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Vorrichtung zum Speichern und Ausziehen von Schläuchen,
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insbesondere für Lackierkabinen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
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Derartige in der Praxis als Schlauchkästen bezeichnete Vorrichtungen
haben die Aufgabe, den zur Zuführung von Farbe, Verdünner oder Preßluft dienenden
Schlauch in eingezogenem Zustand zu speichern, wenn er in der Lackierkabine nicht
gebraucht wird. Wird er gebraucht, dann kann der Lackierer am freien Ende des Schlauches
die entsprechende Farbspritzpistole anbringen und den Schlauch in der gewünschten
Länge aus der Vorrichtung herausziehen. Die Anforderungen an die verfügbare Schlauchlänge
liegen zwischen 4 und 6 m.
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Bei einer aus der DE-OS 22 59 464 bekannten Vorrichtung ist der Schlauch
ausgehend von einem ortsfesten Versorgungsanschluß über eine Schlauchrolle und von
dort
zu einem Schlauchausziehbereich geführt, wo eine ortsfeste
Führungsrolle vorgesehen ist. Die Schlauchrolle ist mittels eines Gegengewichts
kraftbelastet und bewegbar, so daß sie bei entlastetem Schlauch diesen unter Bildung
einer Schlaufe einzieht. Der Schlauchausziehbereich muß bei dieser Ausgestaltung
zwingend in der Nähe eines Endes der Vorrichtung angeordnet sein, da die Schlauchschlaufe
nur zu einer Seite hin gebildet wird.
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Aus Platzgründen wird in neuerer Zeit die Forderung gestellt, den
Schlauchausziehbereich etwa in der Mitte der Vorrichtung vorzusehen. Bei den bekannten
Ausgestaltungen führt dies dazu, daß das Verhältnis von freier ausziehbarer Schlauchlänge
zu insgesamt in der Vorrichtung gespeicherter Schlauchlänge besonders ungünstig
wird.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
gattungsgemäßen Art so auszugestalten, daß auch bei etwa mittiger Anordnung des
Schlauchausziehbereiches ein besonders günstiges Verhältnis von frei ausziehbarer
Schlauchlänge zu insgesamt in der Vorrichtung erforderlicher Schlauchlänge erreicht
wird.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil
des Anspruches 1 gelöst. Nach der Erfindung wird der Schlauch vergleichbar einem
Flaschenzug über einander entgegengesetzt angeordnete Schlauchrollen geführt, wobei
als Besonderheit hinzukommt, daß alle Schlauchrollen bewegbar sind, so daß sie alle
bis in die Höhe des Schlauchausziehbereiehes gezogen werden können. In vollständig
ausgezogenem Zustand
ist der Schlauch also in der Vorrichtung selber
weitgehend geradlinig geführt. Es sind also keine Totlängen mehr in der Vorrichtung
erforderlich.
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Dadurch daß die Schlauchrollen nach Anspruch 2 aneinander vorbeibewegt
werden können, ist in vollständig ausgezogenem Zustand eine völlig geradlinige also
nicht umgelenkte Führung des Schlauches über die Schlauchrollen möglich. Weiterhin
ermöglicht dies ein besonders einfaches Einfädeln eines Schlauches, wenn ein solcher
ausgewechselt werden muß.
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Die Maßnahmen nach Anspruch 3 stellen eine ganz besonders vorteilhafte
Ausgestaltung dar, da die Zwangskopplung der Rollen miteinander zu einem genau definierten
Ausziehen und Einziehen des Schlauches aus bzw. in die Vorrichtung führt. Eine solche
Zwangskopplung der Schlauchrollen nach Anspruch 3 wird in einer besonders einfachen
und zuverlässigen Ausgestaltung mittels mindestens eines Seilzuges nach Anspruch
4 erreicht. Die Weiterbildung nach Anspruch 5 führt zu einer Erhöhung der Genauigkeit
der Führung der Schlauchrollen gegeneinander.
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Die Dimensionierungsangabe nach Anspruch 6 führt zu einer Optimierung
des Platzbedarfes in der Vorrichtung im Verhältnis zur zu speichernden Schlauchlänge.
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Wenn hierbei - wie in der Praxis üblich - die Schlauchrollen etwa
vertikal bewegbar sind, dann führt die Weiterbildung nach Anspruch 7 dazu, daß insbesondere
das bereits erwähnte Einfädeln über die Oberseiten der größeren Zahl von Rollen
erfolgen kann, was zu einer Arbeitsvereinfachung führt.
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Wenn die Schlauchrollen miteinander zwangsgekoppelt sind und etwa
in der Vertikalen bewegbar sind, dann führt die Weiterbildung nach Anspruch 8 dazu,
daß nur ein einziges Gegengewicht erforderlich ist, um im Gesamtsystem die notwendige
Kraft zum Einziehen des Schlauches zu Speicherungszwecken zu erzeugen, wobei hierbei
eine Dimensionierung sehr einfach möglich ist, die nur geringe vom Lackierer aufzubringende
Auszugskräfte sicherstellt.
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Die Weiterbildung nach Anspruch 9 führt zu konstruktiven Vereinfachungen
und außerdem dazu, daß der von unten zum Schlauchausziehbereich bewegbare Rollenkörper
als Gegengewicht ausgebildet sein kann.
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Die erfindungsgemäße Ausgestaltung ermöglicht es nach Anspruch lo
auch noch, besonders einfache Führungen für die Rollen bzw. die Rollenkörper vorzusehen.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigt Fig. 1 einen
vertikalen Querschnitt durch eine Vorrichtung nach der Erfindung mit vollständig
eingezogenem Schlauch, Fig. 2 die Vorrichtung nrch Fig. 1 mit vollständig ausgezogenem
Schlauch und Fig. 3 einen Quersonnit entsprechend der Schnittlinie III - III in
Fig. 2.
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Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung ist etwa quaderförmig
aufgebaut. Sie weist einen Grundrahmen
1 und einen parallel hierzu
angeordneten Oberrahmen 2 auf, die mittels Seitenwänden oder -rahmen 3 miteinander
verbunden sind. Die Vorderseite kann mittels einer nur gestrichelt angedeuteten
Vorderwand 4 abgedeckt sein. Etwa in halber Höhe zwischen Grundrahmen 1 und Oberrahmen
2 ist ein Schlauchausziehbereich 5 vorgesehen. Hier ist eine ortsfeste Schlauchumlenkrolle
6 vorgesehen, um die ein Schlauch 7 umgelenkt und durch eine Öffnung 8 in der Vorderwand
4 herausgeführt ist. Am freien, stets außerhalb der Vorrichtung befindlichen Ende
des Schlauches 7 ist eine Kupplung 9 angeordnet, die üblicherweise ein Rückschlagventil
aufweist. An dieser Kupplung 9 kann der Lackierer seine Farbspritzpistole wahlweise
ankuppeln. Wenn der jeweilige Schlauch 7 nicht benutzt wird, wird er mittels der
Kupplung 9 an eine Rückführ- bzw.
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Umwälzleitung 10 lösbar angeschlossen. Benachbart zur Rückseite 11
der Vorrichtung ist ein ortsfester Versorgungsanschluß 12 für den Schlauch 7 vorgesehen.
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Über den Versorgungsanschluß 12 wird dem Schlauch 7 entweder Farbe
oder auch zum Lackieren notwendige Druckluft zugeführt, wobei jeweils über einen
Schlauch 7 nur Farbe oder Druckluft befördert wird.
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Am Grundrahmen 1 einerseits und am Oberrahmen 2 andererseits ist ein
Schlauchspeichermodul 13 befestigt, der einen unteren Träger 14 und einen oberen
Träger 15 aufweist, die mittels im Abstand voneinander angeordneter vertikaler Führungsschienen
16, 17 miteinander verbunden sind. Zwischen den beiden Führungsschienen 16, 17 ist
ein in seiner Ruhelage in der Nähe des unteren Trägers 14 befindlicher Einfach-Rollenkörper
18 längs der Führungsschienen 16, 17 verschiebbar angeordnet. Auf den Führungsschienen
16, 17 ist weiterhin ein letztere umgreifender Doppel-Rollenkörper 19
verschiebbar
angeordnet, der sich in seiner Ruhelage in der Nähe des oberen Trägers 15 befindet.
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Auf dem Einfach-Rollenkörper 18 ist eine Schlauchrolle 20 frei drehbar
gelagert. Auf dem Doppel-Rollenkörper 19 sind beiderseits der Bewegungsbahn des
Einfach-Rollenkörpers 18 mit der Schlauchrolle 20 jeweils eine Schlauchrolle 21
und 22 ebenfalls frei drehbar gelagert.
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Alle Schlauchrollen 20, 21, 22 sind um zueinander parallele Achsen
23 *rei drehbar, die senkrecht zu der Längsrichtung der Fuhrungsschienen 16, 17
und damit der Bewegungsr-,ehtung 24 der Rollenkörper 18, 19 verlaufen. Der Schlauch
7 ist ausgehend von dem Versorgungsanschluß 12 um die ihm nächstliegende Schlauchrolle
21 am Doppel-Rollenkörper geführt und von dort zur Schlauchrolle 20 am unteren Einfach-Rollenkörper
18. Von dort ist der Schlauch 7 wieder nach oben zu der anderen Schlauchrolle 22
am Doppel-Rollenkörper und von dort zur Schlauchumlenkrolle 6 im Schlauchausziehbereich
5 geführt. Bei dieser Art der Schlauchführung kann insgesamt eine Schlauchlänge
ausgezogen werden, die etwa dem dreifachen Abstand der Achse 23 einer oberen Schlauchrolle
21 bzw. 22 von der Achse 23 der unteren Schlauchrolle 20 entspricht.
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An der Oberseite des unteren Einfach-Rollenkörpers 18 sind zwei Seilzüge
25, 26 befestigt, die zwischen den Führungsschienen 16, 17 nach oben geführt und
dort über jeweils zwei Seil-Umlenkrollen 27, 27' und 28, 28' zur Seite geführt und
dann nach unten zum oberen Doppel-Rollert órDer 19 umgelenkt sind, an dem sie wiederum
jeweils oberhalb der Schlauchrolle 21 bzw. 22 angebracht sirXrtS Wenn der Schlauch
7 im Schlauc!ausziehbe£-eich 5 aus der Vorrichtung herausgezogen
wird,
dann wird die durch das Schlauchausziehen herbeigeführte zwangsweise Abwärtsbewegung
des oberen Doppel-Rollenkörpers 19 in eine dem Betrag nach gleiche entgegengesetzte
Aufwärtsbewegung des unteren Einfach-Rollenkörpers 18 jeweils zum Schlauchausziehbereich
5 hin umgesetzt. Da der Einfach-Rollenkörper 18 gleichzeitig als Gegengewicht wirkt,
wird bei entlastetem Schlauch 7 dieser in die Vorrichtung hineingezogen, da sich
der Einfach-Rollenkörper 18 nach unten bewegt, was zu einer zwangsweisen Aufwärtsbewegung
des Doppel-Rollenkörpers 19 führt. Der Einfach-Rollenkörper 18 samt Schlauchrolle
20 muß naturgemäß nicht nur schwerer sein als der Doppel-Rollenkörper 19 samt Schlauchrollen
21, 22; sein Übergewicht muß auch ausreichend sein, die Reibung im gesamten System
zu überwinden und die Einziehkräfte auszuüben.
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Damit der Doppel-Rollenkörper 19 auch einer voreilenden Aufwärtsbewegung
des unteren Einfach-Rollenkörpers 18 zwangsweise folgt, sind zwei weitere Seilzüge
29, 30 am oberen Doppel-Rollenkörper angebracht, und zwar jeweils unterhalb der
Achse 23 der jeweiligen Schlauchrolle 21, 22. Sie sind nach unten zu Paaren von
Seilumlenkrollen 31, 31' und 32, 32' geführt, die im unteren Träger 14 des Schlauchspeichermoduls
13 gelagert sind. Hier werden die Seilzüge 29, 30 umgelenkt und nach innen unter
den Einfach-Rollenkörper 18 geführt, an dessen Unterseite sie befestigt sind. Daß
die Rollenkörper 18, 19 für die Bewegung aufeinander zu und für die Bewegung voneinander
fort jeweils mit zwei Seilzügen 25, 26 bzw. 29, 30 gekoppelt sind, hat primär seinen
Grund in einer symmetrischen Kraftaufbringung und damit einer verkantungsfreien
Führung der Rollenkörper 18, 19. Grundsätzlich ist selbstverständlich
jeweils
ein Seilzug 25 oder 26 bzw. 29 oder 30 ausreichend.
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Durch die geschilderte Zwangskopplung folgt der eine Rollenkörper
18 bzw. 19 jeder möglichen Bewegung in Bewegungsrichtung 9Z, es entsprechend anderen
Rollenkörpers 19 bzw. 18, gleichgültig auf welche Schlauchrolle 20, 21, 22 der Schlauch
7 beim Ausziehen oder Einziehen primär die entsprechende Kraft ausübt.
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Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, kann der Einfach-Rollenkörper
18 mit seiner Schlauchrolle 20 durch den Doppel-Rollenkörper 19 mit seinen beiden
beidseits angeordneten Schlauchrollen 21, 22 hindurchgezogen werden, so daß die
gemeinsame obere Tangente der beiden Schlauchrollen 21, 22 des Doppel-Rollenkörpers
19 mit der unteren Tangente an die Schlauchrolle 20 des Einfach-Rollenkörpers 18
zusammenfällt. In dieser Stellung ist der Schlauch 7 also geradlinig über alle drei
Schlauchrollen 20, 21, 22 geführt. Bei entsprechender Anordnung der Schlauchumlenkrolle
6 im Schlauchausziehbereich ist der Schlauch weiterhin von hier aus geradlinig aus
der Vorrichtung herausgeführt.
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