DE3544864C2 - Schaltvorrichtung mit Isolierplatte - Google Patents
Schaltvorrichtung mit IsolierplatteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltvorrichtung mit Isolierplatte,
die einerseits zwei Kontaktteile, die zwischen einem
geschlossenen Zustand, in dem die Kontakte sich berühren,
und einem offenen Zustand, in dem die Kontakte getrennt
sind, zueinander beweglich sind, und andererseits eine Isolierplatte
besitzt, die schnell zwischen die Kontakte tritt,
indem sie aus einer Ausgangsstellung eine Bewegung zu einer
Arbeitsstellung hin ausführt, während der der bei der Kontaktöffnung
auftretende Lichtbogen durch eine aktive Kante
der Isolierplatte entlang leitenden Ableitelementen, die
hinter den Kontakten als Verlängerungen an den Kontaktteilen
angeordnet sind, bewegt wird, und an deren Ende der Lichtbogen
an Gehäusewänden vollständig abgequetscht wird.
Es sind bereits elektrische Schalter bekannt, bei denen Vorrichtungen
zum Abquetschen des Lichtbogens vorgesehen sind,
die die Form von Hörnern haben, die in Nähe der Kontakte auf
den freien Enden der Kontaktteile angeordnet sind und die bezüglich
der Hauptrichtung dieser Teile abgewinkelt sind, so
daß die natürliche Entwicklung des Lichtbogens unter der Wirkung
der elektrodynamischen Abstoßkräfte die Füße dieser
Lichtbögen auf diese Hörner bringt und dadurch ihr Stehenbleiben
auf den Kontakten verhindert.
Die Richtungen, Krümmungen, Formen oder Stellungen dieser
Hörner beruhen im wesentlichen auf der Annahme, daß der in
dem Lichtbogen fließende Strom so hoch ist, daß diese Entwicklung
des Lichtbogens, d. h. sein Wandern auf die Hörner,
ermöglicht wird. Dieselben Maßnahmen können ergriffen werden,
wenn die Entwicklung bzw. die Ausdehnung des Lichtbogens
durch das Vorhandensein eines permanenten oder induzierten
örtlichen Magnetfelds unterstützt wird, das so ausgerichtet
ist, daß es die Schnelligkeit der Bewegung begünstigt.
Bei diesen bekannten Anordnungen ergibt sich die gewünschte
Erhöhung der Lichtbogenspannung aus der Ausdehnung des Lichtbogens,
während dadurch, daß sich die Füße der Lichtbögen
auf den Hörnern niederlassen, ein Kontaktabbrand vermieden
wird. Bei diesen bekannten Anordnungen
sind die Abbrandhörner im allgemeinen gespreizt.
Wenn man, um eine Begrenzung des Lichtbogenstroms zu erreichen,
anstrebt, dessen Länge nicht in starkem Maße zu erhöhen,
beispielsweise weil man dem beweglichen Kontakt keine
Bewegung mit großer Amplitude erlauben kann oder weil der
Lichtbogenstrom, den man begrenzen möchte, nicht die Größe
erreicht, ab der das Vorhandensein der elektromagnetischen
Abstoßungskräfte ohne weiteres ausgenutzt werden kann,
oder wenn die Ausgestaltung bzw. der Aufbau der Schaltkammer
oder der benachbarten Leiter eine freie Ausdehnung des Lichtbogens
bzw. seine Aufteilung auf Löschbleche verhindert, muß
man künstliche Mittel für die Abquetschung des Lichtbogens
benutzen. Eine Isolierplatte, die schnell zwischen zwei Kontakte
geschoben wird, die sich soeben geöffnet haben, stellt
eines von ihnen dar und besitzt zahlreiche Vorteile, sofern
Änderungen anderer Merkmale des Lichtbogens als seine Länge
vorgenommen werden, die auch eine Erhöhung seiner Spannung
bewirken.
Da festgestellt wurde, daß wichtige Faktoren für das Löschen
des Lichtbogens eine hohe Geschwindigkeit der aktiven Kante
der Isolierplatte und eine Abquetschung dieses Lichtbogens
an einer Gehäusewand sind, muß berücksichtigt werden, daß
die Kontakte nicht die Zeit haben, sich um eine beträchtliche
Strecke voneinander zu entfernen, wenn die Isolierplatte
sich zwischen sie bewegt, und daß der Lichtbogen in
der Nähe der Kontakte durch Gehäusewände eingegrenzt ist.
Falls keine besonderen Maßnahmen ergriffen werden, ergibt
sich daraus die Gefahr, daß der Lichtbogen, der nun bestrebt
ist, einen Weg mit kleinstmöglicher Länge zu durchlaufen,
übermäßig auf diesen Kontakten stehen bleibt und dadurch
deren Beschädigung verursacht, was für die Qualität einer
späteren Kontaktschließung nachteilig ist.
Aus der DE-OS 19 57 620 ist eine Schaltvorrichtung bekannt,
bei der eine Isolierplatte zwischen zwei Kontakte geschoben
wird und diese dabei trennt, wobei der bei der Kontakttrennung
entstehende Lichtbogen durch die sich bewegende Kante
der Isolierplatte zwischen den Kontakten verschoben und
schließlich an einer isolierenden
Querwand abgequetscht
wird. Nachteilig ist hier, daß keine Ableitelemente vorgesehen
sind, so daß die Verschiebung des Lichtbogens im
Bereich der Kontakte des Schalters erfolgt.
Ziel der Erfindung ist es, an einer Schaltvorrichtung der
eingangs erwähnten Art Verbesserungen vorzunehmen, durch die
der Verschleiß der Kontakte beträchtlich verringert wird,
und zwar insbesondere dann, wenn die Baugröße der Schaltvorrichtung
oder die Höhe der zu unterbrechenden Fehlströme den
Einsatz anderer Einrichtungen schwierig macht.
Nach der Erfindung wird dieses Ziel dadurch erreicht, daß
die Ableitelemente so ausgerichtet oder geformt sind, daß
für jedes Paar von Stellungen der Kontakte während ihrer Öffnungsbewegung
und der Kante der Isolierplatte während ihres
Durchgangs zwischen den Kontakten zwischen zwei Punkten der
beiden Ableitelemente ein möglicher Lichtbogenweg besteht,
der über einen Punkt dieser Kante läuft und kürzer ist als
der Weg, der zu eben diesem Zeitpunkt über Punkte, die auf
den Kontakten liegen, und diesen Punkt der Kante läuft.
Auch wenn die Verwendung von Ableitelementen bzw. Hörnern
zum Begünstigen der Ausdehnung der Lichtbögen und der Bewegung
ihrer Fußpunkte an sich bekannt ist, steht die ihen erfindungsgemäß
verliehene Ausgestaltung grundlegend im Gegensatz
zu dem, was bei herkömmlichen Schaltvorrichtungen als zweckmäßig
angesehen wird.
Die erfindungsgemäßen Maßnahmen sind besonders zweckmäßig,
wenn sie auf eine Schaltvorrichtung angewendet werden, deren
Baugröße nicht sehr hoch ist. Dieselben Maßnahmen sind jedoch
auch im Rahmen von Vorrichtungen mit größeren Baugrößen
geeignet, bei denen eine Erhöhung der beweglichen Massen infolge
des Vorhandenseins der Ableitelemente keine Gefahr darstellt,
wenn man die geringen Hubbewegungen berücksichtigt,
die einerseits von der Isolierplatte und andererseits von
dem beweglichen Kontakt der Schaltvorrichtung ausgeführt werden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung, in der auf die beiliegende Zeichnung
Bezug genommen wird.
Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung in einer Ebene, in der die beiden
Kontaktteile einer Schaltvorrichtung im
geschlossenen Zustand liegen;
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Beispiels
der Bewegung des Lichtbogens in einer
erfindungsgemäßen Schaltvorrichtung.
Eine erfindungsgemäße Schaltvorrichtung 1 (Fig. 1) besitzt
ein erstes Kontaktteil 2, das im vorliegenden Fall feststehend
ist und somit einen feststehenden Kontakt 4 trägt, ein
bewegliches Kontaktteil 3, das im vorliegenden Fall von
einem um eine Achse 9 schwenkbaren und einen beweglichen Kontakt
7 tragenden Hebel 5 gebildet wird,
Kraftspeicher 6, die den erforderlichen Kontaktdruck liefern,
einen biegsamen Stromzuführungsleiter 11, eine mechanische
Einrichtung 10, die die Durchführung der Öffnung der Kontakte
gestattet, eine dünne Isolierplatte 17, die in einem
isolierenden Gehäuse 12, beispielsweise längs Nuten 13 dieses
Gehäuses geführt ist, um eine wirksame Isolierung zwischen
diesen beiden entgegengesetzten Flächen herzustellen, und
eine Quernut 14, die an einer Wand
15 des Gehäuses 12 vorgesehen ist, mit einem Entspannungskanal
19 verbunden ist und sich in Nähe der Kontaktteile befindet,
um die Kante 16 der Isolierplatte aufnehmen zu können, wenn
diese sich von einem Ausgangs- oder Ruhepunkt O aus in Fig. 1 nach links zu
einem Endpunkt oder Arbeitspunkt 8 hinbewegt.
Die Isolierplatte 17 kann beispielsweise zum Zeitpunkt des
Auftretens eines Überstroms J durch den Mechanismus 10 vorgetrieben
werden, wenn dieser durch die Wirkung einer Spule
26 freigegeben wird, die in dem Stromkreis 18 in Reihe geschaltet
ist, der ferner einen Leiter 27 zwischen den Anschlüssen
24 und 25 besitzt. Bei einer ersten Abwandlung kann
die Isolierplatte durch einen zuvor gespannten Kraftspeicher
29 vorgetrieben werden, der seinerseits durch einen
Anker in Art eines Kerns oder eines Schlagbolzens 30, der mit der
Spule 26 verbunden ist, oder durch den Mechanismus 10 freigegeben
wird.
Nicht dargestellte Rückstelleinrichtungen können den beweglichen
Kontakt und die Isolierplatte nach einer automatischen
Öffnung wieder in die in Fig. 1 gezeigte Ruhestellung
zurückbringen.
Bei einer bevorzugten Arbeitsweise dieser Schaltvorrichtung gelangt
die Kante der Isolierplatte mit einer hohen Geschwindigkeit
zwischen die beiden Kontakte, sobald diese
um einen Abstand voneinander getrennt sind, der etwas größer
als ihre Dicke e ist. Sie bewirkt anschließend eine Abquetschung
des Lichtbogens zu dem Zeitpunkt, an dem sie an der Wand 15 in
Anschlag kommt oder wenn die vordere Kante der Isolierplatte
in die Quernut 14 eintritt, wenn diese vorgesehen ist.
Bei einer Schaltvorrichtung, die die erwähnten Elemente nicht
aufweisen würde, würde die Bewegung der Isolierplatte bei einem
gegebenen Lichtbogenstrom eine Verformung des Lichtbogens
verursachen, während der die Füße der Lichtbögen auf den
Kontakten stehenbleiben würden, während sein Strang
allmählich von der Kante der Isolierplatte bis zu der Quernut
vorgeschoben werden würde.
Um dieses Stehenbleiben der Lichtbogenfüße auf den Kontakten
zu vermeiden, wurden die Kontaktteile mit leitenden
Verlängerungen bzw. Ableitelementen 20, 21 versehen, die
sich in Richtung der Bewegung Q der Isolierplatte erstrecken
und deren einander gegenüberliegende Flächen 22, 23 im Gegensatz
zu den bekannten Anordnungen der Hörner im wesentlichen
nicht divergieren, und zwar zumindest in den Bereichen,
die diesen Kontakten unmittelbar benachbart sind.
Die Länge und die Krümmung dieser Flächen 22, 23 sind so gewählt
(Fig. 2), daß für jedes Paar von Stellungen
der beweglichen Teile der Schaltvorrichtung und der Isolierplatte
zwischen zwei Punkten A und B dieser Flächen und einem Punkt C
der Kante der Isolierplatte ein Weg von einer möglichen Minimumlänge
T₁ besteht, so daß der Lichtbogen eher bestrebt sein
wird, diesen Weg zu wählen, als sich auf einem hypothetischen,
längeren Weg T₂ niederzulassen, der durch die Punkte MCF läuft,
wobei die Punkte M und F sich auf den Kontakten befinden.
Dieser hypothetische Weg T₂, der zwischen den Punkten M und F
eine Lichtbogenspannung V₂ herstellen würde, die größer als
die Spannung V₁ ist, die im anderen Fall auftritt,
kann sich nicht realisieren, da er einen zusätzlichen Energieaufwand
erfordern würde. Dies wird durch Versuche bestätigt, deren
Ergebnisse auf der Grundlage einer Gleichung vorhergesagt
werden können, die die Lichtbogenspannung mit ihren geometrischen
Abmessungen verbindet:
wobei L die Länge
des Lichtbogens, S sein Querschnitt, σ seine Konduktivität
und J die Stärke des durch ihn fließenden Stroms ist.
Bei einer interessanten Anwendung der Erfindung, bei der
das Gehäuse 12 eine automatische Modulschaltvorrichtung enthält,
der Nennbaugröße relativ niedrig ist, hat die Schaltkammer
28 und damit der Ausschlag des beweglichen Kontakts
eine geringe Höhe.
Die praktischen Anordnungen, mit denen das gewünschte Ergebnis,
nämlich das Vorhandensein eines möglichen Wegs von
einer Minimumlänge T₁ gemäß vorstehender Definition realisierbar ist, ergeben
sich insbesondere aus einer genauen Untersuchung oder einer
experimentiellen Ermittlung der Relativbewegungen des beweglichen
Kontakts und der Isolierplatte, wobei die Auswirkung
der elektrodynamischen Abstoßungskräfte und damit
des Lichtbogenstroms berücksichtigt werden muß.
Diese praktischen Anordnungen sollten derart ausgelegt sein,
daß die Flächen, auf denen sich die Lichtbogenfüße
bewegen, vorzugsweise bis in die Nähe der Quernut des Gehäuses
erstrecken, in die das Ende der Isolierplatte eintritt,
und daß die Winkelbewegung, die der bewegliche Kontakt ausführt,
wenn er von einem verschwenkbaren Hebel getragen wird,
nicht zu groß ist, damit nicht bei einer gewissen
Relativstellung von Isolierplatte und Hebel ein Weg entsteht,
der kürzer ist als der Weg, der bei einer unmittelbar vorausgehenden
Relativstellung besteht.
In Fig. 2, in der davon ausgegangen wird, daß der um die
Achse O verschwenkbare Hebel L den beweglichen Kontakt M
und eine fluchtende Verlängerung P trägt, und in der der
Träger G des feststehenden Kontakts F seinerseits durch ein
radiales Ableitelement D verlängert wird, ist gezeigt, wie
ein Lichtbogen ABC kurzer Länge, (wobei angenommen wird, daß
seine Füße zu den Flächen, an denen sie haften, senkrecht
stehen) hergestellt und zwangsweise bewegt werden kann, ohne
daß seine Füße die Kontakte in Anspruch nehmen,
wenn eine Kante E der Isolierplatte S nach Öffnung der Kontakte
zwischen diese tritt. Vorausgesetzt wurde hier, daß den dargestellten
Paaren von Stellungen der Isolierplatte und des
beweglichen Kontakts konstante Geschwindigkeiten zugrundeliegen,
so daß sie gleichzeitig jeweils die Punkte 1, 2, 3 . . . 7
passieren. Aus diesem vereinfachten Beispiel einer möglichen
Arbeitsweise geht deutlich hervor, daß der durch ABC laufende
Lichtbogen zwangsläufig kürzer als der durch MCF laufende
Lichtbogen ist und daß die Punkte M und F somit nicht vom
Lichtbogen getroffen werden.
Wenn sich dagegen der bewegliche Kontakt infolge seiner Öffnungsgeschwindigkeit
und seiner Ausschlagsamplitude zu dem
Zeitpunkt, an dem das Ende der Isolierplatte noch nicht in die
Quernut R eingeführt ist, am Punkt H befände, würde der kürzeste
Lichtbogenweg Th über den beweglichen Kontakt laufen.
Dieses Beispiel zeigt, daß mit einer im wesentlichen radialen
und zu der Richtung des Hebels parallelen Verlängerung, kombiniert
mit einer begrenzten Öffnung der Kontakte, das gewünschte
Ziel erreicht werden kann. Wie Fig. 2 zeigt, würde
eine Verlängerung Pm, die mit der Richtung des Hebels L einen
zu großen Winkel α bildet, der in Öffnungsrichtung gerichtet
ist, ebenfalls einen Lichtbogenfuß während der Öffnung
auf dem beweglichen Kontakt M halten. Dieselben Erscheinungen
treten natürlich auch dann auf, wenn beide Kontakte beweglich
sind, wobei sie sich beispielsweise bezüglich der Ebene der
Isolierplatte symmetrisch bewegen.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2, bei der der Drehpunkt O
des Hebels L der Bewegungsebene der Isolierplatte benachbart ist,
liefert eine Verlängerung P, die im wesentlichen durch diesen
Punkt läuft, befriedigende Ergebnisse, wenn der Hub des
beweglichen Kontaktes am Punkt t₇ endet.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Asuführungsform, bei der der Drehpunkt
9 des Hebels 3 oberhalb der Bewegungsebene der Isolierplatte
17 liegt, bildet die Verlängerung 21, die zum
Zeitpunkt der Öffnung im wesentlichen parallel zu dem dem
feststehenden Kontakt 4 benachbarten Bereich 22 verläuft,
einen Winkel β mit der allgemeinen Richtung des
Hebels, die durch die Punkte 9 und 7 verläuft, während das
Ableitelement 20 seinerseits eine Fläche 22a besitzt, die
einen Winkel δ mit der Hauptrichtung des leitenden Trägers
2 bildet, der seinerseits zu der Isolierplatte parallel ist.
Die Winkelbewegung des Hebels ist in diesem Fall ebenfalls
relativ gering, was die Verwendung eines Mechanismus 10 mit
geringem Volumen gestattet.
Diese Anordnungen beeinträchtigen nicht das Auftreten der
oben erwähnten Erscheinungen, wenn sich die Isolierplatte mit
einer Geschwindigkeit bewegt, die an die Öffnungsgeschwindigkeit des
beweglichen Kontakts angepaßt ist.
Das Vorhandensein der geneigten Fläche 22a begünstigt außerdem
die Abfuhr der Gase, die zum Zeitpunkt der Öffnung
auftreten, zu einem Abfuhrkanal 19a.
Versuche haben ergeben, daß die in Fig. 2 gezeigten
Anordnungen auf einem Kurzschluß eine automatische Unterbrechung
mit hervorragender Qualität gewährleisten, obwohl die
Form der von den Leitern 27, 11, 5 und 2 gebildeten Schleife
aus Konstruktionsgründen nur unvollkommen ausgebildet ist.
Claims (8)
1. Schaltvorrichtung mit Isolierplatte, die einerseits zwei
Kontaktteile, die zwischen einem geschlossenen Zustand,
in dem die Kontakte sich berühren, und einem offenen Zustand,
in dem die Kontakte getrennt sind, zueinander beweglich
sind, und andererseits eine Isolierplatte besitzt,
die schnell zwischen die Kontakte tritt, indem
sie aus einer Ausgangsstellung eine Bewegung zu einer Arbeitsstellung
hin ausführt, während der der bei der Kontaktöffnung
auftretende Lichtbogen durch eine aktive
Kante der Isolierplatte entlang leitenden Ableitelementen,
die hinter den Kontakten als Verlängerungen an den
Kontaktteilen angeordnet sind, bewegt wird, und an deren
Ende der Lichtbogen an einer Gehäusewand vollständig
abgequetscht wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ableitelemente (20, 21; D, P) so ausgerichtet
oder geformt sind, daß für jedes Paar von Stellungen der
Kontakte (4, 7; F, M), während ihrer Öffnungsbewegung und
der Kante (16; E) der Isolierplatte (17; S) während
ihres Durchgangs zwischen den Kontakten (4, 7; F, M)
zwischen zwei Punkten (A, B) der beiden Ableitelemente
(D; P) ein möglicher Lichtbogenweg (T₁) besteht, der
über einen Punkt (C) dieser Kante (16; E) läuft und
kürzer ist als der Weg, der zu eben diesem Zeitpunkt
über Punkte (bei M, bei F), die auf den Kontakten (M, F)
liegen, und diesen Punkt (C) der Kante (16; E) läuft.
2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gehäusewand (12) eine Quernut (14) aufweist, in
die die Isolierplatte (17) am Ende ihrer Bewegung
eintritt.
3. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ableitelemente (P, D) im wesentlichen parallel
zueinander ausgebildet sind, wenn die Kontakte (F; M)
geschlossen sind.
4. Schaltvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Kontaktteil als beweglicher Kontakthebel (L)
ausgebildet ist, dessen Drehpunkt (O) in der Nähe der
Bewegungsebene der Isolierplatte (S) liegt, und dessen
Ableitelement (P) sich in der Hauptrichtung des Kontakthebels
(L) erstreckt.
5. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Kontaktteil als beweglicher Kontakthebel (3)
ausgebildet ist, dessen Ableitelement (21) in geschlossener
Stellung der Kontakte (4, 7) einen Winkel β mit
der Richtung bildet, die durch den beweglichen Kontakt
(7) und eine Drehachse (9) dieses Kontakthebels (3)
läuft, wobei die Drehachse (9) wesentlich oberhalb der
Bewegungsebene der Isolierplatte (17) liegt.
6. Schaltvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das andere Kontaktteil als Träger (2) mit feststehendem
Kontakt (4) ausgebildet ist, dessen in der Verlängerung
des Trägers (2) angeordnetes Ableitelement
(20) in Nähe dieses Kontaktes (4) einen zu der Isolierplatte
(17) parallelen Bereich (22) und einen entfernteren
Bereich (22a) besitzt, der gegenüber der Bewegungsebene
der Isolierplatte (17) geneigt ist (Neigungswinkel
(β)).
7. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Projektion (A) der Kante (E) der Isolierplatte
(S) nach dem Durchgang dieser Kante (E) zwischen den
Kontakten (M, F) zu jedem Zeitpunkt über leitenden Bereichen
der Ableitelemente (P, D) liegt.
8. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schalter zwei bewegliche Kontaktteile besitzt,
die zu beiden Seiten der Ebene der Isolierplatte angeordnet
sind.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19710880A1 (de) * | 1997-03-15 | 1998-09-17 | Kloeckner Moeller Gmbh | Lichtbogenlöscheinrichtung |
| DE19710880B4 (de) * | 1997-03-15 | 2007-11-15 | Moeller Gmbh | Lichtbogenlöscheinrichtung |
| DE19735521A1 (de) * | 1997-08-16 | 1999-02-18 | Kloeckner Moeller Gmbh | Lichtbogenlöscheinrichtung für einen kurzschlußstrombegrenzenden Niederspannungsschalter |
Also Published As
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