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Hydraulische Hilfskraftlenkung Hydraulische Hilfskraftlenkunbgen fürKraftfahrzeuge
bestehen aus auf das Lenkgestänge oder unmittelbar auf die Achsschenkel der gelenkten
Räder einwirkenden, von ,der Druckflüssigkeit angetriebenen Arbeitskolben, aus einer
Einrichtung, die den Druck der Flüssigkeit erzeugt bzw. aufrecht erhält, und aus
einem Steuerorgan, das deri Zufluß ,der Druclcflüssigkeit in die Arbeitszylinder
steuert. Die Betätigung eines solchen Steuerorgans erfolgt durch die Bewegung des
Lenkhandrades bzw. des Lenkgestänges unter Ausnutzung des Totganges des Lenkhandrades.
Bisher fanden hydraulische Umschalter Verwendung, die entweder als einfach wirkende
Ventile oder als Gleitschieber ausgebildet ;Taren.
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Solche bekannten hydraulischen Steuerorgane haben den Nachteil, daß
sie einen größeren toten Gang ;der Lenkung für ihre Betätigung erfordern, der die
Genauigkeit der Lenkung herabsetzt.
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Es ist ferner vorgeschlagen, zur Steuerung der Druckflüssigkeit bei
hydraulischen Hilfskraftlenkungen Drehschieber zu verwenden, deren Trennkanten schmaler
als die Mündungen der zu schließenden Kanäle sind, um dadurch eine ruckweise Ein-
b:zw. Ausschaltung der hydraulischen Lenkung zu verhindern und den Totgang zu beseitigen.
Solche bekannten Drehschieber haben -den Nachteil, daß sie ihrer Betätigung Widerstand
entgegensetzen, der durch einseitigen Druck der Arbeitsflüssigkeit auf die Schieberwandung
hervorgerufen wird. Dieser Widerstand, der sich so weit steigern kann, daß eine
Ausschaltung des hydraulischen Antriebes nur
schwer möglich ist,
kann eine gewisse Unsicherheit der Lenkung zur Folge haben.
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Gegenstand der Erfindung, eine hydraulische Hlfskraftlenkung mit einem
Steuerdrehschieber, ist von diesen Nachteilen frei und bietet gegenüber diesen Vorteile.
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Von dem Bekannten unterscheidet sich die Hilfskraftlenkung gemäß Erfindung
durch einen Drehschieber, bei dem die Mündungen der mit den Arbeitskammern verbundenen
Kanäle in das Drehschiebergehäuse unter gleichen Winkeln zueinander angeordnet sind.
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Das Gehäuse des Drehschiebers ist mit mindestens je zwei unter gleichen
Winkeln zueinander angeordneten Mündungen der mit den Kammern des Arbeitszylinders
verbundenen Kanäle versehen. Im Falle wenn je zwei Mündungen vorgesehen sind, liegen
dieselben einander diametral gegenüber. Es können aber erfindungsgemäß auch je drei,
vier usw. Mündungen der genannten Kanäle in das Drehschiebergehäuse vorgesehen sein,
wobei diese Mündungen unter gleichen Winkeln zueinander angeordnet sind.
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Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Hilfskraftlenkung werden
Vorteile erreicht. Der Druck auf den Drehschieber ist ausgeglichen, so daß unter
.der Einwirkung des zu steuernden Hochdruckes der Flüssigkeit der Schieber nicht
einseitig .an die Wandung seines Gehäuses angepreßt wird und seiner Betätigung wenig
Widerstand entgegensetzt. Es wird dadurch eine mühelose und stetige Betätigung der
Hilfskraftlenkung gewährleistet. Der kurze Hub des Drehschiebers, der etwa gleich
der Differenz der Mündungsbreite der mit den Arbeitskammern verbundenen Kanäle im
Steuergehäuse und der Trennkantenbreite des beweglichen Schiebers ist, hat zur Folge,
daß für die Betätigung des Drehschiebers ein kleiner Totgang der Lenkung bereits
ausreicht.
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In den Figuren sind Ausführungen für Drehschieber dargestellt.
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Fig. i zeigt eine hydraulische Hilfskraftlenkung mit dem neuen Drehschieber.
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Fig.2 stellt eine Ausführung des Drehschiebers mit je zwei Mündungen
der beiden, mit den Arbeitskamrnern verbundenen Kanäle dar.
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Fig.3 zeigt eine andere Ausführung des Drehschiebers, bei der die
beiden mit den Arbeitskammern verbundenen Kanäle je vier Mündungen in das Drehschiebergehäuse
aufweisen.
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Die in Fig, i dargestellte hydraulische Hilfskraftlenkung für Kraftfahrzeuge
hat einen Flüssigkeitsumlauf und besteht in bekannter Weise aus einem Behälter für
die Arbeitsflüssigkeit, aus einer Umlaufpumpe, aus einem Steuerdrehschieber 3 mit
dem Gehäuse d. und aus einem Arbeitszylinder mit Kolben.
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In Fig. 2 ist der Drehschieber gemäß der Erfindung im Querschnitt
dargestellt, und zwar in derLeerlaufstellung. DieAusführung dieses Drehschiebers
entspricht der in Fig. i angegebenen.
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Die mit der in Fig. i dargestellten Umlaufpumpe verbundene Druckleitung
8 mündet in eine Öffnung 28 zwischen den beiden Trennwandungen 29 des Drehschiebers.
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Das Gehäuse 3o des Drehschiebers hat eine Auslaßöffnung3i. Die mit
den Arbeitskammern verbundenen Rohrleitungen 9 und io laufen in Kanäle 32 und 33
aus. Jeder dieser Kanäle 32 und 33 hat zwei unter gleichen Winkeln zueinander angeordnete,
einander diametral gegenüberliegende Mündungen 3d, 35 und 36, 3; in das Gehäuse
3o. Gegenüber diesen :Mündungen sind die Trennkanten 29 des beweglichen Drehschiebers
angeordnet. Dabei sind die Mündungen 3d., 35 und 36. 3; der Kanäle 32 und 33 in
bekannter #,#'eise breiter als die Trennkanten 29 des Drehschiebers. In der gezeichneten
Stellung hat die Druckflüssigkeit aus der Rohrleitung 8 freien Durchgang zu den
beiden Auslaßkammern 38 und 39 und kann somit durch das Rohr i i in das Vorratsgefäß
i zurückströmen, ohne daß auf den Arbeitskolben ein Druck ausgeübt wird. Bei einer
Betätigung des Lenkhandrades erfolgt eine kleine Drehung des Drehschiebers um einen
Winkel a. Dadurch kommen die Trennkanten des Drehschiebers in die in Fig. i gezeigte
Stellung, so daß der Rückt' .geschlossen und die Druckflüssigkeit in die Leitung
9 und durch diese in die Arbeitskammer 22 geleitet wird. Bei einer Drehung des Lenkhandrades
in entgegerigesetztem Sinn wird entsprechend die Druckflüssigkeit durch die Leitung
io in die andere Arbeitskammer zugeführt. Auf die Trennwände 29 des Drehschiebers
herrscht von beiden Seiten stets der gleiche Druck, so daß Druckausgleich innerhalb
des Gehäuses 30 vorliegt. Fig.3 zeigt eine andere Ausführung des Drehschiebers,
die sich von der in Fig. 2 dargestellten Bauart dadurch unterscheidet, da13 die
mit den Arbeitskammern verbundenen Kanäle je vier unter gleichen Winkeln ziieinander
angeordnete, einander diametral gegenüberliegende Mündungen .Io und .Ii in Glas
Schiebergehäused.2 aufweisen. 43 ist die Mündung der Druckleitung. Der Vorteil dieser
letzteren Ausführung, die in gleicher Weise wie die in Fig.2 dargestellte wirkt,
besteht darin, daß ein noch kleinerer Hub benötigt wird, d. h. der Winkel a wird
halb so grol:, wie bei der Ausführung gemäß Fig. =.