DE3590232C2 - 1,24-Dihydroxy- 22-Vitamin D3-Derivate, diese enthaltende Arzneimittel sowie Cholesterinderivate alsZwischenprodukte - Google Patents
1,24-Dihydroxy- 22-Vitamin D3-Derivate, diese enthaltende Arzneimittel sowie Cholesterinderivate alsZwischenprodukteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft neue 1,24-Dihydroxy-Δ²²-Vitamin D₃-Derivate
und diese enthaltende Arzneimittel. Ferner betrifft die
Erfindung neue Cholesterinderivate, die bei der Herstellung der
vorerwähnten Vitamin D₃-Derivate als Zwischenprodukte verwendbar
sind.
Seit der Entdeckung, daß die aktive hormonale Form von Vitamin D
bei der Stimulierung des intestinalen Calciumtransports, des
intestinalen Phosphattransports und der Knochen-Calcium-Mobilisierung
des 1,25-Dihydroxyvitamin D₃ (1,25-(OH)₂D₃) ist,
wurde ein bemerkenswertes Interesse für die chemische Synthese von
Analogverbindungen dieser Verbindung entwickelt mit dem Ziel
solche Analogverbindungen aufzufinden, die entweder eine erhöhte
biologische Aktivität aufweisen oder spezielle Wirkungen bezüglich
eines bestimmten Zielorgans aufweisen. Die wirksamsten
Analogverbindungen, die bislang hergestellt wurden, sind
26,26,26,27,27,27-Hexafluor-1,25-dihydroxyvitamin D₃ (26,27,F₆-
1,25-(OH)₂D₃) (US-Patentschrift 43 58 406) und 24,24-Difluor-1,25-
dihydroxyvitamin D₃ (24,24,F₂-1,25-(OH)₂D₃) (US-Patentschrift
42 01 881). Diese Verbindungen zeigen eine Wirksamkeit, die
mindestens dem zehnfachen Wert der natürlichen Hormone entspricht.
Alle anderen Modifizierungen der Seitenkette scheinen die
biologische Aktivität zu verringern, mit Ausnahme der Ergosterol-
Seitenkette, die eine Nichtsättigung an der Δ²²-Stellung und eine
Methylgruppe an der 24S-Stellung aufweist. Diese Verbindung
scheint in gleichem Maße wirksam zu sein bei der Bindung an den
Küken-Intestinal-Cytosol-Rezeptor und bezüglich der biologischen
Wirksamkeit gegenüber Säugetieren, zeigt jedoch nur ein Zehntel
der Wirksamkeit bei Vögeln. Es ist somit von Interesse,
verschiedene Analogverbindungen herzustellen, worin jede dieser
Modifizierungen getrennt untersucht wird. Ferner ist die Tatsache
von Interesse, daß 1,24-Dihydroxyvitamin D₃ (1,24-(OH)₂D₃) in
gleichem Maße wie 1,25-(OH)₂D₃ wirksam ist bei der Bindung an den
Küken-Intestinal-Rezeptor, jedoch bei der Verabfolgung in vivo
1,24-(OH)₂D₃ lediglich ein Zehntel der Wirksamkeit von 1,25-(OH)₂D₃
aufweist, und daß das 1,24S-Isomer noch weniger wirksam
als das 1,24R-Isomer ist.
Mit der vorliegenden Erfindung werden nunmehr weitere Vitamin D-Derivate
zur Verfügung gestellt, die hinsichtlich ihrer
Wirksamkeit der dem sich aus vorstehendem Sachverhalt ergebenden
Zielsetzung Rechnung tragen. Es handelt sich dabei um die im
Anspruch 1 angegebenen Verbindungen. Sie stellen die trans-Isomeren
von 1,24-Dihydroxy-vitamin D₃ (1,24-(OH)₂D₃) dar, worin
eine Doppelbindung in die 22-Stellung und eine Hydroxylfunktion in
der S- und R-Stellung am Kohlstoffatom 24 eingeführt wurde. Als
erfindungsgemäß besonders bevorzugte Verbindungen gelten
(22E,24S)-1,24-Dihydroxy-Δ²²-vitamin D₃ und (22E,24R)-1,24-
Dihydroxy-Δ²²-vitamin D₃.
Beide Verbindungen weisen eine dem Vitamin D ähnliche, besonders
ausgeprägte Wirksamkeit auf, wobei die 24-S-Verbindung die größere
Wirksamkeit zeigt und sich der
Wirksamkeit von 1,25-(OH)₂D₂ annähert.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können gemäß dem nachstehenden
Verfahrensschema hergestellt werden, auf das bei der nachfolgenden Beschreibung
Bezug genommen wird. Die in dem Verfahrensschema und in der Verfahrensbeschreibung
für die einzelnen Verbindungen verwendeten Numerierungen entsprechen einander.
Die in der nachfolgenden Beschreibung erwähnten physiko-chemischen
Messungen wurden folgendermaßen durchgeführt: Schmelzpunkte
wurden bestimmt mit einem Heißstufen-Mikroskop und wurden
nicht korrigiert. UV-Spektren wurden in ethanolischer
Lösung mit einem Shimadzu UV-200-Doppelstrahl-Spektrometer
erhalten. ¹H-NMR-Spektren wurden mit einem Hitachi R-24A-Spektrometer,
einem JEOL PS-100-Spektrometer oder einem
JEOL FX-400-Spektrometer vermessen. Alle NMR-Spektren
wurden in einer DCDl₃-Lösung mit Tetramethylsilan als interner
Referenz aufgenommen. Massenspektren wurden mit
einem Shimadzu LKB 9000S-Spektrometer bei 70 eV erhalten.
Säulenchromatographie wurde durchgeführt mit Silikagel
(Merck, 70-230 mesh). Präparative Dünnschichtchromatographie
wurde an vorbeschichteten Platten aus Silikagel
(Merck, Silicagel 60 F₂₅₄) durchgeführt. Die übliche Aufarbeitung
betrifft die Verdünnung mit Wasser, Extraktion
mit einem organischen Lösungsmittel, Waschen bis zur
Neutralität, Trocknen über Magnesiumsulfat, Filtrieren
und Entfernung des Lösungsmittels unter vermindertem Druck.
Eine Lösung von 3β-Acetoxydinorcholensäure (1) (7,0 g,
18,04 mMol) in THF (20 ml) wurde Lithiumaluminiumhydrid
(3,0 g, 78,95 mMol) zugesetzt. Dieses Gemisch wurde
14 Stunden bei 60°C gerührt. Dem Reaktionsgemisch wurden
Wasser und Ethylacetat vorsichtig zugesetzt. Das Filtrieren
und Abziehen des Lösungsmittels ergab den Rückstand
(5,2 g). Der Rückstand in Dioxan (140 ml) wurde mit Di
chlordicyanbenzochinon (11,7 g, 51,54 mMol) unter Rückfluß
für 14 Stunden behandelt. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur
wurde das Reaktionsgemisch filtriert und das Filtrat
wurde eingedampft, um einen Rückstand zu hinterlassen, der
auf eine Säule von Aluminiumoxid (200 g) gegeben wurde.
Die Eluation mit Dichlormethan lieferte das Trienon (2)
(2,8 g, 47%): Schmelzpunkt 156-157°C (aus Ether).
UVλ nm (ε): 299 (13 000), 252 (9200), 224 (12 000),
¹H-NMR (CDCl₃): 0,80 (3H, s, 18-H₃), 1,04 (3H, d, J=6 Hz,
21-H₃), 1,21 (3H, s, 19-H₃), 3,10-3,80 (3H, m, 22-H₂ und
OH), 5,90-6,40 (4H, m, 2-H, 4-H, 6-H und 7-H), 7,05 (1H,
d, J=10 Hz, 1-H), MS m/z: 326 (M⁺), 311, 308, 293, 267,
112.
Der Alkohol (2) (2,7 g, 8,28 mMol) in Dichlormethan (50 ml)
wurde mit Dihydropyran (1,5 ml, 16,42 mMol) und p-Toluolsulfonsäure
(50 mg) bei Raumtemperatur für 1 Stunde behandelt.
Die übliche Aufarbeitung (Ethylacetat zur Extraktion)
ergab das Rohprodukt. Zur einer Lösung dieses Produkts
in MeOH (70 ml) wurden 30% H₂O₂ (4,8 ml) und 10% NaOH/NeOH
(0,74 ml) zugesetzt und dieses Gemisch wurde bei Raumtemperatur
für 14 Stunden gerührt. Die übliche Aufarbeitung
(Ethylacetat zur Extraktion) ergab ein Rohprodukt, welches
auf eine Säule aus Silikagel (50 g) gegeben wurde. Die
Eluation mit Benzol-Ethylacetat (100 : 1) lieferte das
Epoxid (3) (1,45 g, 41%): Schmelzpunkt 113-115°C (Hexan).
UVλ nm(ε): 290 (22 000), ¹H-NMR (CDCl₃): 0,80 (3H, s,
18-H₃), 1,07 (3H, d, J=6 Hz, 21-H₃), 1,18 (3H, s, 19-H₃),
3,38 (1H, dd, J=4 und 1,5 Hz, 1-H), 3,55 (1H, d, J=4 Hz,
2-H), 3,30-4,10 (4H, m, 22-H₂ und THP), 4,50 (1H, m, THP),
5,58 (1H, d, J=1,5 Hz, 4-H), 6,02 (2H, s, 6-H und 7-H),
MS m/z: 342 (M⁺-DHP), 324 (M⁺-THPOH), 309, 283, 85.
Lithium (3,25 g) wurde in kleinen Portionen bei -78°C unter
Argonatmosphäre über einen Zeitraum von 30 Minuten
flüssigem Ammoniak (130 ml) zugesetzt. Nach 1stündigem
Rühren bei -78°C wurde das Epoxid (3) (1,33 g, 3,12 mMol)
in wasserfreiem THF (100 ml) tropfenweise bei -78°C über
einen Zeitraum von 30 Minuten zugegeben und dieses Gemisch
wurde bei -78°C für 1 Stunde gerührt. Diesem Reaktionsgemisch
wurde wasserfreies NH₃Cl (40 g) in kleinen Portionen
bei -78°C über einen Zeitraum von 1 Stunde zugesetzt. Nach
1,5 Stunden wurde das Kühlbad entfernt und der größte Teil
des Ammoniaks wurde mit durchperlendem Argon entfernt.
Die übliche Aufarbeitung (Ether zur Extraktion) ergab das
Rohprodukt (1,23 g). Dieses wurde mit Essigsäureanhydrid
(3 ml) und Pyridin (4 ml) bei Raumtemperatur für 14 Stundenn
behandelt. Die übliche Aufarbeitung (Ethylacetat zur
Extraktion) ergab ein Rohprodukt (1,3 g). Dieses Rohprodukt
in Methanol (4 ml) und THF (5 ml) wurde mit 2 Tropfen
2M HCl bei Raumtemperatur für 2 Stunden behandelt. Die
übliche Aufarbeitung (Ether zur Extraktion) ergab ein Rohprodukt
(1,1 g), welches auf eine Säule aus Silikagel
(40 g) aufgegeben wurde. Die Eluation mit Benzol-Ethylacetat
(10 : 1) lieferte das 1,3-Diacetat (4) (575 mg, 42%):
Öl, ¹H-NMR (CDCl₃): 0,68 (3H, s, 18-H₃), 1,07 (3H, s,
19-H₃), 1,99 (3H, s, Acetyl), 2,02 (3H, s, Acetyl), 3,02-
3,72 (2H, m, 22-H₂), 4,79 (1H, m, 3-H), 4,98 (1H, m, 1-H),
5,46 (1H, m, 6-H), MS m/z: 372 (M⁺-CH₃COOH), 313, 312,
297, 279, 253.
Der 22-Alkohol (4) (550 g, 1,27 mMol) in Dichlormethan
(20 ml) wurde mit Pyridiniumchlorchromat (836 mg, 3,85
mMol) und Natriumacetat (100 mg) bei Raumtemperatur für
1 Stunde behandelt. Diesem Reaktionsgemisch wurde Ether
(100 ml) zugesetzt und dieses Gemisch wurde durch eine
kurze Florisilsäule filtriert. Das Filtrat wurde eingeengt,
um einen Rückstand zu hinterlassen, welcher auf eine
Silikagel (20 g) aufgegeben wurde. Die Eluation mit
Benzol-Ethylacetat (20 : 1) lieferte den 22-Aldehyd (5)
(448 mg, 82%): Öl, ¹H-NMR (CDCl₃): 0,70 (3H, s, 18-H₃),
1,07 (3H, s, 19-H₃), 1,09 (3H, d, J=7 Hz, 21-H₃), 1,99
(3H, s, Acetyl), 2,02 (3H, s, Acetyl), 4,79 (1H, m, 3-H),
4,98 (1H, m, 1-H), 5,45 (1H, m, 6-H), 9,45 (1H, d, J=4 Hz,
22-H), MS m/z: 310 (M⁺-2×CH₃COOH), 295, 253.
Einer Lösung des 22-Aldehyds (5) (420 mg, 0,977 mMol) in
Dimethylsulfoxid (30 ml) wurde Isobutyrylmethylentriphenylphosphoran
(2,03 g, 5,87 mMol) zugegeben. Dieses Gemisch
wurde für 72 Stunden bei 95°C gerührt. Die übliche Aufarbeitung
(Ether zur Extraktion) ergab ein Rohprodukt,
welches auf eine Säule aus Silikagel (10 g) augegeben
wurde. Die Eluation mit Benzol-Ethylacetat (10 : 1) lieferte
das Enon (6) (392 mg, 81%): Öl, ¹H-NMR (CDCl₃): 0,71
(3H, s, 18-H₃), 1,08 (3H, s, 19-H₃), 1,09 (9H, d, J=7 Hz,
21-H₃, 26-H₃ und 27-H₃), 1,99 (3H, s, Acetyl), 2,02 (3H,
s, Acetyl), 4,79 (1H, m, 3-H), 4,98 (1H, m, 1-H), 5,45
(1H, m, 6-H), 5,96 (1H, d, J=16 Hz, 23-H), 6,65 (1H, dd,
J=16 und 8 Hz, 22-H), MS m/z: 438 (M⁺-CH₃COOH), 378
(M⁺-2×CH₃COOH), 363, 335, 307, 253, 43.
Zu einer Lösung des Enons (6) (385 mg, 0,773 mMol) in
Kohlenstofftetrachlorid (20 ml) wurde N-Bromsuccinimid
(193 mg, 1,4 Äq) zugegeben und dieses Gemisch wurde unter
Argonatmosphäre für 25 Minuten unter Rückfluß erhitzt.
Nach dem Abkühlen auf 0°C wurde der erhaltene Niederschlag
abfiltriert. Das Filtrat wurde unterhalb von 40°C eingeengt,
wobei ein Rückstand verblieb. Dieser Rückstand in
THF (15 ml) wurde mit einer katalytischen Menge an Tetra-
n-butylammoniumbromid bei Raumtemperatur für 50 Minuten
behandelt. Sodann wurde zu diesem Reaktionsgemisch eine
Lösung von Tetra-n-butylammoniumfluorid in THF (3,5 ml,
3,5 mMol) zugesetzt und dieses Gemisch wurde bei Raumtemperatur
für 30 Minuten gerührt. Die übliche Aufarbeitung
(Ethylacetat zur Extraktion) ergab ein rohes 5,7-Dien
(380 mg). Dieses Dien in Chloroform (15 ml) wurde mit
einer Lösung von 1-Phenyl-1,2,4-triazolin-3,5-dion (95 mg,
0,54 mMol) in Chloroform (10 ml) bei Raumtemperatur für
1 Stunde behandelt. Die Entfernung des Lösungsmittels unter
vermindertem Druck ergab den Rückstand, welcher auf
eine Silikagelsäule (10 g) aufgegeben wurde. Die Eluation
mit Benzol-Ethylacetat (5 : 1) lieferte das Triazolin-Addukt
(7) (191 mg, 37%): Öl, ¹H-NMR (CDCl₃): 0,83 (3H, s, 18-H₃),
1,01 (3H, s, 10-H₃), 1,08 (9H, d, J=7 Hz, 21-H₃, 26-H₃ und
27-H₃), 1,97 (3H, s, Acetyl), 1,98 (3H, s, Acetyl), 5,03
(1H, m, 1-H), 5,84 (1H, m, 3-H), 5,96 (1H, d, J=16 Hz,
23-H), 6,28 (1H, d, J=8,5 Hz, 6-H oder 7-H), 6,41 (1H, d,
J=8,5 Hz, 6-H oder 7-H), 6,65 (1H, dd, J=16 und 8 Hz,
22-H), 7,20-7,60 (5H, m, -ph), MS m/z: 436 (M⁺-phC₂N₃O₂-
CH₃COOH), 376 (436-CH₃COOH), 333, 305, 251, 43.
Das Enon (7) (150 mg, 0,224 mMol) in THF (6 ml) und Methanol
(6 ml) wurde mit Natriumborhydrid (17 mg, 0,448 mMol)
bei Raumtemperatur für 10 Minuten behandelt. Die übliche
Aufarbeitung (Ether zur Extraktion) ergab ein Rohprodukt
(150 mg), welches der präparativen TLC unterworfen wurde
(Benzol-Ethylacetat, 3 : 1, 7mal entwickelt). Das Band mit
einem Rf-Wert 0,53 wurde abgestreift und mit Ethylacetat
eluiert. Die Entfernung des Lösungsmittels unter vermindertem
Druck ergab den weniger polaren (24S)-24-Alkohol
(8a) (43,2 mg, 28,7%): Schmelzpunkt 142-144°C (Ether-Hexan),
MS m/z: 438 (M⁺-PhC₂N₃O₂-CH₃COOH), 420, 378
(438-CH₃COOH), 360, 363, 345, 335, 318, 109, 43. Das
Band mit einem Rf-Wert 0,50 wurde abgestreift und mit
Ethylacetat eluiert, um den höher polaren (24R)-24-Alkohol
(9a) (64,8 mg, 43,1%) zu erhalten: Schmelzpunkt 140-
142°C (Ether-Hexan). Das Massenspektrum von (9a) war mit
demjenigen von (8a) identisch.
Der 24-Alkohol (8a) (8,3 mg, 0,0123 mMol) in Pyridin
(1 ml) wurde mit 3 Tropfen (+)-MTPA-Cl bei Raumtemperatur
für 1 Stunde behandelt. Die übliche Aufarbeitung (Ethylacetat)
lieferte den MTPA-Ester (8b) (10,4 mg, 95%):
¹H-NMR (CDCl₃, 100 MHz): 0,85 (3H, s, 18-H₃), 0,88 (3H,
d, J=7 Hz, 26-H₃), 0,92 (3H, d, J=7 Hz, 27-H₃), 1,04 (3H,
d, J=7 Hz, 21-H₃), 1,08 (3H, s, 19-H₃), 2,03 (3H, s, Acetyl),
2,06 (3H, s, Acetyl), 3,27 (1H, m), 3,54 (3H, s,
-OCH₃), 6,28 (1H, d, J=8 Hz, 6-H oder 7-H), 6,41 (1H, d,
J=8 Hz, 6-H oder 7-H), 7,24-7,56 (5H, m, -ph).
Der 24-Alkohol (9a) (7,9 mg, 0,0117 mMol) wurde gemäß der
Beschreibung für (8b) in den MTPA-Ester (9b) (9,3 mg,
89%) überführt: ¹H-NMR (CDCl₃, 100 MHz): 0,83 (3H, s,
18-H₃), 0,88 (6H, d, J=7 Hz, 26-H₃ und 27-H₃), 1,04 (3H,
d, J=7 Hz, 21-H₃), 1,08 (3H, s, 19-H₃), 2,03 (3H, s, Acetyl),
2,05 (3H, s, Acetyl), 3,27 (1H, m), 3,54 (3H, s,
-OCH₃), 6,28 (1H, d, J=8 Hz, 6-H oder 7-H), 6,41 (1H, d,
J=8 Hz, 6-H oder 7-H), 7,24-7,56 (5H, m, -Ph).
Der bekannte (24S)-24-Alkohol (14a) (10,1 mg, 0,0244 mMol)
wurde gemäß der Beschreibung für (8b) in den (24S)-MTPA-Ester
(14b) (8,2 mg, 54%) überführt: ¹H-NMR (CDCl₃,
100 MHz): 0,72 (3H, s, 18-H₃), 0,89 (3H, d, J=7 Hz, 26-H₃),
0,93 (3H, d, J=7 Hz, 27-H₃), 1,02 (3H, d, J=7 Hz, 21-H₃),
1,04 (3H, s, 19-H₃), 2,75 (1H, m, 6-H), 3,33 (3H, s, -OCH₃),
3,54 (3H, s, -OCH₃).
Der bekannte (24R)-24-Alkohol (15a) (11,0 mg, 0,0266 mMol)
wurde gemäß der Beschreibung für (8b) in den (24R)-MTPA-Ester
(15b) (9,4 mg, 56%) überführt: ¹H-NMR (CDCl₃,
100 MHz): 0,76 (3H, s, 18-H₃), 0,88 (6H, d, J=7 Hz, 26-H₃
und 27-H₃), 1,04 (3H, d, J=7 Hz, 21-H₃), 1,05 (3H, s,
19-H₃), 2,77 (1H, m, 6-H), 3,36 (3H, s, -OCH₃), 3,57 (3H,
s, -OCH₃).
Das Triazolin-Addukt (9a) (15,0 mg, 0,0223 mMol) in THF
(5 ml) wurde unter Rückfluß für 2 Stunden mit Lithiumaluminiumhydrid
(5 mg, 0,132 mMol) behandelt. Diesem Reaktionsgemisch
wurde Wasser zugesetzt und es wurde filtriert.
Das Filtrat wurde unter vermindertem Druck eingeengt, wobei
ein Rückstand verblieb, welcher der präparativen TLC
unterworfen wurde (Benzol-Ethylacetat, 1 : 1, dreimal entwickelt).
Das Band mit einem Rf-Wert 0,35 wurde abgestreift
und mit Ethylacetat eluiert. Die Entfernung des Lösungsmittels
lieferte das erfindungsgemäße 5,7-Dien (10) (3,3 mg, 36%),
UVλ: 294, 282, 272, MS m/z: 414 (M⁺), 396, 381,
378, 363, 353, 335, 317, 287, 269, 251, 127, 109.
Das Triazolin-Addukt (8a) (16,5 mg, 0,0245 mMol) wurde gemäß
der Beschreibung für (10) in das ebenfalls der Erfindung entsprechende 5,7-Dien (11) (3,5 mg,
35%) überführt. Die UV- und MS-Spektren von (11) waren
mit denjenigen von (10) identisch.
Eine Lösung des (24R)-5,7-Diens (10) (3,3 mg, 7,97 mMol)
in Benzol (90 ml) und Ethanol (40 ml) wurde mit einer
Mitteldruck-Quecksilberlampe durch ein Vycor-Filter für
2,5 Minuten unter Eiskühlung und unter Argonatmosphäre
bestrahlt. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde unter Argonatmosphäre
und unter Rückfluß erhitzt. Die Entfernung des
Lösungsmittels unter vermindertem Druck ergab ein Rohprodukt,
welches der präparativen TLC unterworfen wurde (Benzol-Ethylacetat,
1 : 1, dreimal entwickelt). Das Band mit
einem Rf-Wert 0,40 wurde abgestreift und mit Ethylacetat
eluiert. Die Entfernung des Lösungsmittels unter vermindertem
Druck lieferte die Vitamin D₃-Analogverbindung (12)
(0,59 mg, 18%). Diese wurde weiter durch Hochleistungs-
Flüssigkeitschromatographie über eine Zorbax-SIL-Säule
(4,6 mm×15 cm) bei einer Fließgeschwindigkeit von
2 ml/min mit 2% Methanol in Dichlormethan als Eluationsmittel
gereinigt. Die Retentionszeit von (12) betrug 5,2
Minuten. UVλ 265 nm, λ 228 nm, MS m/z: 414 (M⁺),
396, 378, 363, 360, 345, 335, 317, 287, 269, 251, 249,
152, 135, 109. ¹H-NMR (CDCl₃, 400,5 MHz): 0,57 (3H, s,
18-H₃), 0,87 (3H, d, J=6,7 Hz, 26-H₃), 0,92 (3H, d, J=6,7
Hz, 27-H₃), 1,04 (3H, d, J=6,6 Hz, 21-H₃), 2,32 (1H, dd,
J=13,7 und 6,6 Hz), 2,60 (1H, dd, J=13,4 und 3,4 Hz),
2,83 (1H, dd, J=12,6 und 4,0 Hz), 4,23 (1H, m, 3-H), 4,43
(1H, m, 1-H), 5,00 (1H, bs, W1/2=4,3 Hz, 19-H9, 5,33
(1H, bs, W1/2=4,3 Hz, 19-H), 5,39 (1H, dd, J=15,2 und 7,1
Hz, 22-H), 5,51 (1H, dd, J=15,2 und 8,3 Hz, 23-H), 6,01
(1H, d, J=11,4 Hz, 6-H), 6,38 (1H, d, J=11,4 Hz, 7-H).
Das (24S)-5,7-Dien (11) (3,5 mg, 8,45 mMol) wurde gemäß
der Beschreibung für (12) in die Vitamin D₃-Form (13)
(0,56 mg, 16%) umgewandelt. Die Retentionszeit von (13)
unter der oben beschriebenen HPLC-Bedingung betrug 4,7 Minuten.
Die UV- und MS-Spektren von (13) waren mit denjenigen
von (12) identisch. ¹H-NMR (CDCl₃, 400,5 MHz): 0,57
(3H, s, 18-H₃), 0,87 (3H, d, J=6,7 Hz, 26-H₃), 0,92 (3H,
d, J=6,7 Hz, 27-H₃), 1,05 (3H, d, J=6,6 Hz, 21-H₃), 2,32
(1H, dd, J=13,7 und 6,6 Hz), 2,60 (1H, dd, J=13,4 und 3,4
Hz), 2,83 (1H, dd, J=12,6 und 4,0 Hz), 4,23 (1H, m, 3-H),
4,43 (1H, m, 1-H), 5,00 (1H, bs, W1/2=4,3 Hz, 19-H), 5,33
(1H, bs, W1/2=4,3 Hz, 19-H), 5,37 (1H, dd, J=15,4 und 7,5
Hz, 22-H). 5,46 (1H, dd, J=15,4 und 8,3 Hz, 23-H), 6,01
(1H, d, J=11,4 Hz, 6-H), 6,38 (1H, d, J=11,4 Hz, 7-H).
Zur Bestimmung der Konfiguration an der C-24-Stellung wurden
die 24-Alkohole 8a und 9a in die entsprechenden (+)-MTPA-Ester
8b und 9b überführt. Die ¹H-NMR-Spektren von
8b und 9b wurden mit denjenigen der (+)-MTPA-Ester 14b
und 15b verglichen, welche von dem bekannten (24S)-24-Alkohol
14a bzw. dem (24R)-Isomeren 15a stammten. Die ¹H-NMR-Daten
der Methylgruppen von 8b, 9b, 14b und 15b sind in
Tabelle 1 gezeigt.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung und dem Verfahrensschema
hervorgeht, weisen die Verbindungen 12 und 13 (Endprodukte)
und die Verbindungen 10 und 11 (Zwischenprodukte) dieselbe
charakteristische Steroid-Seitenkette auf.
Wie in Tabelle 2 gezeigt wird, befinden sich die ¹H-NMR-Daten
von C-22- und C-23-Protonen der (24R)-Vitamin D₃-Analogverbindung
12 und diejenigen des bekannten (24S)-Isomeren
13 in guter Übereinstimmung mit denjenigen des
bekannten (24R)-Allylalkohols 15a bzw. dessen (24S)-Isomer
14a. Diese ¹H-NMR-Daten (wie sie in Tabelle 1 und
Tabelle 2 gezeigt sind) bestätigen die Zuweisung der synthetischen
Vitamin D₃-Analogverbindungen 12 und 13.
Die biologische Aktivität der erfindungsgemäßen Verbindungen
wurde in Übereinstimmung mit den hinlänglich bekannten Verfahren
gemäß nachstehender Angaben gemessen.
Männliche Weanling-Ratten wurden von der Firma Holtzman
(Madison, WI) bezogen und entweder mit einer Vitamin D-Mangeldiät
von niedrigem Phosphorgehalt (0,1%) und hohem
Calciumgehalt (1,2%) gefüttert gemäß der Beschreibung von
Tanaka und DeLuca (Proc. Nat'l. Acad. Sci. USA (1974), 71,
1040) (Tabelle 3) oder mit einer Vitamin D-Mangeldiät von
geringem Calciumgehalt (0,02%) und einem adäquaten Phosphorgehalt
(0,3%) gemäß der Beschreibung von Suda et al
(J. Nutrition (1970) 100, 1049) (Tabelle 4) für einen Zeitraum
von 3 Wochen.
Serum-Calcium wurde durch Atomabsorptionsspektrometrie bestimmt
unter Verwendung von Proben, die in 0,1% Lanthanchlorid
verdünnt waren. Das verwendete Instrument war ein
Perkin-Elmer-Atomabsorptionsspektrometer Modell 403. Der
anorganische Phosphor im Serum wurde nach dem Verfahren
von Chen et al (Anal. Chem. (1956) 28, 1756) bestimmt.
Die Messungen der Knochenasche wurde an Oberschenkelknochen
durchgeführt. Das Bindegewebe wurde entfernt, die
Oberschenkelknochen wurden nacheinander für 24 Stunden mit
100% Ethanol und anschließend für 24 Stunden mit 100%
Diethylether unter Verwendung eines Soxhlet-Extraktors
extrahiert. Der fettfreie Knochen wurde 24 Stunden getrocknet
und in einem Muffelofen bei 650°C für 24 Stunden verascht.
Der intestinale Calciumtransport wurde gemessen unter Verwendung
des Verfahrens mit dem umgestülpten Duodenumbeutel
gemäß der Beschreibung von Martin und DeLuca (Am. J.
Physiol. (1969) 216, 1351).
Die Verdrängung von 1,25-(OH)₂-[26,27-³H]D₃ vom Küken-In
testinal-Rezeptor wurde bestimmt nach dem Verfahren von
Shepard et al (Biochem. J. (1979) 182, 55-69).
Die in diesen Messungen erhalten Ergebnisse sind in
Fig. 1 und in den Tabellen 3 und 4 angegeben.
Männliche Weanling-Ratten wurden mit einer Rachitis erzeugenden
Diät während 3 Wochen gefüttert. Sie erhielten sodann
32,5 ρ Mol/Tag einer der Verbindungen aufgelöst in einem
0,1-ml-Gemisch von 95% Ethanol/Propylenglykol (5/95) subkutan
täglich für einen Zeitraum von 7 Tagen. Ratten in
einer Kontrollgruppe wurde der Träger verabreicht. Jede
Gruppe umfaßte 6 bis 7 Ratten.
Männliche Weanling-Ratten wurden mit einer Vitamin D-Mangeldiät
von geringem Calciumgehalt während 3 Wochen gefüttert.
Sie erhielten sodann 32,5 ρ Mol/Tag einer der Verbindungen
aufgelöst in einem 0,1-ml-Gemisch von 95% Ethanol/Propylenglykol
(5/95) subkutan täglich für einen Zeitraum von
7 Tagen. Ratten in einer Kontrollgruppe erhielten den Träger.
Jede Gruppe umfaßte 7 Ratten.
Fig. 1 demonstriert die Fähigkeit der beiden synthetischen
1,24-(OH)₂D₃-Isomeren zur Verdrängung von radioaktiv
markiertem 1,25-(OH)₂D₃ aus dem Küken-Intestinal-Rezeptor.
Die Ergebnisse demonstrieren, daß das 24S-Isomere
in gleichem Maße wie das nicht markierte 1,25-(OH)₂D₃ wirksam
ist bei der Verdrängung des radioaktiv markierten
1,25-(OH)₂D₃ von dem Rezeptor. Es zeigte sich, daß das 24R-Isomere
etwa ein Zehntel der Aktivität von 1,25-(OH)₂D₃
oder des S-Isomers aufweist. Bei der Stimulierung des intestinalen
Calciumtransports von Ratten auf einer Vitamin
D-Mangeldiät geringen Calciumgehaltes ist es offensichtlich,
daß kein Isomer 1,25-(OH)₂D₃ hinsichtlich dieser
Kapazität gleichkommt (Tabelle 4). Dies steht im Gegensatz
zu den Ergebnissen, die bei dem Küken-Intestinal-Rezeptor
erhalten wurden, worin das S-Isomer dem 1,25-(OH)₂D₃
hinsichtlich der Fähigkeit zur Verdrängung des
radioaktiv markierten 1,25-(OH)₂D₃ aus dem Rezeptor gleichkam.
Keines der Isomeren war bei den verabfolgten Dosen
in der Lage, eine Knochencalcium-Mobilisierungsansprache
hervorzurufen, wie durch die Anhebung des Serumcalciums
von Ratten auf einer Diät mit geringem Calciumgehalt unterstrichen
wird. Im Gegensatz dazu stimulierte 1,24-(OH)₂D₃
diese Ansprache auf ein minimales Maß bei dieser
Dosierung.
Tabelle 3 veranschaulicht die Fähigkeit der Isomeren zur
Mineralisierung des Oberschenkelknochens von rachitischen
Ratten. Die verwendete Dosierung von 1,25-(OH)₂D₃ war voll
in der Lage, den rachitischen Oberschenkelknochen innerhalb
von 7 Tagen zu mineralisieren. Auf der anderen Seite
war das R-Isomer nicht in der Lage, deutliche Knochenmengen
bei diesem Dosierungsmaß zu mineralisieren, während
die 24S-Verbindung weniger aktiv war als 1,25-(OH)₂D₃,
jedoch deutlich wirksam war bezüglich dieser Fähigkeit.
Der Anstieg der Konzentration von anorganischem Phosphor
im Serum bei Tieren auf einer Diät geringen Phosphorgehaltes
ist eine kritische Ansprache bezüglich der Mineralisierung
von Knochen. Es ist deutlich, daß alle drei Formen
von Vitamin D die Konzentration des anorganischen Phosphors
im Serum stimulierten; jedoch war keines der Isomeren bezüglich
dieser Fähigkeit dem 1,25-(OH)₂D₃ gleich.
Die gemessene biologische Wirksamkeit der erfindungsgemäßen
Verbindungen deutet auf ihre Verwendung bei physiologischen
Zuständen, in denen eine dem Vitamin D ähnliche
Wirksamkeit angezeigt ist. Das 1,24S-Isomere kann tatsächlich
als eine sehr wirksame 1-hydroxylierte Form von Vitamin
D betrachtet werden, welche dort Anwendung findet,
wo eine vorzugsweise Wirksamkeit bezüglich der Intestinal-
und Knochenmineralisierung im Gegensatz zur Knochenmobilisierung
in Ordnung zu sein scheint.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen oder Kombinationen davon
mit anderen Vitamin D-Derivaten oder anderen therapeutischen Mitteln
können leicht verabfolgt werden als
sterile parenterale Lösungen durch Injektion oder intravenöse
Verabfolgung oder durch einen Ernährungskanal in
der Form von oralen Dosierungen oder transdermal oder
durch Suppositorien. Dosierungen von etwa 0,5 Mikrogramm
bis etwa 25 Mikrogramm der Verbindungen pro Tag allein oder in Kombination
mit anderen Vitamin D-Derivaten, wobei die Anteile der Verbindungen
in der Kombination abhängig ist von dem speziellen
Krankheitszustand, der angesprochen wird, und von dem
Maß der gewünschten Knochenmineralisierung und/oder Knochenmobilisierung,
sind allgemein wirksam zur Durchführung
der vorliegenden Erfindung. Wenn auch die tatsächlich verwendete
Menge der Verbindungen nicht kritisch ist, sollte
in allen Fällen eine hinreichende Menge der Verbindung
verwendet werden, um die Knochenmineralisierung zu induzieren.
Überschüssige Mengen von etwa 25 Mikrogramm pro
Tag von den Verbindungen allein oder in Kombination mit
einem die Knochenmobilisierung induzierenden Vitamin D-Derivat
sind allgemein nicht erforderlich, um die gewünschten
Ergebnisse zu erzielen und mögen in der Praxis nicht
ökonomisch zu sein. In der Praxis werden höhere Dosierungen
verwendet, wo eine therapeutische Behandlung eines
Erkrankungszustandes das gewünschte Ergebnis ist, während
geringere Dosierungen allgemein zu prophylaktischen Zwecken
verwendet werden, wobei zu verstehen ist, daß die
spezifisch verabfolgte Dosierung in jedem gegebenen Fall
eingerichtet wird in Übereinstimmung mit den speziell verabfolgten
Verbindungen, der zu behandelnden Erkrankung,
dem Zustand des Patienten und den anderen relevanten medizinischen
Faktoren, welche die Aktivität des Arzneimittels
oder die Ansprache des Patienten modifizieren können, wie
es den Fachleuten auf diesem Gebiet vertraut ist.
Dosierungsformen der Verbindungen können durch Kombination
mit nicht-toxischen, pharmazeutisch verträglichen Trägern,
wie sie dem Fachmann bekannt sind, hergestellt werden.
Derartige Träger können entweder Feststoffe oder Flüssigkeiten
sein, beispielsweise Maisstärke, Lactose, Sucrose,
Erdnußöl, Olivenöl, Sesamöl und Propylenglykol. Wenn ein
fester Träger verwendet wird, kann die Dosierungsform der
Verbindungen Tabletten, Kapseln, Pulver, Pastillen oder
Tabletten (lozenges) sein. Wenn ein flüssiger Träger verwendet
wird, können Weichgelatinekapseln oder eine Sirup-
oder Flüssigkeitssuspension, Emulsionen oder Lösungen die
Dosierungsform sein. Die Dosierungsformen können ebenfalls
Zusatzstoffe umfassen, wie Konservierungsmittel, Stabilisierungsmittel,
Netzmittel oder Emulgiermittel, Lösungspromotoren
etc. enthalten. Sie können ebenfalls andere
therapeutisch wertvolle Substanzen enthalten.
Es versteht sich, daß auch die acylierten Derivate der Verbindungen
12 und 13 so wie oben beschrieben pharmazeutisch einsetzbar sind; sie
werden in vivo in die Hydroxy-Derivate umgewandelt.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen
können in ihrer kristallinen Form erhalten
werden durch Auflösung in einem geeigneten Lösungsmittel
oder einem Lösungsmittelsystem, z. B. in Methanol-Ether,
Methanol-Hexan und anschließender Entfernung des Lösungsmittels
durch Verdampfung oder durch andere bekannte Maßnahmen.
Claims (7)
1. 1,24-Dihydroxy-Δ²²-Vitamin D₃-Derivate der allgemeinen
Formel I
worin R₁ und R₂ für Wasserstoff oder Hydroxyl stehen, mit der
Maßgabe, daß, sofern R₁ Wasserstoff ist, R₂ Hydroxyl
bedeutet, und umgekehrt, und R₃ und R₄ Wasserstoffatome oder
Acylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen darstellen.
2. (22E,24R)-1,24-Dihydroxy-Δ²²-Vitamin D₃.
3. (22E,24S)-1,24-Dihydroxy-Δ²²-Vitamin D₃.
4. Cholesterin-Zwischenprodukte der allgemeinen Formel II
worin R₁-R₄ die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzen.
5. (22E,24R)-Cholesta-5,7,22-trien-1α,3β,24-triol.
6. (22E,24S)-Cholesta-5,7,22-trien-1α,3β,24-triol.
7. Arzneimittel, enthaltend eine Verbindung gemäß Anspruch 1 bis
3 zusammen mit einem pharmazeutisch verträglichen
Exzipienten.
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