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Endlos durch Auswalzen von gezogenem 1Vletalldraht hergestelltes lVletallband
für Postpaketverschnürungen. Bei den bekannten Postpaketverschnürtingell,
bei denen ein vorzugsweise aus weichem Eisen bestehendes Metallband
als Verschnürungsmittel benutzt wird, haben sich, abgesehen von der bisher meist
nicht zuverlässigen und auch sonst nachteiligen Befestigung der Bandenden, erhebliche
Beschädigungen des Postpersonals und andere Unzuträglichkeiten aus dem Umstande
ergeben, @daß die Kanten des dünnen Bandmaterials mehr oder weniger scharf sind,
so daß sie zu Verletzungen der damit hantierenden Personen Anlaß geben. Selbst wenn
die betrettenden ' Verpackungsbänder nicht durch Zerschneiden von Blech in entsprechend
schmale Streifen, wobei ein scharfer Grat sich bildet, sondern durch Plattwalzen
von rundgezogenem Draht hergestellt werden, ergibt sich eine fast schneidenartige
und vielfach von feinen Ein? rissen und Auszackungen nicht freibleibende i Kante,
welche oft wie eine rauhe Messerschneide wirkt.
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Um diese Übelstände zu vermeiden, wird nach vorliegender Erfindung
das für derartige j Zwecke bestimmte, vorzugsweise aus weichem 1-isen bestehende
-Metallband im Anschluß an
das Auswalzen aus gezogenem Metall.dralit
so behandelt, daß die beiden Längsränder des Bandes in größerer oder geringerer
Breite saumartig umgelegt werden. Hierdurch wird eine von Einrissen und sonstigen
Rauheiten freie, rundliche Begrenzung des Bandes an den Längskanten erreicht, welche
keinen schneidenartigen Charakter mehr besitzt und keinen Anlaß zu Handverletzungen
der .dieses Bandmaterial verarbeitenden und mit den damit verschnürten Paketen hantierenden
Personen abgibt.
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Außerdem wird die die Reißfestigkeit des Bandes einschränkende Rißbildung
an den Rändern, «-elche, wie erwähnt, beim Kaltauswalzen des Metalldrahtes um so
weniger vermeidbar ist, je dünner das Band ausgewalzt wird, durch das Umlegen der
Ränder unschädlich gemacht, weil dadurch die in ihrer Festigkeit geschädigten Walzränder
aus der für das Zinreißen gefährlichen Randzone in die mittlere Gegend des Bandes
verlegt werden. Infolge des Umlegens der Bandränder wird daher eine bedeutende Erhöhung
der Zerreißfestigkeit des Bandes erzielt, welche es ermöglicht, das Band noch merklich
dünner auszuwalzen, wie dies bei den bisherigen Verschnürungsbändern üblich war.
Hierdurch sowie durch die geringere Bandbreite wird die geringfügige Verminderung
der Schmiegsamkeit des Bandes, welche sich aus der Verdoppelung der umgelegten Bandränder
ergibt, wett gemacht und auch eine erhebliche Ersparnis an Metallmaterial ermöglicht.
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Für solche Metallbänder, welche zum Beschlagen von -Kisten dienen
sollen, ist zwar (las Umlegen der Ränder bereits früher v orgeschlagen; hierbei
handelt es sich jedoch um solche Bänder, die durch Zerschneiden von Blechen hergestellt
sind mit begrenzter Länge und bei denen die umgelegten Ränder zum Einbinden von
Längsdrähten oder Papierstreifen dienen. Derartige Bänder haben eine für die zur
Verschnürung von Postpaketen ganz ungenügende Schmiegsamkeit. Im Gegensatz hierzu
sind nach vorliegender Erfindung die Längsränder des durch Plattwalzen von dünnem
gezogenen Metalldraht in unbegrenzten Längen hergestellten Bänder unmittelbar auf
die Breitseiten des Bandes selbst umgelegt, um die schädlichen Folgen des Auswalzens
auf die Bandränder zu beseitigen.
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Auf der Zeichnung sind in Abb. i, 2 zwei Ausführungsformen des Verschnürungsbandes
in Ansicht und Querschnitt dargestellt, .AM- 3 zeigt eine mit der Ausführungsform
nach Abb. i ausgeführte Verschnürung.
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Bei dem in Abb. i dargestellten Bande, welches, wie erwähnt, vorzugsweise
aus plattgewalztem, weichem Eisendraht besteht, sind die beiden Ränder 2 des Bandkörpers
saumartig nach derselben Seite des Bandes umgebogen. Bei der .Ausführungsform nach
Abb. 2 ist das Umlegen beider Ränder nach den verschiedenen Flachseiten des Bandes
ausgeführt. Das Umlegen wird zweckmäßig im unmittelbaren Anschluß an das Auswalzen
des Metalldralites durch ein entsprechendes tüllenartiges Werkzeug bewirkt, durch
welches das Band hindurchgezogen wird, und welches ähnlich wie die 1.;ekannten Säumer
der Nähmaschine die Ränder des Bandes aus der Ebene desselben zunächst abbiegt und
dann allmählich nach beiden Seiten umlegt. Die Breite des umgelegten Saumes kann
entweder gering oder so breit bemessen werden, daß die nach der einen Seite umgelegten
Ränder in der Mitte zusammenstoßen.
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Zum Durchziehen des Bandes durch das die Ränder umlegende Werkzeug
bedient man sich zweckmäßig eines Zttgwalzenpaares, welches jedoch vorzugsweise
so eingerichtet ist, daß der Walzendruck beschränkt ist, um ein scharfes Umknicken
der umgelegten Ränder zu vermeiden.
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Aus Abb. 3 ist ersichtlich, wie infolge der Wendung des Bandes- im
Ring 6 die beiden nach einer Seite umgelegten Ränder 2 beispielsweise in -der Längsverschnürung
3 des Paketes .4 nach innen, in der Querverschnürung 5 nach außen gewendet sind.
Die Befestigung der Bandenden erfolgt vorzugsweise, wie in Abb. 3 angedeutet, unter
Anwendung eines Gien sogenannten Selbstbinclerkrawatten ähnlichen Knoten, ohne Anwendung
von Durchlochungen und unter Einbindung der äußersten Bandenden in eine durch denWendering
hindurchgedrückte Bleiplombe.