DE3512992C2 - Vorrichtung zum Streuen von schüttfähigem Gut, insbesondere Dünger - Google Patents
Vorrichtung zum Streuen von schüttfähigem Gut, insbesondere DüngerInfo
- Publication number
- DE3512992C2 DE3512992C2 DE19853512992 DE3512992A DE3512992C2 DE 3512992 C2 DE3512992 C2 DE 3512992C2 DE 19853512992 DE19853512992 DE 19853512992 DE 3512992 A DE3512992 A DE 3512992A DE 3512992 C2 DE3512992 C2 DE 3512992C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- boom
- boom part
- parts
- vehicle
- folded
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 239000003337 fertilizer Substances 0.000 title claims description 6
- 239000000463 material Substances 0.000 title claims description 4
- 239000013590 bulk material Substances 0.000 claims 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B73/00—Means or arrangements to facilitate transportation of agricultural machines or implements, e.g. folding frames to reduce overall width
- A01B73/02—Folding frames
- A01B73/04—Folding frames foldable about a horizontal axis
- A01B73/044—Folding frames foldable about a horizontal axis the axis being oriented in a longitudinal direction
- A01B73/046—Folding frames foldable about a horizontal axis the axis being oriented in a longitudinal direction each folding frame part being foldable in itself
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C15/00—Fertiliser distributors
- A01C15/04—Fertiliser distributors using blowers
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01M—CATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
- A01M9/00—Special adaptations or arrangements of powder-spraying apparatus for purposes covered by this subclass
- A01M9/0076—Special arrangements or adaptations of the dusting or distributing parts, e.g. mounting of the spray booms, the protection shields
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Insects & Arthropods (AREA)
- Pest Control & Pesticides (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Zoology (AREA)
- Fertilizing (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Streuen von
schüttfähigem Gut, insbesondere Dünger, mit einem an
einem Fahrzeug aufgesattelten oder angehängten Vorrats
behälter mit Auslauföffnungen, darunter angeordneten
Dosierorganen und mehreren an diese über Einlauföffnungen
anschließenden Streuleitungen, die in unterschiedlichem
Abstand von der Fahrzeuglängsachse zu deren beiden Seiten
an Verteilerorganen ausmünden und in denen das Gut mittels
eines Gebläses pneumatisch gefördert wird , wobei die
Streuleitungen an Auslegern angebracht sind, die - wie
die Streuleitungen - mehrteilig ausgebildet und über
Gelenke miteinander verbunden sind und von denen der
innerste Auslegerteil um eine fahrzeugparallele Horizontal
achse an den Vorratsbehälter hochklappbar und
von denen die beiden äußeren Auslegerteile (9, 10) untereinander und
gegenüber dem nach innen anschließenden Auslegerteil (8) um jeweils
vertikale Achsen (11, 12) gegensinnig bis zur Parallellage zueinander
schwenkbar sind, wodurch die Auslegerteile in eine fahrzeugsnahe
Fahrstellung bringbar sind.
Vorrichtungen der vorgenannten Art, die auch als Gebläse
streuer bezeichnet werden, dienen insbesondere zum groß
flächigen Streuen von Dünger in der Landwirtschaft.
Dabei werden Streubreiten bis 18 m und mehr erreicht.
Je größer die Streubreite ist, je größer also die
Ausleger sind, umso schwieriger ist das Problem zu
lösen, diese Ausleger in eine fahrzeugnahe Transport
stellung zu bringen, um die für landwirtschaftliche
Maschinen zulässige Breite von 3 Metern für den
Straßenbetrieb nicht zu überschreiten.
Ferner muß die Länge der Streuleitungen an den jeweiligen
Bedarf an Streubreite angepaßt werden, um den Gebläsestreuer
auch bei ungünstigen Geländeverhältnissen, ungünstigem Grenz
verlauf und auch auf kleineren Feldern einsetzen zu können.
Ferner muß bei solchen großen Streubreiten ein Anfahrschutz
vorgesehen sein, damit der Ausleger und die Streuleitungen
beim Anfahren gegen Hindernisse, wie Bäume, Sträucher etc.
nicht beschädigt werden. Da ferner die Gefahr der Bodenbe
rührung, insbesondere bei hängigem Gelände oder im Vorgewende
umso größer wird, je länger die Ausleger sind, sollte auch für
eine zumindest begrenzte Anhebbarkeit der Ausleger Sorge
getragen werden.
Am häufigsten sind zweiteilige Ausleger für Streubreiten bis
etwa 12 Meter, von denen der äußere Auslegerteil um eine
vertikale Achse nach hinten schwenkbar ist, während der
innere Auslegerteil um eine zur Fahrtrichtung parallele
Horizontalachse nach oben schwenkbar ist. Damit ergibt
sich für den äußerem Auslegerteil ein Anfahrschutz, indem
er bei Auftreffen auf Hindernisse nach hinten ausweichen
kann, während beide Auslegerteile um die dem Vorratsbe
hälter nahe Horizontalachse bei Bodenberührung nach oben
ausweichen können. Um den Ausleger in Transportstellung
zu bringen, wird der äußere Auslegerteil nach hinten an
den innere Auslegerteil angeklappt und anschließend das
aus diesen beiden Auslegerteilen gebildete Paket um die
Horizontalachse an den Vorratsbehälter hochgeklappt (DE-
AS 36 25 175).
Bei größeren Streubreiten im Bereich von 18 m und mehr
reicht diese Aufteilung nicht aus. Hier sind beispiels
weise drei Auslegerteile vorgesehen (DE-OS 33 13 505),
von denen der äußerste Auslegerteil um eine Vertikal
achse an den mittleren Auslegerteil nach hinten anklapp
bar ist, wobei er in dieser Richtung bei Vorwärtsfahrt
auch Hindernissen ausweichen kann. Ferner ist der innerste
Auslegerteil um eine fahrzeugparallele Horizontalachse
nach oben an den Vorratsbehälter hochklappbar, während
das aus dem mittleren und dem äußeren Auslegerteil be
stehende Paket um eine in der Betriebsstellung vertikale
Achse um 90° nach vorne schwenkbar ist, so daß diese beiden
Auslegerteile beim Anstoßen an Hindernissen bei Rückwärts
fahrt nach vorne ausweichen können, andererseits nach
Hochklappen des innersten Auslegerteils in die Fahrstellung
in Fahrtrichtung nach vorne geklappt werden können, so daß
sie im wesentlichen parallel zur Längsachse und oberhalb
des Fahrzeugs liegen. Dadurch entsteht in der Fahrstellung
eine sehr große Bauhöhe, die entsprechende Durchfahrts
höhen unter Bäumen, in Einfahrten etc. erfordert, die sehr
häufig nicht gegeben sind. Auch ist der Betrieb beim
Teilbreitenstreuen oder bei kleinen Feldern bzw. ungünsti
gem Grenzverlauf eingeschränkt, da der äußerste Ausleger
teil verhältnismäßig kurz, der mittlere Auslegerteil
hingegen relativ lang ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs
genannte Vorrichtung für große und größte Streubreiten
in betriebsfunktioneller Hinsicht zu verbessern und
die Bauhöhe in der Fahrstellung zu reduzieren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
jeder Ausleger aus vier Teilen besteht, von denen die
beiden äußeren Auslegerteile untereinander und gegenüber
dem nach innen anschließenden Auslegerteil um jeweils
vertikale Achsen gegensinnig bis zur Parallellage zuein
ander schwenkbar sind, und daß das aus den drei in
Fahrtrichtung hintereinander liegenden Auslegerteilen
gebildete Paket um eine Horizontalachse nach unten an
den hochgeklappten innersten Auslegerteil anklappbar ist.
Mit der Erfindung wird jeweils ein mehrgliedriger Ausleger ge
schaffen, der aus insgesamt vier Teilen besteht, so daß
durch Einklappen der jeweiligen Teile eine ent
sprechende Teilbreitenstreuung in kleineren Stufen als
beim Stand der Technik oder in gleichen Abstufungen
bei größerer Gesamtbreite möglich ist. Durch die Tat
sache, daß die beiden äußeren Auslegerteile unterein
ander und gegenüber dem nächsten Auslegerteil um
Vertikalachsen in bzw. entgegen der Fahrtrichtung schwenk
bar sind, ergibt sich hinsichtlich dieser beiden Ausleger
teile zugleich ein Anfahrschutz bei Vorwärts- und Rück
wärtsfahrt. Ferner können von den vier Auslegerteilen
durch die Schwenkbarkeit der beiden äußeren Ausleger
teile um Vertikalachsen insgesamt drei Auslegerteile in
der Fahrstellung in eine in Fahrtrichtung hintereinander
liegende Position gebracht, während der innerste und
daran anschließende Auslegerteil um horizontale Achsen in
eine nebeneinander liegende Position gebracht werden
können. Der maximale Breitenbedarf entspricht also der
Breite von zwei Auslegerteilen, während die Anordnung
von drei Auslegerteilen hintereinander für den Fahrbe
trieb in keiner Weise störend ist. Dadurch, daß der
innerste Auslegerteil nach oben und das aus den drei
anderen Auslegerteilen bestehende Paket demgegenüber
nach unten geklappt werden, wird die Bauhöhe erheblich
reduziert. Sie entspricht im wesentlichen nur der Länge
des innersten Auslegerteils, der zudem - wegen der Vier
fachteilung - kürzer sein kann als beim Stand der Technik.
Schließlich gibt es keine Bauteile, die in der Fahr
stellung über dem Fahrzeug liegen, vielmehr sind sämt
liche Auslegerteile ausschließlich an den Vorratsbehälter
angeklappt, so daß auch die Rundumsicht des Fahrers in
keiner Weise beeinträchtigt ist. Ist der äußerste Ausleger
teil nach hinten, der daran anschließende hingegen nach
vorne schwenkbar, so ist der Anfahrschutz in der
Breite bei Rückwärtsfahrt effektiver, ist hingegen - wie
vorzugsweise vorgesehen - der äußerste Auslegerteil nach
vorne, der nächste hingegen nach hinten schwenkbar, können
beide Auslegerteile bei Vorwärtsfahrt nach hinten aus
weichen.
In bevorzugter Ausführungsform sind der äußerste und der
nächst innere Auslegerteil um eine zwischen diesem und
dem weiter innen liegenden Auslegerteil angeordnete
Fahrzeug parallele Horizontalachse zumindest begrenzt
nach oben schwenkbar.
In dieser Ausbildung können die beiden äußersten Aus
legerteile unabhängig von ihrer Schwenkbarkeit um
Vertikalachsen auch begrenzt nach oben schwenken, um
ein Aufsitzen der äußeren Auslegerteile bei hängigem
Gelände oder im Vorgewende zu vermeiden. Durch diese
weitere Gelenkigkeit wird weder die kompakte Bauweise,
die mit der erfindungsgemäßen Ausbildung möglich ist,
noch die geringe Bauhöhe in irgendeiner Weise beeinträch
tigt.
Die Schwenkbewegungen können zwar manuell durchgeführt
werden, wobei aber eine nicht geringe Rückstellkraft
für die Strecklage des Auslegers zu überwinden wäre. Es
empfehlen sich deshalb Antriebe. Dabei ist es von Vorteil,
wenn zumindest der äußerste und das nächst innere Aus
legerteil mit je einem elektrischen Schwenkantrieb ver
sehen sind, während der innerste Auslegerteil hydraulisch
hochklappbar und mit dem anschließenden Auslegerteil
über einen diesen nach unten klappenden Seilzug verbunden
ist. Der hydraulische Schwenkantrieb kann entweder vom
Hydrauliknetz des Fahrzeugs oder über eine Hydraulik
pumpe von der Zapfwelle des Fahrzeugs abgeleitet
werden, während die elektrischen Antriebe vom elektrischen
Fahrzeugnetz abgenommen werden. Die Ausbildung der Schwenk
antriebe für die beiden äußeren Auslegerteile in Form
elektrischer Antriebe hat den Vorteil, daß die hydrau
lischen Anschlußleitungen und die ansonsten notwendigen
Regeleinrichtungen in dem Hydraulikkreislauf entfallen
können. Der Seilzug zwischen dem innersten und dem
folgenden Auslegerteil nimmt nicht nur letzteres beim
Hochklappen des innersten Auslegerteils mit, sondern
dient gleichzeitig zum Abspannen des Auslegers in der
Strecklage.
Bei jeder Ausführung der Schwenkantriebe ist es von
Vorteil, wenn die Auslegerteile jeweils unter einer sie
in die Strecklage bringenden Federkraft stehen, so daß
das "Auffalten" bzw. "Aufklappen" der Ausleger selbst
tätig erfolgt bzw. die Auslegerteile nach erfolgter Aus
lenkung z. B. nach Anfahren gegen ein Hindernis, wieder
selbsttätig in die Strecklage gelangen.
Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der
Zeichnung gegebenen Ausführungsbeispiels beschrieben. In
der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine schematische Stirnansicht eines
Streuaggregates mit Vorratsbehälter und
einem Ausleger,
Fig. 2 eine Ansicht auf den Ausleger gemäß
Fig. 1 in der gestreckten Betriebslage;
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht in
einer Zwischenstellung;
Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht in
einer weiteren Zwischenlage;
Fig. 5 eine schematische Stirnansicht auf den
Ausleger in einer dritten Zwischenlage
und
Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Stirn
ansicht auf den Ausleger in der
Transportlage.
Die Streuvorrichtung weist einen Vorratsbehälter 1 auf,
der auf einer Fahrzeugpritsche oder mittels des Dreipunkt
gestänges eines Schleppers aufgesattelt oder aber auf
einem Hänger angeordnet ist. Der Vorratsbehälter ist oben
offen ausgebildet und kann von Hand oder mittels eines
Kippers beladen werden. Sein Boden 2 ist von der Längs
mittelachse aus gesehen dachförmig nach beiden Seiten
geneigt und weist im Bereich 3 Auslauföffnungen auf,
unterhalb der nicht gezeigte Dosierorgane angeordnet
sind. Die Dosierorgane geben den ihnen in der Regel
durch Schwerkraft zufließenden Dünger entweder unmittelbar
oder über zwischengeschaltete Transportleitungen 4 an
mehrere hintereinander liegende Einlauföffnungen 5 ver
schiedener Streuleitungen ab, die sich von der Längs
mittelachse aus senkrecht nach außen erstrecken und in
der Zeichnung im einzelnen nicht wiedergegeben sind.
Jede einzelne Streuleitung endet in unterschiedlichem
Abstand von der Längsmittelachse an einem Verteilerorgan,
über das der pneumatisch, in den Streuleitungen geförderte
Dünger weitflächig ausgetragen wird. Die Streuleitungen
sind auf einem insgesamt mit 6 bezeichneten Ausleger
angeordnet. Ein gleicher Ausleger ist auch auf der
anderen Seite des Vorratsbehälters (in Fig. 1 links)
vorgesehen. Jeder Ausleger 6 ist, - ebenso wie die
Streuleitungen - mehrgliedrig ausgebildet. Er besteht
aus insgesamt 4 Auslegerteilen 7, 8, 9 und 10, die
gelenkig miteinander verbunden sind. Die entsprechenden
Abschnitte der Streuleitungen sind durch konusförmig
ausgebildete Dichtmanschetten luftdicht gegeneinander
abgedichtet.
Der äußerste Auslegerteil 10 ist gegenüber dem nächst
inneren Auslegerteil 9 um eine vertikale Achse 11 schwenk
bar. Ebenso ist der letztgenannte Auslegerteil um den
danach innen anschließenden Auslegerteil 8 um eine
vertikale Achse 12 schwenkbar. Die Schwenklager 11,
12 sind dabei so ausgebildet, daß der äußerste Aus
legerteil 10 in Fahrtrichtung 13 (Fig. 2) nach vorne
klappen kann, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist. Damit
kann der äußere Auslegerteil bei Rückwärtsfahrt Hinder
nissen im äußeren Bereich des Auslegers ausweichen.
Demgegenüber ist der nächst innere Auslegerteil 9 um
die Achse 12 in Fahrtrichtung nach hinten schwenkbar
(Fig. 3). Damit können die beiden äußeren Auslegerteile 9, 10
bei Vorwärtsfahrt Hindernissen nach hinten ausweichen.
Der Schwenkwinkel beträgt dabei in beiden Fällen ca.
180°.
Die beiden äußeren Auslegerteile 9, 10 sind ferner um
eine horizontale Achse 14 (Fig. 1 und 2) gemeinsam
nach oben schwenkbar, wobei diese Achse zwischen dem
Auslegerteil 9 und dem nach innen anschließenden Ausleger
teil 8 angeordnet ist. Damit können die beiden äußeren
Auslegerteile bei Geländeunebenheiten oder bei Boden
berührung durch starke Auslegerschwankungen nach oben
ausweichen, ohne daß der Ausleger Schaden nimmt.
Der innerste Auslegerteil 7 ist um eine vorrichtungs
feste, zur Fahrtrichtung 13 parallele Achse 15 nach
oben an die Seitenwandung des Vorratsbehälters 1 hoch
klappbar. Ferner ist zwischen dem innersten Ausleger
teil 7 und dem anschließenden Auslegerteil 8 eine
weitere Horizontalachse 16 vorgesehen, um die dieses
Auslegerteil gegenüber dem hochklappbaren Ausleger
teil 7 nach unten geklappt werden kann. Das Einklappen
des Auslegers in die Transportstellung geschieht aus der
Strecklage gemäß Fig. 2 über die Zwischenlage gemäß
Fig. 3 in die Position gemäß Fig. 4, bei der die Aus
legerteile 8, 9 und 10 paketförmig hintereinander liegen.
Anschließend wird der Auslegerteil 7 nach oben und zu
gleich dieses Paket um die Schwenkachse 16 nach unten
geklappt, bis es über eine Zwischenposition gemäß
Fig. 5 in die Fahrstellung gemäß Fig. 6 gelangt. Diese
Transportlage wird in ihrer Höhe durch die Länge
eines einzigen der vier Auslegerteile, in der Regel des
innersten Auslegerteils, bestimmt, während sich die
Breite aus der Breite der beiden innersten Ausleger
teile 7 und 8 ergibt und die Auslegerteile 9, 10
hinter dem Auslegerteil 8 und im wesentlichen parallel
zu diesem liegen.
Die Schwenk- und Klappbewegungen der einzelnen Ausleger
teile können prinzipiell gegen den Ausleger in Streck
lage haltende Federn von Hand erfolgen. Vorzugsweise
ist jedoch für die beiden äußeren Auslegerteile 9, 10
jeweils ein Elektroantrieb vorgesehen, während die
Klappbewegung des innersten Auslegerteils um die Horizon
talachse 15 vorzugsweise hydraulisch erfolgt. Zwischen
diesem und dem nächsten Auslegerteil 8 kann ein Seil
zug 17 angeordnet sein, der einerseits die Last des
Auslegers abträgt, andererseits über Seilumlenkungen 18, 19
beim Hochklappen des innersten Auslegerteils 7 den
anschließenden Auslegerteil 8 und die angeklappten Aus
legerteile 9, 10 um die Achse 16 nach unten klappt.
Auch in diesen Fällen sind jedoch entsprechende Federn
vorgesehen, die den Ausleger in Strecklage halten und
gegen die die elektrischen bzw. hydraulischen Antriebe
arbeiten.
Entgegen der Darstellung gemäß Fig. 2 bis 4 können
die Schwenkbewegungen der beiden Auslegerteile 9, 10
auch gegensinnig erfolgen, was durch den zweiten
Fahrtrichtungspfeil 13′ angedeutet ist.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Streuen von schüttfähigem Gut, ins
besondere Dünger, mit einem an einem Fahrzeug aufge
sattelten oder angehängten Vorratsbehälter mit Aus
lauföffnungen, darunter angeordneten Dosierorganen
und mehreren an diese über Einlauföffnungen anschließen
den Streuleitungen, die in unterschiedlichem Abstand von
der Fahrzeuglängsachse zu deren beiden Seiten an Ver
teilerorganen ausmünden und in denen das Gut mittels
eines Gebläses pneumatisch gefördert wird, wobei die
Streuleitungen an Auslegern angebracht sind, die - wie
die Streuleitungen - mehrteilig ausgebildet und über
Gelenke miteinander verbunden sind und von denen der
innerste Auslegerteil um eine fahrzeugparallele
Horizontalachse an den Vorratsbehälter hochklappbar und
von denen die beiden äußeren Auslegerteile (9, 10)
untereinander und gegenüber dem nach innen an
schließenden Auslegerteil (8) um jeweils vertikale
Achsen (11, 12) gegensinnig bis zur Parallellage
zueinander schwenkbar sind, wodurch die Ausleger
teile in eine fahrzeugnahe Fahrstellung bringbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Ausleger (6) aus vier Teilen (7, 8, 9, 10)
besteht und daß der aus den drei
in Fahrtrichtung nebeneinander liegenden Ausleger
teilen (8, 9, 10) gebildete Paket um eine Horizontal
achse (16) nach unten an den hochgeklappten innersten
Auslegerteil (7) anklappbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der äußerste Auslegerteil (10) in Fahrtrichtung
nach hinten und zusammen mit dem nächst inneren
Auslegerteil (9) nach vorne schwenkbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der äußerste Auslegerteil (10) in Fahrtrichtung
nach vorne und zusammen mit dem nächst inneren Aus
legerteil (9) nach hinten schwenkbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der äußerste (10) und der nächst
innere Auslegerteil (9) um eine zwischen diesem und
dem weiter innen liegenden Auslegerteil (8) angeordnete
fahrzeugparallele Horizontalachse (14) zumindest
begrenzt nach oben schwenkbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß zumindest der äußerste und der
nächst innere Auslegerteil, (10, 9) mit je einem
elektrischen Schwenkantrieb versehen sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der innerste Auslegerteil (7)
hydraulisch hochklappbar und mit dem anschließenden
Auslegerteil (8) über einen diesen nach unten klap
penden Seilzug verbunden ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die einzelnen Auslegerteile (7,
8, 9, 10) jeweils unter einer sie in die Strecklage
bringenden Federkraft stehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853512992 DE3512992C2 (de) | 1985-04-04 | 1985-04-11 | Vorrichtung zum Streuen von schüttfähigem Gut, insbesondere Dünger |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3512389 | 1985-04-04 | ||
| DE19853512992 DE3512992C2 (de) | 1985-04-04 | 1985-04-11 | Vorrichtung zum Streuen von schüttfähigem Gut, insbesondere Dünger |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3512992A1 DE3512992A1 (de) | 1986-10-09 |
| DE3512992C2 true DE3512992C2 (de) | 1994-02-10 |
Family
ID=25831109
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853512992 Expired - Fee Related DE3512992C2 (de) | 1985-04-04 | 1985-04-11 | Vorrichtung zum Streuen von schüttfähigem Gut, insbesondere Dünger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3512992C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10303380A1 (de) * | 2003-01-29 | 2004-08-05 | Claas Saulgau Gmbh | Erntemaschine zum Ernten von stängelartigem Erntegut wie Mais oder dergleichen |
| EP1731983A1 (de) | 2005-06-02 | 2006-12-13 | Deere & Company | Landwirtschaftliche Arbeitsmaschine mit einer Austrageinrichtung und einem Kollisionssensor |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3639590C1 (de) * | 1986-11-20 | 1987-11-12 | Weiste & Co Accord Landmasch | Klappvorrichtung fuer die Seitenausleger eines Duengerstreuers |
| ATE132002T1 (de) * | 1990-07-04 | 1996-01-15 | Benest Eng Ltd | Verfahren und vorrichtung zum besprühen von kulturen |
| ES2123564T3 (es) * | 1991-08-06 | 1999-01-16 | Benest Eng Ltd | Procedimiento y aparato de tratamiento de cultivos por pulverizacion. |
| DE4138213A1 (de) * | 1991-11-21 | 1993-05-27 | Amazonen Werke Dreyer H | Verteilmaschine |
| DE102015113402B4 (de) * | 2015-08-13 | 2025-03-20 | Claas Saulgau Gmbh | Vorsatzgerät eines landwirtschaftlichen Erntefahrzeugs |
| AT521966B1 (de) | 2019-02-15 | 2020-07-15 | Georg Unger Dr | Mobile Bewässerungsanlage |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3025175C2 (de) * | 1980-07-03 | 1981-10-01 | Amazonen-Werke H. Dreyer Gmbh & Co Kg, 4507 Hasbergen | Verteilmaschine mit Auslegern |
| DE3313505A1 (de) * | 1983-04-14 | 1984-10-18 | Amazonen-Werke H. Dreyer Gmbh & Co Kg, 4507 Hasbergen | Maschine zum pneumatischen ausbringen von insbesondere koernigem material |
-
1985
- 1985-04-11 DE DE19853512992 patent/DE3512992C2/de not_active Expired - Fee Related
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10303380A1 (de) * | 2003-01-29 | 2004-08-05 | Claas Saulgau Gmbh | Erntemaschine zum Ernten von stängelartigem Erntegut wie Mais oder dergleichen |
| EP1731983A1 (de) | 2005-06-02 | 2006-12-13 | Deere & Company | Landwirtschaftliche Arbeitsmaschine mit einer Austrageinrichtung und einem Kollisionssensor |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3512992A1 (de) | 1986-10-09 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102018124626A1 (de) | Landwirtschaftliche Verteilvorrichtung und Verfahren zu deren Überführung zwischen einer Arbeitsstellung und einer Transportstellung | |
| EP2825014A1 (de) | Faltbares landwirtschaftliches arbeitsgerät | |
| EP0163154B1 (de) | Spritzvorrichtung zum Ausbringen von flüssigen Spritzmitteln | |
| DE3512992C2 (de) | Vorrichtung zum Streuen von schüttfähigem Gut, insbesondere Dünger | |
| DE10327915C5 (de) | Heuwerbungsmaschine | |
| EP1008286A1 (de) | Werkzeugträger | |
| DE2622444A1 (de) | Anbauvorrichtung fuer landwirtschaftliche verteilmaschinen | |
| DE3119093A1 (de) | "spritzgeraet" | |
| EP3085219B1 (de) | Landwirtschaftliches gerät | |
| DE102019104831B3 (de) | Feldspritze mit Zuführmittel zum Eintrag von Dünger oder Pflanzenschutzmitteln unterhalb des Blattwerks von Pflanzen | |
| EP0193010B1 (de) | An einem Fahrzeug aufgehängte Verteil- oder Sprüheinrichtung | |
| EP0492620A1 (de) | Verfahren zum Ernten von Bodengewächs und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE3448426C3 (de) | Landwirtschaftliche Maschine | |
| DE202008015564U1 (de) | Gülleausbring-Vorrichtung | |
| EP2100493B1 (de) | Gülleverteiler-Fahrzeug | |
| DE1943012A1 (de) | Vorrichtung zum Ausbringen von gekoerntem oder pulverfoermigem Material ueber kleinere Parzellen | |
| DE10011401A1 (de) | Landwirtschaftliche Verteilmaschine | |
| DE10327918B4 (de) | Heuwerbungsmaschine | |
| DE3527614C2 (de) | ||
| DE102007018294A1 (de) | Gezogenes landwirtschaftliches Arbeitsgerät | |
| DE2444010C3 (de) | Maschine zum Ausbringen von Saatgut und Düngemitteln | |
| DE3823529A1 (de) | Verteilmaschine | |
| DE102012221278B4 (de) | Zwischen Betriebs- und Transportstellung bewegbarer Erntevorsatz mit unsymmetrischen Mittel- und Außenteilen | |
| DE29507831U1 (de) | Vorrichtung zum Verteilen von Flüssigkeiten, insbesondere Gülle | |
| DE1457760C (de) | Befestigungsvorrichtung zum Zusammensetzen von zwei zweireihigen Anbaulegemaschinen für Kartoffeln oder dergleichen zu einer vierreihigen Anbaulegemaschine |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |