DE359483C - Verfahren nebst Vorrichtung zur Trocknung von Braunkohle und aehnlichen Stoffen - Google Patents
Verfahren nebst Vorrichtung zur Trocknung von Braunkohle und aehnlichen StoffenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B17/00—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
- F26B17/12—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed solely by gravity, i.e. the material moving through a substantially vertical drying enclosure, e.g. shaft
- F26B17/122—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed solely by gravity, i.e. the material moving through a substantially vertical drying enclosure, e.g. shaft the material moving through a cross-flow of drying gas; the drying enclosure, e.g. shaft, consisting of substantially vertical, perforated walls
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Description
- Verfahren nebst Vorrichtung zur Trocknung von Braunkohle und ähnlichen Stoffen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Trocknung nasser Braunkohle und ähnlicher Stoffe, welche beim Trocknen der Entzündungsgefahr unterliegen.
- Es ist bereits vorgeschlagen worden, Torf für eine nachfolgende Trocknung in der Weise aufzuschließen, daß ein Gemisch von Feuergasen .und Dampf durch eine Trommel geleitet wird,, durch welche der aufzuschließende Torf hindurchgeschickt wird. Dieses Verfahren. ist aber für die wirtschaftliche Trocknung nasser Rohbraunkohle, auf welche die Erfindung in erster Linie sich. bezieht, nicht brauchbar, weil hierbei außerordentlich große Dampfmengen verbraucht werden, deren Erzeugung das Trockenverfahren zu kostspielig machen würde.
- Die Benutzung von überhitztem Dampf an Stelle von Trockenluft als Wärmeträger hat sich trotz erheblicher wärmetechnischer Vorteile bisher nicht einführen können, da die praktische Ausführung zu große Schwierigkeiten bietet. Die Herstellung großer Mengen überhitztem Dampfes erfordert nämlich Vorrichtungen mit sehr großer Oberfläche, die teuer sind und besonders, wenn sie unmittelbar beheizt werden, wegen der .großen Abhitze unwirtschaftlich arbeiten und auch wegen der hohen Wärme der Heizflächen nur kurze Lebensdauer haben. Außerdem werden große Dampfkessel benötigt, welche die Anlage weiter verteuern.
- Es ist ferner für die Trocknung beliebiger Stoffe bereits vorgeschlagen worden, Dampf mit Feuergasen zu mischen und zusammen mit dem aus dem zu trocknenden Gut ausgetriebenen Wasserdampf einem Feuergaserzeuger wieder zuzuführen und in wiederholtem Kreislauf durch die Trockenvorrichtung hindurchzuschicken.
- Dieses Trockenverfahren kann zwar für die Trocknung von Rollbraunkohle Anwendung finden, jedoch nicht in der einfachen Form, wie sie vorstehend erwähnt ist, denn es hat sich hierbei gezeigt, daß, wenn die Anlage erst in Betrieb ist, sie zwar einwandfrei arbeitet und auch eine gute Handelsware liefert, da die Rohbraunkohle während des Trockenverfahrens ihre stückige Form behält; aber bei Einleitung des Trockenvorganges besteht die große Gefahr der Entzündung der Rohbraunkohle.
- Bei Beginn der Trocknung ist die ganze Trockenanlage mit Luft gefüllt. Werden jetzt die Feuergase durch die Rohbraunkohle geschickt, so werden zwar Brüdendämpfe gebildet, sie werden aber an anderer Stelle, wo die Rohbraunkohle verhältnismäßig noch kalt ist, wieder niedergeschlagen, so daß die aus dem Trockenschacht zum Erzeuger zurückgeführten Gase nur wenig oder gar keinen Dampf enthalten und der EintrsttssteIle des Trockners nur heiße Feuergase zuströmen.
- Da nun :die Feuergase immer Funken enthalten und praktisch nicht filtriert werden können, so besteht die Gefahr, daß mitgerissene Funken die in der Nähe der Eintrittsstelle lagernde Rohbraunkohle entzünden. Selbst, wenn es gelingen würde, die Feuergase zu filtrieren, so könnten sie infolge ihrer hohen Wärme .den Braunkohlenstaub doch entzünden, der unvermeidlich die aus dem Trockner zurückströmende Kreisluft begleitet.
- Die Erfindung bezweckt die Beseitigung der Brandgefahr bei Einleitung der Trocknung und erreicht dies dadurch, daß bei Einleitung des Verfahrens den Feuergasen zunächst aus einer fremden Quelle Dampf (Frischdampf oder Abdampf) beigemischt wird. Dieser beigenischte Dampf macht die Funkenbildung unschädlich und verhindert eine Entzündung des Kohlenstaubes.
- Diese den Feuergasen zunächst beigemischte Dampfmenge geht nicht verloren; denn ihr gesamter Wärmeinhalt dient ja mit zur Anwärmung der Rohbraunkohle. Nach verhältnismäßig kurzer Zeit ist die kohbraunkohle so weit erwärmt, daß sie selbst Wasserdampf abgibt und infolgedessen ein Niederschlagen von Dampf am Trockengut nicht mehr stattfinden kann. Ist dieser Zustand erreicht, dann kann die Dampfzufuhr aus der fremden Quelle abgestellt werden, und die Trocknung wird dann in der Weise zu Ende geführt, daß das aus dem Trockner austretende Dampfluftgemisch dem Feuergaserzeuger zwecks erneuter Mischung mit frischen Feuergasen wieder zugeführt wird, während die überschüssigen Dampfbrüden entweichen oder durch besondere Leitungen abgezogen und noch zur Vorwärmung des Gutes nutzbar gemacht werden.
- Die für die Anheizung notwendigen Dampfmengen können beliebigen Wärmeduellen, beispielsweise Abdampfleitungen, Heizungen, Dampfkesseln, Wärmespeichern o. dgl., entnommen werden.
- Eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
- Das zu trocknende Gut, beispielsweise stückige Rohbraunkohle, wird in dem Behälter f aufgegeben, sinkt in den, durch einen Siebmantel gebildeten Schacht e einer Schachtdarre nach unten und wird hier durch den Entleerungsstutzen g von Zeit zu Zeit abgezogen. Die zur Trocknung notwendigen Feuergase werden in einem Koksofen l erzeugt und durch ein Gebläse b in die Mischkammer a angesaugt. Das Gebläse b drückt den Feuergasstrom durch die Leitung c in den den Siebschachte umgebenden Mantelraumd. Das Gemisch von Feuergas und B-rüdendampf wird durch die Leitung k zur Mischkammer a zurückgesaugt und mischt sich hier von neuem mit frischen Feuergasen. In dem Mischraum a mündet ferner ein Dampfzuleitungs.rohr i, das mit einer beliebigen Wärmeduelle in Verbindung steht und durch ein Absperrglied m beliebiger Art von der Dampfzufuhr abgeschaltet werden kann. Für die bei Anheizung des Ofens sich bildenden Feuergase dient ein mit Drosselklappe iz ausgerüsteter Abzug h.
- Bei Inbetriebnahme der Anlage wird der Schacht e mit Rohgut gefüllt und der Ofen angeheizt. Während der Anheizzeit steht die Drosselklappe ia offen. Sobald die Feuerung in Gang ist, wird die Drosselklappe geschlossen. Gleichzeitig wird das Absperrglied in im Dampfrohr und ein Absperrglied o in dem Kanal vom -Ofen zur Mischkammer geöffnet und das Gebläse in Betrieb gesetzt. Dampf und Feuergase werden jetzt zur Mischkammer a angesaugt, mischen sich hier und gelangen durch die Leitung c zur Schachtdarre. Sobald das hier lagernde Gut etwa Siedewärme erreicht hat, entwickelt es selbst Brüden, so daß die Zufuhr weiterer Dampfmengen durch die Leitung i entbehrlich wird. Das Absperrglied nb wird dann sofort oder allmählich .geschlossen, und. der Betrieb geht nun in der Weise vor sich, daß das durch die Leitung h zurückströmende Dampfgasgemisch in der Kammer a durch Beimischung frischer Feuergase regeneriert und der Schachtdarre wieder zugedrückt wird. Der Betrieb kann alsdann ohne jede weitere Dampfzufuhr durchgeführt werden.
Claims (2)
- PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Trocknung von Braunkohle und ähnlichen bei der Trocknung der Entzündungsgefahr unterliegenden Stoffen mittels eines Gemisches von Feuergasen und Dampf, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einleitung des Trockenverfahrens zunächst den durch das Trockengut hindurchzuschickenden Feuergasen Dampf (Frischdampf oder Abdampf) so lange beigemischt wird, bis das Gut selbst infolge Erhitzung auf Siedewärme genügend Wasserdampf entwickelt, worauf .die Dampfzufuhr von außen abgestellt und der Trockenvorgang mit Feuergäsen und den aus dem Gut entwickelten Brüden allein durchgeführt wird.
- 2. Schachttrockner zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dieser durch ein Rohr (h) und ein Rohr (c) nebst Lüfter (b) mit einer Heizkammer (a) in Verbindung steht, in die außer der Feuerung (l) eine regelbare Dampfleitung (i) mündet.
Priority Applications (1)
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| DEZ12610D DE359483C (de) | 1921-09-23 | 1921-09-23 | Verfahren nebst Vorrichtung zur Trocknung von Braunkohle und aehnlichen Stoffen |
Applications Claiming Priority (1)
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1921
- 1921-09-23 DE DEZ12610D patent/DE359483C/de not_active Expired
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