DE360040C - Vorrichtung zur Heizdampfentnahme vom ausstroemenden Dampfe von Kolbendampfmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zur Heizdampfentnahme vom ausstroemenden Dampfe von Kolbendampfmaschinen

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DE360040C
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    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K7/00Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating
    • F01K7/34Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating the engines being of extraction or non-condensing type; Use of steam for feed-water heating
    • F01K7/36Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating the engines being of extraction or non-condensing type; Use of steam for feed-water heating the engines being of positive-displacement type

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Description

  • Vorrichtung zur Heizdampfentnahme vom ausströmenden Dampfe von Kolbendampfmaschinen. Es ist bereits eine Vorrichtung zur Heizdampfentnahme von Kolbendampfmaschinen bekannt, bei welcher die Heizdampfentnahme nicht. unmittelbar aus dem Zylinder mit Hilfe besonderer Entnahmeventile, sondern hinter den Auslaßventilen vom ausströmenden Dampfe erfolgt.
  • Diese Vorrichtung gestattet aber lediglich die Entnahme des gesamten Dampfes einer oder beider Zylinderseiten für die Heizung, weil die Entnahmeventile praktisch nur vollständig geöffnet oder geschlossen sein, sich aber niemals in einer Zwischenstellung befinden dürfen, weil dann die Kompression auf der betreffenden Zylinderseite zu hoch werden würde. Es ist deshalb bei der bekannten Vorrichtung auch dafür gesorgt, claß die Überführung der Entnahmeventile von der einen in die andere Endstellung jeweils ohne Unterbrechung so plötzlich wie möglich erfolgt. Die Möglichkeit, die Heizdampfentnahme zu verzögern, bis der Abdampf auf den dem Heizdampfdruck entsprechenden Druck zurückkomprimiert ist, ist also hierbei nicht gegeben. Für diese Fälle kannte man bisher keinen anderen Weg, als die Anordnung besonderer Entnahmeventile oder eines zweiten Auslaßsteuerorgans, welche besonderer Steuerung bedurften und infolgedessen die Einrichtung umständlich machten. Man hat auch die Entnahmeventile als Rückschlagventile ausgebildet, mußte sie dann aber, solange der Duck auf der betreffenden Zylinderseite größer war als der Heizdampfdruck, gegen öffnen sperren, weshalb man diese Rückschlagventile zur Druckregelung noch mit besonderen, wie die Auslaßventile gesteuerten Entnahmeventilen verbunden hat, so daß diese den Zylinder bis zum Ende der Expansionsperiode abschlossen. Es waren also alle diese Vorrichtungen mehr oder weniger umständlich im Aufbau und in der Bedienung und Überwachung. Diese Übelstände beseitigt die Erfindung, indem danach die Heizdampfentnahme vom ausströmenden Dampf in solcher Weise bewirkt wird, daß die Heizdampfmenge von etwa o bis ioo Prozent des Abdampfes jeder Zylinderseite regelbar ist und außerdem auf die Höhe des Heizdampfdruckes zurückkomprimiert worden ist. Die Heizdampfentnahme erfolgt dabei zwar ebenfalls durch ein sie regelndes, von dem Heizdampfdruckregler oder einem Heizdampftemperaturregler beeinflußtes Steuerorgan hinter den Auslaßsteuerorganen; gemäß der Erfindung ist aber das Heizdampfentnahmeorgan unmittelbar hinter jedem Auslaßsteuerorgan des Zylinders angeordnet, welches während der Öffnungsdauer des Auslaßsteuerorganes zugleich solange unter dem Einfluß des Dampfdruckes im Zylinder steht, als Heizdampf benötigt wird.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar, zeigen die Abb. i bis 3 senkrechte Schnitte in drei verschiedenen Stellungen, wobei das Auslaßventilgehäuse zugleich als Gehäuse für das Steuerorgan zur Regelung der Heizdampfentnahme ausgebildet und dementsprechend mit dem Anschluß für die Heizdampfleitung versehen ist.
  • Abb. q. ist ein Schnitt nach Linie A-B der Abb. 2.
  • Das normal gesteuerte und normal ausgebildete Auslaßventil ist a, zwischen dessen Sitzkorb b und Gehäuse c ein Ringraum d zur Aufnahme und Führung eines hohlzylindrischen Kolbenschiebers e angeordnet ist, der zwei Steuerschlitze f und g in verschiedener Höhe besitzt. Außer dem Anschlußstutzen h für die Leitung zur Kondensation oder den Auspuff ist in der Höhe versetzt zu ihm ein zweiter Anschluß i für die Heizdampfleitung am Ventilgehäuse angeordnet, und der Kolbenschieber e gestattet dem durch das geöffnete Auslaßventil a ausströmenden Dampf je nach seiner Stellung den Eintritt in den Anschluß h oder i. In Abb. i ist die Stellung des Schiebers für Auspuff oder Kondensation und in Abb. a diejenige für Heizung dargestellt, während Abb. 3 die Mittellage des Kolbenschiebers zeigt, die in noch zu beschreibender Weise durch die Auslaßsteuerungwährend der Expansionsperiode eingestellt wird. Der hohle Kolbenschieber e besitzt eine auf der Führungshülse b' der Ventilspindel gleitende, durch Arme e' mit ihm verbundene Hülse 1, für den Angriff des Heizdampfdruckreglers t oder eines Temperaturreglers. Die Arme e' bewegen sich zwischen Ringsegmenten w' der Ventilhaube w, auf welcher der Ventilkorb b aufsitzt. Der an der Hülse k angreifende Arm q des vom Regler t bewegten Steuerhebels r, q trägt eine Rolle p, auf welche ein Daumen o wirkt, der mit dem Auslaßsteuerdaumen wä zweckmäßig einstellbar verbunden ist, welcher in der üblichen Weise mittels des Exzenters iz und der Exzenterstange m von der Steuerwelle ic aus bewegt wird (Abb. 3). Der Daumen o ist so bemessen, gestaltet und eingestellt, daß er den unter der Mittellage (Abb. z) befindlichen Schieber e nach Schluß des Auslaßventils a beim weiteren Rückgang des Auslaßsteuerdaumens in', also während der Expansionsperiöde, bis in die Mittellage (Abb. 3) hebt und in dieser bis zum Wiederöffnen des Auslaßventils unterstützt. Dadurch ist aber der Regler t nicht behindert, den Kolbenschieber auf Auspuff oder Kondensation einzustellen, wenn der Heizdruck höher ist als der normale, also kein Heizdampf gebraucht wird. Das Gestänge u des Druckreglers t ist mit dem Hebel r nicht fest verbunden, sondern ruht nur auf ihm und kann bei Heizdampfbedarf hochgehen, ohne den Hebel r mitzunehmen.
  • Wird kein Heizdampf benötigt, so drückt das Gestänge v auf den Hebel r und bringt dadurch den Schieber e in die Auspuffstellung.
  • Diese Anordnung hat den Zweck, daß bei Heizdampfbedarf der Daumen o den Schieber in die Mittellage bringen kann, ohne dem Druckregler -entgegenwirken zu müssen. In jedem Falle hat der Schieber c aus der Mittellage nur einen kleinen Weg zu machen, um Heizleitung oder Auspuff zu öffnen. In der Mittelstellung (Abb. 3) kann der Abdampfdruclc unmittelbar auf den Kolbenschieber wirken, indem der obere Teil des den Kolbenschieber e aufnehmenden Ringraumes d im Ventilgehäuse durch öffnungen l bei offenem Auslaßventil a unmittelbar mit dem Zylinderinneren in Verbindung steht. Der Schieber e wird infolgedessen aus seiner Mittellage nur durch den auf ihn wirkenden Überdruck des ausströmenden Dampfes auf Heizdampfauslaß gestellt. Der Druck des Druckreglers auf den Schieber ist so bemessen, daß erst beim Erreichen des Heizdampfdruckes im Zylinder der Schieber niedergedrückt und auf Heizdampfauslaß gebracht wird. In seiner Höchststellung (Abb. i) schließt der Kolbenschieber die Verbindungskanäle l ab, so daß er vom Dampf im Zylinder nicht mehr beeinflußt werden kann. In dieser Stellung ist der Auspuff h dauernd geöffnet. In sie wird der Kolbenschieber vom Heizdruckregler oder von Hand aus eingestellt, wenn keine Heizdampfentnahme erfolgen soll.
  • Die Diagramme (Abb. 5 und 6) machen die Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes ersichtlich.
  • Während der Expansionsperiode wird, wie oben beschrieben, der Kolbenschieber durch die Auslaßsteuerung (Daumen o) zwangläufig in die Mittellage (Abb. 3) und bis kurz vor dem Kolbenhubende gegen Verschiebung nach unten festgehalten.
  • Wird nun kein Heizdampf (o Prozent des Abdampfes) benötigt, so wird infolge der entsprechenden Wirkung des Druckreglers auf den Schieber dieser nach oben gedrückt (Abb. i). Der Dampf pufft infolgedessen vollständig aus, was dem Arbeitsdiagramm (Abb.5) entspricht.
  • Soll dagegen die gesamte Abdampfmenge (ioo Prozent) als Heizdampf dienen, so wird nach öffnen der Auslaßventile und nachdem der Dampf im Zylinder auf den Heizdampfdruck hinauf komprimiert worden ist, durch diesen Kompressionsdruck der Kolbenschieber e nach unten gedrückt (Abb. 2), so daß nun der Dampf vollständig in die Heizleitung gelangt. Das entspricht dem Arbeitsdiagramm (Abb. 6) ausgezogene Linien.
  • Benötigt man aber nur einen Teil des Abdampfes, z. B. 5, io, 2o, 5o Prozent usw., als Heizdampf, so wird dann der Heizdruckregler infolge des höheren Druckes in der Heizleitung den in der Mittellage befindlichen Kolbenschieber e mehr oder weniger nach oben verschieben und den Auspuff mehr oder weniger öffnen, so daß dann nur ein entsprechender Teil des Abdampfes auspufft, der gewünschte Teil aber in die Heizleitung gelangt. Das geschieht dadurch, daß die Wirkung des Heizdruckreglers auf den Kolbenschieber e durch den entgegengesetzt auf diesen wirkenden Kompressionsdruck über ihm überwunden und infolgedessen der Schieher e nach unten gedrückt und dadurch die Heizleitung geöffnet wird. Diese teilweise Überleitung des Abdampfes in die Heizleitung zeigt das Arbeitsdiagramm (Abb.6) in der strichpunktierten Ausströmkurve.
  • Der Heizdruckregler kann beliebig empfindlich gemacht werden, so daß jeder beliebige Teil von o bis ico Prozent des Abdampfes als Heizdampf entnommen werden kann.

Claims (3)

  1. PATRNT-ANSPRL C111? ; i. Vorrichtung zur Heizdampfentnahme vom ausströmenden Dampf von Kolbendampfmaschinen durch ein die Entnahme regelndes, von dem Heizdampfdruckregler oder einem Heizdampfteinperaturregler beeinflußtes, hinter den Auslaßsteuerorganen angeordnetes Steuerorgan, dadurch gekennzeichnet, daß das Heizdampfentnahmeorgan (e) unmittelbar hinter jedem Auslaßsteuerorgan (a) des Zylinders angeordnet ist und während der öffnungsdauer des Auslaßsteuerorgans zugleich solange unter dem Einfluß des Dampfdrucks im Zylinder nach der Heizung (i) öffnet, als Heizdampf benötigt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Heizdampfentnahmeorgan (e) während der Expänsionsperiode durch kraftschlüssige Verbindung (o, p) mit der Auslaßsteuerung der Dampfmaschine (m, zn), solange Heizdämpfbedarf vorhanden ist, in eine Heizleitung (i) und Auspuff (h) absperrende Mittellage gebracht wird, ohne dadurch an einer durch den Heizdruckregler (t) zu bewirkenden Bewegung in die den Auspuff (1z) freigebenden Stellungen und zurück in die Mittellage gehindert zu sein (Abb.3).
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuerorgan zur Regelung der Heizdampfentnahme ein hohlzylindrischer Kolbenschieber (e) dient, der sich zwischen Auslaßventilkorb (b) und Gehäuse (c) derart führt, daß über dem Kolbenschieber (e) mit dem Raume innerhalb desselben durch einen Kanal (l) eine Verbindung besteht, die in der Höchststellung (Auspuffstellung) des Kolbenschiebers (e) durch diesen abgesperrt ist (Abb. i).
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