DE358798C - Einrichtung zur Stromabnahme fuer elektrische Fahrzeuge - Google Patents

Einrichtung zur Stromabnahme fuer elektrische Fahrzeuge

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DE358798C DEK79884D DEK0079884D DE358798C DE 358798 C DE358798 C DE 358798C DE K79884 D DEK79884 D DE K79884D DE K0079884 D DEK0079884 D DE K0079884D DE 358798 C DE358798 C DE 358798C
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L5/00Current collectors for power supply lines of electrically-propelled vehicles
    • B60L5/36Current collectors for power supply lines of electrically-propelled vehicles with means for collecting current simultaneously from more than one conductor, e.g. from more than one phase
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B60L2200/00Type of vehicles
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  • Power Engineering (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Einrichtung zur Stromabnahme für elektrische Fahrzeuge. Die Stromabnahme bietet besonders bei schienenlosen Bahnen große Schwierigkeiten, da die Brauchbarkeit der ganzen Einrichtung von der Bewegungsfreiheit des Fahrzeuges und damit in vieler Hinsicht von der Art der Stromabnahme abhängt, d. h. von der Ausbildung des auf den Leitungsdrähten arbeitenden Organs und der Befestigung, Führung und Spannung des Speisekabels. Die Ausbildung des stromabnehmenden 0rgans wieder erfordert, wie im vorliegenden Falle, eine angepaßte Ausgestaltung der Stromzuführung an Stellen, wo die Leitung die Straßenseite wechselt.
  • Die Erfindung löst nun diese praktischen Anforderungen durch entsprechende Ausbildung aller zusammenarbeitenden Teile in solcher Weise, daß das Fahrzeug von der Leitungsführung praktisch unabhängig wird.
  • Die Zeichnung zeigt in den Abb. x bis 3 eine beispielsweise Ausführungsform eines erfindungsgemäß ausgebildeten Kontaktwagens für drei übereinanderlaufende Leitungsdrähte im Schnitt bzw. in Seitenansicht in schematischer Darstellung, und zwar mit je zwei Kontakträdern auf jeder Radachse sowie eine seitliche Führung (Abb. 3).
  • Der Kontaktwagen besteht in der dargestellten Ausführungsform für Drehstromanlagen aus drei Teleskoprohren x, 2, 3 (Traggestell), von welchen jedes einen Polwagen trägt. jeder derselben besteht aus einem Rahmen auf welchem zwei Kontakträder 5, 6 angebracht sind, die hintereinander auf dem Leitungsdrahte a, b, c laufen. jeder der Rahmen 4 ist in dem zugehörigen Teleskoprohr um eine wagerechte Achse g schwenkbar gelagert, die überdies in den Lagern des Teleskoprohrs längsverschiebbar ist. Zweckmäßig ist jedes der übrigen Teleskoprohre mit dem die Stromzuleitung zum Fahrzeug tragenden Teleskoprohr mit einer Zugfeder 8 bzw. 9 verbunden. Die Teleskoprohre sind ineinander vorteilhaft auf Kugellagern io bzw. 1i gelagert, so daß sich eine leichte Schwenkbarkeit der Polwagen um die Senkrechte ergibt.
  • Die Kontaktorgane des so ausgestalteten Wagens können alle durch äußere Bedingungen gegebenen Lageänderungen durchführen; der Abstand der Polwagen voneinander folgt dem Abstande der Leitungsdrähte. Liegen die Leitungsdrähte nicht in einer Ebene, so kann eine entsprechende Seitenverschiebung des einen oder anderen Wägelchens eintreten. Der ganze Teleskoprahmen kann sich schiefstellen (Abb. 2), d. h. der oberste oder unterste Polwagen kann den anderen voreilen, wie beispielsweise beim Anlaufen. Der Teleskoprahmen kann sich außerdem windschief einstellen, und die Polwagen können sich gegeneinander verschwenken und verdrehen, was insbesondere in Kurven wegen des Voreilens der Wägelchen wichtig ist; da dieselben nicht gleichzeitig in die Kurve gelangen. Durch die Federn wird das Bestreben des ganzen Kontaktwagens, sich aufzurichten, verstärkt und der mechanische Zug übertragen. Die Kontaktorgane können aus diesen Gründen frei den Leitungen folgen, dem verschiedenen Durchhange nachgeben, wodurch ein möglichst funkenfreier, stetiger Lauf des Wagens erzielt und die Möglichkeit des. Auftretens von Kräften, die Entgleisungen verursachen, sicher vermieden wird. An und für sich hat jeder Polwagen die Neigung, da er in labilem Gleichgewichtszustand auf dem Drahte läuft, seitlich umzukippen und herabzufallen. Dies wird durch die Anordnung der Teleskoprohre verhindert, da die einzelnen, j e mit einem Wägelchen verbundenen Rohre und damit die Polwagen selbst sich gegeneinander abstützen.
  • Das unterste Teleskoprohr trägt drehbar einen Ausleger 12, an welchem das Zuleitungskabel des Fahrzeuges befestigt ist. Diese Einrichtung, die später noch eingehend beschrieben wird, ist derart ausgebildet, daß die Resultierende R (Abb. 4) der Zugkraft unabhängig von der Stellung des Fahrzeuges zur Leitung das Leitungsfeld stets innerhalb der äußersten Drähte, und zwar im wesentlichen an der Stelle des mittleren Leitungsdrahtes schneidet. Hierdurch wird die Stabilität des Kontaktorgans erhöht, da keine größeren Drehmomente des oberen oder unteren Wägelchens um das mittlere entstehen können.
  • Der Ausleger 12 ist vorteilhaft am Teleskoprohr 3 schwenkbar angeordnet, damit die Kraft R (Abb. 4) bei verschiedenen Stellungen des Fahrzeuges zum Kontaktwagen zur Hauptsache eine Kegelfläche beschreibt, deren Spitze die angegebene Lage zum Leitungsfeld hat.
  • Die Stromwege von den einzelnen Kontaktorganen zu den entsprechenden Leitungen im Zuleitungskabel sind natürlich voneinander isoliert - in Abb. 2 sind die Isolatoren schematisch dargestellt.
  • Für Strecken mit Abzweigungen oder Seitenwechsel wird jeder Polwagen vorteilhaft mit zusätzlichen Kontakträdern 13 zweispurig ausgebildet, wie dies Abb. i zeigt. Statt Kontaktrillenräder werden vorteilhaft Rollen 14 verwendet, deren eine in Abb. 3 dargestellt ist. Diese Abbildung zeigt auch in schematischer Darstellung die Anordnung von seitlichen Führungsrollen 15 und 16. Diese sind in einem Abstande voneinander angeordnet, der der größten Breite der entsprechenden Leitungselemente entspricht, so daß beim Befahren von Kurventeilen eine ruhige, stetige Vorwärtsbewegung des Kontaktwagens erzielt wird. Die Lauffläche der Hauptrolle 14 andererseits ist so bemessen, daß auch beim Befahren schmaler Leitungsteile (z. B. des freihängenden Leitungsdrahtes) ein Klemmen dieser Teile zwischen der Haupt- und einer Seitenrolle sicher verhindert ist. Die Abb. 3 zeigt als seitliche Führungsorgane Rollen, die um senkrechte Achsen drehbar sind; es können jedoch hierfür auch andere Elemente, wie beispielsweise Gleitschienen o, dgl. verwendet werden.
  • Die Führung und Befestigung des Stromabnehmerkabels ist in den Abb. 4 bis 6 dargestellt. Die Abb. 4 zeigt die Einrichtung. in ihrer Wirkung an zwei sich begegnenden Fahrzeugen. In Abb.5 ist die Stelleiiirichtung des Fahrzeuges für das Zuleitungskabel schematisch im Längsschnitt dargestellt. Im Fahrzeuggestell ist eine Trommel 17 gelagert zum Aufwinden des stromzuführenden Kabels 18, welches durch ein feststehendes Teleskoprohr rg und ein achsrecht in diesem verschiebbares Rohr 2o läuft. Das Rohr 20 ist in irgendeiner Weise mittels Walzen oder Kugellagern --i im Rohr ig geführt. Am oberen Ende trägt das Rohr zweckmäßig ein Mundstück 22, das so geformt ist, daß bei den verschiedenen Lagen des Kabels eine leichte Kabelbewegung gewährleistet und jedes Scheuern des Kabels an Kanten ausgeschlossen ist. Die Trichterform des Mundstückes gestattet auch den Wechsel der Straßenseite des Fahrzeuges ohne Umlegen des Kabels in der Einführung. An Stelle des trichterförmigen Mundstückes kann natürlich auch eine Führungsrolle, Führungswalzen o. dgl. verwendet werden.
  • Das Rohr 2o ist derart selbsttätig angetrieben, daß es beim Abwickeln des Kabels von seiner Trommel (Vergrößerung der Entfernung des Fahrzeuges von der Leitung) im Teleskoprohr ig emporsteigt, und zwar in solchem Ausmaße, daß der Tangentenwinkel der Seilkurve des Kabels am Aufhängungspunkte am Kontaktwagen im wesentlichen unverändert bleibt, d. h. die Lage der am Kontaktwagen angreifenden Resultierenden R (Abb.4) aus dem Kabelzug und Kabelgewicht zum Kontaktwagen erhalten bleibt, was für die Erhaltung der richtigen Lage des Kontaktwagens im Raume von Bedeutung ist. Die Kabeltrommel 17 steht beispielsweise unter Wirkung einer Feder, die die Trommel so zu verdrehen sucht, daß das Kabel aufgewunden wird. Die Federspannung ist so bemessen, daß sie bei ganz abgewickeltem Kabel dem Kabelgewicht so weit entgegenwirkt, daß das Straßenprofil für die Durchfahrt anderer Fahrzeuge unter dem Kabel freibleibt. Erfolgt aus dieser äußersten Stellung eine Annäherung des Fahrzeuges an die Leitung, so bewirkt die mit der Kabeltrommel verbundene Feder das Aufwickeln eines entsprechenden Teiles des Kabels.
  • Bei der in Abb. 5 dargestellten Ausführungsform der Kabeleinführung in das Fahrzeug wird das Zugseil 23 des inneren Rohres 2o auf eine Trommel 24 aufgewickelt, die mit der Kabeltrommel 17 verbunden ist und solchen Durchmesser im Verhältnis zur Kabeltrommel besitzt, daß bei verschiedener freier Kabellänge (verschiedener Entfernung des Fahrzeuges von der Leitung) doch der Tangentenwinkel der Resultierenden R gegen das Kontaktwagengestell infolge entsprechender Höheneinstellung des Mundstückes 22 im wesentlichen konstant bleibt. Die Führung des Zugseils 23 kann beispielsweise in der in Abb. 5 dargestellten Weise erfolgen, wobei das Zugseil zum größten Teile innerhalb des Teleskoprohres ig liegt. Der Antrieb des inneren Rohres kann natürlich auch in anderer Weise, wie mittels Zahntrieb o. dgl. erfolgen.
  • Diese Einrichtung zur Führung des Kabels ergibt somit im Zusammenhange mit dem Kontaktwagen eine Stabilisierung des letzteren und andererseits eine selbsttätige Einstellung des frei hängenden Kabelteils in solcher Weise, daß begegnende Fahrzeuge zwischen der Leitung und dem elektrisch angetriebenen Fahrzeug ungehindert hindurchfahren können, was auch beispielsweise für den Betrieb an Ausweichstellen wichtig ist. Diese Ausgestaltung des Einführungsgliedes kann natürlich auch im Zusammenhang mit anderen Bauarten von Kontaktwagen Verwendung finden.
  • An Stelle der Kabeltrommel 17 kann auch vorteilhaft die in Abb. 6 in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellte Einrichtung verwendet werden. Dieselbe besteht aus einer Reihe ortsfester Rollen 25 und einer zweiten Reihe einzeln beweglicher Rollen 26. Das Kabel i8 läuft abwechselnd über eine ortsfeste undeinebeweglicheRolle. DieRollen26 sind so verschiebbar angeordnet, daß ihre Entfernung von den Rollen 25 veränderlich ist. Die beweglichen Rollen 26 werden durch entsprechende Einrichtungen (Federn, Gewichte o. dgl.) mit im wesentlichen konstantes Kraft in jene Lage gedrückt oder gezogen, bei welcher die Entfernung von den ortsfesten Rollen am größten ist. Bei der dargestellten Ausführungsform der Einrichtung läuft ein Spannseil 27 abwechselnd um eine bewegliche Rolle 26 und eine in einem ortsfesten Träger 28 gelagerte ortsfeste Rolle 29. Dieses Spannseil ist bei 3o am ortsfesten Träger 28 befestigt und steht an seinem freien Ende unter der Wirkung einer im wesentlichen konstanten Kraft. Zu diesem Zwecke kann das freie Spannseilende mit irgendeiner geeigneten Spannvorrichtung verbunden sein. Die Rollen 25 können auf einem gemeinsamen ortsfesten Träger 31 angeordnet sein.
  • Es kann die Einrichtung auch so ausgebildet sein, daß die an den beweglichen Rollen 26 angreifenden Kräfte untereinander nicht gleich sind, sondern daß die von der Spannvorrichtung ausgeübte Kraft, welche an derjenigen Rolle 26 angreift, die dem ablaufenden Seilstück am nächsten liegt, am kleinsten ist und stufenweise gegen das ortsfeste Seilende größer wird. Dies kann beispielsweise dadurch erzielt werden, daß die Rollen 29 gegen die Rollen 26 so verschieden versetzt sind (verschiedene Angriffswinkel des Spannseils), daß die Resultierende der vom Spannseil auf die beweglichen Rollen ausgeübten Kräfte von Rolle zu Rolle gegen das ortsfeste Ende 3z des Kabels 18 hinwächst. Der Zweck ergibt sich aus der Wirkungsweise.
  • Steigt die Zugkraft am freien Ende des Kabels 18, so wird die Einrichtung durch Verschiebung der beweglichen Rollen gegen die ortsfesten Rollen 25 hin ein entsprechendes Kabelstück abgegeben, bis wieder Gleichgewicht herrscht. Dabei wird zuerst diejenige Rolle 26 gegen die Rollen 25 wandern, die dem freien Ende des Kabels 18 zunächst liegt (erste Rolle), da deren Widerstand gegen die Verschiebung am kleinsten ist, denn bei den anderen Rollen 26 kommt noch der Reibungswiderstand auf den zwischenliegenden Rollen in Betracht. Die erste Rolle wird, wenn das Gleichgewicht nicht früher erreicht wird, so weit gegen die nächste Rolle 25 verschoben, bis sie beispielsweise durch einen Anschlag angehalten wird. Hierauf beginnt die nächste bewegliche Rolle 26 gegen die ortsfesten Rollen 25 zu wandern `usw., bis so viel Kabel abgewickelt ist, daß wieder Gleichgewicht herrscht. Sinkt der Zug am freien Kabelende, so spielt sich der Vorgang des Aufwickelns wieder von Rolle zu Rolle ab. Wird die Einrichtung so ausgeführt, daß die von der Spannvorrichtung auf die beweglichen Rollen ausgeübte Kraft gegen das ortsfeste Kabelende 32 hin entsprechend steigt, so erfolgt das Aufwickeln des Kabels (Verringerung der am freien Kabelende angreifenden Kraft) dadurch, daß sicher zuerst die letzte bewegliche Rolle in die größte Entfernung von den ortsfesten Rollen 25 wandert, hierauf die vorletzte usw. und schließlich die erste. Dies kann für manche Zwecke er%\ ünscht sein.
  • Die ganze Einrichtung hat folgende Vorteile im Vergleich zur Trommel: Die Masse der Einrichtung ist wesentlich geringer als bei der Trommel, und insbesondere wird bei kleinen Änderungen der Kabellänge nur ein Teil der Einrichtung bewegt; es wird beispielsweise nur die erste der beweglichen Rollen verschoben, die anderen beweglichen Rollen und das zugehörige Kabelstück bleiben in Ruhe. Es ist daher die Einrichtung empfindlicher. Die Kabellänge in der Einrichtung ist praktisch unbegrenzt und nur eine Frage der Zahl der Rollen. Das Ende des Kabels kann bei 32 in fester elektrischer Verbindung mit der übrigen Leitung stehen, so daß Schleifkontakte entfallen. Andererseits entbehrt die Einrichtung nicht des Vorzuges der Trommel, daß nicht stets das ganze Kabel in der Einrichtung relativ zu deren Teilen in Bewegung gerät, wodurch die Abnutzung des Kabels vergrößert wird, sondern nur ein Teil, der dem auf- bzw. abgewickelten Stück entspricht. Bei der an letzter Stelle angegebenen Ausfühiungsform der Einrichtung erfolgt wie bei der Trommel das Abwickeln des Kabels vom freien Ende an und das Aufwickeln im entgegengesetzten Sinne. Die ganze Einrichtung kann für die verschiedensten Zwecke verwendet und denselben auch in der angegebenen Weise besonders angepaßt werden.
  • Dadurch, daß das Fahrzeug sich frei von der Leitung entfernen kann, wird es erforderlich, Vorsorge zu treffen für den Fall, daß der Kontaktwagen aus irgendwelchen Gründen zurückgehalten wird, da bei Lösung des Kabels vom Kontaktwagen hierbei der herabfallende, früher frei hängende Kabelteil eine Gefahr bilden würde. Diesem Übelstande wird erfindungsgemäß in folgender Weise abgeholfen Am Kabel i8 ist eine Feder (Schraubenfeder) 33 angebracht (Abb. 4), die eine Streckung gestattet, welche mindestens gleich dem gewöhnlichen Bremswege des Fahrzeuges ist. Das freie Ende dieser Feder 33 wird mit dem Ausleger 12 des Kontaktwagens und das Ende des Kabels 18 selbst mit dem Kontakt 34 (Stecker) am Kontaktwagen verbunden. Das Längenverhältnis der normal belastetenFeder 33 und des Nabelendstückes ist derart gewählt, daß, wie Abb. 4 zeigt, bei richtig laufendem Kontaktwagen das Kabelende 18' durchhängt, und zwar in solchem Maße, daß die Kraftübertragung vom Kabel auf den Kontaktwagen bei dessen Nachziehen stets durch die Feder 33 erfolgt, solange nicht der Kontaktwagen aus irgendwelchen Gründen stecken bleibt. Die Verbindung des Kabels selbst mit dem Anschlusse am Kontaktwagen bleibt daher im normalen Betriebe ungestört aufrecht. Das Kabelende 18' ist bei 35 mittels eines Reißgliedes 36 mit dem Ausleger 12 des Kontaktwagens verbunden, so daß der Steckkontakt 34 am Kontaktwagen gegen Zug gewöhnlich vollkommen entlastet ist. Im Hauptkabel 18 ist vorteilhaft ein weiterer Stecker 37 angebracht, 'der zum Auswechseln des Kontaktwagens bei Begegnung von Fahrzeugen außerhalb einer Ausweichstelle dient und gegenüber Lösung durch eine Zugkraft verriegelt ist. Bei normaler Bewegung des Fahrzeuges spielt die Feder 33 innerhalb der Elastizitätsgrenze. Die Dehnung ist durch die Streckung des Kabelendes 18' begrenzt. Bei normalem Betriebe wird daher das Reißglied 36 nicht bis zum Bruch beansprucht. Wird aber der Kontaktwagen beispielsweise durch einen Baum o. dgl. zurückgehalten, so tritt folgender Vorgang ein: Das Fahrzeug bewegt sich weiter, es spannt sich zunächst das Kabel 18 und die Feder 33; dabei wird auch das Kabelende 18' gespannt, und nun erfolgt bei weiterem Zuge der Bruch des Reißgliedes 36. ' Dadurch gelangt die Zugkraft zur Wirkung auf den Stecker 34 und trennt die Verbindung, wodurch das Kabel und das Fahrzeug stromlos wird. Das Kabelende =8' kann trotz der Lösung vom Kontaktwagen nicht herabstürzen, da die Verbindung durch die Feder 33 noch besteht.
  • Während des restlichen Teiles der Bewegung des Fahrzeuges wird allein die Feder 33 gestreckt, die so bemessen ist, daß, wie erwähnt, die Strecklänge der Feder mindestens gleich dem Bremswege des Fahrzeugs ist, so daß die Aufhängung des Kabels am Kontaktwagen auch beim Eintritt solcher Ereignisse nicht gelöst und das Herabstürzen des Kabels in jedem Falle sicher verhindert wird; es kann auch bei Unterbrechung der Stromzuführung selbsttätige Bremsung vorgesehen sein.
  • Die erfindungsgemäße Ausbildung des Kontaktwagens (Abb. i und 2) erfordert eine besondere Ausgestaltung der Stromzuführung an jenen Stellen, wo die Leitung die Straßenseite wechselt; es muß nämlich das Traggestell des Kontaktwagens stets straßeneinwärts liegen, um eine einfache, den Bedürfnissen entsprechende Anlage der Stromzuführung zu ermöglichen. Für eine zweckmäßige Ausgestaltung des Seitenwechsels und die sichere Befahrung der Wechsel (Luftweichen) durch den Kontaktwagen erscheint sodann die Ausstattung desselben mit einem zweiten Satz von Kontaktorganen (Rollen 13, Abb. _) vorteilhaft.
  • In den Abb. 7 und 8 sind diese Einrichtungen der Stromzuführung dargestellt. Der Kontaktwägenwender (Abb.7) besteht aus einem Brückenstück 38, das in einem Arm 38' (Tragarm) schwenkbar aufgehängt ist. Die Betätigung der Brücke kann mittels eines am Maste geführten Zugseiles erfolgen. Fährt beispielsweise ein Fahrzeug 39 von rechts ein, so befindet sich der Kontaktwagen in bezug auf die Fahrtrichtung rechts vom Fahrzeuge. Fährt das Fahrzeug so weit, bis der Kontaktwagen auf der Brücke 38 steht, und wird die Brücke hierauf um =8o ° verschwenkt, so steht nun der Kontaktwagen derart, daß bei Weiterbewegung des Fahrzeuges rechts der Leitung (Fahrzeug 40) das Traggestell des Kontaktwagens (Teleskoprohre i, 2, 3, Abb. i) wieder zwischen Leitung und Fahrzeug liegt. Da bei Benutzung solcher Wender das Fahrzeug anhalten muß, empfiehlt sich in der Regel bei zweispurigen Kontaktwagen die Anwendung von Einrichtungen gemäß Abb. 8 zum Wechsel der Straßenseite. Dabei können die Weichenzungen 41 unbeweglich und gegeneinander so geneigt angeordnet sein, daß das Ausheben des Kontaktwagens aus der einen Zunge, auf welcher er einfährt, selbsttätig durch das Auffahren der Kontakträder der zweiten Spur auf die andere Zunge geschieht, und zwar dadurch, daß die Wurzel der Zunge der einen Leitung höher und ihre Spitze tiefer liegt als der gegenüberliegende Teil der Zunge der anderen Leitung. Durch die Anordnung eines solchen Seitenwechsels wird erreicht, daß der Kontaktwagen immer mit der dem Fahrzeug abgekehrten Spur auf den Leitungen läuft, wenn auch aus irgendwelchem Grunde die Leitungen an einer Stelle auf der anderen Straßenseite geführt werden müssen. Der Wechsel wird zweckmäßig von einem Mast 42 mit Tragarm 43 getragen.
  • Bei größter Betriebssicherheit infolge des selbsttätig und stoßfrei stattfindenden Spurwechsels des Kontaktwagens wird so eine den Bedürfnissen entsprechende, zweckmäßige und einfache Ausgestaltung der Stromzuführung, insbesondere auch in den Weichen ermöglicht.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Stromabnahme für elektrische Fahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus zwei oder mehreren übereinanderlaufenden, mit je zwei hintereinander angeordneten Kontaktrollen ausgestatteten Polwagen besteht, die mit einem Traggestell derart verbunden sind, daß jeder Polwagen einzeln um die Längsachse des Traggestells schwenkbar ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Polwagen einzeln auch um eine wagerechte Achse schwenkbar ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Polwagen mit dem Traggestell derart verbunden sind, daß sich jeder Polwagen quer zur Fahrtrichtung in bezug auf das Traggestell verstellen kann.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Polwagen einander gegenseitig abstützen.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Polwagen untereinander mit Zugfedern verbunden sind, die das Traggestell aufzurichten suchen.
  6. 6. EinrichtungnachAnspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit demjenigen Polwagen, an dessen Träger das Zugseil angreift, alle übrigen Polwagen durch Zugfedern verbunden sind, so daß die Zugfedern auch die Übertragung des mechanischen Zuges auf die anderen Polwagen besorgen. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell aus Teleskoprohren besteht, deren jedes mit einem der Polwagen verbunden ist und welche gegeneinander drehbeweglich sind. B. Einrichtung nach Anspruch = oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Polwagen auf den Drähten mit (für andere Bauarten bekannten) Rollen (i4) laufen, zu deren beiden Seiten Führungsrollen (i5, 16) o. dgl. im Abstande der größten Breite der Leitungselemente angeordnet sind. g. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einem schwenkbaren Ausleger für das Kabel zum Fahrzeuge ausgestattet ist, der derart bemessen ist, daß die Resultierende des Kabelzuges das Leitungsfeld stets innerhalb der äußersten Leitungen schneidet. =o. Einrichtung zur Stromabnahme nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß das Abnehmerkabel an dem Stromabnehmer mittels einer Feder (33) aufgehängt ist, die das mit dem Stromabnehmer elektrisch verbundene Ende des Kabels in normalem Betriebe dauernd entlastet und so bemessen ist, daß sie bei festgehaltenem Stromabnehmer nach Lösung der elektrischen Verbindung zwischen Stromabnehmer und Kabel eine dem Bremswege desFahrzeugesentsprechende Streckung erfährt. ii. Einrichtung nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß das Abnehmerkabel vor der Stelle der elektrischen Verbindung mit dem Stromabnehmer an einem Reißglied (36) aufgehängt ist. ia. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Einführungsglied (Teleskoprohr 2o) für das Kabel am Fahrzeug der Höhe nach selbsttätig einstellbar ist. 13. Einrichtung nach Anspruch i2, dadurch gekennzeichnet, daß das Einführungsglied (Teleskoprohr 2o) mit einer Einrichtung zum Aufwickeln des Kabels derart verbunden ist, daß bei Betätigung der letzteren Einrichtung gleichzeitig selbsttätig eine der Längenänderung des frei hängenden Kabelteiles entsprechende Verschiebung des Einführungsgliedes stattfindet. 14. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel über eine Reihe ortsfester und eine zweite Reihe einzeln beweglicher Rollen geführt ist, deren Entfernung von den ortsfesten Rollen veränderlich ist, und die unter Einwirkung einer bei allen Rollenstellungen im wesentlichen konstanten äußeren Kraft stets die entfernteste Lage von den ortsfesten Rollen zu erlangen trachten. 15. Abänderung der Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die beweglichen Rollen von außen einwirkenden Kräfte verschieden groß, und zwar bei der dem freien Kabelstücke nächsten Rolle am kleinsten sind und hierauf von Rolle zu Rolle wachsen. 16. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Rollen durch ein gemeinsames, unter im wesentlichen konstanter Spannung stehendes Seil (Spannseil) in die äußerste Stellung gezogen werden. 17. Einrichtung nach Anspruch 15 und 16, dadurch gekennzeichnet, .daß das Spannseil derart mit verschiedenen Angriffswinkeln über die beweglichen Rollen geführt ist, daß die an diesen Rollen angreifende Resultierende des Seilzuges im Spannseil von der letzten zur ersten, dem ablaufenden Kabelteil (i8) zunächst liegenden Rolle sinkt. i8. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden für Stellen des Überganges der Leitung von einer Straßenseite auf die andere, dadurch gekennzeichnet, daß zum Wechseln der Straßenseite der die Oberleitung befahrende Kontaktwagen auf einen besonderen, in der Kontaktleitung vorgesehenen Wender (Drehwerk) aufläuft, auf dem er um 18o' geschwenkt wird. ig. Einrichtung nach Anspruch = bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Polwagen mit in zweiter Spur angeordneten Kontaktorganen (i3) ausgestattet ist, so daß er ohne Verschwenkung, unabhängig davon, auf welcher Straßenseite er fährt, mit dem Traggestell straßeneinwärts gestellt werden kann. 2o. Einrichtung nach Anspruch ig für Stellen des Überganges der Leitung von einer Straßenseite auf die andere, dadurch gekennzeichnet, daß zum Wechseln der Straßenseite durch entsprechende gegenseitige Anordnung der Weichenzungen eines Seitenwechsels selbsttätig ein Spurwechsel des Kontaktwagens stattfindet.
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