DE358232C - Verfahren zur Herstellung einer zum Abreiben von tapezierten sowie mit Leim- oder OElfarbe gestrichenen Waenden und Decken dienenden Masse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer zum Abreiben von tapezierten sowie mit Leim- oder OElfarbe gestrichenen Waenden und Decken dienenden Masse

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DE358232C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/16Organic compounds
    • C11D3/38Products with no well-defined composition, e.g. natural products

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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer zum Abreiben von tapezierten sowie mit Leim- oder Ölfarbe gestrichenen Wänden und Decken dienenden lasse. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer zum Abreiben tapezierter oder mit einer Leim- oder einer Ölfarbe gestrichener Wände und Decken dienenden Masse. Bisher wurde zu diesem Zwecke wesentlich Brot benutzt. Da jedoch das Brot unser Hauptnahrungsmittel darstellt und sehr knapp für die Ernährung der Bevölkerung vorhanden ist, so kann und darf dasselbe für technische Zwecke nicht verwendet werden. Im übrigen besitzt auch das Brot für den angegebenen Zweck verschiedene Nachteile. Wendet man es altbacken an, so bröckelt es leicht ab, und es fallen die Schmutz und Bakterien enthaltenden Brocken zu Boden. Von frischem Brot wird nur' die Krume verwendet, welche man durchknetet und hierdurch in eine plastische Masse zu verwandeln sucht. Die Krume läßt sich jedoch nicht immer ohne weiteres kneten, weshalb man ihr häufig Wasser zusetzen muß. Die mit Wasser versetzte Masse muß jedoch häufig erst wieder trocknen, ehe sie gebrauchsfähig ist. Das Brot verbraucht sich ferner sehr rasch und nimmt schon nach kurzer Zeit keinen weiteren Schmutz mehr an.
  • Nach der Erfindung wird ein allen Erfordernissen entsprechendes und die bisher für diesen Zweck in Vorschlag gebrachte Massen weit übertreffendes Produkt dadurch erhalten, daß man Kartoffelwalzmehl mit etwa 1o Prozent Wasser zu einem Teig anrührt und alsdann dem Teige etwa 2 Prozent Salpeter in Form von feinem Pulver zufügt. Die ganze Masse muß tüchtig durchgeknetet werden, so daß der Salpeter in derselben ganz gleichmäßig verteilt ist. Dias so gewonnene Produkt stellt einen plastischen Körper dar von gummiartiger Beschaffenheit, dessen Oberfläche, ohne zu kleben:, doch eine gewisse Adhäsionskraft besitzt. Versuche, andere Mehle, wie etwa Roggen- oder Weizenmehl, für den gleichen Zweck zu benutzen, haben kein günstiges Resultat ergeben, da beim Anrühren mit Wasser kein plastischer, gummiartiger Körper, sondern eine kleistrige Masse erhalten wird. Eine eigenartige Rolle spielt in der Masse der Salpeter. Er dient einmal dazu, derselben die für die Plastizität erforderliche Feuchtigkeit zu erhalten, und zweitens hat er den Zweck, eine Gährung und Fäulnis zu verhüten.. Es hat sich weiterhin gezeigt, daß es nicht gleichgültig ist, ob, man den Salpeter in dem zum Anrühren des Mehles dienenden Wasser löst, oder ob man ihn erst nachträglich dem Teige in Pulverform zufügt. Der beabsichtigte Zweck wird nur bei der letzteren Ausführung erreicht. Es ist dies wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß. im Gebrauch die Vornahme der Durchknetung dann erforderlich wird, wenn die Oberfläche der Masse bereits so viel Schmutz aufgenommen hat, daß sie nicht mehr gebrauchsfähig ist und neue Teile der Masse an die Oberfläche gebracht werden müssen. Hierbei kommen auch wieder neue pulvrige Salpeterteile an die Oberfläche, ziehen alsdann so viel Feuchtigkeit aus der Luft an, als erforderlich ist, um der Oberfläche genügende Adhäsionskraft für Schmutz und Bakterien zu verleihen. Die Masse hat eine sehr lange Lebensdauer, indem man in der beschriebenen Weise durch Kneten immer wieder frische Teile an die Oberfläche bringen kann; anstatt zu warten, bis die Oberfläche durch - Aufsaugen von Feuchtigkeit die schwache aber doch notwendige Klebkraft erlangt hat, kann man nach dem Durchkneten die Masse kurz in Wasser eintauchen, wodurch so viel Feuchtigkeit festgehalten wird, als die weitere Gebrauchsfähigkeit erfordert. Um die Desinfektionskraft der Masse zu erhöhen, kann man derselben auch Stoffe, wie 1 ysol, Formalin o. dgl. zusetzen.
  • Es sei noch bemerkt, @daß die Versuche, andere Stoffe, wie Salpeter, zur Feuchthaltung zuzusetzen, z. B. Glyzerin, ein ungünstiges Resultat lieferten, da die Masse alsdann fettet und die Tapete beschädigt. Ähnlich verhalten sich auch die meisten öligen Stoffe. Das auf die angegebene Weise gewonnene Präparat wird zweckmäßig in geschlossenen Dosen in den Verkehr gebracht.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE: i. Verfahren zur Herstellung einer zum Abreiben von tapezierten oder mit Leim-oder mit Ölfarbe gestrichenen Wänden und Decken dienenden Masse, dadurch gekennzeichnet, daß man KartaffelwaIzmeh'l mit Wasser zu einem Teige anrührt und diesem Salpeter zufügt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d'aß man den Salpeter in Form eines feinen Pulvers dem durch Anrühren des Mehles mit dem Wasser hergestellten Teige zufügt und mit ihm innig vermischt.
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