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Pendelschleuse bei Saugluftförderern für Schüttgut. Die rErfindung
bezieht sich auf eine Pendelsohleusebei Saugluftförderern für Schüttgut. Die Schleusen
sollen Idas Schüttgut aus ,den Sammelbehältern der Saugluftförderer herausbefördern,
ohne (daß dabei Außenluft,in die Sammelbehälter eindringen kann. Es ist bisher üblich
gewesen, für diesen Zweck entweder unter dem Gewicht des Fördergutes kippende Pendelschleusen
oder drehbare Zellenräder zu verwenden. Die Pendelschleusen bestehen aus einem pendelnden,
zweikammerigen Schleusengefäß, dessen zwei Abteilungen oben mit je einer Einlaßöffnung
unten mit je einer Auslaßöfnung versehen ist. Das Körnergut wird aus dein Sammelbehälter
abwechselnd in die beiden Abteilungen gelassen; sein Gewicht verursacht (die Kippbewegung
vier Pendelschleuse. Da solch eine Pendelsclhleuse groß genug sein muß, um auch
bei ,der leichtesten Körmersorte, nämlich bei Hafer, zu kippen, so ist es selbstverständlich,
daß bei Benutzung derselben Pendelschleuse zum Entladen von Weizen, (der anderthalbmal
so schwer ist wie Hafer, (die Pendelschleuse kippen wird, wenn sie wenig mehr als
,zur Hälfte angefüllt ist, so daß ein beträchtlicher Verlust am Saugluft die Folge
ist. Ein weiterer Nachteil (derartiger Pendelschleusen besteht .darin, daß sie genügend
frei sein müssen, um unter (der Schwere zu kippen. Es ist daher nicht möglich, eine
vollkommen (dichte Verbindung zwischen dem Schleusengefäß und (der Fläche des Sammelbehälters
herzustellen, unter welcher es arbeitet, so daß stets an (dieser Stelle eine gewisse
Luftmenge verloren geht. Die P.en:delschleuse besitzt andererseits .denVorteil,
daß sie tiefe Schleusen-5efäße enthält und daher große Stücke von Fremdkörpern,
die in beträchtlicher .Zahl in Getreideladungen sich vorfinden, in Idas Gefäß hineingelangen
können, ohne daß die Gefahr einer Verstopfung eintritt.
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Sind bei Saugluftförderern die :drehbaren, als Hubschleuse (dienendem
Zellenräder nicht ungewöhnlich. groß ausgeführt, so sind( dessen Aufnahmetaschen
verhältnismäßig klein, so daß ein Fremdkörper von ganz geringen ,Abmessungen, z.
B. ein Nagel, ein Stück Holz oder Sackleinwand, leicht zwischen die Kanten des Zellenrades
und des Sammelbehälters gelangt, wodurch das Zellenrad außer Betrieb gesetzt wird.
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Diesen Nachteil vermeidet die Pendelschleuse, -die gemäß (der Erfindung
ihre hin und her gehende Bewegung durch einen Kurbeltrieb erhält, wobei :die Berührungsflächen
zwischen dem Schlieusengefäß und dem Sa.mmelbehälter genügend (dicht gehalten werden
können, um ein Entweichen von lauft an ;dieser Stelle zu verhindern.
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Die Pleuelstange des Kurbelgetriebes kann elastisch sein, um bei etwaigen
Verstopfungen nachgaben zu können und (dadurch Brüche zu verhindern.
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Auf der Zeichnung stellen dar: Abb, i .eine Seitenansicht einer Pendelschleuse
gemäß der Erfindung, Abb. z eine Ansicht, rechtwinklig zu derjenigen nach Abb. i,
A bb. 3 eine Einzelheit,
Abb. q. eine .der Abb. i entsprechende
Ansieht einer zweiten Ausführungsform, und Abb. 5 die Oberansicht einer Einzelheit.
Unter dem Sammelbehälter d des Saugluftförderers für Getreide o. (dgl. ist Idas
pendelnde Schleusengefäß b angeordnet, :das um .die Achse c schwimgbar gelagert
und durch eine Zwischenwand f in die beiden Abteilungen d und e unterteilt ist.
:Der obere Teil ides Schleusengefäßes ist mit der Dichtungsfläche g und mit Einlaßöffnungen
für das Getreide versehen. Diese Fläche :bewegt sich entlang einer entsprechend
gestalteten Fläche j am Boden des Sammelbehälters a. Jede ider Abteilungen
d und e des Schleusengefäßes b
ist am Boden mit einer Auslaßöffnung
k für ,das Fördergut versehen, die eine Dichtungsfläche L besitzt, ;gegen welche
sich eine frei aufgehängte Klappe m anlegt. Die Neigung der Fläche l ist
derart, daß die Tür na vollständiggegen ;die Fläche G abdichtet, wenn,die zugehörige
Abteilung des Schleusengefäßes b sich nach aufwärts bewegt, und zwar bevor die zugehörige
Einlaßöffnung la unter die übliche, mit (dem iSammelbehälter in Verbindung stehende
Luftauslaßöffnung a' gelangt, wodurch ein Zutritt von Außenluft dn -den Sammelbehälter
durch. (das Schleusengefäß hindurch verhindert wird,.
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Die Pleuelstangen eines Kurbelgetriebes ist bei n' unterhalb Idas
Zapfens c an dem Schleusengefäß b angelenkt und wird von der Kurbel o hin und her
bewegt, so .daß das Schleusengefäß abwechselnd hin und her geschwenkt wird., Die
Kurbel o wird ständig von einem Schneckengetriebe p gedreht, das von einem l#,egelradgetriebe
q angetrieben wild.
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Die Pleuelstangen ist, wie aus )der Abb. 3 zu ersehen eist, elastisch
,und besteht .zu diesem Zwecke aus zwei Teilen, von denen .der eine die Büchse r
trägt, in der ein Kolbens am Endre (des anderen Pleuelstangenteiles gleitet. Beiderseits
des Kolbens s sind Federn t in Ider Büchse r angeordnet, .die von ausreichender
Stärke sind, um eine Bewegung des Schleusengefäßes aus (der einen in idie andere
Lage zu ermöglichen, ohne ;daß die Federn in nennenswerter Weise zusammengedrückt
oder gedehnt wenden. Ist nun ein Frenvdkörper zwischen dem Schleusengefäß und dem
Sammelbehälter eingeklemmt, so werden :die @Federn in einem solchen Maße zusammengedrückt
oder ausgedehnt, idaß die Kurbel ihre Drehung ruhig fortsetzen :kann. Hierdurch
wird eine Beschädigung der Pendelschleuse verhütet, da der eingeklemmte Fremldkörper
frei in das Pendelgefäß bei idesse:n Rückwärtsbewegung fallen kann.
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Das Kurbelgetriebe liefert eine Bewegung, bei ider an den Enden des
Vorwärts- bzw. Rückwärtsganges eine kleine Pause eintritt. Um diese gegebenenfalls
zu verlängern, kann die Pleuelstange n mit einem Schlitzauge n2 versehen sein.
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Blei der Ausführungsform nach Iden Aibb. q. und 5 ist .die Pleuelstangen
an einem Querhaupt u (befestigt, von :dem seitliche Staugien v sich frei durch Büchsen
x einer Querstange y erstrecken, die in Augen z an idem Schleusengefäß b angelenkt
ist. Auf den Seitenstangen v sind beiderseits der Querstange y .Fe-,dern
2 angebracht, idie sich gegen idie Büchsen x und Bunde 3 auf (den Stangen
v stützen, um eine nachgiebige Verbindung zwischen den Seitensta bin:
v und der Querstange y
,herzustellen, Kind eine Relativbewegung zwischen
dem Schleusengefäß und ider Pleuelstange n zu ermöglichen, falls-sich ein Fremdkörper
in die Pendelschleuse eingeklemmthat. Der Kurbelzapfen o ist an einer Scheibe q.
angebracht, die iduxdh ein Getriebe 5 gedreht wird.
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Bei Iden idÜrch Gewichtsbelastung wirkenden Pendelschleusen waren
bisher starke Buffer erforderlich, um -die Stöße bei jeder Bewegung !der Schleuse
aufzunehmen; außerdem maßte ;die Pendelschleuse zur Aufnahme dieser Stöße äußerst
kräftig ausgeführt wenden. Die Buffer sind bei der gemäß der Erfinldumg arbeitenlden
#Perndelscbleuse entbehrlich, da diese hier stoßfrei bewegt wird. Ferner ist der
Üb@ersc'huß an Rauminhalt für das Schleusengefäß, .der bei Iden bekannten, .durch
ihr Gewicht .arbeitenden Pendelschleusen aus den oben angegebeinm Gründen unerläßlich
ist, bei ider gemäß der Erfindung ausgeführten Pendelschleuse nicht mehr notwendig.
Das Schleusengefäß kann (daher mit geringerem Fassungsvermögen ausgeführt wendlen,
so daß ein unnötiger Verlust an Luft vermieden wird.