DE359142C - Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Fellen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Fellen

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DE359142C
DE359142C DEP41055D DEP0041055D DE359142C DE 359142 C DE359142 C DE 359142C DE P41055 D DEP41055 D DE P41055D DE P0041055 D DEP0041055 D DE P0041055D DE 359142 C DE359142 C DE 359142C
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VINZENZ POSPISIL
WIENER VELOUR STUMPEN und HUTF
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VINZENZ POSPISIL
WIENER VELOUR STUMPEN und HUTF
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C15/00Apparatus for chemical treatment or washing of hides, skins, or leather

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Fellen. Den bekannten Beizvorrichtungen, bei denen die Beizflüssigkeit in einem Preßluftstrahl auf das Fell aufgebracht wird, haftet der Nachteil an, daß der gegen den Strich der Haare geführte Preßluftstrahl,die Haare nicht nur aufrichtet, sondern sie ganz umlegt und das Fell anhebt, wodurch das Eindringen der Beize bis zu den Haarwurzeln geradezu erschwert wird.
  • Im Gegensatz hierzu wird nasch der vorliegenden Erfindung der aus einer über die ganze Fellbreite sich erstreckenden Spaltdüse austretende Preßluftstrahl gegen die aus einem gleichbreiten Sprührohr austretende Beizflüssigkeit senkrecht oder nahezu senrecht gegen das Fell geblasen. Hierdurch wird der Haargrund infolge Teilung des Haares bloßgelegt und; die Beizflüssigkeit gelangt bis auf den Haargrund.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführung des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, und zwar zeigen: Abb. i die Maschine in Vorderansicht, das Abschlußgehäuse im Schnitt, Abb. 2 die Maschine senkrecht zu den Walzen geschnitten, jedoch ohne Untergestell und ohne Flüssigkeitsgefäße, Abb. 3 ist eine Einzelheit in Seitenansicht, den unteren Teil der Düse, die Lagerung des Strahlrohres, des Strahlablenkers, der Ablaufrinne und des Luftdruckhebels zeigend.
  • Die Felle werden in die Maschine durch Auflegen auf das Aufl'egbrett 33 eingeführt, welches auf mit den Tragarmen 23 verbundenen Konsolen 34 befestigt ist, und bis zu den lotrecht übereinander angeordneten Einführungswalzen 25, 43 geschoben, welche ebenso wie alle anderen Walzen zum Schutze gegen rasche Zerstörung durch die Beize mit einean säurefesten Mittel überzogen sind. Die obere Walze 25 übt wie die obere Austrittswalze 26 infolge ihrer beweglichen Lagerung in den Enden der Hebel 22 durch ihr eigenes Gewicht den zum Mitnehmen der Felle nötigen Druck auf die Walze 43, 27 aus, so daß die Felle leicht und sicher .mitgenommen werden. Die Hebel ?2 sitzen auf den in Lagern der Träger 23 ruhenden Wellen 44.
  • Der Antrieb der Walze 43 erfolgt durch die von einer Gelenkkette 35 (Abb. i) mittels des Kettenrades 32, während die obere Walze 25 durch: die Reibung von der Walze .4.3 mitgenommen wird. Die Felle gelangen auf das endlose gelochte Förderband 6o (Abb. @), welches aus säurefestem Stoff gefertigt ist und dessen gezogenes Trum, sich infolge Drehung der Walze 27, 43 (Abb. 3) im Sinne des Uhrzeigers, in der Richtung von den Einführungswalzen zu den Austrittswalzen gleichförmig fortbewegt. Dadurch werden die Felle unter der Preßluftdüse i hinweggeführt. Diese ist auf den Trägern i i festgelagert und erhält Preßluft durch das Druckrohr 12 (Abb. i) von einem Gebläse. Die aus dem Düsenspalt senkrecht zu den Fellen ausströmende Luft reißt die aus den Löchern 56 (Abb. :2) des Sprührohres 45 (Abb. 3) senkrecht zur Düsenspaltebene ausstrahlende Beizflüssigkeit mit sich und treibt sie gleichmäßig und fein verteilt unter gleichzeitigem kräftigen Anblasen der Haare in die Haarschichte bis auf deren Grund ein. Die Beizflüssigkeit, welche ununterbrochen aus dem Sprührohr 45 ausströmt, wird mittels einer Pumpe, die mit dem, Flüssigkeitsbehälter 3 i verbunden ist, durch die Druckrohrleitung 3 in das Filtergefäß 6 gefördert, welches mit einem Überlauf 7 versehen ist, gelangt von allen Unreinigkeiten befreit in das darunter befindliche Gefäß 5, das zur Erhaltung eines gleichbleibenden Flüssigkeitsspiegels gleichfalls einen Überlauf besitzt, und fließt schließlich durch die Rohrleitung 4 in das Sprührohr 45. Die durch die überläufe überlaufende Flüssigkeit fließt in das Überlaufgefäß 9 und durch eine an dessen Boden angeschlossene Überlaufleitung 2 auf die Pfanne 59 (Abb. 3), von wo sie durch eine Ablauföffnung 58 in den Behälter 3 1 (Abb. i) gelangt. Sämtliche Rohrleitungen und Gefäße werden von dem Traggestell i o, welches an einem Ansatz 6 1 des Trägers i i befestigt ist, getragen. Das Strahlrohr 45 (Abb. 3) ist an seinen Enden in den, an den Trägern i i mit je einer Schraube 55 (Abb. 6) befestigten Konsolen 13 gelagert und durch den Druck der an dem drehbaren Konsoldeckel63 angebrachten Feder 64 (Abb. 6) und Niederhalten des. Deckels mittels der Sperrfeder 65, festgehalten. Um ein Bestrahlen der Felle .mit Beizflüssigkeit ohne Luftausströmung aus der Düse i zu: verhindern, ist in den in die Konsolen 13 eingeschraubten Lagern 66 (Abb. 6) ein Strahlablenker 67 angeordnet. An einem Ende desselben ist der mit dem Löffel 68 versehene, in seiner Bewegung durch die am Träger i i befestigten Anschlagstifte 69, 7o begrenzte Hebel 71 derart befestigt, daß bei Ausströmung von Luft aus der Düse i auch aus der mit dieser verbundenen kleinen Düse 46 Luft auf den Löffel strömt, diesen bis zum Anschlagstift 7o hinandrückt und dadurch den Strahlablenker so weit hebt, daß die Flüssigkeitsstrahlen ungehindert unter die Düsenrründung gelangen können. Beim Aussetzen der Luftausströmung aus der Düse hört auch der Luftdruck auf den Löffel, auf, so daß dieser sich so weit hebt, bis der Hebel den Anschlagstift 69 berührt, in welchenii Falle der Strahlablenker so weit gesenkt ist, daß er die aus dem Strahlrohr kommenden Flüssigkeitsstrahlen auffängt und in die unterhalb des Strahlrohres in den Konsolen, 13 gelagerte Ablaufrinne 72 ableitet, von wo die Flüssigkeit über die Pfanne 59 (Abb. 3) in den Flüssigkeitsbehälter 3 1 (Abb. i) abläuft. Die Ableitung der aus der Düse i ausgeströmten mit Beizedämpfen und fein verteilter Flüssigkeit vermischten Luft aus dem durch das Abschlußgehäuse 57 (Abb. i und 2) abgeschlossenem Beizraum, erfolgt durch die in der Abschlußwand 73 (Abb. i) ausgesparte öffnung i g nach Durchgang durch den im Kasten 54 angeordneten Filter 53 durch das mit der Saugseite des Gebläses. verbundene, oder falls auf eine Wiederverwendung dieser Luft kein Gewicht gelegt wird, ins Freie mündende Saugrohr 40. Das gebeizte Fell gelangt im Verlaufe seiner Weiterbewegung in den sich bis zur völligen Berührung bei den Austrittswalzen 26, 27 (.r'@bb. 3) allmählich verengenden Spalt, welcher durch das Förderband 6o und das endlose gelochte Band i8 gebildet wird, das über die an den Trägern i i drehbar gelagerte Walze 14 und die obere Austrittswalze 26 läuft. Die Spannung des. Bandes i8 bewirken die an den Lagern der Spannwalze 15 hängenden Gewichte 17, während die Regelung der Spaltweite zwischen Förderband 6o und endlosem Band 18 durch Verkürzung oder Verlängerung der beiden, mit den Ständern i i und mit den Sp:annwalzenlagern.74 (Abb. 2) gelenkig verbundenen Arme 16 be-«-erkstelligt wird. - Die Felle werden in den Spalt eintretend, zwischen Förderband 6o und endlosem Band 18 eingeklemmt und zwischen den Austrittswalzen unter dem Druck der oberen Walze 26 ausgepreßt und gelangen auf das schräge Gleitbrett 29. Von dort fallen sie entweder in untergestellte Sammelgefäße oder werden durch ein Förderband fortgeschafft. Der Antrieb der Austrittswalzen und damit des endlosen Bandes 6o erfolgt durch eine Gelenkkette, welche über drei Kettenräder 21 (Abb. i) gespannt ist und durch zwei ineinandergreifende Zahnräder 2o (Abb. 2), von welchen eines auf der Welle 75, (las andere auf der Welle der Walze 26 sitzt. Die Kettenräder 21 sitzen auf der Welle der unteren Einführungswalze 43, auf der Welle der Austrittswalze 27 sowie auf der Welle 75. Die Abdichtung des vom Maschinengestell 42 abhebbaren Abachlußgehäuses 57 erfolgt an der äußeren Zylinderfläche der Einführungswalze 25 durch die über die ganze Länge der Walze laufende, das untere Ende der vorderen Abschlußwand bildende, federnde Zunge 76 (Abb.3 und 4), welche an ihren beiden Schmalseiten mit Lappen 77 dicht an die Seitenwände des Gehäuses 57 anschließt. An den Enden der Walze dagegen besorgen die Abdichtung daselbst angebrachte Dichtungsringe. Die Abdichtung des Gehäuses 57 gegen die untere Einführungswalze 43 und die untere Austrittswalze 27 erfolgt in der Längsrichtung der Walzen durch die, an der Pfanne 59 angebrachten, federnden Zungen 62 (Abb. 4 und 5) und seitlich durch die mit der Pfanne verbundenen Lappen 28 (Abb. 2, .4 und 5), welche am Walzenumfang anliegen und sich an die Seitenwand des Abschlußgehäuses anpressen, während die Gehäuseseitenwand selbst die Walze berührt. An der Austrittswalze 26 ist die Abdichtung dieselbe wie bei der Eintrittswalze 25, nur daß die Lappen ; 7 entfallen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Beizen von Fellen, bei dem die .aus einem Verteilungsglied austretende Beizflüssigkeit durch Preßluft gespannten Dampf oder Gas auf die Felle geblasen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der aus einem über die ganze Fellbreite sich erstreckenden schmalen Spalt einer Düse austretende Preßluftstrahl gegen die aus einem gleich breiten Sprührohr aussprühende Beizflüssigkeit senkrecht oder nahezu senkrecht gegen die unterhalb des Sprührohres vorbeigeführten Felle geblasen wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein über die ganze Fellbreite sich erstreckendes, die Beizflüssigkeit oberhalb der fortlaufend durch die Maschine geführten Felle versprühendes Verteilungsglied (Sprührohr) und eine Preßluftdüse mit einem gleichfalls über die ganze Fellbreite laufenden schmalen Spalt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen drehbaren Strahlablenker (67), der durch die aus einer Düse (46) gegen einen an ihm angebrachten Hebel (7i) ausströmendePreßluft so verschwenkt wird, daß die Beizflüssigkeit ungehindert unter die Preßluftdüse sprühen kann, beim Aussetzen der Preßluftströmung jedoch selbsttätig eine Lage einnimmt, in welcher er die aus dem Verteilungsorgan sprühende Beizflüssigkeit in eine Sammelrinne (72) zwecks Wiederverwendung ablenkt.
DEP41055D 1920-11-22 1920-12-02 Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Fellen Expired DE359142C (de)

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