türkette, um den Einbrecher von weiterem
Vordringen abzuhalten, da dieser hierdurch davon überzeugt wird, daß die Wohnung nicht
verlassen ist und erfahrungsgemäß die meisten Einbrecher es auf einen Kampf mit den
Bewohnern nicht ankommen lassen wollen. Besonders wenn der Einbrecher nach öffnung
des Türschlosses einen Türriegel von innen vorgeschoben findet, gilt ihm dies als untrügliches
Zeichen, daß die Wohnung nicht verlassen ist, und hält ihn von dem Eindringen in
die Wohnung ab, obgleich ein Riegel kein unbedingt sicheres Hindernis ist und sich von
einem geschickten Einbrecher leicht beseitigen läßt.
Von diesem Gesichtspunkt ausgehend, sind Anordnungen vorgeschlagen worden, welche
einen zusätzlichen an der Türinnenseite angebrachten, von außen stellbaren Sicherungsriegel
aufweisen. Aber diese Riegel sind gewöhnlich in Verbindung mit dem Türschloß gebracht, was mit Rücksicht auf die beabsichtigte
Wirkung schädlich und mit erheblichen Mißständen verknüpft ist. Denn es ist klar, daß ein Einbrecher naturgemäß seine
Aufmerksamkeit auf die Stellen richtet, an denen die normalen Verschlußvorrichtungen
der Tür angeordnet zu sein pflegen, also auf das Türschloß, den Spalt zwischen den Türflügeln
und die oberen und unteren Enden der Türflügel, wo zusätzlich Riegel angeordnet zu
sein pflegen.
Es muß daher das Bestreben sein, einmal einen zusätzlichen Riegel an einer solchen
Stelle anzuordnen, wo er von Unbefugten nicht vermutet werden kann, und andererseits
eine räumliche Trennung von beliebiger und regelbarer Länge zwischen den Riegel und
die. Stelle zu legen, an welcher er von außen angetrieben werden kann. Schließlich muß die
Stelle der Tür, an welcher der Riegelantrieb von außen zugänglich ist, nach Möglichkeit
der Aufmerksamkeit Dritter entzogen werden.
Diese drei Bedingungen sind bei den bisher bekannten Anordnungen nicht genügend beachtet
worden. Zur Einführung des Stechers zur Einstellung des Riegels wird häufig das Schlüsselloch selbst gewählt, also die Stelle
des Schlosses, welche hauptsächlich die Aufmerksamkeit des Einbrechers in Anspruch
nimmt. Auch der Riegel selbst wird meist in unmittelbarer Nähe des Schlosses angeordnet,
also an einer Stelle, wo natürlicherweise ein Riegel vermutet wird. Derartige Vorrichtungen werden natürlich auch sehr
kompliziert und teuer.
Demgegenüber bestehen die Vorzüge der neuen Sicherheitsvorrichtung in außerordentlicher
Einfachheit des Gebrauchs und der Anbringung, Billigkeit der Herstellung, praktisch
unbegrenzten Möglichkeit der Anbringung an überraschenden Stellen der Tür und schließlich ebenfalls unbegrenzten räumlichen
Abstand zwischen dem Riegel und seiner Antriebsvorrichtung, wodurch für die Durchbohrung
der Tür eine solche Stelle gewählt werden kann, die sie praktisch vollkommen un- go
sichtbar macht.
Um diese Vorteile zu erreichen, besteht der Erfindungsgegenstand aus einem Riegel, der
durch eine rückwärtige Verlängerung von einstellbarer Länge in an sich bekannter Weise
mit einem Stellhebel verbunden ist, welcher an einer von dem Riegel weit entfernten
Stelle der Tür durch eine fast unsichtbare
Öffnung von außen angetrieben werden kann. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
in der Zeichnimg dargestellt; es zeigen Abb. ι die neue Anordnung von der Innenseite der
Tür gesehen in Ansicht, Abb. 2 im Querschnitt durch die Tür, beide Darstellungen
in natürlicher Größe, Abb. 3 die Art der Anbringung der neuen Vorrichtung an der Tür
in kleinerem Maßstab.
to Es ist besonders zu beachten, daß die
Abb. ι und 2 den Gegenstand maßstäblich, und zwar in natürlicher Größe zeigen. Es ergibt
sich hierdurch die für die Bedeutung der Erfindung wichtige Tatsache, daß die neue
Anordnung von außen überhaupt nicht sichtbar ist. Das in der Zeichnung dargestellte
Ausführungsbeispiel zeigt die Anordnung, wie sie an einer bereits vorhandenen Tür befestigt
werden kann. Natürlich kann die Einrichtung auch bei Neubauten von vornherein in die Tür eingebaut werden, wo die Anordnung
noch erheblich günstiger ausgeführt werden kann.
An der Innenseite einer Tür α wird ein Riegel b gewöhnlicher Anordnung mittels
eines entsprechenden Beschlags V befestigt. Er kann in eine entsprechende Aussparung
oder einen Beschlag an der Türzarge eingreifen. Der Riegel b wird nach hinten durch
eine Stange c von rundem oder eckigem Querschnitt verlängert, die ebenfalls durch eine
Führung c' mit der Tür verbunden werden kann. Zum Antrieb des Riegels von außen
dient ein Stellhebel d. Er ist an der Tür schwingbar angelenkt. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel
ist er mit einer Hülse I aus : einem Stück ausgebildet, welche durch einen
an der Tür zu befestigenden Beschlag f hier- j durch in eine entsprechende Bohrung g der
Tür eingreift. Die Hülse e läuft in dem Hebel d in eine vierkantige oder ähnliche Öffnung
h aus. Zum Antrieb des Hebels d dient ein Stecher i. Dieser ist aus einem Stück
Draht von höchstens i1/,, mm Durchmesser
hergestellt und am vorderen Ende keilförmig und vierkantig zugeschärft. Die gelenkige
und verstellbare Verbindung zwischen der Stange c und dem Hebel d kann in beliebiger
Weise angeordnet werden. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel besitzt der Hebel d einen
Kopf k, in welchem ein Langschlitz k' angeordnet
ist. Durch diesen Schlitz wird die Stange c gesteckt. Um den Antrieb von dem
Hebel d auf die Stange c zu übermitteln, können beispielsweise zwei auf die Stange gezogene
Ringe e, e' dienen, die mittels Klemmschrauben beiderseits des Hebels in entsprechendem
Abstand festgeklemmt werden.
Die Anwendung der neuen Vorrichtung geschieht in folgender Weise:
Zunächst sucht man an der Tür eine möglichst verdeckte Stelle aus, beispielsweise, wie
in Abb. 3 gezeigt, die Stelle, auf welche der Pfeil χ zeigt. Hier ist ein möglichst versteckter
Winkel zwischen den Rahmenleisten und der einen Füllung der Tür gewählt, vorteilhaft
so, daß ein Schlagschatten auf dem zu bohrenden Loch liegt. Man bringt an dieser Stelle die Bohrung g an, welche einen
Durchmesser von höchstens 2 mm besitzt. Eine derartige Bohrung ist, wenn sie richtig
angebracht ist, praktisch unsichtbar. Hierauf bohrt man das Loch g von innen etwas weiter
auf, um für die Hülse I Platz zu schaffen. Darauf befestigt man den Beschlag f an der
Innenseite der Tür und bringt in entsprechender Höhe den Riegel b, c mittels der Beschläge
V, c' an der Tür an, indem man die Stange c durch den Schlitz k' des Hebels d
führt. Hierauf klemmt man die Ringe e, e' beiderseits des Hebels d an geeigneten Stellen
auf der Stange c fest. Nunmehr ist die Einrichtung gebrauchsfertig.
Im Gebrauch wird nach Schließen der Tür der Stecher i in die kleine Bohrung g eingeführt,
worauf sich der Riegel leicht von außen verschieben läßt. Versucht nun ein Einbrecher
die Tür zu öffnen, so stößt er nach öffnung des Türschlosses auf das Hindernis des vorgeschobenen
Riegels; da eine Einrichtung, durch die der Riegel von außen verstellt werden
könnte, an der Tür nicht bemerkt werden kann, muß er annehmen, daß die Bewohner in
der Wohnung anwesend sind und wird weitere Einbruchsversuche infolgedessen aufgeben.
Um die Irreführung zu vervollkommnen, könnte man auch mehrere Löcher in die Tür
bohren. Wenn man dann dem Stecher noch einen komplizierten Eingriffsquerschnitt gibt,
kann der Einbrecher überhaupt nicht feststellen, welches Loch das richtige ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zur Sicherung von Türen gegen Einbruch mit einem zusätzlichen von außen verstellbaren Riegel an der Türinnenseite, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (b) durch eine rückwärtige Verlängerung (c) von einstellbarer Länge in an sich bekannter Weise mit einem Stellhebel (d) verbunden ist, welcher an einer von dem Riegel weit entfernten Stelle der Tür durch eine fast unsichtbare Öffnung von außen angetrieben werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ10911D DE360192C (de) | Vorrichtung zur Sicherung von Tueren gegen Einbruch |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ10911D DE360192C (de) | Vorrichtung zur Sicherung von Tueren gegen Einbruch |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE360192C true DE360192C (de) | 1922-09-30 |
Family
ID=7621601
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEZ10911D Expired DE360192C (de) | Vorrichtung zur Sicherung von Tueren gegen Einbruch |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE360192C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202010007511U1 (de) | 2010-06-02 | 2010-10-07 | Finzel, Evelyn | Bügelsicherung für die Innenverriegelung von Haus- bzw. Balkontüren |
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- DE DEZ10911D patent/DE360192C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202010007511U1 (de) | 2010-06-02 | 2010-10-07 | Finzel, Evelyn | Bügelsicherung für die Innenverriegelung von Haus- bzw. Balkontüren |
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