DE3536788C2 - Fahrbare Ausbruchmaschine - Google Patents
Fahrbare AusbruchmaschineInfo
- Publication number
- DE3536788C2 DE3536788C2 DE3536788A DE3536788A DE3536788C2 DE 3536788 C2 DE3536788 C2 DE 3536788C2 DE 3536788 A DE3536788 A DE 3536788A DE 3536788 A DE3536788 A DE 3536788A DE 3536788 C2 DE3536788 C2 DE 3536788C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- boom
- air
- hammer
- chain
- tree
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 238000009412 basement excavation Methods 0.000 title description 15
- 238000002844 melting Methods 0.000 claims description 7
- 230000008018 melting Effects 0.000 claims description 7
- 239000003570 air Substances 0.000 description 74
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 17
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 5
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 4
- 229910010293 ceramic material Inorganic materials 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 2
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 238000003303 reheating Methods 0.000 description 2
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000012080 ambient air Substances 0.000 description 1
- 239000000919 ceramic Substances 0.000 description 1
- 238000010516 chain-walking reaction Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 238000007689 inspection Methods 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 230000005855 radiation Effects 0.000 description 1
- 230000003252 repetitive effect Effects 0.000 description 1
- 230000035945 sensitivity Effects 0.000 description 1
- 239000002893 slag Substances 0.000 description 1
- 230000008646 thermal stress Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27D—DETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
- F27D25/00—Devices or methods for removing incrustations, e.g. slag, metal deposits, dust; Devices or methods for preventing the adherence of slag
- F27D25/001—Devices or methods for removing incrustations, e.g. slag, metal deposits, dust; Devices or methods for preventing the adherence of slag comprising breaking tools, e.g. hammers, drills, scrapers
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25C3/00—Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
- C25C3/06—Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of aluminium
- C25C3/14—Devices for feeding or crust breaking
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27D—DETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
- F27D1/00—Casings; Linings; Walls; Roofs
- F27D1/16—Making or repairing linings ; Increasing the durability of linings; Breaking away linings
- F27D1/1694—Breaking away the lining or removing parts thereof
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
- Y02P10/00—Technologies related to metal processing
- Y02P10/25—Process efficiency
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Electrochemistry (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Percussive Tools And Related Accessories (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine fahrbare Ausbruchmaschine für
Schmelzöfen mit einem Ausleger und einem an der Auslegerspitze
befestigten Werkzeug, wobei der Ausleger vorn gekröpft oder
abgewinkelt ist.
In den Schmelzöfen wie auch in Warmhalteöfen stellt sich jeweils
nach mehr oder weniger langer Betriebszeit das Problem der
Reinigung. Dann haben sich Anbackungen gebildet, die beseitigt
werden müssen. Zumeist erfolgt die Reinigung von Hand,
gelegentlich mit Maschinen.
Ein besonderes Problem bildet dabei die Zugänglichkeit des Ofens
und die Frage der notwendigen Absenkung der Ofentemperatur.
Die Öfen sind in der Regel keramisch ausgekleidet. Das
Keramikmaterial wird durch schwankende Ofentemperaturen und
auftretende Wärmespannungen sehr stark angegriffen. Das gilt
besonders für Abkühlungen auf Umgebungstemperatur bzw. sich
wiederholende Anheizvorgänge von Umgebungstemperatur auf
Betriebstemperatur von Schmelzöfen und Warmhalteöfen. Ferner ist
für ein Absenken der Temperatur zum Zwecke der Reinigung der
Zeitverlust von Nachteil, der für die Abkühlung bzw. das
Wiederanheizen erforderlich ist. Aufgrund der starken Tempera
turempfindlichkeit von Keramikmaterial kann sich ein solcher
Abkühlungsvorgang ebenso wie ein Wiedereinheizungsvorgang über
mehrere Tage, in Extremfällen über Wochen erstrecken.
Die meisten der zum Reinigen von Schmelzöfen und Warmhalteöfen
gebräuchlichen Maschinen setzen eine Abkühlung auf Umgebungs
temperatur voraus. Die Verwendung der Maschinen entfällt, wenn
im Hinblick auf die Ofenaußenmauerung und/oder mit Rücksicht auf
den Verlust an Betriebszeit von der oben erwähnten Abkühlung
abgesehen werden soll.
Für eine Ofenreinigung ohne gravierende Temperaturabsenkung
konnten sich nur fahrbare Ausbruchmaschinen durchsetzen, die
einen Ausleger und an der Auslegerspitze ein Werkzeug zum
Ausbruch von Anbackungen aufweisen. Das Werkzeug besteht
üblicherweise aus einer im wesentlichen flachen, quer zur
Auslegerlängsachse verlaufenden Platte. Die Verwendung
derartiger Maschinen erschwert sich mit zunehmend geringer
werdender Zugänglichkeit der Öfen. Das heißt bei kleineren
Ofenlöchern läßt sich das Werkzeug nicht mehr in den Ofen
einbringen. Ferner ist die Arbeitstiefe dieser Ausbruchmaschine
in den Öfen sehr stark beschränkt.
Aus der DE 32 42 908 A1 geht eine fahrbare Ausbruchmaschine,
nämlich ein fahrbares Fräsgerät zum Reinigen von Schmelzöfen
hervor, mit dem sich Schlackenrückstände auch durch kleinere
Ofenlöcher entfernen lassen. Das Fräsgerät weist einen
auslegerartigen Arm, bestehend aus einem Lagerarm und einem
Fräsarm, und ein vorne am auslegerartigen Arm angeordnetes
Werkzeug, nämlich den Fräskopf, auf. Der auslegerartige Arm ist
vorne, nämlich in dem Teil, der als Fräsarm bezeichnet ist,
gekröpft.
Aus der AT-PS 285647 ist darüber hinaus eine fahrbare Ausbruch
maschine bekannt, deren Ausleger am vorderen Ende abgewinkelt
ist.
Mit beiden Ausbruchmaschinen lassen sich zwar wesentliche
Arbeiten an Schmelzöfen durchführen, jedoch ist die Einsatzmög
lichkeit beschränkt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Einsatzmög
lichkeiten zu verbessern. Dabei geht die Erfindung von der
Überlegung aus, daß dies mit Hilfe einer Kühlung erreicht werden
kann. Dies wird nach der Erfindung mit Hilfe einer Luftkühlung
der der Wärmestrahlung ausgesetzten Maschinenteile erreicht,
wobei die Luftführung gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1
in besonders vorteilhafter Form erfolgt.
Bei Verwendung von Luft kann diese zugleich nach außen, in den
Ofen entweichen. Dadurch kann die Luftzuführung auf eine Leitung
beschränkt werden.
Der pneumatische Betrieb des Werkzeuges läßt sich zugleich mit
einer Luftkühlung des Auslegers vorteilhaft kombinieren. Die
Luft wird durch den hohl ausgebildeten Ausleger geleitet. Der
Ausleger ist wahlweise an verschiedenen Stellen mit Austritts
öffnungen für die innen kühlende Luft versehen.
Der Luftaustritt hat die Aufgabe, um den Ausleger herum
eine wärmeisolierende Luftschicht aufzubauen. Das heißt,
die Luft führt nicht nur von der Auslegerinnenfläche
Wärme ab, sondern schützt den Ausleger zugleich vor
der Wärmeeinwirkung. Die für das luftschützende Luft
polster vorgesehenen Öffnungen im Ausleger befinden
sich vorzugsweise an der Unterseite des Auslegers.
Der Ausleger kann aber auch an seiner gesamten Umgebungs
fläche mit gleichmäßig verteilten Luftaustrittsöffnungen
versehen sein.
Die Luftaustrittsöffnungen werden durch Bohrungen gebildet,
die sich austrittsseitig erweitern. Die Erweiterung
entsteht durch Ansenken der Bohrungen. Die Erweiterung
bewirkt eine Verminderung der Strömungsgeschwindigkeit.
Der in den Bohrungen gebündelte Luftstrom wird aus
gefächert, so daß die austretene Luft optimal zur Her
stellung der wärmeisolierenden Luftschicht genutzt
wird. Optimal bedeutet dabei eine minimal dicke Luft
schicht und ein minimaler Luftverbrauch. Der Luft
verbrauch ist für die Auslegung der Luftversorgung
und für die Betriebskosten von erheblicher Bedeutung.
Für die Luftversorgung zum Kühlen des Auslegers dient
ein Gebläse, das am Ende des Anlegers angeordnet ist.
Das Gebläse kann zugleich die Luftkühlung der Werk
zeuglagerung mit Druckluft versorgen.
Als Werkzeug ist nach der Erfindung ein Lufthammer
mit einer Schlagzahl von 1000-1500/min. und einer Schlag
kraft von 245 bis 441 N gesehen. Der Lufthammer besteht
aus einem Kraftkolben mit Zylinder und einem hin- und
hergehend bewegten Kolben, an dessen Kolbenstange der
oben erwähnte Meißel befestigt ist.
Zum Verschwenken des Lufthammers dient ein Schwenkantrieb.
Als Schwenkantrieb ist ein Getriebe mit Ketten und
Kettenrädern von Vorteil.
Ein derartiger Antrieb ist robust und bietet besonders
vorteilhafte Kühlmöglichkeiten.
Ein weiterer Vorteil eines solchen Schwenkantriebes
liegt in der großen Flexibilität für ausfahrbare Aus
leger. Nach der Erfindung sind vorzugsweise ausfahrbare
Ausleger vorgesehen, um dem Ausleger beim Eindringen
in den Ofen eine möglichst kleine und deshalb leicht
handhabbare Form zu geben.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Er
findung dargestellt.
Fig. 1 und 2 zeigen in schema
tischer Darstellung einen Warmhalteofen,
Fig. 3 und
4 verschiedene Ansichten einer erfindungsgemäßen Aus
bruchsmaschine.
Der aus Fig. 1 und 2 ersichtliche Warmhalteofen dient
der Warmhaltung von Schmelze von Aluminiumguß. Der
mit 1 bezeichnete Warmhalteofen hat eine Länge von
ca. 7 m und einen im wesentlichen zylindrischen Ofenmantel.
Innen ist der Ofenmantel mit einer feuerfesten Aus
kleidung versehen.
Der Warmhalteofen hat Ofenlöcher mit relativ geringem
Durchmesser. Nach unten bildet der Warmhalteofen eine
Wanne zur Aufnahme flüssiger Schmelze.
Mit zunehmender Betriebsdauer bilden sich in dem Warm
halteofen in dem mit der Schmelze in Berührung kommenden
Bereich Anbackungen. Sobald die Anbackungen ein be
stimmtes Maß erreicht haben, müssen die Anbackungen
entfernt werden. Das geschieht mit Hilfe einer Aus
bruchmaschine, von der in Fig. 1 und 2 ein Ausleger
3 dargestellt ist. Der Ausleger 3 ist an seinem vorderen
Ende 4 abgewinkelt. Die Abwicklung beträgt etwa 50°
zur Längsachse des Auslegers 3.
Ganz vorn besitzt der Ausleger 3 einen Lufthammer 5,
der einen Meißel 6 bewegt. Der Lufthammer 5 ist schwenk
beweglich und nur am Ende des Auslegers 3 gehalten.
Der Lufthammer 5 hat eine Schlagkraft von ca. 343 N
bei 1300 Schlägen pro Minute. Die verschiedenen Ein
satzmöglichkeiten des Lufthammers 5 sind in Fig. 1
und 2 dargestellt. Fig. 2 zeigt den Lufthammer bei
Ausbruchsarbeiten an der entfernt liegenden Ofenöff
nungen. Dabei ist der Lufthammer 5 mit dem Meißel 6
gegen die Stirnwand des Warmhalteofens 1 gerichtet.
In der aus Fig. 2 ersichtlichen Betriebsstellung verläuft
die Längsachse des Lufthammers 5 und des Meißels 6
im wesentlichen parallel zur Auslegerlängsachse.
Eine andere Schwenkstellung ergibt sich bei Ausbruchar
beiten an der gegenüberliegenden Stirnfläche des Warm
halteofens 1. Nach Fig. 1 ist der Lufthammer um mehr
als 90° um seine Schwenkachse bewegt worden. Zugleich
ist der Ausleger, strichpunktiert dargestellt,
aus seiner früheren Betriebsstellung gebracht worden.
Dies dient dazu, Arbeiten an einem schwierigen Betriebs
punkt durchzuführen, ohne den Ausleger vollständig
aus dem Ofen herausziehen und durch das gegenüberliegende
Ofenloch erneut einführen zu müssen.
Die weitere, strichpunktiert dargestellte Betriebs
stellung des Lufthammers 5 mit dem Meißel 6 zeigt diesen
bei Ausbrucharbeiten an den Seitenwänden des Warmhalte
ofens. Mit Hilfe der schwenkbeweglichen Anordnung des
Lufthammers 5 sowie einer Schwenkbarkeit des Auslegers
3 um ca. 100° in jeder Schwenkrichtung läßt sich der
Lufthammer 5 mit dem Meißel 6 an allen Ausbruchsstellen
in eine vorteilhafte Arbeitsstellung bringen. Das heißt,
durch Verstellung des Lufthammers 5 bzw. Auslegers 3
kann der Meißel 6 in jeweils günstige Angriffsstellungen
gegen die Anbackungen in den Warmhalteofen gebracht
werden.
Nach Fig. 1 und 2 ist die Ausbruchmaschine mit einem
einteiligen Ausleger 3 versehen.
Zur Veränderung der Arbeitsstellung des Lufthammers 5
in Längsrichtung des Warmhalteofens 1 ist deshalb die
gesamte Ausbruchmaschine vorgefahren bzw. zurückge
fahren.
Nach Fig. 3 und 4 ist die Ausbruchmaschine dagegen
mit einem längenänderbaren Ausleger 10 versehen. Dazu
ist der Ausleger mehrteilig ausgebildet. Der Ausleger
10 besitzt einen Außenbaum 11 und einen Innenbaum 12.
Der Außenbaum wird durch ein kastenförmiges Hohlprofil
gebildet. Der Innenbaum 12 hat ein dem Profil des Außen
baumes 11 entsprechendes, kleineres Querschnittsprofil
und ist mit Rollen 13 in dem Außenbaum 11 geführt.
Der Innenbaum 12 hat an der Vorderseite die gleiche
Abwinkelung wie der Ausleger 3. Ferner trägt er front
seitig den gleichen Lufthammer mit gleichem Meißel
wie der Ausleger 3.
Zur Längenänderung des Auslegers 10 ist dieser mit
einem Kettenzug versehen. Zu dem Kettenzug gehört eine
in dem Außenbaum 11 laufende Kette, die im vorderen
Bereich des Außenbaumes 11 und hinten am Außenbaum
11 mit Kettenrädern geführt ist. Das hintere Kettenrad
ist mit 14 bezeichnet. Wie am Kettenrad 14 ersichtlich
ist, läuft die Kette so, daß deren Obertrum senkrecht
über dem Untertrum der Kette liegt. Am Obertrum ist
der Innenbaum 12 befestigt. Das Untertrum der Kette
läuft frei. Infolgedessen bewirkt eine Kettenbewegung
ein Ausfahren oder Einziehen des Innenbaumes 12. Der
zur Bewegung des Kettentriebes notwendige Kettenan
trieb ist mit 15 bezeichnet.
Der Schwenkantrieb für den Lufthammer 5 wird gleichfalls
durch einen Kettentrieb gebildet. Dazu sitzt auf der
Schwenkachse des Lufthammers im Innenbaum 12 ein Ketten
rad 16. Das Kettenrad wirkt mit einer Kette zusammen,
die an den mit 17 bezeichneten Stellen umgelenkt wird
und im Innenbaum 12 zu einem weiteren, hinten im Innen
baum 12 angeordneten Kettenrad geführt ist. Das weitere
Kettenrad kann auch im Außenbaum 11 gelagert sein.
Bei der Lagerung des Kettenrades im Außenbaum 11 wird
der Verstellung des Innenbaumes 12 durch Längenänderung
der Kette Rechnung getragen. Das kann beispielsweise
dadurch erfolgen, daß die Kette in einer Schleife mit
einem federbelasteten Kettenspanner geführt ist.
Bei der Lagerung des weiteren Kettenrades im Innenbaum
12 entfällt die Längenänderung der Kette. Der Kettenantrieb
sitzt dann entweder gleichfalls im Innenbaum 12 oder
aber wird durch einen weiteren Kettentrieb gebildet,
der wie der erste Kettentrieb mit dem Kettenrad 14
im Außenbaum 11 angeordnet ist und bei einer Bewegung
ein in die Kette greifendes Kettenrad dreht, das vor
zugsweise auf gleicher Welle mit einem der Kettenräder
des Kettentriebes mit dem Kettenrad 16 sitzt.
Am Außenbaum 11 befindet sich hinten ein Gebläse 20.
Das Gebläse 20 saugt im Betriebszustand - also beim
Arbeiten im Warmhalteofen 1 - Umgebungsluft an und
drückt diese hinten in den Außenbaum 11. Die angeför
derte Luft strömt durch den Außenbaum 11 und den Innen
baum 12. Sie strömt auch in den Spalt zwischen Außen
baum 11 und Innenbaum 12. Die Luft tritt sowohl an
Leckstellen als auch an vorgeplanten Luftaustritts
öffnungen aus. Leckstellen befinden sich an der Führung
des Innenbaumes 12 und Außenbaumes 11 sowie an der
Schwenkachse des Lufthammers 5 im Innenbaum 12. Dabei
ist insbesondere an der Schwenkachse durch grobes Spiel
der Passung oder durch besondere Luftaustrittskanäle
für einen besonderen Luftaustritt gesorgt.
Der besondere Luftaustritt stellt eine ausreichende Küh
lung des Auslegers und der im Ausleger angeordneten Teile
sicher. Dabei entsteht durch gleichmäßig am Ausleger
verteilte Luftaustrittsöffnungen ein wärmeisolierendes
Luftpolster um den Ausleger. Pro Quadratmeter Ausleger
oberfläche sind 50 bis 300 Öffnungen vorgesehen. Die
Öffnungen werden durch Bohrungen mit einem Durchmesser
von 3 bis 7 mm gebildet. Die Bohrungen sind an der Außen
seite des Auslegers angesenkt.
Mit Hilfe dieser Luftkühlung kann der Ausleger bei den
Ausbrucharbeiten im Warmhalteofen vor den dort herrschenden
Betriebstemperaturen von 800° geschützt werden. Höheren
Betriebstemperaturen kann durch eine höhere Luftmenge
Rechnung getragen werden. Im Ausführungsbeispiel ist
das Gebläse 20 so ausgebildet, daß der Ausleger Betriebs
temperaturen bis 1100° standhält.
Der Luftverbrauch kann dadurch minimiert werden, daß
die Anzahl der Luftaustrittsöffnungen dem jeweiligen
Kühlbedarf an den verschiedenen Stellen des Auslegers
sowie dem jeweiligen Luftdruck an den verschiedenen Stellen
des Auslegers angepaßt ist. Wenn keine besonderen zu
sätzlichen Luftleitungen in dem Ausleger vorgegeben sind,
würde der Luftdruck bei gleichmäßig verteilten Luftaus
trittsöffnungen mit der Länge des Auslegers und zunehm
endem Abstand vom Gebläse abfallen. Das wird dadurch
ausgeglichen, daß die Anzahl der Luftaustrittsöffnungen
pro Flächeneinheit und/oder deren Durchmesser mit zu
nehmenden Abstand vom Gebläse verändert, das heißt ver
größert wird. Außerdem können für besonders kritische
Stellen separate Luftleitungen vorgesehen sein. Das ist
zum Beispiel der Fall am Kettenrad 16 bzw. der Schwenk
achse des Lufthammers 5. Zu der Schwenkachse führt eine
separate Luftleitung, die dort eine definierte Kühlung
sicherstellt.
Der Lufthammer 5 wird mit 4-6 bar Druckluft betrieben.
Die dabei verbrauchte Luftmenge beträgt 5 m³/min.
Die Luftmenge tritt aus dem Lufthammer 5 aus und stellt
gleichfalls eine ausreichende Kühlung sicher.
Bei einer Unterbrechung des Ausbruchbetriebes, also
einer Unterbrechung der Ausbruchtätigkeit wird der
Lufthammer zur Fortsetzung der Kühlung weiterbetrieben.
Das ist ein gravierender Unterschied zu handelsüblichen
Lufthämmern. Handelsübliche Lufthämmer sind mit einer
Leerschlagsicherung versehen. Diese Leerschlagsicherung
verhindert eine Hammerbewegung, sobald die Meißelspitze
entlastet wird. Damit soll der im Leerschlagbetrieb
sonst auftretende rasche Verschleiß des Lufthammers
verhindert werden.
Im Ausführungsbeispiel ist eine abgeschwächte Leerschlag
sicherung vorgesehen. Der Lufthammer wird danach nicht
mehr mit voller Kraft, sondern unter Reduzierung der
zugeführten Luftmenge bewegt. Diese Luftmenge beträgt
im Ausführungsbeispiel 0,5 bis 1 m³/min. bei dem gleichen
Betriebsdruck von 4-6 bar.
Nach Fig. 3 und 4 ist der Außenbaum 11 schwenkbeweglich
gelagert. Die Lagerung ist mit 21 bezeichnet. Die Lagerung
besteht aus zwei Lagerteilen, die gegeneinander drehbe
weglich sind und mittig eine Öffnung besitzen, durch
die der Ausleger hindurchgeführt wird. Das eine Lagerteil
ist am Ausleger befestigt. Das andere Lagerteil am
Maschinenrahmen der Ausbruchmaschine. Beide Lagerteile
können durch einen Schwenkantrieb 22 gegeneinander
verstellt werden. Der Schwenkantrieb wird durch ein
Antriebsritzel und einen Zahnkranz gebildet. Der Zahn
kranz befindet sich am einen Lagerteil, das andere
Ritzel am anderen Lagerteil. Dieser Schwenkantrieb
ist geeignet, um die im Ausführungsbeispiel vorgesehene
Schwenkbewegung um 100° in jeder Drehrichtung, also
insgesamt um 200°, durchzuführen. Mit dem Schwenkantrieb
können jedoch auch im Bedarfsfall eine oder mehrere
volle Umdrehungen durchgeführt werden.
Die gesamte Lagerung 21 mit dem Ausleger ist nach Fig. 3
und 4 ihrerseits beschränkt beweglich im Maschinenrahmen
gelagert. Dazu gehören beiderseits der Lagerung 21 angeordnete
Lagerplatten 23. Die Lagerplatten 23 sind horizontal
angeordnet, so daß eine vertikale Schwenkbewegung entsteht.
Dadurch kann die Auslegerspitze mit dem Lufthammer 5
und dem Meißel 6 gehoben oder gesenkt werden. Als Schwenk
antrieb dient ein Kraftkolben 24. Die gesamte Ausbruch
maschine steht auf einem Kettenfahrwerk 25 mit einzeln
steuerbaren Ketten. Mit Hilfe dieses Fahrwerkes läßt
sich die Ausbruchmaschine in jede gewünschte Ausbruch
stellung bringen. Ferner lassen sich Schwenkbewegungen
des Auslegers 10 auf der Stelle durchführen, wobei der
Ausleger 10 um eine vertikale Schwenkachse bewegt wird.
Das erfolgt durch eine Bewegung beider Ketten in ent
gegengesetzter Richtung mit gleicher Geschwindigkeit
bzw. gleichen Weglängen.
Die Ausbruchmaschine nach Fig. 3 und 4 ist ferngesteuert.
Infolgedessen kann der Bedienungsmann unmittelbar an
den üblicherweise vorhandenen Schaulöchern oder an dem
freien Ofenloch des Warmhalteofens 1 stehen, während
die Ausbruchmaschine gemäß Fig. 1 und 2 tätig ist.
Claims (5)
1. Fahrbare Ausbruchmaschine für Schmelzöfen mit einem Ausleger und einem an
der Auslegerspitze befestigten Werkzeug,
wobei der Ausleger (3, 10) vorn gekröpft oder abgewinkelt ist und
mit einem hohl ausgebildeten, luftdurchströmten Ausleger (3, 10) vorgesehen
ist, wobei je qm Auslegermantelfläche 50 bis 300 Luftaustrittsöffnungen mit
einer Öffnungsweite von 3 bis 7 mm zumindest an der Unterseite des
Auslegers vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen
durch Bohrungen gebildet werden, die sich austrittsseitig erweitern.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lagerung der Werkzeuge (5) luftgekühlt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine separate Luftzufüh
rung für die Lagerung des Werkzeuges (5).
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet
durch einen pneumatisch getriebenen Hammer (5) mit einer Schlagzahl von
1000 bis 1500 pro Minute und mit einer Schlagkraft vom 245 bis 441 N.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine abgeschwächte Leerschlagsicherung für den Hammer (5).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3536788A DE3536788C2 (de) | 1985-10-16 | 1985-10-16 | Fahrbare Ausbruchmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3536788A DE3536788C2 (de) | 1985-10-16 | 1985-10-16 | Fahrbare Ausbruchmaschine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3536788A1 DE3536788A1 (de) | 1987-04-16 |
| DE3536788C2 true DE3536788C2 (de) | 1995-04-20 |
Family
ID=6283649
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3536788A Expired - Fee Related DE3536788C2 (de) | 1985-10-16 | 1985-10-16 | Fahrbare Ausbruchmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3536788C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2110620C1 (ru) * | 1993-06-08 | 1998-05-10 | Акционерное общество открытого типа Братский алюминиевый завод | Устройство для обслуживания алюминиевого электролизера |
| DE10260664A1 (de) * | 2002-12-23 | 2004-07-15 | Degussa Ag | Kranbare, hydraulische Stochervorrichtung zur Abreinigung von Drehrohrofen-Innenwandungen |
| RU230031U1 (ru) * | 2024-04-08 | 2024-11-11 | Общество с ограниченной ответственностью "Инжиниринг Строительство Обслуживание" | Устройство для обработки миксеров |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8176883B2 (en) | 2009-02-26 | 2012-05-15 | Diamond Power International, Inc. | Retractable articulating robotic sootblower |
| CN104264187A (zh) * | 2014-10-14 | 2015-01-07 | 湖南创元铝业有限公司 | 电解残极极上料清理装置 |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3471888A (en) * | 1966-01-03 | 1969-10-14 | Grant Inc Louis A | Soaking pit chipper |
| DE3242908A1 (de) * | 1982-11-20 | 1984-05-24 | Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia, 4670 Lünen | Fraesgeraet zum reinigen von schmelzoefen u.dgl. |
-
1985
- 1985-10-16 DE DE3536788A patent/DE3536788C2/de not_active Expired - Fee Related
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2110620C1 (ru) * | 1993-06-08 | 1998-05-10 | Акционерное общество открытого типа Братский алюминиевый завод | Устройство для обслуживания алюминиевого электролизера |
| DE10260664A1 (de) * | 2002-12-23 | 2004-07-15 | Degussa Ag | Kranbare, hydraulische Stochervorrichtung zur Abreinigung von Drehrohrofen-Innenwandungen |
| DE10260664B4 (de) * | 2002-12-23 | 2006-10-12 | Degussa Ag | Kranbare, hydraulische Stochervorrichtung zur Abreinigung von Drehrohrofen-Innenwandungen |
| RU230031U1 (ru) * | 2024-04-08 | 2024-11-11 | Общество с ограниченной ответственностью "Инжиниринг Строительство Обслуживание" | Устройство для обработки миксеров |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3536788A1 (de) | 1987-04-16 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP2708652B1 (de) | Walzengehäuse für eine Arbeitswalze einer Baumaschine oder Abbaumaschine, Baumaschine oder Abbaumaschine, sowie Verfahren zum Überwachen des Zustandes einer Arbeitswalze einer Baumaschine oder Abbaumaschine | |
| DE2723547C2 (de) | Vorrichtung zum Entfernen der Schlackenansätze sowie infiltrierten inneren Randschichten an Schmelz- oder Gießgefäßen | |
| EP2508676B1 (de) | Walzengehäuse für eine Arbeitswalze einer Baumaschine oder Abbaumaschine, Baumaschine oder Abbaumaschine, sowie Verfahren zum Überwachen des Zustandes einer Arbeitswalze einer Baumaschine oder Abbaumaschine | |
| DE69400505T2 (de) | Schmelzofen mit Gaseinjektor | |
| DE3313542C1 (de) | Antriebsvorrichtung fuer Giesswalzen | |
| DE3536788C2 (de) | Fahrbare Ausbruchmaschine | |
| DE3015580C2 (de) | Vortriebsschild | |
| EP0422610A2 (de) | Verfahren und Verwendung einer Vorrichtung zur Bearbeitung der Oberflächen vom Werkstücken, vorzugsweise Steinen, durch Brennen oder Stocken | |
| EP1105270B1 (de) | Fräsvorrichtung zum Bearbeiten von Betonflächen | |
| DE2615433A1 (de) | Vorrichtung und verfahren zur reinigung der waermetauschenden flaechen der speichermassen von umlaufenden regenerativ-waermetauschern | |
| DE3639083C2 (de) | ||
| DE3133956C2 (de) | ||
| DE3917231C2 (de) | Abstichmaschine | |
| DE3225015C1 (de) | Vorrichtung zum Reinigen von feuerfest ausgekleideten Förderrinnen für schmelzflüssige Metalle und Schlacken mittels rotierender Ketten | |
| DE3136236C2 (de) | ||
| DE2300621C3 (de) | Verfahren zum Unterbrechen des Schmelzenflusses bei einer Anlage zum Giessen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE2515999C3 (de) | Vorrichtung zum Aufbringen einer Lage von formbarem, verdichtbarem Material auf die Wände von Abstichrinnen von Hochöfen | |
| DE3347878C2 (de) | Vorrichtung zum Aufbringen eines Mörtels oder eines Bindemittels bei der Herstellung vorgefertigter Mauersteintafeln | |
| DE3926976A1 (de) | Vorrichtung zum einbringen eines im wesentlichen vertikalen bodenschlitzes | |
| DE3315775C2 (de) | ||
| DE2842742C2 (de) | Fördervorrichtung für zu verzinkende Massenteile | |
| DE1625958B1 (de) | Gerät zur Reinigung der Innenflächen von Rohren | |
| DE2657211B2 (de) | Vorrichtung zur Beschickung eines Schachtofens, insbesondere eines Hochofens | |
| DE4123391A1 (de) | Brenner zum vorwaermen oder trennen von zu giessendem material, insbesondere fuer hochoefen vom elektrischen typ | |
| DE3017660A1 (de) | Abbau- und vortriebsmaschine |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: F27D 23/02 |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |