DE355779C - Gummiervorrichtung fuer Briefumschlagmaschinen - Google Patents
Gummiervorrichtung fuer BriefumschlagmaschinenInfo
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- DE355779C DE355779C DET24881D DET0024881D DE355779C DE 355779 C DE355779 C DE 355779C DE T24881 D DET24881 D DE T24881D DE T0024881 D DET0024881 D DE T0024881D DE 355779 C DE355779 C DE 355779C
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Description
- Gummiervorrichtung für Briefumschlagmaschinen. Es sind Briefumschlagniaschinen mit umlaufendem Gummiererarm bekannt geworden, bei welchen die mit dickflüssigem, wenig Wasser enthaltendem Klebstoff gummierte Fläche des Gummiererarmes noch einen zweiten Auftrag von dünnflüssigem Klebstoff erhält, derart, da ß dieser zweite Auftrag auf die Fläche c'.es erstcii Auftrages nur eine Linie oder einzelne Punkte bildet. Diese Anordnung war erforderlich, um ein gutes Verkleben der Umschlagklappen sicherzustellen. Der von dem umlaufenden Gummiererarm aufgetragere Klebstoff mußi,e viel Körper und wenig Wasser enthalten, um einen sicheren Halt des. Papierblattes an dem Gummiererarm beim Transport zur Falzvorrichtung zu gewährleisten, namentlich bei stärkeren Papieren. Enthielt der Klebstoff zu viel Wasser, so blieb das Blatt nicht zuverlässig an dem Gummiererarm hängen, konnte also nicht zuverlässig zur Falzvorrichtung transportiert werden. Wenig Feuchtigkeit und viel Körper enthaltende Klebstoffe hatten nun wieder den Übelstand, daß die Klappen von schwer klebendem Papier beim Zusammenfalzen nicht zuverlässig verklebt wurden und. später in der Trockenkette leicht wieder aufsprangen. 'Man hat dann zur Vermeidung dieser Übelstände dem ersten Auftrag von wenig Feuchtigkeit enthaltendem Klebstoff noch einen zweiten Auftrag von dünnflüssigem Klebstoff in Form einer Linie oder von einzelnen Punkten folgen lassen. Hierdurch wurde ürreicht, daß später beim Zusammenfalzen die Klappen infolge Vermischung des dünnflüssigen mit dem dickflüssigen Klebstoff ein zuverlässiges Schließen des Briefumschlages ermöglichten.
- Bei derartigen Maschinen, bei denen also der Gummiererarm zunächst einen Auftrag von dickflüssigem Klebstoff und darauf, wie oben angegeben, noch einen dünneren Klebstoff-
auftrag erhält, zeigt sich nun eine Erscheinwig, welche darin be.3teht, daß beim Gebrauch. der Maschine nach einiger Zeit der dickflü-.sigc Klebstoff in seinem Behälter allmählich dü:@i_@er wird, wa- al:;dann nicht mehr ein zuverlä-.iges Weiterführen der Papierblätter vom Papir r- stapel zur Falzvorrichtung rur Folge hat. Die- Papierblätter haften an denn Gummiererarm infolge der Verdünnwig des Klebstoffe; nicht mehr zuverlässig; es tritt bei dem schnelle?i Lauf der :Maschine leicht eia Verschieben der Blätter am Guminiererarm ein, was dann die Herstellung von Au-,schußbriefumschlägen zur Folge hat. Wie oben angegeben, wird auf die mit dickflüssigem Klebstoff bestrichene Gum- miererfläche noch ein schmaler Streifen (Linie) dünner Klebstoff aufgetragen. Beim Aufpre:.sen des Gummiererarmes auf den Papierstapel be- hufs Abhebens eines Blattes und Tra-nsporzs zur Falzvorrichtung findet eine Vermischung des dünnflüssigen Klebstoffes mit dem dick- flüssigen statt, so daß nach Abreißen des Blattes von dem Gummiererarrn in der Falzvorrichtung der an dem Gummiererarm zurückbleibende Klebstoff nicht mehr die gleiche Konsistenz hat wie der dickflüssige Klebstoff in der ersten Gummiervorrichtung. -Der an dem Gummierer- arm verbleibende dünnere Klebstoff kommt nun mit den Auftragewalzen für den dickflüssigen Klebstoff in Berührung. Hierdurch ist es be- dingt, daß der dickflüssige Klebstoff allmählich dünner wird, was dann den oben geschilderten Übelstand, nämlich das nicht feste Anhaften des Papierblattes an dem Gummiererarm., zur Folge hat. Durch den Gege@stwid der vorliegenden Ei- findung sollen diese Übelstände vermieden werden. Der Gtunmiererarm hat gemäß der Erfindung zwei Gummierflächen, eine breitere für den dickfliissigen Klebstoff und eine zweite, schmale, parallel zur ersten abgeordnete Gummierer- fläche für den dünnflüssigen Klebstoff. Auf der Zeichnung ist ein Cummiererarni a mit seinen beiden Gummiererflächen von unten gesehen veranschaulicht. Die breitere Fläche b ist für den dickflüssigen Klebstoff bestimm it, während die dicht daneben und getren-1t liegende schmale Gummierer- fläche c f1: den dünnflüssigen Kleb-toff be- stimmt ist. Läuft bei dieser Anordnung der Guinmiererarm über die Auftragwalzun dür ersten Gummiervorrichtung, welche den dick- flüssigen Klebstoff enthält, so wird durch eine bekannte Vorrichtwig die schmale Gummierer- fläche c angehoben, .;o daß lediglich die Fläche b mit dem dickflüssigen Klebstoff versehen wird. Bei der zweiten Gummiervorrichtung wird (laiin die schmale Gummiererfläche c mit dün- ,iereni Klebstoff ver;-ehen, etwa dadurch, daß vin me serartiger, in den Klebstoff eintauchender Gamm-'erer angehoben und mit der Gummierer- fäche c. in Kontakt gebracht wird. Die auf diese Weise mit dickem bzw. dünnem Klebstoff versehenen Gümmiererflächen b und c gelangen beim Drehen des Gummiererarmes oberhalb (!es Papierstapels und senken sich auf das oben liegend<: Blatt beim Abwärtsbewegen des Gummieierarmes auf, so daß sowohl der dick- flüssige, als auch der dünnflüssige Klebstoff auf die Klappe des Briefumschlages übertragen wird,. ohne daß ein Vermischen beider Kleb- stoffe eintritt. Der dickflüssige Klebstoff ge- währleistet einen zuverlässigen Transport des Papierblattes vorn Stapel zur Falzvorrichtung. Bei dem erfolgenden Zusammenfalzen des Brief- umschlages vermischt sich infolge des starken Druckes der Falzklappen der schmale Streifen dünnflüssigen Klebstoffes mit dem nebenan liegenden dickflüssigen Klebstoff und gewähr- leistet so ein zuverlässiges Verkleben der Klappen des Briefumschlages. Da an dem Gummierer- arm eine vollständige Trennung der beiden Klebstoffe sowohl beim Auftragen, als auch beim Abreißen des Briefumschlages in der Falz- vorrichtung aufrechterhalten wird, so ist der obenerwähnte Übelstand, daß der dickflüssige Klebstoff durch Vermischung mit dem dünnerezi Klebstoff allmählich dünnet wird, vollständig beseitigt, und es ist einerseits ein sicherer Transport der Papierblätter vom Papierstapel der Falzvorrichtung, anderseits ein sicheres Verkleben der Umschlagklappen bei schwer klebenden Papieren durch die beschriebene Ein- richtung gewährleistet.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: z. Gummiervorrichtung für Briefumschlagmaschinen mit umlaufenden Guaauniererarmen, dadurch gekennzeichnet, daß die Gummiererarme mit je zwei Gummierflächen, einer breiteren (b) für den dickflüssigen und einer schwäleren (c),. neben und getrennt von der breiteren (b) Guinmiererfläche liegenden Gummiererfläche für dein dünnflüssigen Klebstoff versehen sind.
- 2. Gummiervorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß beim Passieren des Gummiererarmes über die erste, den: dickflüssigen Klebstoff enthaltende Auftragevorrichtung die schmale Gummiererfläche angehoben wird und dadurch außer Wirksamkeit tritt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET24881D DE355779C (de) | 1921-01-28 | 1921-01-28 | Gummiervorrichtung fuer Briefumschlagmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET24881D DE355779C (de) | 1921-01-28 | 1921-01-28 | Gummiervorrichtung fuer Briefumschlagmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE355779C true DE355779C (de) | 1922-07-03 |
Family
ID=7551709
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET24881D Expired DE355779C (de) | 1921-01-28 | 1921-01-28 | Gummiervorrichtung fuer Briefumschlagmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE355779C (de) |
-
1921
- 1921-01-28 DE DET24881D patent/DE355779C/de not_active Expired
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