DE3521667A1 - Kurbelwellenaufbau - Google Patents
KurbelwellenaufbauInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kurbelwellenaufbau,
bestehend aus zwei Kurbelwellen, die jeweils einen Kurbelarm aufweisen, der eine Öffnung für
einen Kurbelzapfen trägt, in die der Kurbelzapfen eingepreßt und festgelegt wird und mit einer Kurbelwange,
diametral gegenüber dem Kurbelarm und mit einem mittleren Kurbelarm, der an zwei gegenüberliegenden
Endabschnitten mit je einem Kurbelzapfen ausgestattet ist, von denen jeder in eine Öffnung der
Kurbelarme eingepreßt und festgelegt wird. Insbesondere befaßt sich die Erfindung mit einem Kurbelwellenaufbau,
der geeignet ist zur Benutzung in Verbindung mit einem Zweizylinder-Zweitakt-Brennkraftmotor, bei dem das Brenn·
stoff-Luftgemisch von einem Vergaser einem Kurbelgehäuse zugeführt wird und darinnen ein Druck aufgebaut wird.
Bei einem bekannten Kurbelwellenaufbau dieser Bauart
erfolgt der Zusammenbau wie folgt: Ein Kurbelzapfen, der an einem Ende des mittleren Kurbelarms ausgebildet ist,
wird in eine Öffnung in einem Kurbelarm der einen Kurbelwelle eingepreßt und festgelegt, um einen Unteraufbau
zu schaffen und ein Kurbelzapfen, der auf dem gegenüberliegenden Ende des mittleren Kurbelarms des Unteraufbaus
festgelegt ist, wird in eine Öffnung im Kurbelarm der anderen Kurbelwelle eingepreßt und festgelegt, um einen
vollständigen Aufbau zu schaffen.
Bei der Erzeugung des Kurbelwellenaufbaus dieser Bauart
war es bisher üblich, eine plattenartige Hilfsvorrichtung in einen Zwischenraum zwischen die Kurbelwange der
Kurbelwelle und den mittleren Kurbelarm des Unteraufbaus einzufügen, wenn der Zusammenbau erfolgte,
so daß die Hilfsvorrichtung den Druck aufnimmt, der auf den anderen Kurbelzapfen ausgeübt wird, um ihn
in die Öffnung des Kurbelarms der anderen Kurbelwelle einzupressen. Die Hilfsvorrichtung wurde benutzt
um zu verhindern, daß ein übermäßig großer Druck auf die Kurbelwelle des Unteraufbaus ausgeübt
wird. Bei Brennkraftmaschinen der beschriebenen Art ist es erforderlich, den Totraum im Kurbelgehäuse
so klein als möglich zu machen, um den Wirkungsgrad der Maschine zu verbessern, indem der primäre Kompressionsdruck
des Brennstoff-Luftgemisches erhöht wird. Aus diesem Grund wird der Zwischenraum zwischen
der Kurbelwelle und dem mittleren Kurbelarm so klein als möglich gehalten. Dies erfordert, daß eine Hilfsvorrichtung
kleiner Dicke benutzt wird, die in dem Zwischenraum mit geringen Abmessungen einpaßt. Demgemäß
ergab sich bei dem Kurbelwellenaufbau der bekannten Bauart das Problem, daß die Hilfsvorrichtung
selbst einer Deformation unterworfen wird, wenn ein Kurbelzapfen im Preßsitz eingedrückt wird, was dazu
führen konnte, daß Kurbelwelle und mittlerer Kurbelarm außer Ausrichtung miteinander gelangen konnten,
wodurch der Unteraufbau der Kurbelwelle beschädigt werden konnte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kurbel wellenaufbau zu schaffen, wodurch eine genaue Festlegung
der Kurbelwelle an dem mittleren Kurbelarm des Kurbelwellenunteraufbaus geschaffen wird, indem das
beschriebene Problem bekannter Vorrichtungen vermieden wird.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine axiale Öffnung in der Kurbelwange
jeder Kurbelwelle des Kurbelwellenaufbaus angeordnet
wird, und indem eine zapfenartige Hilfsvorrichtung
in die Axialöffnung eingesteckt wird, um den Kurbelzapfen des mittleren Kurbelarms so abzustützen, daß
der auf den Kurbelzapfen des mittleren Kurbelarms ausgeübte Druck, der beim Einpressen in die Öffnung
des Kurbelarms der anderen Kurbelwelle auftritt, von der Hilfsvorrichtung aufgenommen wird und die andere
Kurbelwelle genau an dem mittleren Kurbelarm befestigt wird.
Der Kurbelwellenaufbau nach der Erfindung ermöglicht
eine hohe Präzision und vermeidet Schrägstellungen und Torsionsbelastungen, und die Hilfsvorrichtungen,
die zum Zusammenbau der Teile benutzt werden, können leicht mit hoher Präzision hergestellt werden.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt des Kurbelwellenaufbaus, der von einer Hilfsvorrichtung
gehaltert ist;
Fig. 2A einen Vertikalschnitt einer Kurbelwelle des Kurbelwellenaufbaus nach Fig. 1;
Fig. 2B eine axiale Ansicht der Kurbelwelle nach Fig. 2A;
Fig. 3A einen Vertikal schnitt der anderen
Kurbelwelle des Kurbelwellenaufbaus nach Fig . 1 ;
Fig. 3B eine axiale Ansicht der in Fig. 3A dargestellten Kurbelwelle.
Fig. 1 zeigt den Kurbelwellenaufbau getragen von
der Hilfsvorrichtung. Der Kurbelwellenaufbau umfaßt zwei Kurbelwellen 1 und 2 und einen dazwischen befindlichen
Kurbelarm 3. Der Kurbelwellenaufbau ist geeignet zur Benutzung in Verbindung mit einer Zweizylinder-Zweitakt-Brennkraftmaschine
in Form eines Boxermotors.
Die Kurbelwelle 1 weist ein Kurbellager 4 auf, mit dem die Kurbelwelle 1 vom Hauptkörper des Motors getragen
wird. Wie aus Figur 2A und 2B ersichtlich, weist die Kurbelwelle 1 weiter einen Kurbelarm 5 und eine
Kurbelwange 6 auf, die einstückig mit dem Kurbelarm hergestellt und diametral gegenüber dem Kurbelarm 5 angeordnet
ist. Der Kurbelarm 5 weist eine Öffnung 8 für einen vorderen Endabschnitt eines Kurbelzapfens 7 auf,
der an einem Ende des mittleren Kurbelarms 3 vorsteht und mit Preßsitz in der Öffnung 8 sitzt und darinnen
befestigt ist. Die Kurbelwange 6 ist mit einer durchgehenden Öffnung 9 versehen, die axial bezüglich der
Kurbelwelle 1 verläuft und einen zapfenartigen Fortsatz
einer Hilfsvorrichtung aufnehmen kann, wie dies wieter unten beschrieben wird.
Wie die Kurbelwelle 1 weist die andere Kurbelwelle 2 ein Lager 10 und einen Kurbelarm 13 auf, der mit einer
Öffnung 12 versehen ist, um einen Kurbelzapfen 11 aufzunehmen, der am gegenüberliegenden Ende des mittleren
Kurbelarmes 3 auf der gegenüberliegenden Seite vorsteht und eine Kurbelwange 15 ist mit einer durchgehenden
Öffnung 14 versehen, die axial bezüglich der Kurbelwelle 2 verläuft (vgl. Fig. 3A und 3B).
Beim Zusammenbau der Teile des Kurbelwellenaufbaus
wird eine Pleuelstange 16 drehbar auf den Kurbelzapfen 7 des mittleren Kurbelarms 3 aufgeschoben, und
das vordere Ende des Kurbelzapfens 7 wird im Preßsitz in die öffnung 8 der Kurbelwelle 1 eingedrückt und
darin befestigt, um einen Kurbelwellen-Unteraufbau zu
schaffen. Dann wird eine Hilfsvorrichtung gegen einen Oberflächenabschnitt 17 der Kurbelwelle 1 des Kurbelwel
lenunterauf baus gelegt und ein zapfenförmiger Vorsprung
19 der Hilfsvorrichtung 18 wird in die axiale Öffnung 9 in der Kurbelwelle 1 in der Weise eingesetzt,
daß ein Vorderende des Zapfenfortsatzes 19 gegen einen Oberflächenabschnitt 20 des Kurbelzapfens 11 des
mittleren Kurbelarms 3 stößt. Dann wird eine weitere Justiervorrichtung 22 gegen einen Oberflächenabschnitt
21 der Kurbelwelle 2 gelegt und eine weitere Pleuelstange wird auf den Kurbelzapfen 11 des mittleren Kurbel
arms 3 drehbar gelagert. Ein vorderer Endabschnitt des Kurbelzapfens 11 wird im Preßsitz in die öffnung 12 der
Kurbelwelle 2 eingedrückt und dort festgelegt. Gleichzeitig wird der mittlere Kurbelarm 3 am vorderen Ende
des Kurbelzapfens 7 durch die Hilfsvorrichtung 18
formschlüssig gehaltert und an dem Oberflächenabschnitt
20 erfolgt eine formschlüssige Abstützung durch den Zapfenfortsatz 19 der Hilfsvorrichtung 18
wenn ein Druck auf den Kurbelzapfen 11 ausgeübt wird, um diesen in die Öffnung 12 kraftschlüssig einzupassen.
Hierdurch wird es möglich, die Kurbelwelle 2 am Zwischenkurbelarm 3 genau festzulegen, ohne daß die
beiden Teile außer Ausrichtung miteinander gebracht werden. Die axialen Öffnungen 9 und 14 können durch
Ausfüllen mit einem geeigneten Material geschlossen werden, um den Kurbelwellenaufbau auszuwuchten, nachdem
der Kurbelwellenaufbau zusammengefügt ist.
- Leerseite
Claims (1)
- Patentanwälte pipi.-lng. Cu rt Wal I achEuropäische Patentvertreter : OiDl.-Ing. Günther KochEuropean Patent Attorneys o r o „ r n ^ Dipl.-Phys. Dr.Tino HaibachJ b Z I b b / Dipl.-lng. Rainer FeldkampD-8000 München 2 · Kaufingerstraße 8 · Telefon (0 89) 2 60 80 78 · Telex 5 29 513 wakai d18. Juni 1985Datum:Kioritz Corporation ,. _ .. 18 161 - K/Apr . r.. . .ι -, . Unser Zeichen:5-1, Shimorenjaku-7-chomeMitaka-shi
Tokyo, JapanKurbelwellenaufbauPatentanspruch:Kurbelwellenaufbau, bestehend aus zwei Kurbelwellen, die je einen Kurbelarm rait einer Öffnung für einen Kurbelzapfen aufweisen, der im Preßsitz eingedrückt und darin festgelegt wird und mit einer Kurbelwange an einer Stelle diametral gegenüber _* dem Kurbelarm und mit einem mittleren Kurbel- \arm, der an zwei gegenüberliegenden Seiten mit Kurbelzapfen ausgestattet ist, die im Preßsitz in jeweils eine der Öffnungen der Kurbelarme der beiden Kurbelwellen eingepreßt und darin festgelegt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei Durchgangsöffnungen (9, 14) in wenigstens einer der Kurbelwangen (6, 15) der Kurbelwellen (1, 2) angeordnet sind, die sich achsparallel zu der jeweiligen Kurbelwelle erstrecken.
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