DE353775C - Einrichtung zum Melden von Erdschlussfehlern in Drehstromniederspannungsanlagen - Google Patents
Einrichtung zum Melden von Erdschlussfehlern in DrehstromniederspannungsanlagenInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/14—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to occurrence of voltage on parts normally at earth potential
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B60M1/00—Power supply lines for contact with collector on vehicle
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- H02H3/16—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to fault current to earth, frame or mass
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 27. MAI 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVl 353775 KlASSE 21 e GRUPPE 9
- Ernst Gieseking in Lüchow i. H.
Einrichtung zum Melden von Erdschlußfehlern in Drehstromniederspannungsanlagen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. April 1921 ab.
In Niederspannungsanlagen, z. B. Kaliwerken, in denen der Widerstand des menschlichen
Körpers geringer als normal t2 500 Ohm j ist, infolgedessen die nach den Vorschriften
des V. d. E. tödliche Spannungsgrenze von 125 Volt weit unterschritten wird, ist die Frage
schnellster Erdschlußbeseitigung von größter Bedeutung.
Diese wird nicht erreicht durch Erdung, Nullung oder die bisher bekannten Schutz-Schaltungen,
da
r. durch starke Oxydation ein einwandfreies Arbeiten der benötigten Apparate behindert
wird,
2. eine Abschaltung gefährlicher Stromkreise mit Sicherheit nicht bewirkt wird,
3. eine eventuelle Abschaltung im Interesse des Betriebes selbst unerwünscht ist, die
Schutzapparate infolgedessen nach kurzer Zeit mutwillig außer Betrieb gesetzt werden, und
4. die' Erreichung einer ungefährlichen Spannungsverteilung infolge der Eigenart der »Erde«
häufig unmöglich ist.
Es bleibt infolgedessen ein Erdschluß lange Zeit unbemerkt bestehen. Wo eine sofortige
Beseitigung des Erdschlusses aus rein technischen oder betriebstechnischen Gründen nicht
möglich ist, ist eine selbsttätige Erdschlußmeldung unbedingt zu forden. Diepem Zwecke
dient das akustische Signal in nachbeschriebener Schaltung.
In Zeichnung A, welche für Anlagen ohne Nullleiter Gültigkeit hat, ist der Sternpunkt eines
Transformators 1 über einen Ohmschen Widerstand 2 und einen Spulenwiderstand 3 mit der Rf>
Erdleitung verbunden, d. h. über einen Widerstand genullt.
Die Einfügung und Ausgleichung dieser Widerstände ist das Wesentliche der Erfindung.
Da nämlich die reine Nullung (ohne Vorschaltwiderstand!) die Anlagen in einen Dauerzustand
höchster Gefährlichkeit versetzt, muß die Meldestromstärke selbst bei völligem Erdschluß
einer Phase auf einen für den menschlichen Körper ungefährlichen Wert, der kleiner 7«
ist als 0,02 (A), herabgedrückt werden.
Die Größe des Vorschaltwiderstandes ist infolgedessen wie folgt zu bemessen:
Verkettete Spannung Phasenspannung .... max. Stromstärke ... Spulenwiderstand ...
Ohmscher Widerstand 110, 220, 380, 500 Volt, 64, 127, 220, 290
0,02, 0,02, 0,02, 0,02 Amp., 3200, 3200, 3200, 3200 Ohm, 3450, 7800,11300 - .
0,02, 0,02, 0,02, 0,02 Amp., 3200, 3200, 3200, 3200 Ohm, 3450, 7800,11300 - .
Es kann also bei veränderlichem Ohmschen Widerstand ein Apparat für alle Betriebsspannungen
benutzt werden.
Schaltet sich ein menschlicher Körper mit einem Mindestwiderstand von 1000 Ohm zwischen
Phase und Nulleiter, so ist die ihn durchfließende Stromstärke in jedem Falle
kleiner als 0,02 Amp., liegt also unterhalb der tödlichen Grenze. Bei reiner Nullung kann
sie schon in 110-Volt-Anlagen auf 64: 1000
gleich 0,064 Amp. steigen, ist also, wie die Erfahrung gelehrt hat, unbedingt tödlich.
Da der Betrieb des Relais unter stark oxydierenden Einflüssen auf die Dauer unmöglich
ist, erfolgt die Betätigung des Heulers 4 bei der an sich sehr geringen maximalen Stromstärke
von 0,02 Amp. unter Benutzung eines Lautverstärkers 3.
Die Kontrolle der dauernden Betriebsbereitschaft des gesamten Meldesystems sowie die
Abschätzung der Fehler größe und Fehler entfernung erfolgt ohne Beeinträchtigung der
Ungefährlichkeit des ganzen Systems für die in den betreffenden Betrieben arbeitenden
Menschen durch Betätigung des Tasters 5.
Die Überschlagssicherung 6, welche häufig, da sie überdreht wird, die Ursache tödlicher
Unfälle ist, wird in der bisherigen Weise angebracht. Die richtige Einstellung sowie ihr
Isolationszustand kann ebenfalls durch Betätigung der Taste 5 jederzeit kontrolliert
werden.
Eine besondere Bedeutung hat diese Art der Erdschlußfehlermeldung für Bergwerke,
wo eine sofortige Beseitigung eines Erdschlusses in Rücksicht auf die dadurch notwendige
Unterbrechung der Förderung unmöglich ist. Durch den Heuler werden aber bereits die
anfahrenden Bergleute gewarnt und zur Vorsieht angehalten, sowie das technische Personal
zwecks Beseitigung des Fehlers in Bewegung gesetzt. Die aufsichtführenden Steiger sind
somit jederzeit in der Lage, die Arbeit des technischen Personals zu kontrollieren. 9«
In Anlagen mit ausgeführtem Nulleiter (Zeichnung B) ist entgegen den bisher bestehenden
Vorschriften des V. d. E. die Blankverlegung des Nulleiters unbedingt zu verbieten. Als
spannungführende Leitung muß derselbe ebenfalls isoliert verlegt werden.
An die Stelle des geerdeten Nulleiters tritt in diesem Falle eine besondere Erdleitung,
die in gleicher Weise, wie unter A beschrieben, über einen Widerstand mit dem Nullpunkt
des Transformators verbunden wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Einrichtung zum Melden von Erdschlußfehlern in Drehstromniederspannungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß in die von dem Nullpunkt eines Transformators abgezweigte Erdleitung, die eine akustische Signalvorrichtung enthält, ein Widerstand von solcher Größe eingeschaltet ist, daß bei Erdschluß einer Phase der Fehlerstrom unterhalb des für den menschlichen Körper gefährlichen Wertes bleibt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE353775T | 1921-04-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE353775C true DE353775C (de) | 1922-05-27 |
Family
ID=6284284
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1921353775D Expired DE353775C (de) | 1921-04-26 | 1921-04-26 | Einrichtung zum Melden von Erdschlussfehlern in Drehstromniederspannungsanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE353775C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE959664C (de) * | 1954-12-12 | 1957-03-07 | Walther Bender Dipl Ing | Erdschlussschutzanordnung |
| DE973774C (de) * | 1953-11-19 | 1960-06-02 | Walther Dipl-Ing Bender | Einrichtung zur Isolationsueberwachung von elektrischen Netzen |
| DE1095376B (de) * | 1959-03-03 | 1960-12-22 | Gummiwerke Fulda K G A A | Schutzanordnung fuer Drehstromverbraucher in Sternschaltung |
-
1921
- 1921-04-26 DE DE1921353775D patent/DE353775C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973774C (de) * | 1953-11-19 | 1960-06-02 | Walther Dipl-Ing Bender | Einrichtung zur Isolationsueberwachung von elektrischen Netzen |
| DE959664C (de) * | 1954-12-12 | 1957-03-07 | Walther Bender Dipl Ing | Erdschlussschutzanordnung |
| DE1095376B (de) * | 1959-03-03 | 1960-12-22 | Gummiwerke Fulda K G A A | Schutzanordnung fuer Drehstromverbraucher in Sternschaltung |
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