DE353232C - Verfahren zur Herstellung von weich- und hartgummiaehnlichen Massen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von weich- und hartgummiaehnlichen Massen

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DE353232C
DE353232C DE1920353232D DE353232DD DE353232C DE 353232 C DE353232 C DE 353232C DE 1920353232 D DE1920353232 D DE 1920353232D DE 353232D D DE353232D D DE 353232DD DE 353232 C DE353232 C DE 353232C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08HDERIVATIVES OF NATURAL MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08H3/00Vulcanised oils, e.g. factice

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  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von weich- und bartgummiähnlichen Massen. Nach dem Verfahren des Hauptpatents werden Geinische von Tranen oder anderen Ölen mit Fettsäuren (Ameisensäure, Essigsäure, Ölsäure usw.) mit Chlorschwefel behandelt. Es bilden sich dabei Faktis, die an Elastizität dem Kautschtik sehr nahe kommen und sich wie dieser verarbeiten lussen.
  • E, s wurde nun gefunden, daß sich ali Stelle des Chlorschwefels auch. Schwefel verwenden läßt, und daß bei Anwesenheit von Fettsäuren, insbesondere von ungesättigten, ein Faktis erzielt wird, der nicht bröckelig ist, sondern kautschukähnliche Elastiizität besitzt und als sehr gutes Ersatzprodukt für Kautschuk anzusehen ist. Auch können diese Faktis als Streckungsmittel in erheblichen Mengen bei der Herstellung von Katitschtikartikeln zugefügt werden.
  • B e i s p i e 1: ioo Teile Fischtran werden mit 15 Teilen Ölsäure gemischt und dann 15 Teile Schwefelbliimen ztig2fü"#"t. Die Mischung wird sodann, wie im Hauptpatent beschrieben, in der Homogenisierungsvorrichtun g vollkommen hornogenisiert. Das so erhaltene Produkt wird dann im Auto-klav mit doppeltem Mantel (oder im 01.,bad usw.) auf 115 bis :240' C I bis 5 Stunden erhitzt, je nach dem gewünschten Vulkanisationsgrade. Man erhält so eine witterungsbeständige, homogene, gummiertige, elastische Bei Bearbeitung von nur 1-[. bis i Stunde erhält man ein flüssiges - 01, welches nach dein Neutralisieren der überschüssigen Ölsäure und nach gründlichem. Auswaschen einen sehr gut trocknenden Ölfirnisersatz darstellt. Erhöllt man während der Behandlung den Druck auf 2 bis 5o Atm., je nach den', gewünschten Endresultat, am besten durch Anwendung von Kohlensäure, Stickstoff oder anderen inerten Gasen, so kann die Erhitzungstemperatur ermäßigt und die Zeit verkürzt werden. An Stelle von Ölsäure können auch andere ge- sättigte und ungesättigte Fettsäuren verwendet werden, mit besonderem Vorteil jedoch ungesättigte Säuren von der Formel (Cn H" 0, ,) und namentlich Säuren der Acrylsäurereihe. Diese letzteren haben den Vorteil, daß sie nicht weiter ausgewaschen zu werden brauchen, sondern in der Nfasse bleiben können, da sie ihren Säurecharakter bei der Bearbeitung verlieren, indem sie mit Öl k# und Schwefel eine Verbindung eingehen. Sie können daher bis zu 30 bis 50 Prozent zugefügt: werden.
  • Selbstverständlich können den erhaltenen Faktisrn-assen vor oder nach der Bearbeitung die verschiedensten faserigen oder pulverigen Füllis toffe zugesetzt und die Gemische zu einer mehr oder weniger harten Masse verarbeitet wer-den. Die Erhitzung kann auch in einem offenen Gefäße vorgenommen werden; sie verläuft aber in einem geschlossenen Gefäße schneller und gefahrloser. Sie geht insbesondere unter Anwendung von künstlichem Druck sehr glatt vor sich.
  • Durch Zusatz von größeren oder kleineren Mengen Natur- oder Kunstkautschtik kann die Katutschukähnlichkeit der Masse natürlich noch weiter erhöht werden.
  • Es war nicht vorauszuseh6n, daß sich durch Erhitzen von Ölen, Tranen usw. mit gesättigt ten und ungesättigten Fettsätiren zusammen mit Schwefel gleich gute oder sogar nochbessere Resultate ergeben würden wie bei der Behandlung mit Chlorschwefel bei gewöhnlicher Temperatur.

Claims (1)

  1. PATr,NT-ANspRucH: Weitere Ausbildung des durch Patent 31456o geschützten Verfahrens zur Herstellung von weich- und hartgummiähnlichen Massen, dadurch gekennzeichnet, daß man Öle und Trane nach Zumischung von gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren ohne oder mit Zusatz von Kautschuk oder von FÜllmitteln in Homogenisierungsvorrichtungen mit Schwefel innig mischt und die Mischung dann in offenen oder besser in geschlossenen Behältern unter gewöhnlichein oder erhöhtem Druck (i bis 5öAtin.), durch inerte Gase gebildet, auf 115 bis 240" C erhitzt.
DE1920353232D 1920-02-14 1920-02-14 Verfahren zur Herstellung von weich- und hartgummiaehnlichen Massen Expired DE353232C (de)

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