DE35668C - Gewinnung von Schwefel und kaustischer Magnesia aus Schwefelwasserstoff und Magnesiumsulfat oder anderen Salzen, welche Magnesium enthalten - Google Patents

Gewinnung von Schwefel und kaustischer Magnesia aus Schwefelwasserstoff und Magnesiumsulfat oder anderen Salzen, welche Magnesium enthalten

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DE35668C
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A. VOGT in Aschersleben
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/02Preparation of sulfur; Purification
    • C01B17/06Preparation of sulfur; Purification from non-gaseous sulfides or materials containing such sulfides, e.g. ores

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Schwefelwasserstoff wird auf geeignete Weise durch eine glühende, mit calcinirter schwefelsaurer Magnesia gefüllte Retorte geleitet. Hierbei zersetzt sich der Schwefelwasserstoff ebenso wie die schwefelsaure Magnesia nach der Formel:
Mg S O4 + 3 H2 S = Mg O + 4 S + 3 H2 O. Es entstehen also kaustische Magnesia, Schwefel und Wasser. Das erstere bleibt als fester Rückstand in der Retorte; der Schwefel und das Wasser entweichen' dagegen in Dampfform. Die gemischten Dämpfe werden in eine unter Umständen schwach geheizte Retorte oder Kammer geleitet, deren Temperatur derartig gleichmäfsig hoch gehalten wird, dafs. der Schwefel condensirt wird, nicht aber erstarrt, und dafs derselbe, während die Wasserdämpfe entweichen, continüirlich oder intermittirend durch eine Oeffnung im Boden der Retorte oder Kammer abgezogen und in Formen gegossen werden kann.
An Stelle der reinen schwefelsauren Magnesia kann eine Salzmischung oder eine chemische Verbindung verwendet werden, welche schwefelsaure Magnesia enthält, also z. B. Kiserit, Kainit, Schönit, Glauberit, Astrakanit u. s. w.
Um jedoch diejenigen von den Salzmischungen oder chemischen Verbindungen feuerbeständig zu machen, welche sonst bei der zur erwähnten Reaction notwendigen Temperatur schmelzen und deshalb für die gründliche Einwirkung des Schwefelwasserstoffgases unzugänglich werden würden, werden ihnen vor der Einbringung in die Zersetzungsretorte feuerbeständige Materialien, wie Thon, Kieselerde oder Magnesia zugemischt. Dieser Zusatz von feuerbeständigem Material zu den erwähnten Salzen mufs letztere darum nicht flüssig werden lassen, damit sie durch ihre ganze Masse für das Schwefelwasserstoffgas durchlässig, gewissermafsen porös erhalten bleiben.
Es wird also bei diesem neuen Verfahren Schwefelwasserstoff als Reductionsmittel für den Schwefelsäuregehalt des Magnesiumsalzes benutzt, und dabei wird der Schwefel aus beiden Verbindungen ausgeschieden und in regulinischern'Zustande gewonnen, gleichzeitig wird aber auch die freigewordene kaustische Magnesia gewonnen.
Schon mit dem Patent No. 30746 ist eine ähnliche Schwefelgewinnung, wie solche hier beschrieben ist, bekannt geworden, doch ist dabei der Umstand erschwerend und macht einen umständlichen Apparat nöthig, dafs die erhitzten Alkalisulfate oder Erdalkalisulfate zu Schwefelmetallen reducirt und darauf regenerirt werden müssen.
Bei dem hiermit vorliegenden Verfahren, das lediglich auf die Benutzung von schwefelsaurer Magnesia begründet ist, kommt keine Schwefelmagnesiabildung vor, sondern es reducirt sich das Sulfat direct zu kaustischer Magnesia, und hierin liegt wegen der bedeutenden Vereinfachung des Arbeitsvorganges und der Gewinnung eines zweiten Productes neben dem Schwefel der besondere Werth und die Neuheit des hiermit beschriebenen Verfahrens.

Claims (1)

  1. Patenτ-Anspruch:
    Das Verfahren, Schwefel und kaustische.; Magnesia zugleich dadurch zu gewinnen ^-'.' dafs Schwefelwasserstoff durch glühende schwefelsaure Magnesia geleitet wird, unter den Umständen, dafs aus den von der entstehenden Reaction abgehenden Dämpfen Schwefel durch beschränkte Abkühlung zuerst flüssig niedergeschlagen wird, und dafs die schwefelsaure .Magnesia, damit sie nicht schmilzt, vorher mit feuerbeständigen Körpern, wie Thon, Kieselerde oder Magnesia, vermischt wird.
    Die Benutzung dieses Verfahrens ist an die Zustimmung des Inhabers des Patentes No. 30746 gebunden.
DENDAT35668D Gewinnung von Schwefel und kaustischer Magnesia aus Schwefelwasserstoff und Magnesiumsulfat oder anderen Salzen, welche Magnesium enthalten Expired - Lifetime DE35668C (de)

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