DE3538436C2 - Breitband-Interferometer-Sonargerät mit komprimierter Ausstrahlung - Google Patents
Breitband-Interferometer-Sonargerät mit komprimierter AusstrahlungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Interferometer-Sonargerät,
also ein Sonargerät, bei welchem die Ausstrahlung durch
zwei gleichzeitig arbeitende Sendewandler geschieht, die um
eine Länge L voneinander beabstandet sind, welche gleich
der maximalen verfügbaren Länge der Antenne ist. Diese
Sendewandler erzeugen durch Interferenz ein Mehrfachbündel,
dessen Mehrdeutigkeit empfangsseitig behoben wird.
Ein Antennensystem für ein Interferometer-Sonargerät
dieser Art ist in der französischen Patentanmeldung der
Anmelderin, veröffentlicht unter Nr. 24 12 177 und mit
dem Titel "Antennensystem mit hohem Auflösungsvermögen",
beschrieben. Die Sendeantenne enthält wenigstens zwei
Sendewandler, die synchron senden und an den Enden einer
Empfangsantenne angeordnet sind. Das Strahlungsdiagramm
im Sendebetrieb, bei dem die Amplitude sich in Abhängigkeit
von der Richtung R nach der Funktion F (R):
ändert, weist dann in seinem Winkelfeld eine Folge von
Maxima und Minima in den Abständen p auf, derart, daß:
In diesen Formeln ist R der Winkel einer Beobachtungsrichtung
mit einer Achse, die senkrecht zu der durch
die Antennen gebildeten Linie ist, während c die Geschwindigkeit
der Schallwellen im Wasser, f₀ die Sendefrequenz
und
die Schwingungswellenlänge in der
Ausbreitungsumgebung, also im Wasser, ist. Die Breite
der so durch Interferenz erhaltenen Zipfel beträgt etwa
die Hälfte derjenigen, welche mit einer Sendebasis erhalten
wird, welche die gesamte Länge L einnimmt, wodurch
das Auflösungsvermögen verbessert wird.
Es kann gleichzeitig in den Richtungen der Sendemaxima
empfangen werden, indem ebenso viele Empfangskanäle wie
Zipfel vorgeformt werden, ausgehend von einer durchgehenden
Antenne, die jedoch aus mehreren Quellen zusammengesetzt
ist, zwischen denen eine Phasenverschiebung
eingeführt ist, dergestalt, daß die Maxima der Empfangskanäle
mit den Maxima des Sendebetriebs zusammenfallen.
Um alle Richtungen des Winkelfeldes zu überdecken, ist
es vorgesehen, weitere Maxima im Sendestrahlungsdiagramm
zu erzeugen, die mit den Minima des ersten zusammenfallen,
und eine zweite Reihe von vorgeformten Empfangskanälen
zu bilden, indem dieselben Sende- und Empfangsquellen
verwendet werden; dies geschieht entweder durch zwei
sequentiell erfolgende, gegeneinander phasenverschobene
Ausstrahlungen bei derselben Frequenz oder durch zwei
gleichzeitige Ausstrahlungen bei verschiedenen Frequenzen.
Ausgestrahlt werden periodische Schallsignalimpulse bei
der Wellenlänge λ₀ und von der Dauer τe. Dieser Dauer
entspricht ein Frequenzband
Jede Frequenz, die
in dem Band Δf um die Frequenz f₀ liegt, entspricht also
einem Diagramm F(R) der Cosinusform gemäß der obigen
Formel (1), so daß das resultierende Diagramm nicht
korrekt verwirklicht ist, denn es sind mit Ausnahme des
zentralen Maximums keine gut ausgeprägten Maxima und
Nullstellen vorhanden.
Die Richtungen der Maxima des Strahlungsdiagramms, die
durch F(R) = 1 gegeben sind, sind nämlich derart, daß
worin k eine ganze Zahl ist. Wenn sich
also die Frequenz in dem Frequenzband Δf ändert, ändert
sich auch die Richtung der Maxima in folgender Weise:
Wenn die Sendefrequenz f₀ um df verändert wird, hat die
entsprechende Abweichung dR der Richtung R den Wert
Damit das Interferenzdiagramm nicht
zu sehr beeinträchtigt wird, muß die Größe des Frequenzbandes
eingeschränkt werden, woraus sich für das oben
beschriebene System eine minimale Dauer des Schallimpulses
ergibt. Es wird davon ausgegangen, daß dR maximal
ein Viertel der Breite der Zipfel des Strahlungsdiagrammes
bei halber Leistung, also 3 dB Dämpfung gegenüber
dem Maximum, erreichen darf; diese Breite für die halbe
Leistung beträgt
Die Abweichung ist für die Grenzen des Winkelfeldes
-R₀ und +R₀ maximal.
Für diese Richtungen gilt
Die Dauer τe des Impulses kann also nicht kleiner sein
als , damit das Diagramm nicht zu sehr beeinträchtigt
wird.
Diese Begrenzung ist mit zweierlei Mängeln behaftet
- - Für ein gegebenes Winkelfeld wird die Entfernungsauflösung c/2 Δf begrenzt, da die Impulse zu lang sind;
- - für eine gegebene Entfernungsauflösung wird das überdeckte Winkelfeld eingeschränkt.
Beispielsweise ist für L = 250λ₀, ein fest vorgegebenes
Winkelfeld von 2 R₀ = 30° und eine Sendefrequenz
f₀ = 200 kHz, die Frequenzdifferenz Δfmax gleich 750 Hz.
Um die Reichweite von D = 100 Metern zu erreichen, bei
einer seitlichen Entfernungsauflösung 2 R₀D gleich 0,2 m,
ist aber ein Band von 750 Hz nicht ausreichend. Die
Bandbreite müßte wenigstens gleich 3,75 kHz sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Interferometer-Sonargerät
zu schaffen, das von den oben beschriebenen
Mängeln frei ist und bei dem es sich insbesondere
um ein breitbandiges Interferometer-Sonargerät
handelt. Die besondere Struktur des erfindungsgemäßen
Sonar-Antennensystems gestattet ferner die komprimierte
Ausstrahlung.
Diese Aufgabe wird bei einem Interferometer-Sonargerät gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 durch die in seinem kennzeichnenden
Teil angegebenen Merkmale gelöst.
Es folgt eine Beschreibung von Ausführungsbeispielen
anhand der Zeichnung, auf die Bezug genommen wird. In
der Zeichnung zeigt
Fig. 1 das im dB-Maßstab aufgetragene Strahlungsdiagramm
F(R) einer Interferometer-Antenne
mit zwei Sendewandlern nach dem Stand der
Technik;
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Interferometer-Sonar-
Sendeantenne sowie die zugeordneten Steuermittel;
Fig. 3 und 4 Diagramme, welche die Betriebsweise des erfindungsgemäßen
Sonargerätes verdeutlichen; und
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform einer Sendeantenne
für ein erfindungsgemäßes Sonargerät.
Das erfindungsgemäße Interferometer-Sonargerät ist derart
ausgebildet, daß das Sendestrahlungsdiagramm bei
Überdeckung eines Frequenzbandes B ungestört ist. Dieses
Frequenzband B ist größer als das bei dem oben kurz
beschriebenen bekannten System, bei welchem noch keine
übermäßige Störung des Interferenzdiagramms auftritt.
Aus der Formel (1), welche den Amplitudenkoeffizienten
des Strahlungsdiagramms F(R) angibt, das in Fig. 1 gezeigt
ist, ergibt sich eine Lösung für ein Diagramm F(R),
welches durch die Frequenzänderungen in dem Band B noch
nicht gestört wird, dahingehend, daß für jede Frequenz f
das Produkt Lf konstant ist, d. h. LF = K, worin K eine
Konstante ist.
In einem durch die Gleichung (3) gegebenen Frequenzband
Δf ≦ Δfmax wird das Sendediagramm F(R) als ungestört
angenommen. Es kann also eine Gruppe von diskreten Entfernungen
Li in Betracht gezogen werden, also mehrere
Paare von Wandlern, wobei jedes Paar einer Sendefrequenz
fi entspricht, um welche ein Frequenzband Δf, das kleiner
als der Maximalwert Δfmax oder gleich diesem Wert ist,
die Wahrung der Unabhängigkeit von F(R) in bezug auf die
Frequenz gestattet. Die Sendefrequenzen, die jeweils
einem Paar von Wandlern zugeordnet sind, haben die Abstände
Δf, und das Band B kann auf diese Weise durch N
Paare von Wandlern überdeckt werden, worin N die größere
ganze Zahl ist, welche dem Quotienten B/Δf entspricht.
Die Mittenfrequenz f₀ des Bandes B entspricht der Sendefrequenz
des zentralen Paares, wenn N ungeradzahlig ist.
Wenn N hingegen geradzahlig ist, sind die Sendefrequenzen
der zwei zentralen Paare f₀ - Δf/2 und f₀ + Δf/2.
Die Sendewandler E₁ und E₂ des bekannten Systems werden also
jeweils durch eine Reihe von N Wandlern ersetzt, um so
N Paare von Wandlern zu bilden. Die zwei Wandler jedes
der N Paare sind folgendermaßen mit Indizes bezeichnet:
- - für N ungeradzahlig ist i eine ganze Zahl derart, daß
- - für N geradzahlig ist i eine ganze Zahl derart, daß und i verschieden von 0.
Die entsprechenden Sendefrequenzen sind:
fi = iΔf, für N ungeradzahlig
für N geradzahlig.
Die Entfernungen zwischen den Wandlern eines Paares mit
dem Index i sind:
Fig. 2 zeigt schematisch die Sendesteuerkreise und das zugeordnete
Antennensystem für das erfindungsgemäße Interferometer-Sonargerät
bei einer Ausführungsform mit N = 5.
Jeder Wandler E₁, E₂ enthält N elementare Wandler (E₁)i
und (E₂)i; die elementaren Wandler, welche das Paar mit
dem Index i bilden, haben den Abstand Li und werden
durch Impulssignale der Frequenz fi gespeist, die wiederholt
auftreten und die Dauer τe = 1/f haben. Die Sendesteuerkreise
enthalten N Leistungsverstärker Ai, also A-2,
A-1, A₀, A₁ und A₂, welche die Signale von N Oszillatoren
O₁ mit i = -2 bis +2 bei den Frequenzen fi empfangen.
Diese Oszillatoren Oi, die in der Mitte der Impulsdauer
τe in Phase sind, empfangen Synchronisationssignale von
einem Referenzoszillator Or. Der Ausgang eines Verstärkers
Ai ist mit den zwei elementaren Wandlern des entsprechenden
Paares verbunden. Die Strahlungsdiagramme
jedes elementaren Interferometers, welche durch die
Beziehung (1) gegeben sind, sind einander völlig gleich,
und insbesondere fallen die Maxima zusammen, da alle
Produkte Lifi gleich sind.
Der Empfang erfolgt in herkömmlicher Weise mittels einer
durchgehenden Empfangsantenne, die nicht dargestellt ist
und beispielsweise aus einer Folge von Empfangswandlern
gebildet ist, die in gleichen Abständen angeordnet sind
und deren Ausgangssignale verzögert und aufsummiert
werden, um die Empfangswege in den Richtungen zu bilden,
welche denen der Maxima des Sendestrahlungsdiagrammes
entsprechen. Die Empfangswandler sind zwischen den zwei
Sendergruppen angeordnet, um ein Antennensystem zu bilden,
dessen Raumbedarf und Länge minimal sind.
Wie im Falle des Interferometer-Sonargerätes mit zwei
Sendewandlern kann die vollständige Überdeckung des Winkelfeldes
entweder nacheinander mittels Ausstrahlungen
erfolgen, die abwechselnd gleichphasig und gegenphasig
an allen elementaren Wandlern sind und bei denselben Frequenzen
geschehen, oder gleichzeitig, unter Verwendung von
zwei verschiedenen Frequenzen, die gleichzeitig von
jedem der Wandler-Paare ausgestrahlt werden, die das
Interferometer bilden.
Durch die anhand von Fig. 2 beschriebene Vorrichtung
kann ferner eine Impulskompression erhalten werden. Die
Hüllkurve des Impulses, der aus der algebraischen Summe
von N gleichzeitig gesendeten Signalen mit reinen
Frequenzen im Frequenzabstand Δf = 1/τe in einem Band
F = N f resultiert, ist nämlich genau gleich einem kurzen
Signal, welches eine Funktion von ist, worin
X gleich πΔft ist. Das Maximum wird erhalten, wenn diese
Signale alle gleichphasig sind. Die Impulskompression
wird also erhalten, indem an den verschiedenen Sendern
in der Mitte des Impulses, also für t = τe/2 nach Impulsbeginn,
gleichphasig gesendet wird.
Fig. 3 ist eine vektorielle Darstellung der Impulskompression
für das Beispiel N = 3. Wenn die Referenz-
Schwingungsebene durch den Mittelpunkt O der Antenne
geht, so werden die jedem Paar von elementaren Wandlern
entsprechenden Schwingungen für eine gegebene Richtung
symmetrisch in bezug auf diese Ebene hinzuaddiert. Für
die Richtung R, die den Maxima der Funktion F(R) entsprechen,
hat der resultierende Vektor eine maximale
Amplitude, die gleich VM ist. Für eine beliebige Richtung
R ist die Amplitude gleich VP kleiner als VM.
Fig. 4 zeigt schematisch die Impulse, die an den verschiedenen
Paaren von Wandlern übertragen werden, und den
resultierenden zeitlich komprimierten Impuls; in dieser
Figur ist N = 3 wie in Fig. 3, um die Beschreibung zu
vereinfachen. Es seien ω₁, ω₀ und ω+1 die Kreisfrequenzen
der gesendeten Signale:
ω₁ = 2 πfi und
Die Produkte ωi · τi hängen nur von der Beobachtungsrichtung
R und nicht von i ab, da Lifi = K. Die Breite
der Hüllkurve des komprimierten Impulses bei drei Dezibel
Dämpfung ist
τe/N = 1/NΔf = 1/B.
Der zugehörige Verarbeitungsgewinn
in Dezibel ist gleich 10 log B τe, d h.
10 log N. Durch die erfindungsgemäße Sendevorrichtung
wird also eine Impulskompression beim Sendebetrieb im
Wasser erreicht, und zwar über alle Richtungen R des
Winkelfeldes. Die Form des Zeitimpulses ist also keine
Funktion der Richtung R und bleibt für alle Richtungen
dieselbe, mit einem Amplitudenfaktor F(R), welcher dem
Sendediagramm entspricht.
Bei dem oben angegebenen Zahlenbeispiel, worin das Winkelfeld
zwischen -15° und +15° liegt und die Mittenfrequenz
gleich f₀ = 200 kHz ist, wird für ein zur
Betrachtung des Meeresgrundes bestimmtes Sonargerät eine
Entfernungsauflösung von 0,2 m angestrebt, woraus sich
wie oben angegeben, ein Frequenzband B = 3,75 kHz ergibt.
Das maximale Frequenzband Δfmax für ein einziges Interferometer
ist etwa gleich 750 Hz; die erfindungsgemäße
Sonar-Sendeantenne enthält fünf Interferometer, also
fünf Paare von elementaren Wandlern, welche diese fünf
Interferometer bilden. Diese fünf Paare von Wandlern werden
gleichzeitig durch Impulse der Dauer τe = 1,33 Millisekunden
bei den Frequenzen F-2 = 198,5 kHz,
F-1 = 199,25 kHz, F₀ = 200 kHz, F₁ = 200,75 kHz und
F₂ = 201,5 kHz gespeist.
Der gesendete Schallpegel, welcher bei einem derartigen
Antennensystem erhalten wird, bleibt in derselben Größenordnung
wie derjenige, der bei einem System mit zwei
Sendewandlern erhalten wird. Eine Quelle der Länge l besitzt
nämlich eine Richtungswirkung, für welche die Breite der
Keule bei 3 Dezibel Dämpfung λ/l Radian beträgt. Um ein
Winkelfeld von wenigstens gleich 2 R₀ zu erhalten, ist
die maximale Länge lmax einer einzigen Quelle gleich
lmax = λ/2 R₀. Ferner ist der Abstand ei zwischen den
Phasenzentren der zwei benachbarten Wandler in einem
erfindungsgemäßen Antennensystem durch folgende Beziehung
gegeben:
2 ei = Li - Li +1, nahe bei
Da Δf höchstens gleich ist ei etwa . Folglich
beträgt die Länge li der Wandler, welche auf ihren
Abstand ei begrenzt ist, wenn alle Wandler der Antennen
auf einer Linie liegen, etwa viermal weniger als die
Länge lmax. Mit einem Interferometer, welches wenigstens
vier Paare von Wandlern enthält, ist also der gesendete
Schallpegel etwa gleich demjenigen eines Interferometers,
das nur ein Paar von Wandlern enthält, da die Sendeoberflächen
äquivalent sind.
Bei dem oben angegebenen Zahlenbeispiel beträgt der
Abstand ei zwischen zwei benachbarten Wandlern 0,47 λi,
also etwa 3,5 mm. Die maximale Länge lmax liegt in der
Größenordnung von 15 mm. Um einen Sendepegel zu erhalten,
der gleich demjenigen eines Interferometers mit zwei
Wandlern von jeweils 15 mm Länge ist, wird die Länge jedes
Wandlers auf 3 mm festgelegt. Der Abstand zwischen
den zwei Wandlern des zentralen Paares ist gleich 1,875 m.
Die oben angegebenen Zahlen zeigen, daß gegenüber einem
herkömmlichen Interferometer mit zwei Sendewandlern die Entfernungsauflösung
für ein fest vorgegebenes Winkelfeld
gesteigert wurde, während der Sendepegel gleich bleibt.
Es ist auch möglich, die elementaren Wandler nicht auf
einer Linie auszurichten und als Länge jedes Wandlers
die maximale Länge lmax anzunehmen. Bei dieser Lösung
sind die Wandler versetzt und übereinander angeordnet,
wie in Fig. 5 in Stirnansicht gezeigt ist. Bei einer
solchen Ausführungsform der Erfindung ist die Sendeoberfläche
gegenüber der eines herkömmlichen Interferometers
mit zwei Sendewandlern mit dem Faktor fünf multipliziert.
Bei einer zweiten Ausführungsform ist die Entfernungsauflösung
des Sonargerätes auf 1 m festgelegt, und das
Winkelfeld 2 R₀ liegt bei 90°, also zwischen -45° und
+45°. Wenn die Sendebasis des Interferometers L gleich
250 λ ist und die Mittenfrequenz f₀ der Austrahlung
gleich 200 kHz beträgt, wie bei dem zuvor beschriebenen
Beispiel, so ist Δfmax in diesem Falle gleich 200 Hz.
Die minimale für ein Sonargerät benötigte Bandbreite
ist gleich 800 Hz, so daß vier Interferometer benötigt
werden, deren Wandler-Paare durch Impulse der Dauer
τe = 5 Millisekunden gespeist werden, mit den Frequenzen
F-2 = 199,7 kHz, F-1 = 199,9 kHz, F₁ = 200,1 kHz,
F₂ = 200,3 kHz. Bei dieser Ausführungsform ist kein
Wandler vorhanden, der genau die Frequenz f₀ = 200 kHz
ausstrahlt.
Bei einer anderen Ausführungsform wird der Sendeimpuls
gewichtet, dergestalt, daß seine Breite bei drei Dezibel
die Form k/NΔf hat, worin k größer als 1 ist und von dem
gewählten Wichtungsgesetz abhängt.
Um den Pegel der Nebenzipfel des Diagramms zu vermindern,
welche aus dem Produkt der Richtwirkungen im Sendebetrieb
und im Empfangsbetrieb resultieren, kann die Entfernung
zwischen den zwei Gruppen von N Wandlern kleiner als die
Länge der Empfangsantenne gewählt werden, wobei die von
den Empfangswandlern empfangenen Signale dann gewichtet
werden, wie in der französischen Patentanmeldung der
Anmelderin, die unter der Nr. 25 19 770 veröffentlicht
wurde, beschrieben ist.
Eine weitere Impuls-Kompressionsverarbeitung kann
empfangsseitig in an sich bekannter Weise bei dem Interferometer-Sonargerät
angewendet werden, um den Verarbeitungsgewinn
weiter zu steigern. Zu diesem Zweck wird
die Dauer τe der gesendeten Impulse größer als
gewählt, mit Codierung beispielsweise durch eine
lineare Frequenzmodulation. Das aus einem Empfangskanal
erhaltene Signal wird parallel in N Kanälen verarbeitet,
welche auf die verschiedenen Sendefrequenzen fi zentriert
sind. Jeder Kanal enthält also ein Bandpaßfilter,
welches auf die Frequenz fi zentriert ist und dessen
Breite Δfmax beträgt, gefolgt von einem Filter, welches
an den sendeseitig verwendeten Code angepaßt ist, beispielsweise
an die lineare Frequenzmodulation. Die aus
den N parallelen Kanälen abgeleiteten Signale werden
anschließend aufaddiert. Der weitere, so erhaltene
Verarbeitungsgewinn ist gleich Δf · τe.
Claims (8)
1. Breitbandiges Interferometer-Sonargerät, das mit komprimierter
Ausstrahlung arbeitet, versehen mit einem Sendeantennensystem,
welches zwei voneinander beabstandete, Sendesteuerkreisen
zugeordnete Sendewandler enthält, und mit einem
Empfangsantennensystem, welches Empfangseinrichtungen zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Sendewandler
gebildet ist aus einer Gruppe von N elementaren Wandlern
(E₁)i und (E₂)i, worin i ganzzahlig ist und enthalten ist
zwischen
für N ungeradzahlig und für N geradzahlig
enthalten ist zwischen
sowie von 0
verschieden ist, wobei ein elementarer Wandler (E₁)i von dem
entsprechenden elementaren Wandler (E₂)i durch eine Länge Li
beabstandet ist und diese zwei elementaren Wandler durch dasselbe
Signal der Frequenz fi gespeist werden, daß die Produkte
Lifi der N so definierten Paare von elementaren Wandlern
gleich sind und daß alle Sendewandler gleichzeitig mit periodischen
Impulsen durch Signale der Frequenz fi gespeist werden,
die in der Mitte der Impulse gleichphasig sind.
2. Interferometer-Sonargerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß für ein maximales Frequenzband, welches mittels
eines einzigen Paares von Wandlern, die den Abstand L voneinander
haben, überdeckt werden kann und den Wert
aufweist, für ein gegebenes Winkelfeld zwischen -R₀
und +R₀ und für ein zu überdeckendes Frequenzband B, welches
auf die Frequenz f₀ zentriert ist, N die ganze Zahl ist, welche
größer ist als der Quotient B/Δfmax.
3. Interferometer-Sonargerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Paare von elementaren Wandlern jeweils ein
Band Δf = B/N = 1/τe überdecken, indem gleichzeitig die Signale
der Frequenz fi während der Impulse der Dauer τe ausgestrahlt
werden, wobei fi gleich f₀ + iΔf für N ungeradzahlig und gleich
für N geradzahlig
ist.
4. Interferometer-Sonargerät nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Signalimpulse der
Frequenzen fi, welche den Paaren von Wandlern (E₁)i, (E₂)i
zugeführt werden, mit demselben vorbestimmten Wichtungsgesetz
gewichtet werden.
5. Interferometer-Sonargerät nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die elementaren Wandler auf
einer Linie ausgerichtet sind und ihre Länge kleiner ist als
die Hälfte der Differenz zwischen den Abständen Li von zwei
Paaren von benachbarten elementaren Wandlern.
6. Interferometer-Sonargerät nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die elementaren Wandler auf
mehreren gegeneinander versetzten Linien verteilt sind und
ihre Länge gleich der maximalen Länge ist, welche erforderlich
ist, um ein gegebenes Winkelfeld zu überdecken.
7. Interferometer-Sonargerät nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Gruppen von elementaren
Wandlern an den Enden der Empfangsantenne angeordnet
sind.
8. Interferometer-Sonargerät nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Gruppen von elementaren
Wandlern durch eine Länge beabstandet sind, die kleiner
ist als die Länge der Empfangsantenne, wobei die Empfangseinrichtungen
Mittel zur Wichtung der durch Empfangswandler empfangenen
Signale umfassen.
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