DE352649C - Verfahren zum Herstellen farbiger Kino-Filme - Google Patents

Verfahren zum Herstellen farbiger Kino-Filme

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DE352649C
DE352649C DE1920352649D DE352649DD DE352649C DE 352649 C DE352649 C DE 352649C DE 1920352649 D DE1920352649 D DE 1920352649D DE 352649D D DE352649D D DE 352649DD DE 352649 C DE352649 C DE 352649C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B33/00Colour photography, other than mere exposure or projection of a colour film

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Projection-Type Copiers In General (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 29. APRIL 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- Ja 352649 KLASSE 57a GRUPPE 36
Aktiengesellschaft Zoechrome Limited und Thomas Percy Middleton in London.
Verfahren zum Herstellen farbiger Kino-Filme. Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. November 1920 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Vorführungs-Farbenfilme nach dem subtraktiven Verfahren. Es liegen hier bekanntlich im|Positiv die in den Teilfarben angefärbten Bilder in mehreren Schichten übereinander. Die Erfindung bezieht sich auf solche Negative bekannter Art, die durch eine oder mehrere Linsen und Bild für Bild durch umlaufende Farbenfilter mit gegen die Vorführungsgeschwindigkeit vervielfachter Wechselzahl aufgenommen werden. Bisher ist es nicht to gelungen, Vorführungsfilme der obenerwähnten Art ohne Farbenränder von derartigen Negativen herzustellen. Der Zweck der Erfindung ist es, diesen Nachteil auf ein unschädliches Maß zu vermindern und einen Negativfilm herzustellen, von dem gewöhnliche Schwarzfilme oder
nach Wünsch auch Vorführungs-Farbenfilme kopiert werden können, die durch eine gewöhnliche Vorführungsvorrichtung bei üblicher Geschwindigkeit und im Wechsel mit Schwarzfilmen ohne wesentliche Änderung der Vorführungsvorrichtung vorgeführt werden können. Der Kern der Erfindung besteht in der Aufnahme eines einfachen negativen kinematographischen Bildbandes mit dem Doppelten der ίο Vorführungsgeschwindigkeit in der Weise, daß die Teilfarbennegative aufeinander folgen, zwischen je zwei von ihnen aber ein Schwarzweißnegativ eingefügt ist. Von den Schwarzweißnegativen kann man dann einen gewöhnlichen schwarzen Vorführungsfilm kopieren, durch Hinzufügung der Teilfarbennegative jedoch einen Farbenvorführungsfum daraus machen. Beide können mit der für Schwarzweißfilme üblichen Vorführungsgeschwindigkeit vorgeführt werden. Die übliche Aufnahme- und Vorführungsgeschwindigkeit beträgt 16 Bilder in der Sekunde. Sie wird bei der Aufnahme von Negativen nach der Erfindung auf 32 Bilder in der Sekunde erhöht.' Die vorbeilaufenden Farbenfilter folgen nicht unmittelbar aufeinander, sondern wechseln mit Zwischenräumen ab, die mit gelben oder Orangefiltern ausgefüllt sein oder leer bleiben können. So erhält man auf panchromatischer Bildschicht ein Negativ, auf dem jedes zweite Bild ein Element zum Kopieren eines gewöhnlichen Schwarzweißfilms ist, während die übrigen, die durch Teilfarbenfilter eines Mehrfarbenverfahrens aufgenommen sind, die Teile eines Negatives bilden, durch dessen Hinzukopieren aus dem Schwarzweißpositiv ein Farbenlichtbild gemacht werden kann.
Ein derartiger Farbenvorführungsfum besitzt die Gleichmäßigkeit der Bewegung, Schärfe und Freiheit von Regenbogenrändern eines von Hand oder mit der Schablone gefärbten Schwarz- und Weißfilmes neben der Reinheit und Farben- j wirkung in den Einzelheiten eines natürlichen | Farbenlichtbildes. :
Das Negativ wird zweckmäßig in einer Kopier- | vorrichtung nach Art der in der britischen Pa- I tentschrift 16353 vom Jahre 1913 beschriebenen \ kopiert. Jedoch ist die dort beschriebene Maschine für die vorliegenden Zwecke in Einzel- .' heiten abzuändern. Beispielsweise müssen die Schwarzweißnegative immer so kopiert werden, daß ihre offene Reihe sich schließt. Es wird also ' immer eine Kopie entnommen, nachdem das Negativ um zwei Bildteilungen vorgeschoben ist. Das Negativ wird immer um zwei Bildtei- : lungen, das Positiv um eine Büdteilung vorgeschoben und dann eine Kopie gemacht. Auf i diese Weise entsteht eine Kopie, die in jeder ' Beziehung einem gewöhnlichem Schwarzweiß- ' film gleicht. Da es bei Farbenfilmen mit aus ■ schwarzen und farbigen Teilbildern zusammengesetzten Bildern zwecks Verminderung der j f Farbenränder üblich ist, die Farbenteilbilder ι etwas unscharf auszuführen, so werden bei der [ genannten Kopiermaschine vorzugsweise Ein- ; richtungen vorgesehen, um z. B. die Linse und den positiven Film im Verhältnis zum negativen Teil zu bewegen. Dadurch wird es möglich, die , Schärfe der Teilfarbenbilder einzustellen. ! Daneben kann auch das weniger scharfe Ver-I fahren der Herstellung von Farbenbildern anj gewendet werden und die Farben beispielsweise durch Überzüge des Schwarzfilmes oder durch die verschiedenen Verfahren der Übertragung : von Farben mittels Lichtdruckplatten (GeIa-I tinereliefs) aufgebracht werden. Auch können ; die Teilfarbenbilder selbst auf dem Schwarz-J film mittels eines Klebmittels von einer Unterj lage übertragen werden, die die Ablösung gestattet.
Gleichgültig, welches Verfahren zum Zusammentragen der Teilfarbenbilder angewendet wird, in jedem FaUe muß die Kopiermaschine Unterschiede machen und alle Bilder einer Teilfarbe auf dem einfachen negativen Band auswählen. Da soviel Bilder von jeder Teilfarbe erforderlich sind als Schwarzbilder, so müssen bei einem Dreifarbenverfahren drei getrennte Bilder von j edemTeilfarbenbild des Negatives auf den schwarzen Vorführungsfilm kopiert werden, während bei einem Zweifarbenverfahren nur go zwei derartige Kopien notwendig sind. Bei Kopien der Teilbilder eines Dreifarbenverfahrens auf einem Schwarzfilm wird daher das Negativ immer sechs Bildteilungen vorgeschoben und drei positive Kopien gemacht, während beim Zweifarbenverfahren nur ein Vorschub von vier Bildteilungen des Negativs und zwei Kopien erfolgen.
Die Zeichnung zeigt schematisch Beispiele der Filme und Vorrichtungen nach der Erfindung. Abb. i, 2 und 3 zeigen die beiden Filme und das Lichtfilter für Aufnahmeapparate mit einer Linse, Abb. τα, 2a und 3« die Lichtfilteranordnung bei einem Aufnahmeapparat mit zwei Linsen. In allen Abbildungen bezeichnet α das Lichtfilter für die Negativaufnahme, b den negativen Film, c ein auseinandergezogenes Schema des positiven Films.
Bei dem Ausführungsbeispiel Abb. 1 wird das Negativ b durch sechs wechsehide Farbenfilter 1 to aufgenommen, drei gelbe (K), ein blauviolettes (BV), ein grünes (G) und ein rotes (R), wobei gelb zwischen je zwei andere Farben eingeschoben ist. Bei dem Beispiel Abb. 2 werden vier Farbfilter verwandt, zwei gelbe (K), ein rotes (R) und ein grünes (G), wobei wieder je ein gelbes mit je einem anders gefärbten abwechselt. Die Farben sind nur beispielsweise angegeben. Die gelben Filter können gegebenenfalls ganz weggelassen werden, doch ist es dann ratsam, an deren Stelle iao Scheiben aus farblosem Glas von der Dicke der Farbenfilter einzufügen.
Wenn besonders kräftige Farben verlangt werden, so kann der Schwarzfilm blau getönt sein und auf diese Weise eine der Teilfarben bilden (Abb.3). Das Negativ δ wird dann vorzugsweise durch vier Farbfilter aufgenommen, die aus zwei roten (R), abwechselnd mit blauviolett (BV) und grün (G) bestehen. Kopiert wird es ebenso wie in dem Fall des oben beschriebenen Zweifarbenverfahrens. Der Schwarzweißfilm ist aber in der dem Photographen wohlbekannten Art blau getönt. Ein derartiger Film kann als technisch gleich mit dem bereits beschriebenen angesehen werden, da das menschliche Auge weit weniger empfindlich für blau als gelb oder rot ist, und ein blaues Bild daher dunkel erscheint und, wenn es scharf ist, bei der Vorführung die gewünschte Wirkung auf das Auge ausübt.
Das Kopierverfahren für den farbigen positiven Film c bei dem beschriebenem Aufnahmeverfahren ist in den entsprechenden auseinandergezogenen Bildern des positiven Films klar dargestellt. Selbstverständlich ist aber ein Kopieren in anderer Schrittfolge bis zum gewissen Grade möglich, wie unter Bezug auf Abb. 3 aus dem folgenden zu entnehmen ist, in der die Ziffern auf der negativen und positiven Seite die aufeinanderfolgenden Bewegungsphasen darstellen:
Blau 1357 9 11
Gelb 2 2 6 6 10 10 Rot 4 4 8 8 12 12.
Ebenso ist es aber möglich die folgende ZusammensteEung anzuwenden:
Blau 1357 9 11 Gelb 2 2 6 6 10 10 Rot 448 8 12.
In diesem Falle liegt blau immer in der Mitte in Ansehung der Bewegung, während die beiden anderen Teilfarben jedes Bildes die unmittelbar vorhergehenden und nachfolgenden Phasen sind. Diese sind abwechselnd rot und gelb oder gelb
und rot. Überhaupt soll beim Zusammentragen der verschiedenen Teilfarbenbilder auf den schwarzen oder getönten Film darauf geachtet werden, daß die Teilfarbenbilder jedes Gesamtbildes soweit möglich unmittelbar vor und hinter j
dem betreffenden Bild des Grundfilms entnom- [ men sind.
Vorführungs-Farbenfihne, die nach der Erfindung hergestellt sind, können, wie nun ersichtlich ist, mittels einer gewöhnlichen Vorfühneigevorrichtung bei üblicher Geschwindigkeit und daher im Wechsel mit gewöhnlichen Schwarzfilmen vorgeführt werden, so daß die Anwendung besonderer Vorrichtungen für die Vorführung von Farbfilmen wegfällt.
Für das Verfahren der additiven Farbenkinematographie ist das Einfügen von Schwarzweißbildern hier als bekannt vorausgesetzt.

Claims (5)

Patent- Ansprüche:
1. Verfahren zur Aufnahme von zur Herstellung sowohl schwarzer als farbiger, mit üblicher Geschwindigkeit vorzuführender kinematographischer Filme dienlichen Negativen mit gegen die Vorführungsgeschwindigkeit vervielfachter Wechselzahl, dadurch gekennzeichnet, daß die Negative mit dem Doppelten der Vorführungsgeschwindigkeit und durch derart wechselnde Lichtfilter aufgenommen werden, daß je ein Teilfarbennegativ mit je einem Schwarz- oder Blaunegativ abwechselt.
2. Kinematographische Aufnahmekamera zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie für das Doppelte der Vorführungsgeschwindigkeit eingerichtet und entweder bei einer Aufnahmelinse, mit einem wechselnden Lichtfilter ausgerüstet ist, bei dem mit je einem Lichtfilter für die Teilfarbenaufnahme, je ein Lichtfilter für Schwarzweiß- oder Blauaufnahmen abwechselt oder, bei zwei Aufnahmelinsen für aufeinanderfolgende Bilder, vor der einen ein Lichtfilter für Schwarzweißoder Blauaufnahme, vor der anderen ein wechselndes, hintereinander die Lichtfilter für die Teilfarbenaufnahmen tragendes Lichtfilter angebracht ist.
3. Verfahren zum Kopieren nach Anspruch ι hergestellter Negative als Farbenfilme, dadurch gekennzeichnet, daß mit jedem Schwarzweiß- oder Blaunegativ die nächststehenden Teilfarbennegative zusammen kopiert werden, und zwar jedes Farbennegativ für Dreifarbenbilder dreimal, für Zweifarbenbilder zweimal verwendet wird.
4. Kinematographischer Negativfilm zur Herstellung von schwarzweißen und farbigen Vorführungsfilmen, dadurch gekennzeichnet, daß mit je einem Teilfarbennegativ ein Schwarzweißnegativ abwechselt.
5. Kinematographischer Farbenfilm, dadurch gekennzeichnet, daß mit je einem Schwarzweiß- oder Blaubild die in der Aufnähme nächststehenden Teilfarbenbilder zusammen kopiert sind, und zwar jedes Farbenbild für Dreifarbenbilder dreimal, für Zweifarbenbilder zweimal verwendet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1920352649D 1920-11-04 1920-11-04 Verfahren zum Herstellen farbiger Kino-Filme Expired DE352649C (de)

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