DE3543C - Verfahren zur Anfertigung künstlicher Lithographirsteine - Google Patents

Verfahren zur Anfertigung künstlicher Lithographirsteine

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DE3543C
DE3543C DE18783543D DE3543DD DE3543C DE 3543 C DE3543 C DE 3543C DE 18783543 D DE18783543 D DE 18783543D DE 3543D D DE3543D D DE 3543DD DE 3543 C DE3543 C DE 3543C
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DE18783543D
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A. regel, Bezirksbauinspektor z. D., in Gotha
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41NPRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
    • B41N1/00Printing plates or foils; Materials therefor
    • B41N1/02Printing plates or foils; Materials therefor made of stone

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  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
Klasse 15.
A. REGEL in GOTHA. Verfahren zur Anfertigung künstlicher Lithographiesteine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Mai 1878 ab.
Die bis jetzt zur Lithographie benutzten Steine werden fast ausschliefslich bei Solenhofen und Pappenheim im Königreich Bayern aus den dortigen Plattenbrüchen als Naturerzeugnisse gewonnen.
Der ungemeine Bedarf an diesen Steinen hat aber die Brüche augenscheinlich erschöpft, gute auserlesene Steine von besonderer Härte gehören jetzt schon zur Seltenheit, da die guten Lagen ziemlich ausgebrochen und hauptsächlich nur noch die geringeren, weicheren Steine vorhanden sind.
Diese Lithographiesteine bestehen aus kohlensauren Kalk enthaltendem Thonschiefer.
Der Kalkgehalt macht die Steine für die Aetze (verdünnte Salzsäure) empfindlich, der Thonschiefer giebt ihnen die Eigenschaft, sowohl das Fett der lithographischen Tinte oder Tusche, als auch das Fett der Druckschwärze oder Farbe anzunehmen bezw. einzusaugen. Diese beiden Eigenschaften, verbunden mit derjenigen Härte, welche den Stein dicht und für die Aufsaugung einer gröfseren Wassermenge unfähig macht, geben den Steinen ihre Brauchbarkeit für die Lithographie; ohne dieselben würde Sennefelder niemals den Steindruck erfunden haben.
Solche Platten können auf verschiedene Arten künstlich dargestellt werden, wenn nur festgehalten wird, dafs sie eben solche Eigenschaften und Zusammensetzung wie die natürlichen Platten haben müssen, und dafs dieselben durch den gröfseren oder geringeren Gehalt von kohlensaurem (kieselsaurem) Kalk und Thon und durch die Festigkeit bedingt sind.
Der Erfinder setzte zunächst eine künstliche Masse, in der Hauptsache aus Portlandcement, Sand, Aetzkalk und Thon bestehend, zusammen. Diese Masse kann aber noch auf verschiedene Art abgeändert werden, sowohl hinsichtlich der chemischen, als auch der mechanischen Verbindung. Der Portlandcement hat schon annähernd die zum Lithographiestein erforderlichen Bestandteile, indem er sowohl kohlensauren Kalk als auch Thonerde enthält, daher können schon ohne allen Zusatz Platten aus ihm dargestellt werden, welche lithographische Eigenschaften, wenn auch noch nicht vollkommene und brauchbare haben.
Das Verfahren zur Herstellung der Platten unterscheidet sich von dem zur Herstellung gewöhnlicher Cementplatten nicht wesentlich, ist sogar in der Hauptsache dasselbe, obschon einige Vortheile beim Einbringen der Masse in die Formen, sowie beim Stampfen oder Pressen zu beobachten sind. Es unterscheidet sich von jenem nur dadurch, dafs die einzelnen Platten geebnet und geglättet werden, so dafs sie, nur mit Wasser behandelt, eine spiegelglatte Oberfläche erhalten.
Auch gestattet dieses Verfahren, die lithographische Masse auf gewöhnliche Platten zu übertragen und solche zu Lithographieplatten umzuwandeln.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anfertigung künstlicher Lithographiesteine aus Portlandcement, Sand, Aetzkalk und Thon.
    XV. srir. 3543. eowmanbtt :Co.
DE18783543D 1878-05-17 1878-05-17 Verfahren zur Anfertigung künstlicher Lithographirsteine Expired DE3543C (de)

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DE3543C true DE3543C (de) 1879-01-09

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