DE3539963C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Kupplung einer
verschiebbaren Betätigungsstange mit einem Regelglied,
insbesondere mit der Regelstange eines Einspritzaggregates
einer Brennkraftmaschine, wobei an dem Regelglied, dessen
Bewegung in einer Richtung durch einen Anschlag od. dgl.
begrenzt ist, ein an der Betätigungsstange mittels einer
Schraube festklemmbarer, quer abstehender Mitnehmer angreift,
in dem das Muttergewinde für die Schraube vorgesehen ist,
wobei die Betätigungsstange eine Querbohrung aufweist, der
eine Gehäusebohrung zugeordnet ist und ein zylindrischer
Fixierstift vorgesehen ist, der bei der Grundeinstellung
der Regelglieder mit der Gehäusebohrung sowie in der
Querbohrung der Betätigungsstange steckt und letztere gegen
Verschiebung sichert.
Bei solchen Regelgliedern ist es wesentlich, eine genaue
Grundeinstellung zu erreichen. Es muß also bei der Montage
das Regelglied an den Anschlag od. dgl. gedrückt und der
Mitnehmer an der Betätigungsstange in einer solchen Stellung
festgeklemmt werden, daß sich zwischen der Betätigungsstange
und dem Regelglied kein Spiel ergibt, daß aber auch der
Mitnehmer seine in der Anschlagstellung durch Klemmung fixierte
Lage der Betätigungsstange gegenüber beibehält, da sich
sonst erst wieder Ungenauigkeiten bei der späteren Verstellung
des Regelgliedes ergeben. Bei aus der Praxis bekannten
Konstruktionen weist der Mitnehmer eine mit einem durch
gehenden Längsschlitz versehene Nabe auf, mit der er auf
der Betätigungsstange gelagert ist. Mit Hilfe der Schraube
wird der Längsschlitz zusammengezogen und dadurch die
Klemmung des Mitnehmers auf der Betätigungsstange erzielt.
Da nun aber die Nabe auf der Betätigungsstange zwangsläufig
ein gewisses Radialspiel haben muß, ergibt sich beim An
drücken des Mitnehmers an das sich in Anschlagstellung
befindende Regelglied eine gewisse Schrägstellung der Naben
achse gegenüber der Achse der Betätigungsstange. Beim nach
folgenden Festklemmen tritt dann durch diese Schräglage eine
Verspannung auf, die beim Lösen aus der Anschlagstellung
ein gewisses Zurückfedern bzw. Zurückschieben der Betätigungs
stange zur Folge hat, so daß die zunächst erzielte
Feineinstellung trotz der bewirkten Klemmung des Mitnehmers
auf der Regelstange nicht beibehalten wird. Dieser Nachteil
erhält dann besondere Bedeutung, wenn die Betätigungsstange
mehrere Mitnehmer zur gleichzeitigen Verstellung mehrerer
Regelglieder trägt, wie dies z. B. bei Brennkraftmaschinen
mit mehreren Zylindern und jedem einzelnen Zylinder zuge
ordneten, aus Pumpe und Düse bestehenden Einspritzaggregaten
der Fall ist, die je eine Regelstange besitzen, wobei im
Betrieb alle diese Regelstangen gemeinsam verstellt werden
müssen.
Bei einer aus der EP-55 245 A2 bekannten Einrichtung der
eingangs geschilderten Art besitzt die Betätigungsstange
ein Winkelprofil, auf dem die abgewinkelten Mitnehmer auf
liegen. Durch Löcher der Betätigungsstange und Längslöcher
der Mitnehmer sind Schrauben hindurchgeführt, die mittels
Muttern die Mitnehmer an der Betätigungsstange festklemmen.
Aufgrund des Spieles der Schrauben in den Löchern, sowie
zwischen den Mitnehmern und der Betätigungsstange ist auch
hier eine exakte, bleibende Klemmung der Mitnehmer an der
Betätigungsstange zur Grundeinstellung nicht möglich.
Außerdem schafft die ein Winkelprofil aufweisende Betätigungs
stange Probleme bei ihrer Lagerung im Gehäuse, da entsprechende
Lager schwierig herzustellen sind.
Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Einrichtung der eingangs ge
schilderten Art zu schaffen, bei der die durch die Grund
einstellung erreichte Relativlage des Mitnehmers zur Be
tätigungsstange ohne weiteres erhalten bleibt und eine
verhältnismäßig einfache Konstruktion mit Montageerleichte
rung erzielt wird.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß
das Muttergewinde im Mitnehmer als durch ein erhöhtes
Einschraubmoment selbstsicherndes Muttergewinde ausgebildet
ist und die Schraube die Betätigungsstange in einer Quer
bohrung durchsetzt, wobei die Einschraubrichtung der Be
wegungsrichtung des Regelgliedes zum Anschlag hin ent
spricht.
In der Grundstellung ergibt sich beim Einschrauben
der Schraube in das selbstsichernde Muttergewinde ein
Drehmoment, das den Mitnehmer selbständig so auf das
Regelglied einwirken läßt, daß dieses gegen den Anschlag
gedrückt wird, so daß keine vorangehenden Manipulationen
erforderlich sind, um zunächst die Anschlagstellung
des Regelgliedes zu erreichen, weil eben hierfür das
Anziehen der Schraube genügt. Dabei gelangt der Mitnehmer
in eine entsprechende Relativstellung zur Betätigungsstange.
Wird weitergeschraubt, so ergibt sich die Fixierung der
Mitnehmerstellung gegenüber der Betätigungsstange durch er
höhten Reibungsschluß, da der Mitnehmer mittels der Schraube
an der Betätigungsstange festgeklemmt wird. Das selbst
sichernde Muttergewinde sorgt dafür, daß sich die klemmende
Schraubverbindung nicht lösen kann. Da bei diesem Schraub
vorgang keinerlei Vorspannung entsteht, können nach voll
zogener Grundeinstellung auch keine Reaktionskräfte auf
treten, die eine Verschiebung der Betätigungsstange oder
eine relative Lagenänderung des Mitnehmers herbeiführen.
Die Konstruktion ist sehr einfach, da es nur darum geht,
die Betätigungsstange mit einer entsprechenden Querbohrung
zu versehen, und der Mitnehmer keine Nabe benötigt, sondern
bloß an der Betätigungsstange anliegt. Es ist lediglich das
selbstsichernde Muttergewinde erforderlich, das sich ergibt,
wenn es in der Ganghöhe, im Gangprofil oder in der Quer
schnittsform der Bohrung vom Gewinde des Schraubenbolzens
bzw. vom Schraubenbolzen selbst abweicht.
Eine besonders einfache und billige Ausführung wird
dadurch erreicht, daß der Mitnehmer aus einem Blechstanz
teil besteht, an dem eine Mutter mit selbstsicherndem Gewinde
durch Schweißen, Löten oder Kleben befestigt ist. Dadurch
können handelsübliche und daher kostengünstige Muttern
verwendet werden. Es wäre auch möglich, die Mutter mit
dem Blechstanzteil durch Nietung zu verbinden.
Die erfindungsgemäße Einrichtung eignet sich selbst
verständlich auch zur Kupplung der Betätigungsstange mit
dem Regler einer Einspritzbrennkraftmaschine. Es sind
auch andere Anwendungsgebiete denkbar, wo es darum
geht, zwei verschiebbare Elemente unter Wahrung der
Möglichkeit einer genauen Grundeinstellung auf gemein
same Schubbewegung zu kuppeln. Ist die Grundmontage durch
geführt, so kann der Fixierstift, mit dem die Betätigungs
stange verschiebungssicher gehalten ist, in eine zweite
Gehäusebohrung umgesteckt werden, wo er in einen Längs
schlitz der Betätigungsstange eingreift und dadurch deren
Verdrehung während des Maschinenbetriebes verhindert, die
durch das von den einseitig von der Betätigungsstange ab
stehenden Mitnehmern auf diese ausgeübte Drehmomente
bewirkt wird. Der zunächst nur als Montagehilfe dienende
Fixier- und Führungsstift ist zugleich im Gehäuse so unter
gebracht, daß er nicht verloren gehen kann und für die
nächste Grundeinstellung jederzeit wieder zur Verfügung
steht. Es empfiehlt sich, den Stift in der zweiten Gehäuse
bohrung einzuschrauben, wofür er an seinem Kopf ein
Außengewinde aufweisen kann, um eine Stiftlockerung bzw.
ein Herausfallen des Stiftes während des Maschinenbetriebes
zu verhindern.
Die Regelglieder der Pumpen-Düsenaggregate müssen
bei der Grundmontage eine Anschlagstellung einnehmen.
Um jedoch Beschädigungen zu vermeiden und sie während des
Betriebes vom Anschlag um ein geringes Maß fernzuhalten,
kann der Abstand der Achse der Querbohrung vom Mittelpunkt
der Rundung des näherliegenden Längsschlitzendes größer
als der Achsabstand der beiden Gehäusebohrungen sein.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand bei
spielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 eine Betätigungsstange und ein Regelglied einer
Einspritzpumpe einer Verbrennungskraftmaschine
in Draufsicht,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und
Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie III-III der
Fig. 1 im größeren Maßstab,
Fig. 4 das die Lagerung für die Regelstange bildende Gehäuse
in Draufsicht und
Fig. 5 einen Vertikalschnitt nach der Länge IV-IV der Fig. 4
in vergrößertem Maßstab.
In einem Gehäuse 1 ist eine Betätigungsstange 2 längs
verschiebbar gelagert, die dazu dient, die Regelstange 3
einer Einspritzpumpe 4 zu verstellen, wobei für diese
Regelstange zur Begrenzung ihrer Bewegung in einer Richtung
ein nicht dargestellter Anschlag od. dgl. vorgesehen ist.
Zur Grundeinstellung der Regelstange 3 muß diese an den
Anschlag od. dgl. angedrückt werden.
Zur Kupplung der Betätigungsstange 2 mit der Regel
stange 3 ist ein aus einem Blechstanzteil bestehender
Mitnehmer 5 vorgesehen, an dem eine Mutter 6 mit selbst
hemmendem Gewinde angeschweißt oder in sonstiger Weise
befestigt ist. Der Mitnehmer 5 wird an der Regelstange 2
durch einen Schraubenbolzen 7 festgeklemmt, der die Be
tätigungsstange 2 in einer Querbohrung 8 durchsetzt.
Die Einschraubrichtung des Bolzens 7 in die Mutter 6 ist
so gewählt, daß sich dabei ein selbständiges Andrücken
der Regelstange 3 an den nicht dargestellten Anschlag
od. dgl. ergibt.
Die zur gemeinsamen Verstellung der Regelstangen 3 bzw.
Zahnstangen 3 in dem Gehäuse 1 gegen die Kraft einer
Feder verschiebbar gelagerte Betätigungsstange 2 be
sitzt eine Ausnehmung 9, in die der Regler eingreift.
Auf der Betätigungsstange 2 sind Mitnehmer 5 geklemmt,
die durch Eingriff in die Zahnstangen 3 mit diesen ge
kuppelt sind.
Im Gehäuse sind zwei Bohrungen 10, 11 mit Abstand
voneinander angeordnet. Die Betätigungsstange 2 weist eine
der Gehäusebohrung 10 entsprechende Querbohrung 12 und
einen mit der Gehäusebohrung 11 korrespondierenden End
längsschlitz 13 auf. Bei der Grundeinstellung der Regel
glieder 3 wird die Betätigungsstange 2 in der richtigen
Lage dadurch festgehalten, daß ein Fixier- bzw. Führungs
stift 14 mit konischem Ende 15 in die erste Gehäusebohrung
10 und in die Stangenquerbohrung 12 eingesteckt wird, wie
dies insbesondere in Fig. 5 dargestellt ist. Nach der
Grundmontage wird der Stift 14 in die zweite Gehäusebohrung
11 bzw. in den Längsschlitz 13 umgesteckt, so daß die Be
tätigungsstange 2 eine Verdrehsicherung erfährt. Der
Kopf des Fixier- bzw. Führungsstiftes 14 ist mit einem
Außengewinde versehen, so daß er in der Gehäusebohrung 11
festgeschraubt werden kann. Der Abstand X 1 zwischen der
Achse der Querbohrung 12 und dem Mittelpunkt der Rundung
des näherliegenden Längsschlitzendes 13 a ist etwas größer
als der Achsabstand X der beiden Gehäusebohrungen 10, 11,
so daß die Betätigungsstange 2 beim Einführen des Stiftes
in die Gehäusebohrung 11 bzw. den Längsschlitz 13 etwas
nach links gedrückt wird und dabei die Regelglieder bzw.
Zahnstangen 3 von ihren die Grundeinstellung bestimmenden
Anschlägen geringfügig entfernt werden.
Claims (2)
1. Einrichtung zur Kupplung einer verschiebbaren Be
tätigungsstange mit einem Regelglied, insbesondere mit
der Regelstange eines Einspritzaggregates einer Brenn
kraftmaschine, wobei an dem Regelglied, dessen Bewegung
in einer Richtung durch einen Anschlag begrenzt
ist, ein an der Betätigungsstange mittels einer Schraube
festklemmbarer, quer abstehender Mitnehmer angreift, in
dem das Muttergewinde für die Schraube vorgesehen ist, wobei
die Betätigungsstange eine Querbohrung aufweist, der eine
Gehäusebohrung zugeordnet ist und ein zylindrischer Fixier
stift vorgesehen ist, der bei der Grundeinstellung der
Regelglieder in der Gehäusebohrung sowie in der Querbohrung
der Betätigungsstange steckt und letztere gegen Verschiebung
sichert, dadurch gekennzeichnet, daß das Muttergewinde im
Mitnehmer (5, 6) als durch ein erhöhtes Einschraubmoment
selbstsicherndes Muttergewinde ausgebildet ist und die
Schraube (7) die Betätigungsstange (2) in einer Querbohrung
(8) durchsetzt, wobei die Einschraubrichtung der Bewegungs
richtung des Regelgliedes (3) zu dessen Anschlag hin entspricht.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Mitnehmer aus einem Blechstanzteil (5) besteht, an
dem eine Mutter (6) mit selbstsicherndem Gewinde durch
Schweißen, Löten oder Kleben befestigt ist.
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