DE3516C - Neuerungen an Kolbenwassermes'sern - Google Patents
Neuerungen an Kolbenwassermes'sernInfo
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- G01F3/00—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
- G01F3/02—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement
- G01F3/04—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls
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- G01F3/16—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising reciprocating pistons, e.g. reciprocating in a rotating body in stationary cylinders
- G01F3/18—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising reciprocating pistons, e.g. reciprocating in a rotating body in stationary cylinders involving two or more cylinders
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Description
1878.
Klasse 42.
CHARLES MICHEL und ALPHONS FRAGER in ?Akß. . /·■
Neuerungen an Kolbenwassermessern. L
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. März 1878 ab.
Der vorliegende Wassermesser gehört in die Kategorie der Kolbenwassermesser, welche mit
einem Registrirwerk verbunden sind, und es beziehen sich die Neuerungen auf die Anordnung
des Betriebs- und Mefsapparates, sowie auf die Verbindung desselben mit dem Registrirwerk.
Der durch den Druck des Wassers in Bewegung gesetzte Apparat besteht aus zwei
neben einander liegenden Cylindern, von denen jeder mit einem Kolben versehen ist; in
gleicher Weise besitzt jeder Cylinder einen Schieber, welcher im passenden Augenblicke
die Umsteuerung des anderen Cylinders bewirkt.
Die Cylinder sind zu diesem Zwecke auf der Rückseite verlängert und nehmen hier einen
Hebelmechanismus auf, den die Kolben am Ende ihres Hubes in Bewegung setzen. Die
Steuerkanäle sind in den Gufskörper eingegossen, so dafs die Rohrverbindungen nur auf die des
Ein- und Auslaufrohres sich beschränken. Die Steuerungshebel, welche die Schieber verrücken,
drehen sich um freie Axen ohne Stopfbüchsen und sind in je einer besonderen Kammer des
Mefsapparates untergebracht.
Der Steuerungsmechanismus für den Kolben des einen Cylmders wird von dem anderen Kolben
in Bewegung gesetzt, und es ist durch diese wechselseitige Verbindung ermöglicht, dafs man
leicht den Gang des Apparates anhalten kann, um denselben in Bezug auf undichte Stellen zu
untersuchen.
Auf der beiliegenden Zeichnung stellt Fig. 1 einen Querschnitt nach Linie M-N des Grundrisses
dar; Fig. 2 ist ein Längenschnitt nach P-Q, Fig. 3 ein Grundrifs, wobei der Schieberkastendeckel
entfernt gedacht ist. Die beiden Cylinder A B, welche in einem Stück gegossen
sind und neben einander liegen, sind, wie Fig. 3 zeigt, versetzt; sie sind mit einem Cylinder
aus Kupferblech ausgefüttert und der Gummiring b verhindert, dafs Wasser zwischen Cylinder
und Fütterung gelangen .'kann. In jedem Cylinder bewegt sich ein Kolben c, Fig. 2,
dessen Kolbenstange c an ihrem anderen Ende mit einem kleineren Kolben d versehen ist,
der in dem an der Rückwand des Apparates angebrachten und mit einer Stopfbüchse e gedichteten Cylinder/sich führt. Um diesen Cylinder
ist ein Mantel g gelegt, der ungefähr in seiner Mitte den mit schraubenförmiger Nuth
versehenen Muff h trägt; die Abwickelung desselben zeigt Fig. 4. Fig. 5 ist eine Ansicht
des Kolbens und Mantelrohres g. Erreicht der Kolben C das Ende seines Hubes, so stöfst der
kleine Kolben d gegen den Rand gl des Mantels
g, nimmt den letzteren mit und ebenso den mittelst Zapfen in die Nuth h greifenden Hebel
/, der sich infolge dessen um seine Axe 0 dreht. Der obere Hebel *", Fig. 1 und 3, nimmt
an dieser Bewegung theil und liegt frei in der Kammer j des· Schiebers m. Der letztere
dreht sich infolge dessen um seine Axe k, so dafs auf diese Weise, wie leicht ersichtlich,
Aus- und Einströmung des Wassers auf jeder Kolbenseite abwechselnd erfolgt.
Die Lage der Einströmungskanäle / ist aus Fig. 3 ersichtlich, ebenso die der Ausströmungskanäle q. Die letzteren liegen in gerader Linie,
während die beiden ersteren zu beiden Seiten dieser geraden Linie angeordnet sind. Der der
Axe des Cylinders parallele Ausströmungskanal q mündet in das gemeinschaftliche Rohr t. Die
Schieber m sind mit den Aushöhlungen e' versehen, welche Kanal q mit / verbinden, wenn
der Schieber sich in einer seiner beiden äufsersten Stellungen befindet. Gelangt der Kolben C
in seine zweite Endstellung, so verschiebt er selbst den Mantel g und der Schieber m nimmt
infolge dessen seine erste Stellung wieder ein. Man bemerkt auf der Zeichnung, dafs der
Kolben C des Cylmders A den Schieber des Cylinders B steuert und umgekehrt.
Die besondere Form der Nuth h bezweckt, ein Anhalten des Wassermessers zu gestatten,
um Undichtigkeiten zu controliren. Wie schon erwähnt, wird bei der mittleren Stellung der
Nuth h der Hebel / jedesmal zu Ende des Kolbenhubes bewegt; dreht man jedoch den
Mantel um i8o°, so gelangt eine weitere Stelle der Nuth zur Wirkung, Fig. 4, so dafs der
Hebel / nicht mehr verschoben wird und der Apparat stehen bleibt. Ein Stift ί verbindet
Rohr / und Mantel g.
Je nachdem man den Mantel g nach rechts oder nach links dreht, wird man die Schieber
in der einen oder der anderen Position anhalten, je nach der Form der Nuth, wodurch es ermöglicht
wird, den Inhalt der vier Cylinderhälften zu untersuchen. Nach jeder Controle bleiben
zwei Theile gefüllt; sind Undichtigkeiten vor-
handen, so wird sich dies durch Wasserverlust bemerkbar machen. Will man den Apparat
wieder in Betrieb setzen, so bringt man den Muff wieder- in seine mittlere Lage, worauf die
Schieber wieder am Ende jedes Kolbenhubes in Thätigkeit gesetzt werden.
Es bleibt zu bemerken, dafs ein einziger Versuchscylinder genügt. Die Nuth dieses Cylinders
kann schraubenförmig sein, die des zweiten eben und senkrecht zur Kolbenstange.
Diese ebene Nuth kann vortheilhaft auch dazu benutzt werden, den Registrirapparat oder das
Zählwerk zu treiben. Aus der Zeichnung ist ersichtlich, dafs der Mantel g des Cylinders B
mit einer einfachen Nuth h versehen ist, in welche der Stift b1 des Hebels /' greift. Dieser
Stift ί>1 bildet zugleich die Axe des Sperrhakens
c1, der in einen ankerförmigen Fortsatz
dl ausläuft.
Der Sperrhaken setzt das Rad /' in Bewegung, welches auf einer verticalen Welle _/' befestigt
ist, die in einer Stopfbuchse gelagert ist und aufserhalb des Apparates das Getriebe kx
trägt, welches das Zählwerk in Bewegung setzt. Bewegt sich der Kolben des Cylinders B nach
vorn, so wird er in einem gewissen Augenblick den Mantel g und folglich auch die Nuth h'
mitnehmen. Der Stift bl des Hebels ll und
Sperrhaken c' nimmt an dieser Bewegung theil
und hebt den Sperrhaken aus; der Anker des letzteren stöfst bei der Bewegung jedoch bald
an die Welle jl und bei weiterer Bewegung
wird der Sperrhaken sich etwas um seine Axe drehen und dem folgenden Zahn des Sperrrades
/' sich gegenüberstellen. Kehrt der Kolben nun wieder zurück und nimmt den
Stift bl und den Sperrhaken cl mit, so wird
auch der Sperrhaken einen Zahn des Rades/1 fassen und dasselbe um eine Zahntheilung herumdrehen.
Die auf der Zeichnung ausgezogene Lage des Hebels C entspricht der Stellung des Kolbens
C in der Mitte des Cylinders, während die punktirte Stellung des Mechanismus der
anderen Lage des Kolbens entspricht. Dieser Registrirapparat ist von aufserordentlicher Einfachheit
und arbeitet sicher, weil er weder Federn noch irgend ein anderes difficiles Organ
enthält.
Die Bewegung des Schiebers entspricht einem Maximalhub des Stiftes b* des Hebels von ungefähr
2 2 mm und einem Minimalhub von ungefähr 2 mm. Innerhalb dieser äufsersten Grenzen
mufs der Sperrhaken cl das Sperrrad /'
um einen einzigen Zahn verschieben, und zwar derart, dafs der Sperrhaken cl sich um etwas
mehr wie eine Zahntheilung, etwas weniger aber als zwei Zahntheilungen bewegt. Um den
nöthigen Hub des Hebels ll zu erhalten, bewegt sich der Fortsatz i des Hebels / mit einem
gewissen Spielraum χ in der unteren Aushöhlung des Schiebers m. Dieser Spielraum mufs
so grofs sein, dafs, wenn man 2 oder 22 mm hinzufügt, der Hub des Hebels ll innerhalb
der einer bezw. zwei Zahntheilungen des Sperrrades entsprechenden Grenze variirt. Bei ausgeführten
Apparaten betragen diese Grenzen 1,2 bis 1,8 Zahntheilungen. Das Zählwerk mit ·,
Zifferblättern ist auf der Zeichnung nicht dargestellt und kann von beliebiger Construction
sein.
Die Kolbendichtung besteht aus dem Ring r mit langem dünnen, und biegsamen Fortsatz rl.
Der Ring umgiebt den Kolben auf seinem ganzen Umfang und sollte auch etwas Wasser
zwischen Kolben und Ring dringen, so verhindert der Fortsatz r\ dafs Wasser auf die andere
Kolbenseite gelange, indem genannter Theil der Dichtung in diesem Falle ventilartig wirkt.
Claims (6)
1. Die Anordnung zweier mit einander verbundener Cylinder, sowie die Steuerung, bei
welcher der Kolben des einen Cylinders den Schieber des anderen mittelst eines
Mechanismus in Bewegung setzt, der aus Mantelrohr g, Muff h und Hebel / besteht,
wie beschrieben und gezeichnet combinirt.
2. Eine Vorrichtung zum leichteren Anhalten des Apparats behufs Untersuchung von Undichtigkeiten,
welches Anhalten durch einen besonderen Versuchscylinder bewerkstelligt wird, und welcher Cylinder mit einer eigenthümlichen
schraubenförmigen Nuth in dem Muff versehen ist.
3. Die beschriebene Anordnung der Aus- und Einströmungskanäle, welche in directer Verbindung
mit dem Cylinder stehen.
4. Die Anordnung der Lagerzapfen der Hebel
zur Bewegung der Schieber, wobei alle Stopfbüchsen vermieden sind.
5. Die beschriebene und dargestellte Anordnung des Wasser-Ein- und Auslaufes.
6. Die Verbindung des Mefsapparats mit dem Registrirapparat, wie beschrieben und dargestellt,
insbesondere die Einrichtung des Sperrrades mit Sperrklinke, welches ersteres immer bei jedem Kolbenhub je um einen
Zahn verschoben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3516C true DE3516C (de) |
Family
ID=282503
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT3516D Active DE3516C (de) | Neuerungen an Kolbenwassermes'sern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3516C (de) |
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