DE356190C - Aus einem Einlass- und mehreren Auslassstutzen bestehendes Gehaeuse mit Umsteuerungs-vorrichtung fuer die Rauchgase eines Heizofens - Google Patents

Aus einem Einlass- und mehreren Auslassstutzen bestehendes Gehaeuse mit Umsteuerungs-vorrichtung fuer die Rauchgase eines Heizofens

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DE356190C
DE356190C DER54232D DER0054232D DE356190C DE 356190 C DE356190 C DE 356190C DE R54232 D DER54232 D DE R54232D DE R0054232 D DER0054232 D DE R0054232D DE 356190 C DE356190 C DE 356190C
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inlet
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flue gases
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Description

  • Aus einem Einlaß- und mehreren Auslaßstutzen bestehendes Gehäuse mit Umsteuerungsvorrichtung für die Rauchgase eines Heizofens. Der den Gegestand der Erfindung bildende Ablenker soll in mannigfaltigster Weise bei Haus- und Industrieanlagen ein Ablenken von Rauch und Gasen aller Art zum Zwecke der Verwertung ihrer Wärme zur Raumheizung, Wassererwärmung u. dgl. ermöglichen. Das Wesen der Erfindung ist darin gelegen, daß zwischen einem Einlaß- und zwei oder mehr Auslaßstutzen ein mit diesen gemeinsam von. einem, Gehäuse umschlossener, verstellbarer Teil angeordnet ist, derart, daß durch entsprechende Einstellung des letzteren die hindurchzuleitenden Gase vom Einlaßstutzen aus nach Erfordernis entweder im Ganzen einem beliebigen der Auslaßstutzen zugeführt oder in beliebigem Verhältnis auf zwei bzw. mehr Auslaß@tutzen verteilt werden können. Hierbei ist der verstellbare Teil ein verschwenkbares, die Gase führendes Rohrstück.
  • In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und zwar zeigt Abb. = den Ablenker im Längsschnitt, Abb. 2 denselben im Längsschnitt nach der Linie a-b der Abb. r.
  • Bei c'um Ablenker gemäß Abb. z und 2 sind an einem Ende eines keilförmigen Gehäuses z ein Einlaßstutzen 2 und am anderen breiteren Ende zwei Auslaßstutzen 3 und q. vorgesehen. In diesem Gehäuse ist ein Rohrstück 5 um eine dem Einlaß zunächst befindliche Achse 6 verschwenkbar angeordnet, und zwar derart, daß das freie Ende des Rohrstückes nach Belieben gegen einen der beiden Auslässe 3, 4 gerichtet oder auch in eine Mittelstellung gebracht werden kann, wenn es erwünscht ist, die Gase geteilt durch beide Auslässe abzuführen. Ein an dem Rohrstück befestigter Bolzen 7 ragt durch einen Bogenschlitz ß des Gehäuses nach außen und trägt am Ende eine Handschraube 9, mittels welcher das Rohrstück in beliebiger Lage festgestellt werden kann. Eine bogenförmige Leiste io, die mit dem Bolzen 7 starr verbunden ist, dichtet den Schlitz gegen außen hin ab. Gegebenenfalls kann statt Lies Bolzens 7 auch ein längerer Bolzen verwendet werden, der durch das Rohrstück quer hindurchgeführt und an der gegenüberliegenden Rohrwand befestigt ist. Unter Umständen kann dieser längere Bolzen auch auf der anderen Seite durch einen gleichen Schlitz im Gehäuse nach außen ragen und dortselbst mit einer gleichartigen Feststellvorrichtung versehen sein.
  • Die beiden Auslaßstutzen 3, q. sind durch eine Haube ii miteinander verbunden, auf welche das Gehäuse i aufgeschoben ist. Innerhalb der Haube bewegt sich das freie Ende des Rohrstückes 5, wodurch sowohl dieses in seiner Bewegungsmöglichkeit begrenzt als auch ein seitliches Abströmen der Gase durch etwa vorhandene Fugen verhindert wird. Diese Wirkung wird noch erhöht durch einen Kragen 12, der mit der Haube ii eine Rinne bildet, in welche der Rand des Gehäuses i zu liegen kommt. Diese Anordnung ermöglicht auch ein leicht::: Auseinandernehmen des Ablenkers zum Zwecke der Reinigung.
  • Es is' zweckmäßig, den mi+ dem Gehäuse fest verbundenen Einlaßstutzen 2 in ;einem oberen Teile mit zyli<idrisch gekrümmten Seitenwänden 21 zu versehen, damit in jeder Stellwig des Rohrstückes ein möglichst dichter Abschluß mit diesem hergestellt wild.
  • Die Ein- und Auslaßstutzen sowie Glas bewegliche Rohrstück können rund oder eckig ausgeführt werden, und zwar läßt sich der ganze Ablenken aus den verschiedensten Stoffen, wie Blech, Gußeisen, gebranntem Ton und anderem herstellen. Auch können drei oder mehr Auslaßstutzen nebeneinander angeordnet werden. Bei sehr großen schweren Ausführungen kann zur Verstellung des Rohrstückes eine Kurbel mit Zahnrad und Zahnbogen vorgesehen werden.
  • Dieser Ablenken kann, wenn in Blech ausgeführt, z. B. zur Verwertung der von einer Herdanlage durch den Rauchabzug erstweichenden Wärme dienen. So kann von einem Küchenherd aus ein anstoßender Raum, z. B. ein Wohnzimmer, Vorzimmer, Abort usw. nach .@ Belieben beheizt oder kalt belassen werden. Zu diesem Zwecke wird ein mit runden Ein- und Auslaßstutzen versehener Ablenken mit seinem Eirilaßs tutzen an den Küchenherd an Stelle des Abzuirohres angesetzt. Der eine Auslaß wird durch das Abzugrohr unmittelbar mit dem Kamin verbunden, während der andere Auslaß mit einem Rohre in Verbindung gebracht wird, das durch die Mauer hindurch in den zu beheizenden Raum geführt wird, dort eine gewisse Rohrlänge, z. B. in Gestalt einer Rohrschlange bildet, lun sodann in den erstgenannten, oder wenn nicht möglich, in einen anderen Kamin zu münden. Durch entsprechende Einstellung des Rohrstückes 5 kann der benachbarte Raum voll dem Küchenherd aus beheizt werden. Bei Einstelltalg des Rohrstückes in eine Mittellage ist es sogar möglich, diese Beheizung auch während des Kochens zu bewirken.
  • Bei Rückleitung des in den Nebenraum führenden Rohres in denselben Kamin, in welchen der Abzug des Küchenherdes mündet, ergibt sich der Vorteil, daß die Wärmerohre im Nebenraume bis zum Fußboden hinab und längs diesem geführt, also in wesentlich tieferer Lage als die Herdfeuerung verlegt werden können. Dieser Vorteil wird durch die folgend erläuterte Wirkung ermöglicht. Beim Anheizen des Herdes wird der Ablenken so eingestellt, daß die Rauchgase den unmittelbaren Weg zum Kamin nehmen. Erst nachdem das Feuer genügend stark und der Zug ausreichend kräftig geworden ist, wird der Ablenken umgestellt. Da nun im Kamin eine ziemlich große Menge warmer Luft in der Aufwärtsbewegung begriffen ist, infolge des plötzlich erfolgten Abschlusses im Ablenken jedoch der nach aufwärts treibenden Luft der Nachzug fehlt, Eo wird eine Saugwirkung entstehen, die ausreicht, um die ,fehlende Luft aus der nun frei gewordenen zweiten Rohrleitung nachzuziehen. Dieses Nachziehen hilft die tiefer als die Feuerung gelegene tote Stelle im Wärmerohr zu bewältigen.
  • Außerdem gestattet der Ablenken die mannig- i faltigste Verwendung zu Heiz- oder Wasserwärmezwecken oder in Betriebsanlagen zur Ablenkung und Verwertung der Wärme von Rauch und anderen Gasen.

Claims (1)

  1. #PATENT-ANSPRUCH: Aus einem Einlaß- und mehreren Auslaßstutzen bestehendes Gehäuse mit Umsteuerungsvorrichtung für die Rauchgase eines Heizofens, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsteuervorrichtung als schwenkbares Rohr (5) ausgebildet ist, dessen freies Ende innerhalb einer die Auslaßstutzen (3, q.) umschließenden Haube (iz) liegt.
DER54232D 1921-10-20 1921-10-20 Aus einem Einlass- und mehreren Auslassstutzen bestehendes Gehaeuse mit Umsteuerungs-vorrichtung fuer die Rauchgase eines Heizofens Expired DE356190C (de)

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